Rezension „Keeping Secret“

Klappentext:

Wenn du dir selbst nicht mehr vertrauen kannst, vertraue mir

Schlimm genug, dass Tessa Thorns neuer Film an der Faerfax University – und damit in ihrem Heimatort – spielt. Doch kurz nach ihrer Ankunft erfährt die junge Schauspielerin auch noch, dass ein Journalismus-Student die Dreharbeiten für ein Portrait über sie begleiten soll. Cole Williams ist nicht nur attraktiv und scharfsinnig, er kommt bei der Recherche zu Tessas Vergangenheit auch ihrem tiefsten Geheimnis gefährlich nahe – dabei darf niemand erfahren, was vor acht Jahren bei ihr zu Hause passiert ist! Am allerwenigsten Cole, wenn sie ihn nicht verlieren will, bevor ihre Liebe überhaupt eine Chance hatte …

Meine Meinung:

Das Cover ist sehr filigran und schlicht, aber entspricht mit einem Geschmack, sodass ich im Buchladen danach greifen würde.

Auch der Klappentext machte mich bereits sehr neugierig und war sehr auf das Buch gespannt. Ich bin auch sehr gut in die Geschichte eingestiegen und bin dann auch schnell durch die Seiten geflogen. Das lag unter anderem am flüssigen Schreibstil.

Man liest abwechselnd aus den Sichten von Tessa und Cole, was mir persönlich auch gut gefällt, weil ich dadurch beide Protagonisten besser verstehen kann. Tessa war mir von Anhieb sympathisch, weil sie trotz ihrer rasanten Karriere überhaupt nicht überheblich war, sondern mit ihren Ängsten und Panikattacken kämpft, die mir toll vermittelt wurden. Ich konnte sie sehr gut verstehen, weil man immer mehr über ihre Vergangenheit in Faerfax erfährt. Aufgrund dieser hat sie auch das Gefühl, jederzeit eine Rolle spielen zu müssen, was mir echt für sie Leid tat. Umso schöner war es zu erleben, wie sie im Laufe des Buches auftaut. Mit Cole hingegen musste ich erst warm werden, weil er zu Beginn einige unsympathische Momente hatte, vor allem gegenüber Tessa. Aber schnell konnte ich hinter seine Fassade blicken, wo man spürt, wie er von seiner Journalistenfamilie unter Druck gesetzt wird, die er stolz machen will. Um seine Familie habe ich ihn wirklich nicht beneidet, mit Ausnahme seiner Cousine und teils seiner großen Schwester. An ihm gefiel mir aber besonders seine Leidenschaft für das Schreiben, wobei ihn Potraits zu Promis eigentlich nicht interessieren, und er ist ein guter Freund, wenn man ihn einmal kennt.

Die Ausgangssituation von Tessa und Cole ist wirklich nicht ideal. Bereits bei ihrer ersten Begegnung krachen sie gegeneinander und dann soll er eben ein Potrait über sie schreiben will, wobei sie das Geheimnis aus ihrer Vergangenheit unbedingt bewahren möchte. An ihrer Liebesgeschichte konnte mich dann total begeistern, dass sie einander näher kommen einfach durch die Zeit, die sie miteinander verbringen und in der sie sich besser kennen lernen, ohne dass von Anfang an eine körperliche Anziehung vorhanden ist, wie es in den meist der Fall ist. Ebenfalls überraschen konnte mich die Art und Weise, wie die Problematik rund um den geplanten Zeitungsbericht aufgelöst wurde. Hier wurde das Drama in Grenzen gehalten, auch wenn das im Buch auch vorkam, wobei ich die Reaktionen der Charaktere komplett nachvollziehen konnte.

Ein richtiges Highlight in dieser Geschichte war zum einem das gemütliche Flair von Faerfax, trotz der Filmaufnahmen, sowie einige Messages und zum anderen Coles Freundesgruppe, mit der sich Tessa ebenfalls anfreundet. Die Freunde waren mir alle sympathisch und nahmen Tessa toll und ganz unaufgeregt in ihrer Mitte auf. Gleichzeitig wurde jeder individuell aufgebaut, sodass ich mich sehr auf die Folgebände freue, wo wir der Freundesgruppe weiterhin verfolgen und einige Freunde dann die Protagonisten sind.

Und ich habe auch noch offene Fragen zu dieser Geschichte, denn es gibt ein oder zwei Handlungsstränge, die (bisher) nicht aufgelöst wurden, die hoffentlich in den weiteren Teile noch geklärt werden. Aber man erfährt sehr wohl, was Tessa damals in Faerfax erlebt hat. Aufgrund einiger Hinweise habe ich mir dies schnell zusammen gereimt, wobei ich trotzdem sehr mit Tessa mitgelitten habe.

