Rezension „Das Glück wartet in Virgin River“

Klappentext:

Für Clay Tahoma kommt das Jobangebot aus Virgin River genau zur rechten Zeit. Der Navajo-Pferdeflüsterer will sein Leben in eine neue Richtung lenken und wünscht sich nichts mehr, als dass sein Sohn zu ihm zieht. Vom ersten Augenblick an fühlt er sich in der Kleinstadt inmitten der idyllischen Wälder wohl und wird von den Bewohnern des Ortes herzlich empfangen – von fast allen. Nur ausgerechnet Lilly Yazhi scheint nicht allzu begeistert von ihm zu sein. Dabei schlägt in ihrer Nähe sein Herz höher. Clay ist entschlossen, Lilly zu zeigen, dass es sich lohnt, der Liebe eine Chance zu geben …

Meine Meinung:

Ich mag bekanntlich diese ganze Reihe und auch die Cover sprechen mich jedes Mal aufs Neue an. Sie laden zum Wohlfühlen ein und genau das Gefühl kommt bei mir immer auf, sobald ich nach Virgin River zurückkehre. Der Zusammenhalt der Bürger macht mich stets glücklich, aber in diesem Band wird er zum ersten Mal auf die Probe gestellt. Für mich fühlte sich der Ort dadurch etwas realistischer vor.

Wir begleiten hier mit dem Pferdeflüsterer Clay und der Futterlieferantin Lilly zwei komplett neuen Charakteren, die beide indigene Wurzeln haben. Es dauerte nicht lange, bis ich sie ins Herz geschlossen habe. Clay zieht nach Virgin River und beginnt dort auf der Ranch eines alten Freundes als Pferdepfleger und -flüsterer, nachdem er beschloss, endgültig getrennte Wege mit seiner Ex-Frau zu gehen. Nicht nur im Umgang mit den Pferden, die mit ihm auf ihre eigene Weise kommunizieren, ist er toll, sondern auch in den Interaktionen mit seinen Mitmenschen. Er würde jeden stets unterstützen und hat auch immer ein offenes Ohr. Bewundernswert finde ich besonders seine Hintergrundgeschichte mit seinem Sohn, den er als 18-Jähriger bekommen und für den er die alleinige Verantwortung trug. Allgemein ist ein Clay ein großer Familienmensch. Auch Lilly hängt an ihrer Familie, die allerdings inzwischen nur noch aus ihrem Großvater besteht, der für sie ihr Leben lang die Vaterfigur war. Ich mochte ihre selbstbewusste und etwas kratzbürstige Art, die auch zeigt, dass sie sich gut zu behaupten weiß. Aber man merkt auch, dass sie dadurch eine Mauer gegenüber anderen Leute aufbaut. Gerne wollte ich wissen, was der Grund für ihre abweisende Seite ist. Gleichzeitig lernt man ihre liebevolle Art kennen, die insbesondere Pferde bei ihr hervor locken. Es war interessant diesen Zwiespalt mitzuerleben.

Clay und Lilly haben einiges gemeinsam, insbesondere ihre indigene Herkunft und die Liebe zu Pferden. Durch ihre Wurzeln verstehen sie sich, weil sie in ähnlichen Situationen aufgewachsen sind und sie die Gepflogenheiten innerhalb ihrer Familien kennen. Es war interessant über diese Thematik zu lesen. Doch in meinen Augen verbinden sie die Pferde am meisten. In Gegenwart dieser Tiere kommen sie sich zum ersten Mal näher und werden gegenüber einander offener. Ich habe alle Pferdeszenen geliebt, weil man dort die beiden Protagonisten anders kennen lernt und sie auf eine andere Weise wahrnimmt. Die langsame Annäherung von Lilly und Clay gefiel mir gut, weil ich auch als Leserin die Gefühle der beiden so hautnah miterleben konnte. Besonders schön waren die Momente, in denen die beiden sich nicht nur emotional näher kommen, sondern auch miteinander Spaß haben oder sich körperlich näher kommen. Es gab auch einiges Auf und Ab zwischen ihnen, aber in den meisten Fällen konnte ich es gut nachvollziehen. Doch am Ende hat mich ein blödes Missverständnis etwas geärgert, da es ebenfalls viel zu offensichtlich und vorhersehbar war. Alles in allem waren Clay und Lilly aber ein süßes Paar und ein tolles Team.

Ansonsten möchte ich abgesehen von der Romance zwischen den beiden Protagonisten, dem Vater-Sohn-Verhältnis und dem allgemeinen sozialen Geflecht innerhalb Virgin Rivers noch die Freundschaft zwischen Lilly und ihrem besten Freund hervorheben. Die beiden sind in jeder Situation füreinander und unterstützen sich bedingungslos. Insbesondere ist mir aber die Ehrlichkeit unter den beiden positiv aufgefallen. Manchmal tut die Wahrheit weh, aber sie muss trotzdem ausgesprochen werden.

Fazit: 4/5⭐️

Eine weitere tolle Geschichte in und über Virgin River

*Rezensionsexemplar

Rezension „Lovely Hearts. Nur ein Lächeln von dir“

Klappentext:

Nur ein Lächeln von ihm bringt sie um den Versand

Die Weltenbummlerin May liebt es, frei und unabhängig zu sein. Doch dann stirbt ihre Schwester, und nichts ist mehr wie zuvor: May soll plötzlich die Vormundschaft für ihre beiden kleinen Nichten übernehmen. Als sie in Colorado ankommt, nimmt sie die Idylle der Kleinstadt Goodville kaum wahr, denn von den Bewohnern schlagen ihr nur Ablehnung und Misstrauen entgegen. Ihre Nichten schließt sie jedoch schnell ins Herz, auch wenn sich Cathy und Lilly ihr nur langsam öffnen. Es schmerzt May zu sehen, wie vertraut die beiden dagegen mit Cole, einem guten Freund der Familie, umgehen. Cole möchte unbedingt selbst für die Mädchen sorgen und ihm scheint jedes Mittel recht, um sein Ziel zu erreichen – während es May immer schwerer fällt, gegen seinen Charme und die spürbare Anziehungskraft zwischen ihnen anzukämpfen …

Meine Meinung:

Das Cover lud mich direkt zum Wohlfühlen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte, als mir wieder nach einem Kleinstadtsetting war. Ich war gespannt, wie das mit dem traurigen Ursprung der Geschichte kombiniert werden würde.

