Rezension „More than Words“

Klappentext:

Als Teenager teilten Jessie und Callen ihre Träume und Hoffnungen miteinander. Doch an dem Tag, als sie sich zum ersten Mal küssten, verschwand Callen einfach aus Jessies Leben. Jahre später erfährt sie, dass ihm der Durchbruch als Filmkomponist gelungen ist. Sie ahnt jedoch nicht, dass Callen auf dem Weg ist, sich selbst zu zerstören. Als sie sich zufällig in Frankreich treffen, ist die alte Anziehung sofort wieder da. Aber Jessie spürt, dass Callen im Innern genauso tief verletzt ist wie sie selbst. Damit ihre Liebe eine Chance hat, müssen sie sich den Dämonen ihrer Kindheit stellen, die sie damals voneinander getrennt haben …

Meine Meinung:

Das Cover ist ganz schön, wenn auch nicht besonders aussagekräftig. Man könnte es aber so interpretieren, dass etwas Neues, wie z.B. Blumen, auch aus der Dunkelheit heraus wachsen können.

In der Dunkelheit befindet sich der männliche Hauptcharakter Callen, der zwar als Komponist berühmt geworden ist, aber sich nun nur noch mit Alkohol und unbedeutenden Frauengeschichten über Wasser halten kann. Dieses Verhalten ist nicht besonders gesund und wirkt auch nicht sympathisch. Deshalb hatte ich auch immer mal wieder gewisse Probleme mit ihm, obwohl ich auch Mitleid mit ihm hatte, weil man einfach spürt, wie gebrochen und verloren er sich fühlt. Doch im Laufe des Buches macht er eine schöne und große Entwicklung, die mich sehr gefreut hat. Jessie hingegen ist von Anfang an eine Sympathieträgerin. Ihr ganzes Leben gehört ihre Leidenschaft der französischen Sprache und Geschichte, sodass für sie ein Traum in Erfüllung geht, als sie bei einer Ausgrabung zu Jeanne d‘Arc als Übersetzerin alter Texte tätig sein darf. Diese große Leidenschaft kam auch bei mir als Leserin stets an. Doch sie konnte mich auch mit ihrem Umgang mit Mitmenschen überzeugen, da sie freundlich und offen mit allen umgeht und die Leute, die ihr viel bedeuten, unterstützt.

Callen und Jessie sind sich das erste Mal bereits als Teenager begegnet, wo sie zwei Jahre als Freunde über ihre Träume reden und ihre gemeinsame Zeit einfach genießen. Diese wenigen Seiten über ihre Teenagerzeit fand ich echt süß und berührend, was man über das Wiedertreffen viele Jahre später nicht besonders sagen kann. Beide Figuren haben sich weiter entwickelt und unterscheiden sich noch mehr als früher. Trotzdem war da das gewisse Extra zwischen ihnen, das beide bei jeder ihrer Begegnung spüren. Ich konnte es auf der einen Seite verstehen, weil beide seit ihrer Jugend eine Bindung zueinander haben, doch auf der anderen Seite kamen die Gefühle nicht bei mir an. Zu Beginn ihrer erneut aufbauenden Beziehung war mir das Verhältnis zwischen ihnen zu unausgewogen und Probleme, die Jessie und vor allem Callen haben, wurden mir zu schnell und leicht gelöst. Zum Glück gab es da aber im Schlussteil eine Kehrtwende, die ich richtig gut fand. Alles in allem mochte ich die beiden als Paar und es gab tolle Momente zwischen ihnen, die mich begeistern konnten. Allerdings konnte ich kaum Emotionen zu den Protagonisten oder gar ihrer Beziehung aufbauen. Mir persönlich wurde hier zu oft von Schicksal geredet, was mir nicht reichte. Auch gab es einige Entwicklungen, die so vorhersehbar waren, dass ich nur die Augen verdrehen konnte.

Mein Lieblingsaspekt in dem Buch war die ganze Geschichte über Jeanne d‘Arc. Die Jungfrau von Orleans ist mir zwar ein Begriff, aber ich habe viel mehr über sie und ihre Umstände erfahren, was ich alles sehr interessant fand. Die geschichtlichen Hintergründe wurden toll in die Haupthandlung miteingeflochten und machten den ganzen Roman rund.

Insgesamt war die Geschichte ganz okay, aber es gab einige Momente, in denen ich die Augen verdrehen musste. Zum Glück gab es aber auch einige Entwicklungen, die mich positiv überrascht haben. Auch der Schreibstil von Mia Sheridan war wieder sehr flüssig und emotional. Deshalb hoffe ich sehr, dass die Autorin mich mit einem anderen Buch wieder mehr überzeugen konnte, wie sie es auch bereits mit „The Love That Lies Within“ geschafft hat.

Fazit: 3/5⭐️

Nicht ganz überzeugend

*Rezensionsexemplar

Rezension „Up to Date“

Klappentext:

Drei Frauen. Drei Dates. Ein Mann, der nicht auftaucht …

8.52 Uhr: Siobhan ist mit Joseph Carter zum Frühstück verabredet. Sie war überrascht, als er das Date vorschlug – sonst trifft sie ihn spät abends im Hotelzimmer. Frühstück mit Joseph am Valentinstag bedeutet sicherlich etwas. Aber wo bleibt er nur?

14.43 Uhr: Der Valentins-Lunch mit Joseph Carter ist für Miranda das Zeichen, dass die Dinge zwischen ihnen ernster werden. Wann er wohl endlich kommt?