Fazit: 4/5⭐️

Eine schöner Liebesroman mit einem für mich etwas überraschenden Verlauf

*Rezensionsexemplar

Rezension „Maybe Not Tonight“

Klappentext:

Für den 19-Jährigen Luke fühlt sich die Zeit als Au pair in Vancouver an wie ein Traum: Jahrelang hat er sich nur darauf konzentriert, seinen Geschwistern den toten Vater zu ersetzen – jetzt, viele tausend Kilometer von Zuhause entfernt, scheint plötzlich alles möglich. Bei einem Theaterprojekt findet Luke schnell neue Freunde und lernt auch den Studenten Jackson kennen, der ihm zeigen könnte, was es bedeutet, wirklich lebendig zu sein. Doch Luke hat keine Ahnung, wie er mit seiner neuen Freiheit umgehen soll. Und in wenigen Monaten wird er in einem Flugzeug zurück nach Deutschland sitzen. Es wäre äußerst unklug, sich auf Jackson einzulassen – oder?

Meine Meinung:

Cover:

Das Cover ist echt ein Traum, denn ich liebe es, wenn das Setting miteinbezogen wird und der weite Ausblick der beiden Männer spielt in der Geschichte eine wichtige Rolle. Durch die Silhouetten erkennt man eben auch sofort, dass zwei Männer im Mittelpunkt stehen.

Sprecher:

Ich persönlich finde es immer toll, wenn verschiedene Sichten auch von verschiedenen Sprecher eingesprochen werden, weil ich so einfach den Überblick besser behalten kann. In diesem Fall haben auch beide Sprecher eine gute Arbeit gemacht, denn sie lesen ganz unaufgeregt und mit einer tollen Betonung, vor allem wenn es auch um die wörtliche Rede geht. Dabei versucht keiner der beiden ihre Stimme jetzt künstlich zu verstellen. Insgesamt mag ich auch ihre Klangfarbe ganz allgemein und sie lesen in einem angenehmen Tempo. Allerdings habe ich in der 1,75-Fächer Geschwindigkeit gehört, was aber eben nicht an den Sprechern lag, sondern an meiner eigenen Vorliebe. Ich höre einfach lieber schneller, weil ich selber eine zügige Leserin bin.

Geschichte:

Wir folgen der Liebesgeschichte zwischen Luke und Jackson, wobei ersterer doch merklich der Hauptprotagonist ist und schon mindestens zu 70% aus seiner Sicht erzählt wird. Luke habe ich schon zu Beginn ins Herz geschlossen, alleine mit seiner Liebe für seine Familie, nachdem er aufgrund des Todes seiner Vaters die Versorgerrolle für die jüngeren Geschwister übernommen hat. Deshalb hat es mich für ihn gefreut, dass er sein Auslandssemester in Kanada machen konnte, bei dem er merklich auftaut und sich selbst Spaß gönnt. Ich hatte auch gemeinsam mit ihm und seinen Freunden Spaß und ich bekam selbst Lust darauf, mal endlich wieder ausgelassen zu sein. Ich fand an ihm aber auch sympathisch, dass er nicht plötzlich der Partyhengst wurde und seine Familie vergisst, denn das hätte einfach nicht zu seinem Charakter gepasst. Stattdessen übernimmt er auch für seine jüngeren Cousins, für die er als Au pair zuständig ist, ebenfalls die Rolle eines älteren Bruders. Aber auch Jackson wuchs mir schnell ans Herz, denn seine leichte Bad Boy Attitüde hielt er nicht lange aufrecht, sondern man merkt einfach, dass er sein Leben in vollen Zügen genießen will. Das wird auch mit seiner Vergangenheit gut erklärt, die zur Folge hat, dass er sich auf keine Bindungen einlassen will. Gleichzeitig wird er dadurch einsam, sodass ich ihn am liebsten zwischendurch in den Arm genommen hätte. Besonders toll fand ich seinen anonymen Blog, wo er seine Gedanken und Gefühle mitteilt, die mich sehr berühren konnte.

Die Anziehung zwischen Luke und Jackson existiert seit ihrem ersten Aufeinandertreffen, aber gleichzeitig baut sich die Beziehung der beiden langsam auf und wird mit jeder Begegnung vertieft, weil sie sich auch einander mitteilen. Ich fand, beide blieben sich selbst treu und machen zugleich eine Entwicklung durch, vor allem durch den jeweils anderen. Insgesamt war ihre Romanze einfach sehr süß und ich hatte beim Hören oft ein glückliches Grinsen im Gesicht. Es werden zwar auch ernste und traurige Themen in Bezug auf Luke’s Vater und Jackson’s Vergangenheit angesprochen, aber auf ihnen liegt nicht der Hauptaugenmerk. Stattdessen ist die Geschichte eher locker-leicht, wo mir manchmal dann auch die Tiefe fehlte.

Was mir überhaupt nicht fehlte, war die Ausarbeitung der Nebenfiguren. Sowohl Lukes kanadische Familie als auch seine neuen Kommilitonen fand ich toll mit ihren Ecken und Kanten, denn so wurden sie sehr greifbar. Dadurch fühlte sich auch die Geschichte so real an. Weitere Highlights waren Jackson’s Freiheitsgefühl und seine Liebe für Dächer, aber auch Luke’s Theaterstunden, die amüsant waren und ich persönlich mag das Stück Mary Poppins auch sehr gerne. Ebenfalls gefiel mir der Schluss und die Lösung für das Ende von Luke’s Au pair Jahres, denn die passte in meinen Augen perfekt zu ihm und Jackson.