Man liest sowohl aus Mays Sicht, die erst durch den Tod ihrer Schwester und ihres Schwagers einen Fuß nach Goodville setzt, als auch aus Coles Sicht, dem besten Freund der beiden frisch Verstorbenen. Mir gefiel, dass man beide Perspektiven miterlebt, weil man dadurch den Verlust der beiden kennenlernt und versteht, wenn vor allem die beiden sich gegenseitig es nicht tun. May hat lange keinen engen Kontakt mehr mit ihrer Schwester, sodass sie ihre Nichten kaum bzw. gar nicht kennt. Man spürt, welche Vorwürfe sie sich deshalb macht und wie schwer ihr die Situation fehlt. Aber sie möchte sich der Verantwortung stellen und sich um ihre Nichte kümmern. Sie gibt sich dabei sehr große Mühe und lässt sich nicht davon abhalten, egal wie schwer es ihr die Dorfbewohner, Cole oder ihre ältere Nichte Cathy machen. Ich bewundere ihre Durchsetzungsfähigkeit, ihren großen Willen und ihre liebevolle Art. Mir ging jedes Mal das Herz auf, wenn sie um andere gekümmert hat. Auch Cole möchte sich um jeden kümmern, so will er unbedingt das Sorgerecht für die beiden Mädchen. Man merkt, wie viel sie ihm bedeuten und welche große Rolle er in ihrem Leben spielt. Aber er tat mir sehr Leid, weil er in seiner Trauer um seine beiden besten Freunde versinkt, was manchmal seine Sicht vertrübt. Eigentlich ist er ein zuvorkommender und fürsorglicher Mann, auf den man sich stets verlassen kann. Es machte ihn menschlich und authentisch, dass es Phasen gibt, in denen er diese Seite vergräbt. Umso mehr haben mich die Momente gefreut, in denen er glücklich und vor allem er selbst ist.

Die Ausgangssituation von May und Cole ist kompliziert, da sie das Sorgerecht für die Mädchen bekommen hat, das er unbedingt haben wollte. Dadurch geraten die zwei ständig aneinander ohne jegliches Interesse, sich gegenseitig kennenzulernen. Ich konnte beide Seiten verstehen, auch wenn ich mir einfach für alle gewünscht hätte, dass sie sich annähern, um die komplizierte Situation einfacher zu machen. Aber es kommen dann auch die Momente, in denen May und Cole sich besser kennen lernen und verstehen, dass sie trotz ihrer Verschiedenheit das gleiche Ziel verfolgen. Es dauerte allerdings sehr lange, bis ihre Beziehung aufblüht und die ersten Gefühle aufkommen. Für ihre Ausgangssituation ist das nur realistisch und verständlich, doch gleichzeitig kam für mich ihre ganze Romance etwas zu kurz, sodass ich emotional nicht darin involviert war.

Umso mehr haben mich die familiären Beziehungen in diesem Buch berührt. Im Mittelpunkt stehen hier Mays Nichten Cathy und Lilly, die als frische Waisen sich erst einmal an ihr neues Leben und May gewöhnen. Die jüngere Lilly habe ich direkt ins Herz geschlossen, weil sie ein liebes und ruhiges Mädchen ist, das gegenüber May am aufgeschlossenster ist. Aber der elterliche Verlust hat sie stumm lassen werden. Es war faszinierend, wie sie trotzdem mit anderen kommuniziert. Auf den ersten Blick trauert Cathy weniger, weil sie ihre Gefühle nicht zeigt und nur alles in sich hinein frisst. Es tat mir in der Seele weh, wie das Mädchen stark sein will und sich um ihre jüngere Schwester kümmert. Der Zusammenhalt der Geschwister war sehr schön, aber noch besser wurde, als sie eine Bindung zu May aufbauen. Der Aufbau einer neuen Familie der drei mit dem Großvater der Mädchen väterlicherseits steht in meinen Augen im Fokus der Geschichte. Das dauert seine Zeit, da viele verletzten Gefühle und fehlendes Vertrauen alles erschwert. Doch diese langsame Annäherung machte alles so echt und fühlte sich an wie eine Achterbahn der Gefühle. Das lag auch daran, weil Cole so eine enge Bindung zu Cathy und Lilly hat und ja ebenfalls mit ihnen eine Familie „gründen“ will. Ich war hin und her gerissen, was ich mir genau wünschen will.

Insgesamt kann ich das Buch empfehlen, wenn man eine emotionale Geschichte über Familie lesen möchte, die sich langsam und realistisch entwickelt. Nur der Romanceanteil hätte für mich noch etwas weiter ausgebaut werden können. Auf jeden Fall werde ich den nächsten Band lesen.

Fazit: 4/5⭐️

Emotional und familiär

*Rezensionsexemplar

Rezension „Fühle mich. Unendlich“

Klappentext:

Sophias bisheriges Leben war ein einziger Kampf. Nach einer Haftstrafe hat sie jegliches Gefühl für sich selbst verloren. Mit der Patenschaft, die eine reiche alte Dame für sie übernimmt, bekommt die ehemalige Straftäterin eine zweite Chance. Philip, der Enkel der Dame, ist fasziniert von Sophias unangepasster Art, mit der sie in der gehobenen Gesellschaft aneckt. Seine eigenen Träume hat der junge Anwalt aufgrund seines Verantwortungsgefühls gegenüber der Familie nie verwirklicht. Jetzt lässt die Mischung aus Sophias Unerschrockenheit und Philips Überlegtheit all die Möglichkeiten sichtbar werden, die vor ihnen liegen. Doch ihre Vergangenheit und seine Gegenwart scheinen so unvereinbar, dass die Liebe eigentlich keine Chance hat …

Meine Meinung:

Das Unendlichkeitszeichen ist ein Markenzeichen von dieser Reihe, weshalb ich es schön fand, dass es auch auf dem Cover des vierten Bandes, der ursprünglich nicht geplant war, integriert werden konnte.