18.30 Uhr: Auf einer Verlobungsparty will Joseph Carter für Jane den Fake-Boyfriend spielen. Sie kennen sich noch nicht lange, aber ihre Verbindung ist schnell der beste Teil von Janes neuem Leben in Winchester geworden. Joseph hat versprochen, ihren Abend zu retten. Aber er ist nicht hier …

Meine Meinung:

Ich mag es, dass die Cover der Bücher von Beth O‘Leary alle etwas ähnlich sehen, da man sie sofort erkennt. Trotzdem muss man sagen, dass sie nicht unbedingt etwas mit dem Inhalt zu tun hat. Außerdem möchte ich hervorheben, dass alle Romane der Autorin komplett unabhängig voneinander sind.

„Up to Date“ ist für mich das dritte Buch und wieder konnte mich Beth O‘Leary mit ihrem Schreibstil überzeugen. Sie schreibt sehr unaufgeregt, aber auch einfühlsam und spannend. Doch richtig fasziniert bin ich, welche unterschiedlichen und außergewöhnlichen Geschichten sie immer wieder erzählt. Der Klappentext hier hat mich auch wieder neugierig gemacht, aber gleichzeitig war ich auch etwas skeptisch. Ich kann schon einmal erzählen, dass jede Sorge meinerseits unnötig war.

Man liest abwechselnd aus den Sichten der drei Frauen Siobhan, Miranda und Jane, die unterschiedlicher nicht sein können, aber ich alle von Anfang an sympathisch fand. Trotzdem brauchte ich etwas Zeit, um auch alle Nebenfiguren und -handlungen den drei Frauen zuordnen zu können. Siobhan ist eine Frau, die alles durchgeplant hat und immer die Kontrolle behalten möchte. Ich habe sie für ihre Tatkraft und ihr Durchhaltevermögen bewundert. Gleichzeitig spürt man, wie sie wegen ihrer Angst vor ernsthaften Gefühlen nach einigen unschönen Erfahrungen leidet. Für sie habe ich gehofft, dass sie berufliches und privates Glück gleichzeitig findet. Miranda liebt ihren Job als Baumpflegerin auch, vor allem weil sie die Zeit an der frischen Luft und die Freiheit genießt. Sie möchte einfach das Leben komplett auskosten und genießen. Ihr Esprit hat angesteckt und sie hätte ich gerne als Freundin. Aber auch sie hat mal ihre Tiefs und die Momente des Zweifelns, was sie aber auch menschlich macht. Die dritte Frau im Bund ist die ruhige und introvertierte Jane, mit der ich mich am meisten identifizieren konnte. In meinen Augen macht sie die größte Entwicklung im Laufe des Buches durch, indem sie viel mehr aufblüht, was mich sehr gefreut habe. Sie baut sich an neues Leben auf, mit tollen Freunden und einem Wohlfühljob. Allem geht sie mit vollem Herzen und voller Unterstützung nach.

Nach und nach taucht man komplett in die verschiedenen Leben der Frauen ein und fiebert mit ihnen allen mit. So habe ich mir für jede ein Happy End in der Liebe gewünscht, doch ich hatte immer im Hinterkopf, dass es sich bei allen dreien um den selben Mann handelt. Dadurch konnte ich mich nie ganz auf den Protagonist Joseph Carter einlassen, weil ich ihm einfach misstraut habe. Ich finde auch, dass er etwas blass bleibt, obwohl er in gewisser Weise im Hauptaugenmerk des Buches liegt und im Leben aller drei Frauen eine zentrale Rolle spielt. Doch es war faszinierend, wie alle drei Liebesgeschichten funktioniert haben, obwohl die Frauen und die Art ihrer Beziehungen mit Carter sehr verschieden sind. Siobhan hat mit ihm zunächst eher eine Affäre, Miranda schon eine ernsthaftere Romance und Jane verbindet mit ihm eine Freundschaft sowie eine Alibi-Beziehung.

Während des kompletten Buches hatte ich so meine Vermutungen, Befürchtungen und Hoffnungen, doch die Auflösung hat mich komplett überrascht. Man wird hin und wieder aufs Glatteis geführt, was sehr unaufgeregt passiert. Im Nachhinein macht dann aber auch jedes Detail Sinn, woran man merkt, wie durchdacht die Geschichte ist. Beth O‘Leary liefert hier ein richtig cleveres Handlungsgerüst, wie ich es selten gelesen habe.

Fazit: 4/5⭐️

Überraschender und cleverer Plot

*Rezensionsexemplar

Rezension „Just Business“

Klappentext:

Annalise liebt ihren Job als Creative Director bei einer erfolgreichen Werbeagentur in San Francisco. Als diese aber mit einem Konkurrenten fusioniert, findet sie sich plötzlich in einem erbitterten Wettstreit wieder. Die neue Agentur braucht nur einen Creative Director. Und Annalise hat drei Monate, um sich gegen Bennett Fox durchzusetzen. Bennett Fox, der irritierend attraktiv ist und mit allen Mitteln um die Stelle kämpft …

Meine Meinung:

Ich liebe die Bücher von Vi Keeland und lasse mich deshalb nicht von den Covern abschrecken, die nicht so nach meinem Geschmack sind. Auch der Sticker „Dirty Office Romance“ trägt zwar etwas Wahrheit in sich, aber gibt doch ein etwas falsches Bild, denn es handelt sich nicht um einen Erotikroman.

Vi Keeland schreibt allerdings die Liebesszenen sehr knisternd und heiß, aber der Humor schwingt auch immer mit. Wenn es dann doch emotional wird, schafft es die Autorin immer, mein Herz zu berühren. Ihr Schreibstil sorgt dafür, dass ich nur durch das Buch geflogen bin.