Anmerkung: Man kann diesen Band unabhängig vom ersten lesen, da die Charaktere nur ganz kurz aufeinandertreffen.

Fazit: 4/5⭐️

Eine locker-leichte Gay Romance

*Rezensionsexemplar

Rezension „Dirty Headlines“

Klappentext:

Stell dir vor: Dein unvergesslicher One-Night-Stand entpuppt sich als dein neuer Boss

Als Judith Humphrey sich aus dem Bett ihres unglaublich guten One-Night-Stands schleicht, ist sie fast ein wenig enttäuscht, dass sie den attraktiven Unbekannten niemals wieder sehen kann. Hat sie doch sein gut gefülltes Portmonnaie mitgehen lassen. Aber Jude läuft dem Mann, der immer noch ihre Gedanken beherrscht, schneller wieder über den Weg, als ihr lieb ist. Denn er ist niemand anderes als Célian Laurent: stadtbekannter Playboy, Erbe eines millionenschweren Medienunternehmens – und Judes neuer Boss …

Meine Meinung:

Ich bin selten ein Fan von Menschen auf dem Cover, aber in diesem Fall passt es auch perfekt zu der Geschichte, vor allem auch die Pose von Célian.

Célian ist ganz nach L.J. Shen Manier ein selbstbewusster Bad Boy mit Macht und einem verletztem Herzen, das er versucht vor anderen zu verstecken. Trotz seiner Arroganz und seinen Fehlern, z.B. sein teils ungehobeltes Verhalten, habe ich ihn sehr schnell ins Herz geschlossen, weil ich seine Sprüche genial fand und zügig auch seine weichen Seiten entdeckt habe. Dies spürte man insbesondere daran, dass er das Beste für seine (fähigen) Mitarbeiter will und sein Medienunternehmen komplett integer hält.

Aber auch Judith mochte ich sehr gerne. Am meisten lag es an ihrer großen Liebe für ihren krebskranken Vater, mit dem sie möglichst viel Zeit verbringt und für den sie alles tun würde, und an ihrer frechen Art, mit der sie auch Célian Paroli bietet. Sie lässt sich weder von ihm noch von anderen unterbuttern und zeigt stets ihre Stärken bei der Arbeit.

Sie und Célian treffen direkt zu Beginn des Buches aufeinander, was zu einem sehr heißen One-Night-Stand führt. Diese sexuelle Anspannung zwischen ihnen konnte ich direkt spüren, die durch ihre amüsanten Wortgefechten, die auch gewissen Anspielungen nicht entbehren, noch unterstützt wurde. Generell habe ich es geliebt, dass Jude und Célian sich doch insgesamt auf Augenhöhe begegnen, trotz ihrer unterschiedlichen Stellungen im Unternehmen und auch der Gesellschaft. Auch wenn er in einigen Momenten doch etwas übergriffig agiert, fand ich die Auflösung ihrer Diskrepanz zwischen Arm und Reich sehr gut. Insgesamt konnte mich ihre Liebesgeschichte komplett abholen.

Ebenfalls überzeugen konnte mich die Hintergrundgeschichte rund um das Medienunternehmen, für das beide arbeiten, denn hier kommen auch einige Probleme auf die Protagonisten zu und Machtspielchen bleiben nicht aus. Dies ist eng mit Célians Familiengeschichte verbunden, die ich echt interessant fand, auch weil man dadurch ihn immer besser versteht. Dabei war meine Einstellung gegenüber seinen Familienmitglieder sehr verschieden, ähnlich wie bei anderen Nebenfiguren. Während ich Jude’s Vater und die Arbeitskollegen feiere, gingen mir die Ex-Partner von Jude und Célian sehr auf die Nerven, insbesondere seine Ex hat mich häufig wütend gemacht.

Insgesamt habe ich die Liebesgeschichte sehr genossen und habe sie innerhalb eines Tages verschlungen. Ich wollte einfach nicht aufhören zu lesen, was auch sehr am packenden Schreibstil von L. J. Shen liegt, der süchtig machen kann. Er lässt mich immer durch die Seiten fliegen, wobei man mit der öfters derben Art klar kommen muss. Ich mag sie gerne und auch die sexy Momente, die nicht zu kurz kommen, sprechen mich an.

Fazit: 4/5⭐️

Eine Office Romance, die mir Spaß gemacht hat

*Rezensionsexemplar

Rezension „Unchained“

Inhalt:

(Ich finde, der Klappentext spoilert zu viel. Aber unten findet ihr ihn)

Lily Marks ist eine Nephilim und kämpft gegen gefallene Engel und die von ihnen verdorbenen Seelen. Eines Tages trifft sie auf Michael, einem bisher unentdeckten Nephilim. Nicht nur dies ist ein Novum, sondern Lily kommt auch dem gefallenen Engel Julian immer näher und die Organisation der Nephilim, der Freistaat, scheint von einem Verräter infiltriert zu werden…

Meine Meinung:

Das Cover ist schlicht, was mir generell gefällt, aber für mich ist es insgesamt doch etwas zu langweilig.

Ganz zu Beginn muss man dazu sagen, dass dies eine eines der allerersten Romane von Jennifer L. Armentrout ist, was ich beim Lesen auch sehr gespürt habe. Aber bereits hier kann mich ihr lockerer und humorvoller Schreibstil überzeugen, wodurch sich das Buch schnell lesen lässt.