Ich war sehr gespannt, wie Kathinka Engel diese Fortsetzung umsetzen wird, da sie nach ihrer Debüt-Reihe „Finde mich“ inzwischen zwei weitere Reihen geschrieben hat. Man merkt auch, dass sie sich im Laufe ihrer Autorinnenkarriere weiter entwickelt hat. So wurde „Fühle mich. Unendlich“ mein liebster Teil, der mich sowohl schreibstiltechnisch als auch emotional und charakterlich überzeugen konnte.

Man folgt hier zum einen Sophia, die vor kurzem aus einer Jugendhaftstrafe entlassen wurde und nun an einem Rehabilitationsprogramm teilnimmt, und zum anderen Philipp, dem frisch gebackenen Anwalt aus reichem Elternhaus. Beide hat man bereits kurz in den vorherigen Bänden getroffen und ich war gespannt auf sie. Sophia ist eine sture und in sich verschlossene junge Frau, die es in ihrer Kindheit und Jugend sehr schwer hatte und auf die schiefe Bahn geraten ist. Man merkt schnell, dass sie dadurch länger braucht, Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen, aber auch unabhängig ist. Ich bewundere sie dafür, dass sie sich nicht verbiegen lässt, sondern ganz genau weiß, wer sie ist. Mit ihrer teils flapsigen Art eckt sie hin und wieder an, aber wen sie einmal ins Herz geschlossen hat, bleibt auch dort. Auch Philipp ist ein herzensguter Mensch, der es jedem recht machen möchte und dort helfen möchte, wo er gebraucht wird. Nach außen hin hat er es im Vergleich zu Sophia viel leichter im Leben, aber im Inneren ist er viel unglücklicher und zerrissener als sie. Er tat mir echt Leid, weil er sein anderen Glück immer hinten anstellt und sein Leben nach dem Wunsch anderer ausrichtet. Umso mehr freuten mich die Momente, wo er mal aus seinem Schema ausbricht und lernt, für sich selbst und seine Wünsche einzutreten.

Sophia und Philipp sind auf den ersten Blick grundverschieden wie Tag und Nacht und als sie das erste Mal persönlich aufeinander treffen, denkt keiner der beiden an eine mögliche Beziehung. Zwar sind sie sich auf Anhieb sympathisch, wobei Philipp mehr von Sophia beeindruckt ist als anders herum, aber mehr ist da zunächst nicht. Erst nach und nach kommen beide sich näher, als sie immer wieder aufeinander treffen und sich besser kennen lernen. Ihre langsame Annäherung konnte mich vollkommen überzeugen, weil sie sich authentisch anfühlt und ich Sophia und Philipp ihre Gefühle abgenommen habe. Man merkt dann einfach, wie perfekt sie sich ergänzen und wie sie voneinander lernen. Besonders gefreut hat mich, wie die beide ihre Probleme angehen. Es gibt sie zwar, aber letztendlich sprechen sie offen miteinander und geben einander die Chance, sich zu erklären. In meinen Augen sind sie ein tolles Paar, das zusammenwächst und sich auch gegen Wind von außen behaupten kann.

Gegenwind gibt es im Buch viel von Philipps Großmutter, die noch sehr konservativ eingestellt und deren Sturheit bei ihren Prinzipien unschlagbar ist. Obwohl ich mit diesem Charakter große Probleme hatte, konnte man verstehen, woher sie und ihre Eigenheiten kommen. Generell schafft die Autorin es, jede Figur logisch aufzubauen mit ihren Stärken und Schwächen bzw. mit Ecken und Kanten. Ein weiteres Highlight war für mich, wie die Geschichten der früheren Protagonistenpärchen, insbesondere die von Band 1, weiter erzählt wird. Aber so würde ich auch empfehlen, den vierten Teil später zu lesen, wenn man sich nicht spoilern lassen möchte.

Fazit: 4,25/5⭐️

Bester Band der Reihe

*Rezensionsexemplar

Rezension „Kein Sommer ohne dich“

Klappentext:

Zwei beste Freunde – zehn gemeinsame Urlaube – eine letzte Chance für die Liebe?

Eigentlich hat die abenteuerlustige Poppy in New York alles, was sie sich schon immer gewünscht hat. Wirklich glücklich war sie trotzdem seit jenem Sommer-Urlaub vor zwei Jahren nicht mehr, als sie zum letzten Mal mit ihrem besten Freund Alex verreist ist. Seitdem haben sie nicht mal mehr miteinander gesprochen. Also fasst Poppy sich ein Herz und bittet Alex, noch einmal mit ihr in Urlaub zu fahren, um über alles zu reden. Wie durch ein Wunder sagt er zu. Jetzt darf nur diese eine Wahrheit nicht zur Sprache kommen, die seit zehn Jahren still und heimlich im Zentrum ihrer scheinbar perfekten Freundschaft steht …

Meine Meinung:

Das Cover versprüht sofort ein sommerliches Urlaubsfeeling, das auch der Klappentext verspricht und das Buch auch hält. Ich finde, das Motiv mit der Sonnenbrille sehr faszinierend, weil es einem nicht sofort auffällt. Allerdings findet ich das Cover nicht zu 100% passend, weil die Protagonisten Poppy und Alex nie zusammen am Strand lagen.