Man liest abwechselnd aus den Sichten von Annalise und Bennett, was auch immer kenntlich gemacht ist. Beide arbeiten erfolgreich und leidenschaftlich als Creative Director, doch nach einer Fusion ihrer jeweiligen Firma stehen sie nun in direkter Konkurrenz zueinander. Das ist eindeutig keine ideale Ausgangssituation für eine Romanze, aber von Anfang besteht eine starke Anziehung zwischen ihnen. Ich liebe einfach ihre Dynamik, die auf Ebenbürtigkeit basiert. Sie lassen sich nicht voneinander unterkriegen, sondern kämpfen beide unbeirrt um ihren Job. Ich fand sehr schön, wie beide dabei immer fair bleiben und nur mit ihrem Können gewinnen wollen. Richtig Spaß hat es natürlich gemacht, wenn beide sich abseits der Arbeit näher kommen. Die Chemie stimmt einfach und ich konnte das Knistern auf fast jeder Seite spüren. Aber auch auf anderer persönlicher Ebene lernen sie sich besser kennen, denn sie erzählen auch von ihrem jeweiligen Leben und machen daraus kein riesiges Geheimnis. Mir gefällt es immer besser, wenn die Spannung nicht durch ständige Missverständnissen aufrecht erhalten wird. Doch Annalise und Bennett reden offen über ihre eigenen Probleme und ihre Beziehung.

Doch ein weiteres Highlight ist Bennetts Verhältnis zu seinen Patenkind Lucas, dem Sohn seiner verstorbenen besten Freundin. Jeden 2. Donnerstag unternimmt er tolle Dinge mit ihm und kommt finanziell auch für fast alle Lucas‘ Extrakosten auf. In der Gegenwart des kleinen Jungen kann Bennett seine fürsorgliche Seite komplett offen zeigen, die er ansonsten zurückhält.

Bennett glaubt nämlich nicht mehr daran, dass er persönliches Glück verdient hat, was mir (und Annalise) teilweise das Herz gebrochen hat. Denn obwohl dadurch Bennett seinen Leben nur der Arbeit widmet und seine Zeit bisher mit bedeutungslosen Kurzzeit-Affären vertrieben hat, merkt man in seinem Umgang mit Lucas und Annalise, was für ein lieber Kerl er ist. So wurde er auch nie zu einem A***, denn auch in seinem Job blieb er immer gerecht. Annalise hingegen verbringt am liebsten Zeit mit Menschen, die sie liebt. Das sind vor allem ihre Mutter, ihr Stiefvater und ihre beste Freundin, nachdem ihr langjähriger Freund um eine Auszeit gebeten hat. Ich mochte Annalises ganze fröhliche Art und ihre Professionalität im Job, während sie in Bezug auf die Absichten einiger Männer zwischenzeitlich etwas naiv agiert. Alles in allem habe ich die meisten Charaktere in diesem Liebesroman sehr ins Herz geschlossen.

Die Geschichte läuft nach Vi Keeland Manie ab, aber genau das liebe ich. Ich habe mit den Protagonisten stets mitgefiebert, wobei ich sowohl oft ein Schmunzeln auf den Lippen hatte als aber auch einige Tränen verdrückt habe. Aber weil ich die Bücher der Autorin nun einmal kenne, gab es für mich keine großen Überraschungen, aber gewisse Befürchtungen wurden auch nicht bestätigt. Insgesamt kann ich „Just Business“ auf jeden Fall weiter empfehlen.

Fazit: 4/5⭐️

Mix aus Ernsthaftigkeit, Humor und Erotik

*Rezensionsexemplar

Rezension „Belles of London. Die Nähe, die uns trennt“

Klappentext:

Eine Liebe gegen alle Vorurteile

Die einzige Chance, die Aufmerksamkeit heiratswilliger Gentlemen auf sich zu ziehen, sieht Evelyn Matravers darin, mit ihren Fähigkeiten als Reiterin zu glänzen. Dafür sucht sie den Schneider auf, der auch einige berühmte Londoner Kurtisanen mit spektakulären Reit-Outfits ausgestattet hat. Ahmad Malik besitzt ein besonderes Talent, die Schönheit jeder Frau zu betonen. Noch nie ist Evelyn einem Mann begegnet, der so tief in ihr Innerstes blicken kann, und schon bald keimen zarte Gefühle zwischen ihnen auf. Doch als Sohn einer indischen Mutter hat Ahmad es nicht leicht, Anerkennung zu finden. Kann Evelyns Traum, die Vorurteile der Gesellschaft gegen alle Widerstände zu überwinden, wirklich wahr werden?

Meine Meinung:

Das Cover finde ich passend, weil man direkt erkennt, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Ich mag auch, dass man das ganze Kleid der Protagonistin sieht, denn Kleider spielen eine zentrale Rolle.

Die Geschichte wird aus der Sicht von beiden Hauptfiguren geschrieben. Zum einen ist das Evelyn Matravers, die für ihre erste Saison nach London reist, um mithilfe eines wohl situierten Ehemanns ihre jüngeren Schwestern zu unterstützen. Ich konnte ihre Beweggründe sehr gut nachvollziehen und mag an ihr, dass sie sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst ist und auch weiß, diese einzusetzen. Sie ist eine selbstbewusste und eigensinnige Frau, die sich immer eine eigene Meinung bilden möchte. Ihre großen Leidenschaft ist das Reiten, was man auch beim Lesen immer wieder spürt und ihre habe ihre Momente mit ihrem treuen Pferd geliebt. Der männliche Protagonist ist der halb-englische/halb-indische Schneider Ahmad Malik. Aufgrund seiner Herkunft muss er immer mehr um seine Anerkennung und gegen Vorurteile kämpfen. Ich bewundere ihn dafür, dass er nie aufgegeben hat und seiner Leidenschaft, dem Schneidern, nachgeht, für sich selbst, aber auch für seine Cousine. Vor allem machen es ihm einige Kundinnen nicht leicht, da sie ihn als Objekt sehen. Er tat mir da manchmal Leid, weil man seine Ohnmacht spürt, denn er ist nun mal auch auf sie angewiesen.