Man liest größtenteils aus Lilys Sicht, aber man erlebt gewisse Ereignisse auch aus anderen Perspektiven. Lily ist eine starke junge Frau, die ihr Leben stets dem Freistaat untergeordnet hat und zu den besten Kämpfern gehört, wobei sie auch oft gerettet werden muss. Bei ihr bewundere ich ihr Streben nach Gerechtigkeit und die Treue zu ihren Freunden, aber auch die Tatsache, dass sie sich ihre eigene Meinung bilden möchte und nicht blind nach Vorurteilen etc. geht. Allerdings konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, dass sie Julian blind vertrauen zu scheint. Schließlich ist er ein gefallener Engel, auch wenn er sie bereits häufiger gerettet hat und sicher etwas Vertrauen verdient hat. Leider bekommt Julian auch eher wenig Hintergrundgeschichte oder Tiefe, wodurch ich ihn als Charakter nicht ganz greifen konnte. Das führte auch dazu, dass ich die sich anbahnende Romanze zwischen ihm und Lily ebenfalls nicht ganz fühlen konnte. Generell ging es mir zwischen ihnen zu viel um das sexuelle und die persönlichen tiefgründigen Gespräche, die es auch gab, hätten noch besser ausgebaut werden können.

Neben Lily’s Zerrissenheit in Bezug auf Julian fand ich das Konstrukt des Freistaats und der Kampf gegen andere gefallene Engel und verdorbene Seelen sehr interessant. Auch auf wenigen Seiten wurde der Freistaat gut erklärt und die Kampfszenen ebenso wie Michaels Trainingsstunden waren toll beschrieben. Gleichzeitig habe ich mitgerätselt, wer der Verräter ist, was mir dann aber nach der ersten Hälfte klar war. Trotzdem war die Suche nach ihm spannend, weil man auch viele andere Nephilim wie Lily’s besten Freund und ihren Mentor kennen lernt, die unterschiedlich sympathisch sind. Meine liebste Nebenfigur war aber Michael, von dem man abgesehen von Lily am auch einfach am meisten erfährt. Er gliedert sich toll ein und möchte einfach nur für Gerechtigkeit kämpfen, weshalb er auch Polizist geworden ist.

Ich wollte zum Schluss zusätzlich anmerken, dass die Geschichte rund um Lily und die Nephilim ursprünglich als Mehrteiler geplant war. Zwar werden viele Fragen geklärt, sodass man dieses Buch mit einem guten Gefühl beenden kann, aber einiges verläuft im Nichts. So geht es teilweise um einen korrupten Politiker, dessen Handlungsstrang komplett überflüssig war, und auch zu Michael bleibt vieles offen. Zusätzlich erfährt man am Ende noch gewisse Details, die für mich nicht zusammen passen. Insgesamt hatte ich mit dem Buch aber kurzweilige Lesestunden.

Fazit: 3/5⭐️

Ein Buch für Fans der Autorin, ansonsten würde ich eher ihre anderen Fantasyromane empfehlen

Klappentext:

Zwischen Kämpfen mit den höllischen Kreaturen, die Dämonenjägerin Lily Marks tot sehen wollen, und heißen Wortgefechten mit dem begehrenswerten gefallenen Engel Julian, sehnt sich Lily nach ein paar ruhigen Minuten. Doch schon wegen der Tatsache, dass Julian und sie miteinander flirten, wird Lily gefeuert. Und dann beschuldigt man sie auch noch, eine Verräterin zu sein. Während Lilys Leben immer komplizierter wird und sie sich fragt, wie sie den nächsten Tag – und die Nacht – überstehen soll, müssen sie und Julian den wahren Verräter unter den Dämonenjägern finden …

*Rezensionsexemplar

Lesemonat April 2021

Auch dieser Lesemonat war ein Erfolg, wobei ich nur zwei Print-Bücher gelesen habe. Ansonsten waren 11 eBooks, 3 Hörbücher und 3 Geschichten, die ich als Mix aus eBook und Hörbuch konsumiert habe.

Gelesene Bücher & gehörte Hörbücher

(sortiert nach Bewertung oder Autor/in)

Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast (2) – Christelle Dabos: 3⭐️

•📱Closer. Mason (1) – Ina Taus: 3⭐️

•📱Stronger. Mia & Josh (2) – Ina Taus: 4⭐️

• 🎧 Strange the Dreamer. Ein Traum von Liebe (1.2) – Laini Taylor: 3,5⭐️

•📱The Story of a Love Song* – Vi Keeland & Penelope Ward: 3,5⭐️

Zu diesem Liebesroman findet hier eine Rezension

•📱Featherbed 🇬🇧 (1) – Annabeth Albert: 3⭐️

•📱Heartscape 🇬🇧 (2) – Garrett Leigh: 4⭐️

•📱Headstrong 🇬🇧 (3) – Eden Finlay: 4⭐️

•📱Fallen Academy. Year 4 🇬🇧 – Leia Stone: 4⭐️

A Heart so Fierce and Broken 🇬🇧 (2) – Brigid Kemmerer: 4⭐️

•📱Fade Away* (2) – Anabelle Stehl: 4⭐️

Meine Meinung dazu gibt es auf diesem Blog.