Man liest auch nicht nur über die Gegenwart, in der Poppy nach zwei Jahre fast kompletter Funkstille mit ihrem besten Freund Alex gerne wieder mit ihm in Urlaub fahren würde, sondern auch über ihre gemeinsame Vergangenheit. Zu Beginn gefielen mir die Rückblenden am besten, weil man miterleben kann, wie die beiden sich kennen gelernt haben und ihre früheren Urlaubstripps sehr atmosphärisch waren. Emily Henry hat einen sehr lockeren Schreibstil und schafft es, die verschiedenen Situation innerhalb der Geschichte sehr lebendig zu beschreiben, sodass man denken könnte, gemeinsam mit Poppy und Alex unterwegs zu sein.

Das komplette Buch ist aus Poppy’s Sicht geschrieben, wodurch man tief in ihre Gedanken- und Gefühlswelt abtauchen konnte. Allerdings hätte ich mir manchmal Alex’s Blickwinkel gewünscht, weil er einfach so ein toller Charakter ist. Er hat großes Bookboyfriendpotential, weil er auf der einen Seite lieb, zuverlässig und hilfsbereit ist und man auf der anderen Seite viel Spaß mit ihm haben kann. Richtig sympathisch wurde er für mich dann dadurch, dass er auch seine Fehler hat und zum Beispiel oft viel zu rückhaltend ist. Genauso ist Poppy eine Protagonistin mit Stärken und Schwächen. In ihrer Kindheit und Jugend war sie viel Mobbing konfrontiert, was ihr Leben bis heute beeinträchtigt. Aber trotzdem liebt sie ihre Familie, die nicht besonders angesehen in ihrer Heimatstadt ist, bedingungslos und in jedem Moment ihres Lebens. Poppy ist eine treue Seele, die immer ihr ganzes Herz verschenkt, sowohl an Menschen als auch an Leidenschaften wie das Reisen. Eigentlich weiß sie ganz genau, wie sie ihr Leben gestalten möchte und lässt sich nicht von ihrem Weg abbringen. Das ist sehr bewundernswert, aber man merkt auch, dass sie vergisst nach links und rechts zu schauen. Mit ihrer Situation in der Gegenwart, wo sie die Karriere und das Leben hat, wie sie es sich immer gewünscht hat, aber damit nicht wirklich glücklich ist, können sich vermutlich einige Leser identifizieren.

Im Laufe des Buches erfährt man die komplette gemeinsame Geschichte von Poppy und Alex und es war spannend, darüber nur Schritt für Schritt zu lesen, weil sie nicht stringent erzählt wird. Beim ihrem ersten Aufeinandertreffen besteht auf beiden Seiten kein Interesse, sich näher zu können. Aber durch Zufall treffen sie wieder aufeinander und fingen an, über alles zu reden, was ihnen wichtig ist. Es war ein toller Start in eine Freundschaft, da diese von Anfang auf Ehrlichkeit beruhte. Es macht echt Spaß, die beide über die Jahre hinweg zu begleiten, insbesondere bei ihren Urlauben. Diese waren abenteuerlich und nach außen hin sehr unperfekt, aber für Poppy und Alex waren es grandiose Tage, die sie für immer in perfekter Erinnerung behalten werden. Je länger die beiden sich kennen, desto mehr spürt man, dass aber das Beste an den Urlauben für sie die gemeinsame Zeit ist. Ich konnte dann früh spüren, dass ihre Gefühle über reine Freundschaft hinausgehen und romantische hinzukamen. Aber besonders positiv ist mir aufgefallen, dass sowohl Poppy als auch Alex andere Partner kennen lernen und sie nicht versuchen, die Beziehung des anderen zu torpedieren, auch wenn sie vielleicht nicht glücklich über diese waren. Doch die wichtigste Frage innerhalb des Buches ist die nach den Gründen für ihre fast vollständige Funkstille, denn in der Gegenwart ist offensichtlich, wie wichtig sie und ihre Beziehung füreinander sind. Sobald sie wieder aufeinander treffen ist es wieder wie früher, wobei eine gewisse Portion Lockerheit fehlte. Zu Beginn konnte mich die Gegenwart weniger überzeugend, bis ich die zwei Figuren besser kennen gelernt habe und ich mir einfach gewünscht habe, dass ihr jetziger Urlaub wieder perfekt wird und die beiden zueinanderfinden. Die beiden sind nämlich ein tolles Duo, das sich perfekt ergänzt und einander bedingungslos so akzeptiert, wie sie sind. Trotz anfänglicher Vermutung wusste ich im Laufe der Geschichte nicht mehr, was der Grund für die Funkstille sein könnte. Die Auflösung konnte mich dann aber nicht besonders überzeugen, weil ich da vieles für übertrieben hielt. Vieles wurde mir zum Ende hin zu einfach gelöst, aber die allerletzten Kapitel konnten mich dann wieder überzeugen. Dort machen die beiden Protagonisten, insbesondere aber Poppy, eine tolle Entwicklung durch, die ich sehr schön fand.

Fazit: 4/5⭐️

Wer eine lockere Sommerlektüre mit Urlaubsfeeling und menschlichen Charakteren lesen möchte, kann ich dieses Buch sehr gut empfehlen.

*Rezensionsexemplar

Lesemonat Juli 2022

Im Laufe des Juli kam mein Spaß am Lesen zurück und mit 14 gelesenen Büchern (inkl. 9 eBooks) war mein Lesemonat sehr erfolgreich.

Gelesene Bücher:

1.📱Cup of Joe 🇬🇧 (1) – Annabeth Albert: 3⭐️

2.📱Coming in from the Cold 🇬🇧 (1) – Sarina Bowen: 3⭐️

3.📱Save the Date 🇬🇧 – Annabeth Albert & Wendy Qualls: 3,5⭐️

4.📱Knights. Ein gnadenloses Schicksal* (2) – Lena Kiefer: 3,5⭐️

Ausführliche Rezension bereits hier auf dem Blog.