Die Protagonisten treffen früh aufeinander, als Evelyn Ahmad darum bittet, ihr Reitkostüme zu schneidern, mit denen sie potentielle Heiratskandidaten auf sich aufmerksam machen möchte. Man kann bei den beiden auf jeden Fall von Liebe auf den ersten Blick reden und das war leider auch mein größtes Problem mit dieser Geschichte. Ich bin eher ein Fan davon, wenn sich die wahren Gefühle langsam entwickeln. So konnte ich diese bei Evelyn und Ahmad nicht ganz nachvollziehen und mir fehlte etwas der Aufbau bei ihrer Romanze. Trotzdem muss ich sagen, dass mir die beiden als Paar eigentlich gefallen. Sie akzeptieren sich so, wie sie sind und waren von Anfang an ehrlich miteinander, selbst in schwierigen Momente. Aber aufgrund des Unterschieds ihres sozialen Standes und ihre jeweiligen Pläne für die Zukunft steht Ihnen doch vieles im Weg. Ich muss sagen, dass ich das alles realistisch und authentisch fand und in meinen Augen auf unnötiges Drama verzichtet wurde.

Ganz besonders haben mich aber auch die anderen zwischenmenschlichen Beziehungen überzeugt, die in diesem Buch eine Rolle spielen. Seit Jahren sind Ahmad und seine Cousine auf sich selbst gestellt und man merkt dadurch, wie eng ihre Bindung ist. Ahmad hat immer ihr Wohlergehen im Hinterkopf. Evelyn liebt ihre Schwestern auch, aber in London lernt sie auch drei neue Freundinnen kennen. Jede von ihnen ist ganz eigen und die Dynamik der jungen Frauen brachte mich oft zum Schmunzeln. Ich hoffe, jede Freundin bekommt mich ihren eigenen Band.

Das ganze Buch spielt im London zu Beginn des 19. Jahrhunderts, das heißt, vieles ist noch anders. In meinen Augen hat die Autorin viele interessante Aspekte miteinbezogen und ihnen auch Raum gegeben. Ganz zentrale Punkte sind natürlich der Stand von Indern und halb-indischen Engländern in der Gesellschaft, der alles andere als leicht war, und die Rolle von Frauen. Aber auch einige wahre geschichtlichen Ereignisse und Personen werden thematisiert. Auf alles geht die Autorin auch noch einmal in ihrem Nachwort ein.

Insgesamt ist es ein historischer Liebesroman, den man schnell und leicht wegsnacken kann. Leider hatte ich meine Probleme mit der Instalove, aber das ganze Drumherum konnte mich überzeugen.

Fazit: 3/5⭐️

Lockere Unterhaltung

*Rezensionsexemplar

Rezension „Worlds Collide“

Klappentext:

Wenn Welten aufeinanderprallen

Fiona hat es geschafft: Sie ist eine der erfolgreichsten Beauty-YouTuber:innen Englands, reist von Event zu Event und wird schon bald eine eigene Make-up-Linie herausbringen. Aber ihr Leben war nicht immer so glamourös. Aufgewachsen in einer finanziell schwachen Familie, nutzt sie jetzt ihre Reichweite, um anderen zu helfen. Ihr gutes Image gerät allerdings ins Wanken, als YouTuber Demian einen Skandal aufdeckt, in den Fiona unfreiwillig verwickelt ist. Auf einer Convention will sie ihren guten Ruf retten – doch dann sitzt bei dem Panel ausgerechnet Demian neben ihr …

Meine Meinung:

Ich finde das Cover ästhetisch, was in meinen Augen zur Protagonistin, der Beauty YouTuberin Fiona, passt.

Dabei muss ich sagen, dass ich zwar im Buchbereich online aktiv bin, aber mit dem Beauty-Bereich von Social Media nie Kontakt hatte. Daher war ich sehr auf diese Geschichte gespannt. Die Umsetzung hat mir auch gut gefallen, weil viele Seiten beleuchtet werden. Alles fühlte sich so realistisch und authentisch an, dass ich extrem mit Fiona mitgehört und mitgebangt habe. Mir war beim Lesen oft zum Verzweifeln zu Mute.

Das lag auch daran, dass mir Fiona von Anfang an sympathisch war. Obwohl ich nie eine Leidenschaft für Schminke entwickelt habe, konnte ich nachvollziehen, warum es für sie so wichtig ist. In ihrem Leben musste Fiona schon mit vielen Widrigkeiten zurechtkommen, doch sie hat für ihren Traum, als Beauty-YouTuberin arbeiten zu können, stets gekämpft und sich nie aufhalten lassen. Dabei ist an ihr nichts unehrlich oder egoistisch, weshalb es sehr unfair war, dass ihr Image den meisten Schaden nimmt, obwohl sie am Skandal, in den sie verwickelt wurde, am unschuldigsten war. Aber ihr Weg im Laufe des Buches habe ich sehr gerne miterlebt.

Damian, der den Skandal erst aufgedeckt hatte und aus dessen Sicht dieser Roman ebenfalls geschrieben ist, macht ebenfalls eine tolle Entwicklung durch. Seine Leidenschaft ist die Astronomie und sein Skandal-YouTube-Kanal für ihn eher Mittel zum Zweck. Ich konnte verstehen, warum ihn Social Media Stars, die ihre Reichweite nur für ihr eigenes Zwecke missbrauchen, aufregen. Allerdings machen ihm Schlammschlachten keinen Spaß und er sieht auch seine Fehler ein.