•📱Evig Roses. Liebe will gelernt sein (5) – Jasmin Romana Welsch: 4,25⭐️

• 🎧 Broken Love (4) – L. J. Shen: 4,5⭐️

• 🎧 All Saints High. Die Prinzessin (1) – L.J. Shen: 4⭐️

•📱🎧 All Saints High. Der Rebell (2) – L.J. Shen: 4,25⭐️

•📱Lodernde Schwingen* (3) – Leigh Bardugo: 4⭐️

•📱Das Lied der Krähen* (1) – Leigh Bardugo: 4,5⭐️

•📱🎧 Das Gold der Krähen* (2) – Leigh Bardugo: 4⭐️

Zu jedem Buch von Leigh Bardugo habe ich eine Rezension hochgeladen.

•📱🎧 Kaleidra. Wer die Seele berührt* (2) – Kira Licht: 4,5⭐️

Zu dieser Geschichte findet ihr hier ebenfalls eine Rezension.

*Rezensionsexemplar

Rezension „The Story of a Love Song“

Klappentext:

Griffin und Luca waren Brieffreunde, doch nach einem schrecklichen Ereignis bricht Luca den Kontakt ab. Seither meidet sie Menschenmengen und hat sich zurückgezogen. Als sie Jahre später ein Brief von Griffin erreicht, gibt Luca sich einen Ruck, und sie knüpfen da an, wo sie als Teenager aufgehört haben: Sie schreiben sich, vertrauen sich alles an. Aber jetzt will Luca mehr, sie will Griffin endlich auch persönlich kennenlernen und überwindet ihre größte Angst. Luca macht sich auf den Weg nach Kalifornien, um ihn aufzusuchen. Was sie nicht weiß: Griffin ist der Sänger einer der bekanntesten Bands der Welt …

Meine Meinung:

Ich bin kein Fan von Gesichtern auf dem Cover, aber zum Glück sieht man es hier nicht, sondern die untere Seitenansicht von Griffin. Das hingegen gefällt mir gut, besonders mit seinen Tattoos. Durch die Gitarre und auch den Titel wird auch direkt klar, dass es sich bei dem Protagonisten um einen Rockstar handelt.

Man liest abwechselnd aus den Sichten von Griffin und Luca, wodurch ich automatisch eine Bindung zu beiden aufbauen und sie verstehen konnte. Beide sind auch etwas andere Protagonisten als bei den meisten anderen Büchern von Vi Keeland und Penelope Ward, da sie eher ruhig sind und es dadurch zu weniger verbalen Schlagabtausche kommt. Der Schreibstil war aber wieder toll und ich finde es auch gut, wenn Autoren/innen ihre Charaktere nicht immer gleich aufbauen.

Luca hat Ende ihrer Teenagerzeit eine Katastrophe miterlebt und leidet seitdem Agoraphobie, der Angst vor Menschenmengen und vollen Plätzen, und zog sich von ihren Mitmenschen zurück, inclusive ihres Brieffreundes Griffin. Dies erfuhr man bereits am Anfang, was ich toll fand, denn ansonsten hätte ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen können, und auch vor Griffin macht sie kein Geheimnis mehr daraus, als ihr Kontakt wieder aufgebaut wurde. Das Buch beginnt auch ungefähr mit dem Moment, als Griffin nach langer Zeit wieder ein Brief geschrieben hat und der Briefverkehr wieder aufgebaut wurde. In der Zwischenzeit wurde er ein berühmter Rockstar und führt somit ein sehr öffentliches Leben, was er allerdings zunächst verheimlicht.

Obwohl die zwei Charaktere sehr verschiedene Leben führen, sind beide doch eher ruhige Persönlichkeiten, selbst Griffin als Rockstar, und sind auf einer Wellenlänge. Dies merkt man bei jedem Brief, den sie sich schreiben, unabhängig von ihrer jahrelangen Funkstille. Ich liebe ihre Vertrautheit, die ich beim Lesen stets spüren konnte, und generell den Umgang zwischen ihnen, der darauf beruht, dass sie verständnisvoll und umeinander bemüht sind. Allerdings fühlte sich für mich ihre Romance doch nach Insta Love an, da ihr Kennenlernen vor der Handlung des Buches stattfand und beide bereits zu Beginn romantische Gefühle hegen. Dadurch konnte ich die Funken zwischen ihnen leider nicht so ganz spüren und mir fehlte insgesamt das gewisse Etwas. Dafür wird auf unnötiges Drama verzichtet und sowohl Griffin als auch Luca waren mir sehr sympathisch. Aber mein liebster Charakter war dann doch der Doc, ein älterer Herr, der Lucas Therapie übernommen hat. Er ist ein lustiger Kauz, der wie ein (groß)väterlicher Freund immer für Luca da ist und sie unterstützt.