5.📱The Feeling of Forever* (3) – Yvy Kazi: 4⭐️

Ausführliche Rezension bereits hier auf dem Blog.

6.📱Don‘t love your Boss (4) – Sarah Saxx: 4⭐️

7. Kein Sommer ohne dich* – Emily Henry: 4⭐️

Meine ausführliche Rezension folgt noch.

8. Vielleicht jetzt (1) – Carolin Wahl: 4⭐️

9.📱No Flames too wild* (1) – Nina Bilinszki: 4⭐️

Ausführliche Rezension bereits hier auf dem Blog.

10.📱Shooting for the Stars 🇬🇧 (3) – Sarina Bowen: 4⭐️

11. Alles, was ich in dir sehe (1) – Kyra Groh: 4,25⭐️

12.📱Fühle mich. Unendlich* (4) – Kathinka Engel: 4,25⭐️

Meine ausführliche Rezension folgt noch.

13. The Unhoneymooners 🇬🇧 – Christina Lauren: 4,25⭐️

14. The Way I Break* (1) – Nena Tramountani: 4,5⭐️

Ausführliche Rezension bereits hier auf dem Blog.

*Rezensionsexemplar; 🇬🇧 englischsprachig; 📱eBook

Rezension „The Way I Break“

Klappentext:

Victoria & Julian: Nie wieder möchte sie als Gourmetköchin arbeiten. Kann er ihre Leidenschaft neu entfachen?

Trotz ihrer erfolgreichen Karriere als junge Starköchin will Victoria nur noch weit weg von London – und von ihrem manipulativen Freund. Kurzerhand flieht sie in die idyllische Hafenstadt Goldbridge, wo ihre Mutter einst im Sternerestaurant Prisma arbeitete. Victoria will endlich verstehen, warum ihre Mum sie für diesen Ort und ihre Karriere verließ, und nimmt dort unerkannt einen Kellnerjob an. Doch in dem Versuch, ihre Sorgen in Alkohol zu ertränken, gibt sie einem attraktiven Fremden zu viel Intimes über sich preis – ohne zu ahnen, dass Julian einer der Söhne der Restaurantinhaber ist. Und er besitzt die Frechheit, Victoria einen Vorschlag zu machen: Er behält das Geheimnis ihrer wahren Identität für sich – wenn sie ihm Nachhilfe beim Kochen gibt. Victoria kann sich nicht erklären, warum dieser unverschämte Deal eine Flamme in ihrem Herzen entzündet …

Meine Meinung:

Das Cover ist echt schön und sieht mit den schlichten Blumen und Muscheln edel aus. Es strahlt auch eine Ruhe aus, die auch dem Buch beiwohnt.

Wer eine rasante und actiongeladene Romance erwartet, ist hier an der falschen Adresse. Die Geschichte von Victoria und Julian verläuft eher emotional und langsam, was sie aber braucht. Mir war nie langweilig, weil die Probleme der beiden Protagonisten auch ihre Zeit brauchen und im Endeffekt war keine Seite zu viel. Nena Tramountani schreibt sehr berührend, sodass ich auch immer mal wieder ein Tränchen verdrücken musste, aber auch nicht over the top, dass man nicht mehr denken kann, über echte Menschen zu lesen. Ich habe wirklich das Gefühl, dass die von ihr erschaffenen Charaktere real sind. Jeder von ihnen agiert authentisch und hat sowohl Stärken als auch Schwächen.

Da bilden auch Victoria und Julian, aus deren Sicht man abwechselnd liest, keine Ausnahme. Beide sind Figuren, die zum Zeitpunkt der Geschichte mit einigen Problemen zu kämpfen haben, die mich sehr berührt haben und das Buch stark geprägt haben. Victoria flieht von einer ungesunden und unausgeglichenen Beziehung, in der sie emotionale Unterdrückung erleben musste. Für diesen Schritt habe ich sehr bewundert, denn dafür ist eine große Portion Mut nötig. Es hat mich so glücklich gemacht, wie sie Schritt für Schritt in Goldbridge aufblüht und endlich einen Ort und Menschen findet, die für sie ein Zuhause sind und bedingungslos annehmen. Victoria ist eine tolle junge Frau mit viel Leidenschaft und einem großen Herz, die erst lernen muss, sich selbst und ihr Glück an erste Stelle zu setzen, und ihr Selbstwertgefühl finden muss. Ich weiß nicht, ob ich mit ihrer schwierigen Vorgeschichte noch so nett und liebevoll gegenüber Mitmenschen sein könnte. Die gleiche freundliche Seele ist Julian, dessen große und bedingungslose Liebe für seine Familie mir sehr imponiert hat. Für sie und seine beste Freundin Darcy würde er alles tun, wobei er manchmal sich selbst vergisst. Er möchte es allen Recht machen, was ihm nicht immer gelingt. Es hat dann auch immer mein Herz gebrochen, weil man merkt, wie sehr es Julian jedes Mal mitnimmt. Doch am liebsten an ihm mochte ich, dass er jeden so akzeptiert, wie er ist, und ihnen den Raum gibt, den sie brauchen, selbst wenn es ihn selbst verletzt. Im Laufe des Buches macht auch er eine Entwicklung durch, weil er seine Scheuklappen zu gewissen Themen verlieren muss und ähnlich wie Victoria seinen eigenen Weg finden muss, wo er sich um sich selbst kümmert.