Der Start zwischen Fiona und Damian ist sehr, sehr holprig, da Damian nun einmal für Fionas Image-Verlust mitverantwortlich ist und er sie auch für schuldig hält. Ich fand es erfrischend, dass sich die beiden auch am Anfang entsprechend nicht besonders möchten und auf körperliche Anziehung verzichtet wurde. Zwischen ihnen geht es wirklich sehr langsam voran, aber so habe ich ihnen ihre Gefühle auch immer abgenommen. Erst als sie beginnen, zusammen zu arbeiten und auch ihre jeweiligen guten Seiten kennen lernen, merken sie, dass ihnen der andere gefällt. Ich mochte alle ihre Interaktionen, sowohl die feindlich gesinnten am Anfang, als sie sich nicht einschüchtern lassen und einander offen ihre ehrliche Meinungen sagen, als auch die friedlichen, in denen sie einander unterstützen. Die beiden passen gut zusammen, weil sie leidenschaftlich, zuverlässig und ehrlich sind. Doch in einigen Punkten sind sie auch verschiedenen, sodass sie sich ergänzen. Während z.B. Fiona immer das Gute in ihren Mitmenschen sieht, ist Damian eher skeptisch eingestellt.

Aber neben Social Media und der Liebesgeschichte spielen auch andere Beziehungen in dem Buch eine wichtige Rolle. Sowohl Fiona als auch Damian haben tolle Freunde, die ihnen immer den Rücken stärken und dabei aber auch Klartext mit ihnen reden. Doch eine ganz zentrale Rolle spielt Fionas Verhältnis zu ihrer Mutter, das man nur als toxisch beschreiben kann. Diese Mutter hat mich nun aufgeregt und mir tat Fiona so Leid. Auf der anderen Seite fand ich es auch mal gut, dass nicht die Romance, sondern eine andere Beziehung ungesunde Maße annimmt.

Insgesamt hat mir das Buch gefallen, auch wenn es für einen Liebesroman schon etwas dicker ist. Die Entwicklungen gehen eher langsam voran, sodass die Geschichte vielleicht nicht so vor Spannung sprüht, aber es gab auch keine nervigen Wiederholungen. Daher kann ich das Buch weiter empfehlen und ich freue mich schon auf die beiden weiteren Teile der Reihe.

Fazit: 4,25/5⭐️

Interessante Umsetzung des Social Media Themas

*Rezensionsexemplar

Rezension „Swimming in Light“

Klappentext:

Kann eine Lüge Wahrheit werden?

Ruffian will nur eins: seiner verstorbenen Mutter ein Denkmal setzen, indem er die obdachlosen Menschen, um die sie sich gekümmert hat, aus der bitteren Armut befreit. Dafür ist er sogar bereit, das Gesetz zu brechen und ins Gefängnis zu gehen. Als es ihm gelingt, sich in die Kreise der wohlhabenden Gesellschaft einzuschleichen, trifft er auf ein unerwartetes Hindernis: Teddi Burathon und ihre liebevolle Familie. Ein Kuss ist genug, um zu begreifen, dass Teddi die Eine für Ruffian ist. Aber um seinen Plan durchzuziehen, muss er sie belügen, ganz gleich, wie sehr sein Herz dabei blutet. Doch er hat nicht mit Teddis Entschlossenheit gerechnet, ihn vor sich selbst zu beschützen und für ihre Liebe zu kämpfen …

Meine Meinung:

Das Cover finde ich richtig schön, weil es ein bisschen wie ein Nachthimmel aussieht. Da der Protagonist Ruffian in seinem Leben bisher meist kein Dach über dem Kopf hatte, passt das Äußere auch etwas zum Inneren.

Der Inhalt dieser Geschichte hat mich natürlich noch mehr interessiert, denn der Klappentext klingt schon spannend und die Autorin hat sich schon mit Band 1 in meinem Gedächtnis festgesetzt. Besonders faszinierend an diesem Teil finde ich wieder den Hintergrund des Protagonisten Ruffians. Er ist quasi auf der Straße aufgewachsen, wo ihm seine Mutter ein ganz anderen Lebensstil vorgelebt hat, der aber neben Armut auch ganz viel Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein beinhaltet. Ich habe Ruffian sehr ins Herz geschlossen, da er immer nur an andere denkt und sich auch aufs Blut für sie einsetzt. Seine Idee, sich bei den Wohlhabenden zu bereichern, um den Armen zu helfen, konnte ich deshalb zwar nachvollziehen, aber er agiert auch sehr unbedacht und teils naiv.

Im Gegensatz zu ihm ist Teddi ist gut situiert aufgewachsen und musste sich daher nie mit gewissen Existenzängsten herumschlagen. Aber weder sie noch ihre Familie, die ich bereits im ersten Band geliebt habe, ist deshalb überheblich, sondern sie kümmern sich auch um Menschen, die es nicht so gut haben. Daher nehmen sie auch Ruffian bei sich auf. Über Teddi lernt man schnell, dass sie sich mit aller Leidenschaft und Hingabe um so genannte Partys kümmert, in denen jeweils ein großer Herzenswunsch einer sehr kranken Person erfüllt wird. Es war schön, dass hier nicht die Klischee von egozentrischen Cheerleadern oder Sportlern erfüllt werden, sondern diese Teddis Aktionen immer unterstützen. Auf jeden Fall steht Teddi Ruffian im Thema Selbstlosigkeit in gar nichts nach.

Zwischen den beiden war es Liebe auf den ersten Blick im wahrsten Sinn des Wortes. Die beiden sehen sich und finden einander auf Anhieb sehr anziehend. Da es sich für mich aber am Anfang „nur“ wie Verknalltheit anfühlte, fand ich es trotzdem sehr authentisch. Die tieferen Gefühle entstehen erst nach und nach, als die beiden mehr Zeit miteinander verbringen und erkennen, wie ähnlich sie ticken. Aber aufgrund ihrer grundverschiedenen Hintergründen lernen die beiden auch voneinander und ihrer beider Weltsichten vergrößern sich. Ich habe echt mit ihnen mitgefiebert, weil die Chemie stimmte und sie ein tolles Team sind. Selbst wenn sie sich uneinig sind, unterstützen sie sich in jeder Situation, vor allem wenn es wichtig ist.