Fazit: 3,5⭐️

Eine ruhige und süße Liebesgeschichte, die mich leider nicht so catchen konnte wie viele andere Bücher des Autorinnenduos

*Rezensionsexemplar

Rezension „Kaleidra. Wer die Seele berührt“

Spoiler zu Band 1

Klappentext:

Emilia und Ben wurden entführt. In den Fängen des Quecksilberordens sollen sie den Tria-Bund schließen und das Voynich-Manuskript entschlüsseln. Dabei kommt es jedoch zu einem Zwischenfall, und auf einmal scheint alles, was die Orden zu wissen geglaubt haben, hinfällig. Doch die Quecks geben nicht auf und lassen Emilia keine Wahl: Gemeinsam mit Ben muss sie nach Kaleidra reisen – zum Ursprung aller Alchemisten –, wohlwissend, dass sie sich dadurch in große Gefahr begeben. Aber die Zeit arbeitet gegen sie, und die beiden stoßen mehr und mehr an ihre Grenzen. Denn Herz und Verstand sind nun mal nicht immer einer Meinung …

Meine Meinung:

Ich finde das Cover echt hübsch, besonders mit seinem mysteriösen Touch, der perfekt zum Buch und den Geheimlogen passt. Während des Lesens merkt man auch, wie perfekt ebenfalls der Titel gewählt wurde.

Nach dem fiesen Cliffhanger von Band 1 war ich sehr gespannt, wie es mit Emilia und Ben, nun als Gefangene, weitergeht und war direkt wieder mitten im Geschehen. Kira Licht hat einfach einen einprägsamen und leicht zu lesenden Schreibstil und mit diesem interessanten Worldbuilding wurde ich direkt wieder gecatcht. Nach wie vor ist die Thematik Alchemie als Kombination aus Magie und Naturwissenschaften echt genial und außergewöhnlich.

Nachdem wir zuvor insbesondere den Goldorden kennen gelernt haben, erfährt man nun mehr von den Quecksilberalchemisten. Während ich im ersten Teil noch den Verdacht hatte, dieser Orden wird vielleicht zu unrecht verdächtigt, wurde ich eines besseren belehrt. Emilia und Ben bekommen schnell zu spüren, welchen starken Gegner sie gegenüber stehen und wir lernen nun auch den großen Feind kennen. Diesen und seine Pläne fand ich spannend und zugleich sehr beängstigend. Im Laufe des Buches gab es immer wieder Überraschungen und Wendungen, mit denen ich gar nicht gerechnet habe und die mich oft schockiert haben. Eines meiner Highlights war, dass man nun das Land Kaleidra direkt kennenlernt, das die Autorin sehr bildhaft beschreibt und ich sehr faszinierend fand.

Weiterhin liest man durchgehend aus Emilias Sicht, die mich als Protagonistin wieder überzeugen konnte. Obwohl sie vom Quecksilberorden entführt wurde, gibt sie nicht einfach auf, sondern sucht immer Fluchtmöglichkeiten für sich und Ben. Dabei wächst sie immer mehr in ihre Rolle als Silberalchemistin hinein, u.a. weil sie auch immer besser informiert ist, und wird dadurch ebenfalls sicherer mit ihren Kräften. Besonders mitgelitten habe ich mit ihr aufgrund von Mattis Verrat, der schließlich seit Jahren zu ihren besten Freunden gehörte. Gemeinsam mit ihr habe ich immer wieder gehofft, dass in Matti doch das Gute überwiegt. In Band 1 habe ich ihn nämlich geliebt (abgesehen vom Ende natürlich), während ich mit Ben noch meine Probleme hatte. Diese sind nun endgültig verschwunden, denn er agiert nicht mehr arrogant, sondern mit Emilia im Team. Ihre Zusammenarbeit wurde von Seite zur Seite besser, vor allem aufgrund ihrer Vertrauen zu einander. Dabei stellen sie ihre romantischen Gefühle (noch) zurück, stattdessen fokussieren sie sich auf ihre gegenwärtige Situation, was ich sehr bewundernswert finde, weil auch keiner von beiden deswegen eingeschnappt oder dramatisch ist. Trotzdem haben sie eine prickelnde Chemie, weshalb ich doch auf mehr romantische Szenen im dritten Teil hoffe.

Zum Schluss schafft es die Autorin mich noch mehr zu schockieren als bereits zuvor, sodass ich mit einem offenen Mund da saß. Der Cliffhanger ist so fies, dass ich dem finalen Band gar nicht mehr abwarten kann und keinen blassen Schimmer habe, wie die ganze Trilogie enden soll. Insgesamt bin ich geplättet vom Verlauf der Geschichte, mit dem ich zu Beginn überhaupt nicht gerechnet hätte, wofür ich sie liebe.

Fazit: 4,5/5⭐️

Dieser Zwischenband war nie langweilig und die Reihe bleibt eine große Empfehlung

*Rezensionsexemplar

Rezension „Das Gold der Krähen“

Spoiler zu „Das Lied der Krähen“

Klappentext:

Sechs unberechenbare Außenseiter – ein unerreichtes Ziel – Rache! Das Abenteuer geht weiter!