Die Beziehung zwischen den beiden startet mit einem lockeren Flirt in einer Bar, in der beide Ablenkung suchten. Man spürte direkt die tolle Chemie zwischen ihnen. Es knisterte bei ihnen und an dem Abend kamen sie nicht nur körperlich näher, sondern sprachen auch offen über gewisse ihrer Probleme. Daher habe ich auch von Anfang mit ihnen mitgefiebert, obwohl sich ihre Beziehung später langsamer entwickelte. In meinen Augen hatten sie sofort ein Grundverständnis füreinander und auch als bei ihrem Wiedersehen einige Missverständnisse und Hürde zwischen ihnen stehen, führen sie ehrliche Gespräche, in denen sie sich Schritt für Schritt einander öffnen. Ich habe es geliebt, wie sie sich dann durch das gemeinsame Kochen endgültig näher kommen. Es verbindet die beiden und sie bringen viel von ihrem Charakter mit in die Küche. Mein Highlight war allerdings ihr toller verständnisvoller Umgang auf Augenhöhe miteinander. Sie helfen einander, ohne sich gegenseitig dabei unter Druck zu setzen, sodass sie sich dann einander öffnen, wenn sie sich dazu bereit fühlen. Besonders Julian braucht einen langen Atem, weil Victoria sich aufgrund ihrer schwierigen Vergangenheit besonders viel Zeit braucht. Es hat mein Herz so berührt, wie er sie trotzdem immer unterstützte und nie gemein wurde. Ich habe mich ein bisschen in ihn verliebt, aber auch in die beiden als Paar.

Interessant waren auch die anderen Beziehungen, die thematisiert wurden. Auf der einen Seite haben wir Victoria und ihren Ex-Freund, der sie jahrelang ausgenutzt und unterdrückt hat. Es war schmerzlich über diese Beziehung zu lesen, vor allem weil auch Victorias familiäre Bindungen nicht viel besser sind. Sie ist mit einer abwesenden Mutter und einem Vater, der ebenfalls begann, sie zu ignorieren, aufgewachsen und durfte früher nie wirkliche Liebe und Unterstützung erfahren. Auf der anderen Seite ist Julian in einer glücklicheren Lage aufgewachsen mit einer liebenden Familie, die sich sehr nah steht. Doch man lernt, dass es keine perfekte Familie gibt, sondern überall Menschen mit Problemen zu kämpfen habe. Die tiefe Freundschaft zwischen Julian und Darcy fühlte sich allerdings perfekt an. Die beiden zeigen, dass Seelenverwandtschaft keine romantischen Gefühle voraussetzen und auch Männer und Frauen eine Freundschaft ohne jegliche sexuelle Anziehung führen können. Die beiden stehen immer an der Seite des anderen und sind stets ehrlich zueinander, selbst wenn es weh tut.

Insgesamt konnte mich Nena Tramountani mit diesem Buch wieder komplett überzeugen. Ich war durchgehend emotional involviert. Wenn man mit gewissen Themen, die sich vor allem um ungesunde Beziehungen drehen, Probleme hat, sollte man sich die Triggerwarnung durchlesen. Nun freue ich mich so sehr auf die beiden Folgebände, in denen Julians Brüder im Fokus stehen. Ich erwarte mir wieder emotionale und authentische Geschichten.

Fazit: 4,5/5⭐️

Eine emotionale und berührende Slowburn Romance

Rezension „No Flames too wild“

Klappentext:

Auf der Suche nach ihrem australischen Vater, den sie nie kennengelernt hat, verschlägt es die 21-jährige Deutsche Isabel Tander in die kleine Küstenstadt Eden in New South Wales. Wegen heftiger Buschbrände wird in einem Koala-Reservat dringend Hilfe benötigt, und weil Isabel Geld braucht, nimmt sie den Job an, obwohl sie seit einem traumatischen Erlebnis in ihrer Kindheit Angst vor Tieren hat.

Isabel versucht, sich eher im Büro nützlich zu machen und lernt so Liam kennen, dessen Eltern das Reservat betreiben. Mit seiner ruhigen, nachdenklichen Art fasziniert er Isabel, bleibt aber seltsam verschlossen. Sie kann nicht ahnen, dass Liam, dem die Koalas und das Reservat alles bedeuten, eine riesige Schuld auf sich geladen hat …

Meine Meinung:

Im Buchladen springt einem das Cover häufiger wegen seiner gelben Farbe entgegen. Richtig gut gefällt mir, dass das Cover auch zum Titel passt. Generell bekommen Flammen eine wichtige Rolle in dieser Geschichte.

Noch neugieriger hat mich allerdings der Klappentext gemacht. Ein Koala-Reservat ist kein häufiges Setting und allgemein lese ich weniger Bücher, die in Australien spielen. Das Setting entwickelte sich auch schnell zu meinem Highlight innerhalb dieses Buches. Nina Bilinszki beschreibt die kleine Küstenstadt Eden und die Natur dort, inklusive des Reservats, sehr bildhaft und atmosphärisch. Aber auch die Schattenseiten werden beleuchtet, insbesondere die von uns Menschen gemachten Probleme und Katastrophen in der australischen Natur- und Tierwelt. Ich finde es wichtig und richtig, diese Thematik in Büchern einzubauen.

Aber natürlich stehen auch die Charaktere im Fokus, allen voran die Deutsche Isabel und der Australier Liam, aus deren beider Sicht die Geschichte erzählt wird. Isabel ist von vornherein die der beiden, die man besser durchschaut und versteht. Sie ist nach Australien gereist, um etwas über ihren verstorbenen und australischen Vater zu erfahren, den sie kaum kennen lernen durfte. Diesen Drang konnte ich gut verstehen, wobei mir am besten gefällt, dass sie im Laufe des Buches auch mehr über sich selbst lernt. Es war schön, wie sie in Eden auftaut, auch gegenüber den Koalas. Sie ist eine vielschichtige Frau, mit Erlebnissen aus der Vergangenheit, die sie prägen, mit Leidenschaften, in denen sie aufgeht und mit Beziehungen, die ihr am Herzen liegen. Am meisten konnte ich mich mit ihrer ruhigen Art identifizieren. Liam ist ebenfalls ruhig und verschlossen, der Fremde erst einmal von sich fern hält, obwohl er ein geselliger Mensch ist. Sobald er mit Menschen agiert, die ihm am Herzen liegen, oder sich um die Koalas kümmert, die für ihn unendlich wichtig sind, bemerkt man seine fürsorgliche Art. Mit seiner liebevollen und aufopferungsvollen Seite hat er mir imponiert, wobei er lernen muss, Verantwortung auch zu teilen. Seine Entwicklung innerhalb der Geschichte war toll mitzuerleben, vor allem weil man ihn immer besser versteht. Es gibt ein Ereignis, das ihn verständlicher Weise nach wie vor beschäftigt, das man sich nach einiger Zeit auch zusammenreimen kann.