Obwohl ich die beiden Protagonisten und ihre Romance toll fand, hatte ich leichte Probleme, in die Geschichte reinzukommen. Der Anfang war für mich etwas wirr bis dann Ruffian bei Teddis Familie ankommt. Es gab auch später einige Momente, die ich unlogisch fand, z.B. dass alle Ruffian Autofahren, obwohl er keinen Führerschein hat. Das passt für mich nicht zu den anderen Charakteren. Aber insgesamt sind die Nebenfiguren alle toll, sei es Teddis Familie, ihre Freunde oder Ruffians Gemeinschaft.

Für viel Spannung sorgten natürlich Ruffians Pläne, sich bei den Reichen zu bereichern, um es den Armen, also seiner Gemeinschaft, zu geben. Bei diesem Handlungsstrang habe ich mitgefiebert, obwohl sich Ruffian in meinen Augen immer wieder im Kreis drehte. Trotzdem wird diese Geschichte in meinem Kopf bleiben. Der Schluss war mir vielleicht etwas zu viel des Guten, aber gleichzeitig bin zufrieden, wie es mit den Charakteren endet.

Alles in allem kann ich das Buch empfehlen und werde die Romane von Debra Anastasia weiter im Blick haben. Sie hat einen schönen empfindsamen Schreibstil und ganz besonders mag ich ihre außergewöhnliche Geschichten, die auch andere Gesellschaftsschichten im Blick haben.

Fazit: 4/5⭐️

Außergewöhnliche Geschichte

*Rezensionsexemplar

Lese- & Hörmonat April 2022

Ich habe im letzten Monat 8 Bücher (inkl. 5 eBooks) und ganze 9 Hörbücher konsumiert.

1. 📱Right Now. Keep me warm* (2) – Anne Pätzold: 3⭐️

Rezension auf dem Blog

2. Eine Krone aus Feuer und Sternen (1) – Audrey Coulhorst: 3,5⭐️

3. 🎧 Zorn der Engel (2) – Marah Woolf: 3,5⭐️

Sprecherin: Ann Vielhaben

4.📱Swimming in Light* (2) – Debra Anastasia: 4⭐️

Rezension folgt…

5.📱Golden Hills. Touches* (1) – Nicole Böhm: 4⭐️

Rezension auf dem Blog

6. Back to Us – Morgane Moncomble: 4⭐️

7.📱The Second We Met 🇬🇧 (2) – Maya Hughes: 4⭐️

8.📱Worlds Collide* (1) – Anabelle Stehl: 4⭐️

Rezension folgt…

9. 🎧 Bridgerton. Der Duke & ich (1) – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherinnen: Dana Golombek von Senden & Cathlen Gawlich

10. 🎧 Bridgerton. Wie bezaubert man einen Viscount? (2) – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherinnen: Dana Golombek von Senden & Cathlen Gawlich

11. 🎧 Bridgerton. Wie verführt man einen Lord? (3) – Julia Quinn: 3,5⭐️

Sprecherinnen: Dana Golombek von Senden & Cathlen Gawlich

12. 🎧 Bridgerton. Penelopes pikantes Geheimnis (4) – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherinnen: Dana Golombek von Senden & Cathlen Gawlich

13. 🎧 Bridgerton. In Liebe, ihre Eloise (5) – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherin: Dana Golombek von Senden

14. 🎧 Bridgerton. Ein hinreißend verruchter Gentleman (6) – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherin: Dana Golombek von Senden

15. Bridgerton. Mitternachtsdiamanten (7) – Julia Quinn: 4⭐️

16. 🎧 Because of Miss Bridgerton 🇬🇧 (1) – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherin: Rosalyn Landor

17. 🎧 The Girl with the Make-Believe Husband 🇬🇧 (2) – Julia Quinn: 3,5⭐️

Sprecherin: Rosalyn Landor

📱eBook, 🇬🇧 Englisch, 🎧 Hörbuch, *Rezensionsexemplar

Rezension „Right Now. Keep Me Warm“

Klappentext:

Marleigh hat Angst. Angst davor, ihre Wohnung zu verlassen. Doch als sie gezwungen ist, zum ersten Mal seit Wochen wieder nach draußen zu gehen, trifft sie ausgerechnet auf Aaron – den Eiskunstläufer, dessen Videos sie an den dunkelsten Tagen über Wasser gehalten und ihr geholfen haben, die Realität wenigstens für einen kurzen Augenblick zu verdrängen. Was Marleigh jedoch nicht ahnt: Aaron, der ihr so viel Mut und Hoffnung gegeben hat, leidet selbst. Denn seit seinem Unfall vor drei Monaten hat er sich nicht mehr aufs Eis getraut …

Meine Meinung:

Ich mag am Cover seine Zartheit und Schlichtheit, wobei es mit den Händen trotzdem heraussticht.

Ebenfalls überzeugend war wieder der Schreibstil von Anne Pätzold. Sie schreibt unaufgeregt und trotzdem sehr eindringlich. Dadurch kamen die Gefühle der Protagonisten mir sehr nahe und gleichzeitig lässt sich das Buch leicht lesen.

Auf Aaron’s Geschichte war ich schon gespannt seit Band 1, weil ich wissen wollte, wie es mit ihm nach seinem Unfall beim Eiskunstlauf weiter geht.. Man spürt sehr stark, mit welchen psychischen Problemen er zu kämpfen hat. Der Gedanke an das Eislaufen, das seit Ewigkeiten seine Leidenschaft ist, versetzt ihn regelrecht in Angst, was mir sehr Leid tat. Man konnte seine Zerrissenheit in Bezug auf das Eislaufen sehr gut spüren. Ich konnte auf der einen Seite irgendwie verstehen, warum er sich nicht seiner Familie oder seine Eislaufpartnerin anvertrauen wollte. Aber auf der anderen Seite könnte er schon etwas Hilfe gebrauchen.