Ein Dieb mit der Begabung, die unwahrscheinlichsten Auswege zu entdecken
Eine Spionin, die nur »das Phantom« genannt wird
Ein Verurteilter mit einem unstillbaren Verlangen nach Rache
Eine Magierin, die ihre Kräfte nutzt, um in den Slums zu überleben
Ein Scharfschütze, der keiner Wette widerstehen kann
Ein Ausreißer aus gutem Hause mit einem Händchen für Sprengstoff

Kaz Brekker und seinen Krähen ist ein derart spektakulärer Coup gelungen, dass sie selbst nicht auf ihr Überleben gewettet hätten. Statt der versprochenen fürstlichen Belohnung erwartet sie jedoch bitterer Verrat, als sie nach Ketterdam zurückkehren. Haarscharf kommen die Krähen mit dem Leben davon, Kaz‘ Geliebte Inej gerät in Gefangenschaft. Doch Kaz trägt seinen Spitznamen »Dirtyhands« nicht ohne Grund – von jetzt an ist ihm kein Deal zu schmutzig und kein Risiko zu groß, um Inej zu befreien und seinen betrügerischen Erzfeind Pekka Rollins zu vernichten.

Meine Meinung:

Ich liebe das Cover, weil wieder die Krähe im Vordergrund ist und der orangefarbige Hintergrund erinnert mich an einen Sonnenaufgang, der in meinen Augen auch gewisse Aspekte des Inhalts perfekt abbildet.

Wir steigen nur wenige Tage nach dem Ende von Band 1 ein und Kaz und Co. wollen unbedingt Inej zurückholen. Es hat direkt wieder mein Herz gebrochen, dass die sechs Krähen getrennt wurden und besonders Inej tat mir Leid, auch wenn sie natürlich auch selbst nicht direkt aufgibt, sondern nach Auswegen sucht. Die Krähen wären generell nicht die Krähen, wenn sie sich mit einer Niederlage zufrieden gäben und offene Rechnungen einfach vergessen würden. Mir gefiel es besonders gut, dass man nun im zweiten Band merkt, dass es der Gruppe nun mehr um das Persönliche und weniger um das Geld geht. Alle sechs wachsen immer mehr zusammen und legen ihre Unstimmigkeiten zur Seite. Wie bei Band 1 liebe ich, dass die kleinen Romanzen im Hintergrund ablaufen und stattdessen der Fokus auf dem Team allgemein liegt.

Es gab natürlich wieder viele Kämpfe, Intrigen und riskante Pläne, nicht nur aufgrund Inejs Entführung, die ich äußert spannend fand. Besonders fasziniert mich immer noch Kaz, der gefühlt alles weiß und durchschaut, ohne zu perfekt zu erscheinen. Er ist auf jeden Fall einer der interessanteste Charaktere aller Zeiten. Aber auch mit der Stadt Ketterdam hat Leigh Bardugo etwas außergewöhnliches erschaffen und in diesem Band lernt man noch mehr über Ketterdam, seine Bewohner und seine Strukturen. Dadurch konnte ich vieles immer besser verstehen und das Buch bekommt noch einen neuen Touch als bei „Das Lied der Krähen“, wo der Eiskanal im Vordergrund stand. Alles in allem fand ich die Aktionen rund um den Eiskanal doch noch etwas spannender, da es dort unter anderem zu weniger ruhigen Phasen kam. Trotzdem habe ich auch dieses Buch inhaliert, denn ich war mitten im Geschehen und die ruhigeren Momente wurden genutzt, um die (familiären) Hintergründe der sechs Krähen endgültig aufzuklären.

Das Ende hat mir dann wieder das Herz gebrochen und teils wieder geheilt, aber in meinen Augen war es ein realistischer und würdiger Abschluss für diese geniale Dilogie. Alles andere hätte ich auch irgendwie nicht passend gefunden. Der Abschied von den lieb gewonnenen Charakteren fällt mir nun sehr schwer, weil ich diese Verbrecherbande so sehr in Herz geschlossen haben. Es gibt zum Glück noch ein weiteres Spin-Off und ich bin gespannt, ob es vielleicht noch zu einigen Wiedersehen kommen wird. Auch in diesem Buch traf man alte Bekannte aus der Grisha-Trilogie wieder, was auch zu einem meiner Highlights gehörte.

Fazit: 4,25/5⭐️

Ich liebe die Krähen einfach, auch wenn Band 1 inhaltlich etwas spannender war

*Rezensionsexemplar

Rezension „Das Lied der Krähen“

Klappentext:

Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen …
Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej …

Meine Meinung:

Ich liebe das Cover sehr und finde den düsteren Touch perfekt zum Inhalt. Auch der deutsche Titel wurde in meinen Augen gut gewählt.

Nach dem Ende der Grisha-Trilogie war ich sehr gespannt auf dieses Spin-Off, das von vielen so gelobt wird, was ich nur so unterschreiben kann. Schon nach wenigen Seiten habe ich gemerkt, dass das Buch auf einem ganz anderem Niveau ist und auch Leigh Bardugos Schreibstil hat sich weiter entwickelt. Man erfährt mehr über die Welt von Ravka, Ketterdam und den Nachbarländern, wobei es einem den Einstieg vereinfacht, wenn man zuvor Grisha gelesen hat.