Zwischen Isabel und Liam entwickelt sich im Laufe des Buches eine Romance, die mich regelmäßig zum Lächeln gebracht hat. Ihr Start war etwas holprig, weil beide gewisse Vorurteile dem jeweils anderen gegenüber hatten. Es war schön, dass keine unnötigen Missverständnisse sie immer weiter auseinander treibt, sondern sich die Chance geben, einander richtig kennen zu lernen. Ihre Annäherung verläuft eher ruhig, aber beständig. Das sorgte dafür, dass ich mit dem Paar mitgefiebert habe. Besonders gefiel mir, wie Isabel und Liam als Team agieren und sich gegenseitig sowohl ergänzen als auch helfen. Es besteht nach einer gewissen Zeit ein stilles Verständnis unter- und füreinander, sodass sie manchmal wissen, was der andere braucht, bevor dieser es selbst weiß. Die körperliche Anziehung passte auch, obwohl diese Chemie nicht unbedingt ganz oben in der Prioritätenliste stand. Es gab zum Schluss dann das Drama, mit dem man bereits ziemlich am Anfang rechnet. Zwar konnte ich die Protagonisten verstehen, aber zu einem gewissen Grad war mir das zu übertrieben.

Ich freue mich auf die beiden weiteren Bände der Trilogie, wo Freunde von Isabel und Liam im Fokus stehen werden. Eden vermisse ich bereits, ebenso die Freundesclique. Die Freundschaften spielen in diesem Teil bereits eine wichtige Rolle, weil die Freunde viel Zeit miteinander verbringen. Dabei haben sie zum einen viel Spaß zusammen und zum anderen führen sie ehrliche Gespräche miteinander. Sie sind stets füreinander, wobei sie die Grenzen jedes einzelnen respektieren.

Insgesamt kann ich das Buch empfehlen, wenn man Lust auf das Setting, eine Slowburn-Romance und/oder vielschichtige Charaktere hat. Aber für ein Highlight fehlte mir die ganze Zeit das gewisse Etwas, sodass ich nicht komplett abgeholt wurde.

Fazit: 4/5⭐️

Schöne Romance im atmosphärischen Setting

*Rezensionsexemplar

Lesemonat Juni 2022

Im Juni habe insgesamt 11 Geschichten (inkl. 6 eBooks) gelesen und 1 Geschichte gehört.

Gelesene Bücher:

1. 📱 Touch of Darkness* (1) – Scarlett St. Clair: 3⭐️

Meine genaue Rezension könnt ihr bereits auf dem Blog nachlesen.

2. 📱 The Atlas Six. Wissen ist tödlich* (1) – Olivie Blake: 3,5⭐️

3. 📱 Daybreak 🇬🇧 (12) – Kate Hawthorne: 3,5⭐️

4. Girl at Heart – Kelly Oram: 3,5⭐️

5. Bridgerton. Hochzeitsglocken für Lady Lucy (8) – Julia Quinn: 4⭐️

6. Ein Augenblick für immer. Das dritte Buch der Lügenwahrheiten (3) – Rose Snow: 4⭐️

7. 📱 The Third Best Thing (3) 🇬🇧 – Maya Hughes: 4⭐️

8. 📱 Boston Belles. Rake* (4) – L.J. Shen: 4⭐️

Meine genaue Rezension könnt ihr bereits auf dem Blog nachlesen.

9. 📱 Golden Hill. Kisses* (2) – Nicole Böhm: 4⭐️

Meine genaue Rezension könnt ihr bereits auf dem Blog nachlesen.

10. Our Violent Ends (2) 🇬🇧 – Chloe Gong: 4⭐️

11. Midnight Chronicles. Todeshauch (5) – Bianca Iosivoni (& Laura Kneidl): 4,5⭐️

Gehörtes Hörbuch:

1. 🎧 The Sum of All Kisses (3) 🇬🇧 – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherin: Rosalyn Landor

*Rezensionsexemplar, 📱eBook, 🎧 Hörbuch, 🇬🇧 englischsprachig

Rezension „Knights. Ein gnadenloses Schicksal“

Spoiler zu Band 1

Klappentext:

Füge dich deinem Schicksal – oder die Welt ist dem Untergang geweiht!

Nach dem verheerenden Kampf gegen die Darks müssen Charlotte und die Knights nicht nur mit den Folgen dieser Schlacht leben. Auch die Vorhersage der Divines stellt das Team vor eine riesige Herausforderung und Charlottes Herz mächtig auf die Probe. Die Lage scheint aussichtslos und auch Noel entfernt sich immer weiter von Charlotte. Da erscheint jedoch ein Silberstreif am Horizont: Der Heilige Gral könnte die Lösung aller Probleme sein und die Knights zum Sieg führen. Aber wie findet man ein sagenumwobenes Artefakt, bei dem nicht einmal sicher ist, ob es überhaupt existiert? Charlotte begibt sich auf die Suche – nicht nur, um die Welt zu retten, sondern auch ihre große Liebe.

Meine Meinung:

Das Cover spricht mich an und mit dem tiefen Grünton wirkt es etwas düster, was zur Geschichte passt. Richtig gut gewählt ist das Schwert im Titel.