Diese bekommt er dann von Marleigh, die ebenfalls mit Angststörungen zu kämpfen hat, die sie noch mehr einschränken als Aaron. Sie traut sich aufgrund schlechter Erfahrungen von Mitschülern und Kommilitonen kaum vor der Tür. Dies ist ein sehr bedrückendes Gefühl, auch für den Leser. Dabei spürt man, dass sie sich eigentlich nach Gesellschaft sehnt. Richtig sympathisch war mir dann ihre Donutliebe, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat.

Per Zufall treffen dann Aaron und Marleigh aufeinander, als sie eine Art Nervenzusammenbruch erleidet, wobei er ihr hilft. Wegen ihrer beider Ängste, die sie ansonsten beide derzeit zu anderen Personen auf Abstand hält, fühlen sich Aaron und Marleigh einander verbunden. Sie verstehen sich gegenseitig besser als es andere könnten und sie beginnen sich, einander zu helfen. Es war richtig schön, mit welcher Verständnis und Ehrlichkeit sich die beiden begegnen. Sehr toll war es, wie sie sich gegenseitig Mut machen, sodass sie gemeinsam auch teilweise ihre Ängste überwinden können. Es werden aber auch die Schattenseiten einer Beziehung aufgezeigt, in der beide mit psychischen Problemen zu kämpfen haben. Obwohl ich ihre langsame Annäherung mochte, weil sie sich natürlich und authentisch anfühlte, erschienen die beiden mir mehr als platonische Freunde, vielleicht weil etwas die Leidenschaft fehlte. Trotzdem geben Aaron und Marleigh ein süßes Paar ab.

Die Beziehung zwischen den beide sowie ihre jeweiligen Ängste stehen klar im Zentrum der Geschichte. Dadurch bekam dies genug Raum, aber gleichzeitig war mir beim Lesen die Grenze zur Langeweile oft zu nah. Ich hätte mir einfach mehr Abwechslung gewünscht sowie mehr Interaktionen mit anderen Charakteren. Zwar gibt es schöne Szenen von Marleigh mit einer Nachbarin, die sich zur Freundin entwickelt, und von Aaron mit seinem Stiefbruder, aber es war mir nicht genug. So hatte vor allem die Beziehung von Aaron und seiner Eislaufpartnerin mehr Potential. Man bekommt generell wenig vom Eiskunstlauf oder von Marleighs musikalischen Hobbys mit.

Wenn man eine ruhige und ernste Geschichte lesen möchte, ist dieser Roman das richtige. Doch sollte man hier die Triggerwarnung ernst nehmen, denn an der einen oder anderen Stelle könnte dieses Buch den Leser schon runter ziehen.

Fazit: 3/5⭐️

Ruhig und einfühlsam

*Rezensionsexemplar

Rezension „Golden Hill. Touches“

Klappentext:

Parker erfüllt sich seinen größten Wunsch und kauft die Golden Hill Ranch zurück, die einst seinen Großeltern gehörte. Hier in Montana, im verschlafenen Städtchen Boulder Creek, möchte er eine Pferdetherapiestätte aufbauen. Doch seine Pläne stoßen bei der Dorfgemeinschaft auf Widerstand. Und auch Parkers Jugendliebe Clay ist zunächst nicht erfreut, ihn wiederzusehen. Dennoch entschließt sie sich, Parker und seine Idee zu unterstützen. Wenn da nur nicht dieses altbekannte Kribbeln wäre, das mit jeder Begegnung stärker wird …

Meine Meinung:

Ich habe mich ein bisschen ins Cover verliebt, weil die Landschaft im Sonnenaufgang zum Träumen einlädt.

Aber auch das Setting der Golden Hill Ranch fand ich toll. Es hat Spaß gemacht, mitzuerleben, wie der Protagonist Parker mit Unterstützung die Ranch seiner Großeltern wieder aufbaut. Die Idee mit der Pferdetherapie, die Parker mit seiner Schwester betreiben möchte, fand ich auch toll und wollte mit ihnen gemeinsam für ihr Projekt kämpfen. Pferdeliebhaber wird das Buch sicher gefallen, aber man muss nicht viel mit Pferden zu tun haben, um Freude an diesem Buch zu haben.

Man bekommt nämlich auch tolle Charaktere geboten, von denen ich Parker am liebsten mochte. Er lebte früher als Jugendlicher schon einmal kurz im Örtchen Boulder Creek, wo die Ranch steht, und fühlte sich dort wohl, was auch an seiner Jugendliebe Clay lag. Allerdings war sein damaliger Abgang unschön und ich fand es am Anfang traurig, dass fast alle Bürger von Boulder Creek ihm das immer noch nachtrugen. Umso mehr konnte mich Parkers Umgang mit ihnen überzeugen, da es ihnen nicht übel nahm, sondern sie von sich selbst und seinen Plänen für die Golden Hill Ranch überzeugen. Ich konnte seine Leidenschaft für das Projekt durchgehend spüren und es ließ sich auch von Problemen und Rückschritten nicht davon abbringen. Mir gefiel seine durchsetzungsfähige Art und seine liebevolle Seite, mit denen er Leuten wie seiner Oma, seiner Schwester oder Clay begegnet.

Clay selbst ist eine geselliger und tierliebe junge Frau, die ihr ganzes Leben in Boulder Creek verbracht hat und nie wegwollte. Sie möchte das machen, was sie will und ihre Zeit z.B. nicht an der Uni verschwenden. Ich mochte ihre tatkräftige Art, mit der sie alle Dinge angeht. Im Laufe des Buches macht sie auch noch schöne Entdeckungen über sich. Allerdings muss ich sagen, dass ich trotz aller Sympathie für Clay die Sichtweise von Parker spannender fand.