Auch der Einstieg in den zweiten Band viel mir nicht allzu schwer, sodass ich schnell in ihn abtauchen konnte. Der Schreibstil von Lena Kiefer ist auch gewohnt flüssig zu lesen und sowohl Gefühl als auch Spannung werden gut übermittelt. Nach nur wenigen Seiten fielen in mir wieder alle möglichen Details aus Teil 1, die mir in der Zwischenzeit entfallen sind.

Charlottes Situation mit Noel, für den sie tiefe Gefühle entwickelt hat und der diese erwidert, hat mir immer wieder aufs Neue das Herz gebrochen. Dadurch musste ich beim Lesen auch ein paar Tränchen verdrücken, wobei mein Mitleid Noel etwas mehr galt. Zum einen muss er gegen die Dunkelheit in sich selbst ankämpfen und zum anderen hindern der Fluch und die Vorhersage, dass Charlotte und sein bester Freund Oskar füreinander bestimmt sind, um u.a. die Welt zu retten. Ich muss auch sagen, dass mir Noel allgemein in diesem Band etwas zu kurz kam. Aber ich konnte Charlottes Umgang mit ihm jederzeit verstehen, dass ihre Situation einfach bescheiden war. Ich finde an ihr immer noch stark, wie sie sich an die verschiedenen Situationen anpassen kann, ohne sich oder ihren Standpunkt zu verleugnen. Sie hat auch ihre starken und Schwächen Momente, die sie menschlich machen. Ich hätte auch nicht gedacht, dass mir die Dynamik Charlotte/Oskar gefallen wird. Das Paar wird einem ja quasi aufs Auge gedrückt, was man auch nicht vergisst. Aber beide setzen sich nicht gegenseitig unter Druck, sondern werden Vertraute. Allerdings haben es Dreiecksbeziehungen immer schwierig bei mir und mir wäre es lieber gewesen, man hätte eine normale Freundschaften ohne Erwartungen zwischen den beiden aufbauen können. Doch die Charaktere gehen offen miteinander um, was ich geliebt habe.

Aber natürlich haben wir nicht nur Charlottes Beziehungen mit Noel und Oskar, sondern die Bedrohung durch Morgana ist immer allgegenwärtig. Morgana und ihre Gefolgsleute kann man einfach nur hassen, auch weil sie immer unberechenbarer werden. Aber dadurch blieb es auch immer spannend. Es gab keinen Moment des Stillstandes, sondern man fiebert durchgehen mit Charlotte und den Knights mit. Immer wieder gab es Momente, in denen man so mitgefiebert hat, dass man nicht aufhören konnte zu lesen. Auch die Suche nach dem Gral war interessant, obwohl sich mir die Auflösung hier ziemlich früh erschlossen hat. Ich fand es auch schade, dass einige Offenbarungen, die man als Leser bereits hatte, erst ziemlich spät bei den Charakteren ankommen. Das sorgte dafür, dass einige Wendungen innerhalb der Geschichten nicht so überraschend kamen. Außerdem hatte ich am Ende etwas das Gefühl, dass dieser Buch ein typischer Zwischenband ist, der Teil 1 und 3 verbinden soll und weniger bedeutende für die Gesamthandlung ist. Aber trotzdem schafft es Lena Kiefer immer wieder, trotzdem die Spannung aufrecht zu erhalten und Augenverdreh-Momente zu verhindern. Außerdem hat sie wieder einen fiesen Cliffhanger einzubauen, sodass man den nächsten Band nicht mehr abwarten kann.

Ich glaube und hoffe, es wird ein spannendes, herzzerreißendes und überraschendes Finale, das laut dem Epilog auch noch einmal in eine andere Richtung gehen wird. Das ganze Thema rund um die Tafelrunde, die Knights und ihre Kräfte ist einfach super interessant und spannend. Ich liebe einfach Charlottes inneren Kreis und für den Abschluss wünsche ich mir, dass seine Zusammenarbeit weiter mit im Fokus steht und Noel’s Beziehung mit jedem einzelnen wieder mehr in Erinnerung gerufen wird.

Fazit: 3,5-4/5⭐️

Interessant und ohne Längen, aber eben auch ein typischer Zwischenband

*Rezensionsexemplar

Lesemonat Mai 2022

Im Mai habe ich insgesamt 11 Bücher (inkl. 7 eBooks) und 4 Hörbücher verschlungen. Ich habe einige richtig tolle Bücher gelesen.

Gelesene Bücher:

1. 📱Insatiable (11) 🇬🇧 – Rhys Everly: 3⭐️

2. 📱More than Words* – Mia Sheridan: 3⭐️

Dazugehörige Rezension ist auf dem Blog online.

3. 📱 Trust this Love* (2) – Kylie Scott: 3⭐️

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4. 📱Belles of London. Die Nähe, die uns trennt* (1) – Mimi Matthews: 3⭐️

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5. 📱Der Donnerstagsmordclub (1) – Richard Osman: 3,5⭐️

6. 📱Just Business* – Vi Keeland: 4⭐️

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7. A Place to Love (1) – Lilly Lucas: 4⭐️

8. Up to Date* – Beth O‘Leary: 4⭐️

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9. 📱This Vicious Grace* (1) 🇬🇧 – Emily Thiede: 4,5⭐️

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10. Dunbridge Academy. Anywhere (1) – Sarah Sprinz: 4,5⭐️

11. Das unglaubliche Leben des Wallace Price* – T.J. Klune: 5⭐️

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Gehörte Hörbücher:

1. 🎧 The Other Miss Bridgerton (3) 🇬🇧 – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherin: Rosalyn Landor

2. 🎧 First Comes Scandal (4) 🇬🇧 – Julia Quinn: 3,5⭐️

Sprecherin: Rosalyn Landor

3. 🎧 Just like Heaven (1) 🇬🇧 – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherin: Rosalyn Landor

4. 🎧 A Night like this (2) 🇬🇧 – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherin: Rosalyn Landor

*Rezensionsexemplar, 📱eBook, 🇬🇧 englischsprachig, 🎧 Hörbuch