Richtig gut waren dann natürlich die Szenen, in denen die beiden aufeinander treffen und ihre Gefühle füreinander aus ihren Jugendtagen wieder aufflammen. Dabei war ich froh, dass es Rückblenden gab, sodass man die Momente ihrer ersten Verliebtheit miterleben kann. Ich muss auch sagen, dass ich das Kribbeln zwischen ihnen in den Vergangenheitskapitel am meisten spüren konnten. Ihr Kennenlernen war auch sehr amüsant. In der Gegenwart habe ich Clay und Parker ihre Gefühle zwar abgenommen, aber die Chemie kam nicht komplett bei mir an. Trotzdem gefielen sie mir als Paar, da sie sich perfekt ergänzen und sich gegenseitig respektieren. Sie unterstützen sich, weil sie immer die guten Absichten des anderen erkennen, selbst wenn ihre eigenen Gefühle zuvor verletzt wurden. Insgesamt habe ich mich gefreut, als die beiden sich wieder annähern, wobei sie auch ihre Vergangenheit aufarbeiten.

Insgesamt habe ich das Buch so weggeschmöckert. Der Schreibstil lässt sich locker lesen und mir gefiel die Beschreibung der Ranch. Daher freue ich mich schon sehr auf die weiteren Bände der Reihe, in denen man hoffentlich noch mehr von der Golden Hill Ranch mitbekommt. Nur gab es ein paar Aspekte in diesem Teil, die mir etwas zu kurz kamen. Dazu gehörten u.a. das Dorf Boulder Creek oder Parkers Vater. Aber es war mir nie langweilig beim Lesen, da besonders der Wiederaufbau der Ranch hin und wieder für Spannung sorgte.

Fazit: 4/5⭐️

Cooles Setting und zum Mitfiebern, trotz wenig Kribbeln zwischen den Protagonisten

*Rezensionsexemplar

Rezension „Where the Clouds move faster“

Klappentext:

Dunkle Wolken und stürmische Gefühle
Effie ist immer guter Laune. Doch jedes Jahr zu ihrem Geburtstag wird sie von einer tiefen Traurigkeit geplagt und zieht sich in ein kleines Cottage an der Küste zurück. Aber in diesem Jahr ist bereits ein Gast dort, und der weigert sich, nach einer anderen Bleibe zu suchen. Spontan beschließen die beiden, sich falsche Namen zu geben und ein paar Tage gemeinsam zu verbringen. Durch die Anonymität können sie einander viel mehr anvertrauen, als es ihnen sonst je möglich gewesen wäre. Bis sie zurück in ihre normalen Leben müssen und ihre Traumblase zu zerplatzen droht.

Meine Meinung:

Ich liebe die Cover von allen Bänden, aber aufgrund der Wolken ist dieser mein Favorit.

Generell war ich auf Evie’s Geschichte am meisten gespannt, da man von ihr irgendwie am wenigsten wusste. Sie war immer die fröhliche Schwester, um die man sich keine Sorgen muss und alle zum Lächeln bringt. Schön zu Beginn der Geschichte bekommt man mit, womit sie eigentlich im Inneren zu kämpfen. Es gibt einige Rückblicke zu Evie’s Erlebnisse mit dem abwesenden Vater, die mein Herz Stück für Stück gebrochen haben und doch perfekt erklärt haben, warum Evie so ist wie sie ist. Am liebsten hätte ich sie in den Arm genommen, weil sie ein herzensguter Mensch ist, die an das Gute in jedem glaubt. Aber sie hat eben auch ihre dunklen Momenten, sodass sie ihren Geburtstag immer allein in einer abgeschiedenen Hütte verbringt. Besonders glücklich hat mich gemacht, dass Evie sich im Laufe des Buches weiter entwickelt und sich ihren Schwestern öffnet, ohne Angst zu haben.

Sie lernt aber auch einen Mann kennen, der ihr Leben bereichert. Bevor ich den Klappentext las, hatte ich eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihrem besten Freund, der seit Jahren in sie verliebt ist, erwartet. Es war schön, dass hier nicht der üblichen Weg gegangen wird. So habe ich mich auch schnell in den wirklichen Love Interest Adair verliebt, dem Evie plötzlich in der Hütte gegenüber steht. Er ist auch lebensfroh und immer für Späße zu haben. Mit seiner offenen Arten war er mir sympathisch und besonders schön war es, wie er mit Evie umgegangen ist.

Zwischen den beiden fühlte es sich alles direkt sehr locker an, obwohl beide nicht mit der Gegenwart des jeweils anderen gerechnet haben und sich eigentlich nach Einsamkeit gesehnt haben. Aufgrund ihrer Anonymität haben sie keine Sorge, was der andere von ihnen denkt, wodurch sie hemmungslos offen zueinander sind. Ich fand das sehr realistisch, weil ich manchmal auch das Gefühl habe. Dadurch hat es mich gar nicht gestört, dass sich Evie und Adair doch ziemlich schnell annähern. Ich fand die beiden einfach toll und süß zusammen. Ihre gemeinsamen Momente haben mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und mein Herz erwärmt. Es kam dann doch irgendwann Drama auf, worauf ich in dieser Intensität verzichtet hätte können. Auch konnte mich einige Entwicklungen nicht überraschen, doch trotzdem hat mir alles in allem die Romance gefallen.

Aber auch das ganze drum herum konnte mich überzeugen. Ich liebe das Feeling der Shetland Inseln mit seiner rauen Natur und den kleinen Ortschaften, die die Bürger zusammen schweißt. Dort hält jeder zusammen, ganz besonders die drei Schwestern, die im Mittelpunkt der Reihe stehen. Sie sind eine eingeschworene Gemeinschaft, was sich auch niemals ändern wird, auch wenn ihre Familie durch ihre Partner wächst. Es gibt nämlich auch sehr wichtige Beziehungen neben den romantischen. Die Trilogie wird mir im Herzen bleiben.

Fazit: 4,5/5⭐️

Eine sehr berührende und erwärmende Liebesgeschichte

*Rezensionsexemplar