Wir folgen hier nicht mehr nur einer Protagonistin, sondern einer Gruppe aus insgesamt sechs Personen, aus deren Sicht man abwechselnd liest. Besonders faszinierend finde ich, dass sie auch keine typischen Helden, sondern eher Diebe und Betrüger, sind. Dadurch wird auch Spannung aufgebaut, weil man sie nicht immer einschätzen kann. Trotz und auch gerade wegen ihrer Fehler habe ich alle Krähen ins Herz geschlossen. Ich kann mich gar nicht entscheiden, ob der clevere Anführer Kaz, die im Schatten wandelnde Inej, die Grisha Nina, der Messerwerfer Jesper, der kräftige Matthias oder der junge Wylan mein*e Favorit*in ist. Sie sind zwar sehr verschieden, aber gleichzeitig sind alle Lebenskünstler, die sich bereits gegen Wiederstände wehren mussten und Probleme auf ihre jeweils eigene Weise lösen. Nach und nach erfährt man die Hintergrundgeschichten von allen sechs Hauptfiguren, die ihre Charakterzüge einfach perfekt erklären. Ich finde es bewundernswert , wie stringent die Autorin die Figuren aufbaut und sie mich von diesen immer wieder überraschen lässt.

Allgemein sind die Charaktere und ihr Zusammenspiel mein Highlight in diesem Buch, aber auch der gemeinsame Streifzug hat mir gut gefallen. Dieser stellte die sechs immer wieder vor großen Herausforderungen, die das Buch dadurch sehr spannend machen. Nach dem Einstieg wollte ich nicht aufhören zu lesen, weil ich so mitgefiebert habe und immer wieder alles in Frage gestellt habe. Ich wusste oft nicht, was ich genau glauben soll, und genauso oft wurde meine Meinung wieder geändert. Diese vielen Wendungen konnten mich restlos begeistern und sie ziehen sich bis zum Ende durch. Der Cliffhanger war echt fies und ich bin nun sehr gespannt, wie es mit den Krähen weitergeht. Es wurden auch gewisse Liebesbeziehungen angedeutet, deren weitere Entwicklung mich sehr interessiert, auch wenn ich es erfrischend fand, dass sie nicht im Vordergrund stehen.

Fazit: 4,5/5⭐️

Ein fesselnder Roman mit interessanten Charakteren und Wendungen, der auf einem ganz anderen Niveau als die Grisha-Trilogie ist

*Rezensionsexemplar

Rezension „Fadeaway“

Klappentext:

Darf ich von anderen ihre Geschichte verlangen, wenn ich meine eigene nicht erzählen kann?

Die Vergangenheit hinter sich lassen – das ist Kyras größter Wunsch, als sie ihr Psychologiestudium in Berlin beginnt. Auch wenn sie nicht vergessen kann, was geschehen ist, so will sie sich von nun an dafür einsetzen, dass andere nicht das gleiche Schicksal ereilt wie sie. In einem feministischen Podcast macht sie daher regelmäßig auf Missstände an ihrer Uni aufmerksam. Niemand weiß, dass sie diejenige ist, die hinter dem erfolgreichen Format steckt – niemand bis auf Milan, der plötzlich in ihrem Aufnahmestudio steht und der ihr Herz gefährlich höher schlagen lässt. Dabei ist Milan genau die Sorte Mann, die Kyra eigentlich meiden wollte …

Meine Meinung:

Mit pastellfarbenen Covern hat man mich in der Regel schon und hier finde ich die Details im Hintergrund interessant. Dort sieht man das Straßennetz von Berlin, wo diese Trilogie spielt. Ich finde es erfrischend, dass ein NA Liebesroman in Deutschland und an einem Ort, wo ich selbst schon war. Allerdings bekommt man von Berlin jetzt im zweiten Band kaum etwas mit.

Bereits in „Breakaway“ wurde mein Interesse an Kyra’s Geschichte geweckt, da man bereits dort erfährt, dass sie fast von Christopher, dem Sohn des Geschäftspartners ihrer Eltern, vergewaltigt worden wäre. Das wissen allerdings nur ihre Brüder Noah und Elias, von denen sich letzterer mit Christopher angelegt hat und dafür aus der Firma geschmissen wurde. Die Familiendynamik fand ich sehr interessant und das enge Band der Geschwister konnte mich wieder sehr überzeugen. Die drei unterstützen sich immer, auch wenn sie manchmal nicht der gleichen Meinung sind.

Aber auch Kyra selbst habe ich schnell ins Herz geschlossen. Sie möchte für die Frauenrechten kämpfen und auf Missverständnisse aufmerksam machen. Ich mochte ihre Idee mit dem feministischen Podcast und auch, dass sie auch andere dort zu Wort kommen lässt. Man merkt aber auch, dass sie Christophers Tat noch nicht ganz verdaut hat. Ihren Weg fand ich sehr realistisch, insbesondere ihr Tempo, denn die Entwicklung wurde nicht übereilt. Dabei konnten mich nicht nur ihre Brüder, sondern auch ihre Freundinnen überzeugen. Im Gegensatz zum ersten Band wurde in meinen Augen auch die richtige Message wegen der Fast-Vergewaltigung verbreitet.

Neben Kyra’s persönlicher Geschichte steht natürlich auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Milan im Vordergrund, die mich ebenfalls überzeugen konnte. Bereits bei ihrem ersten Treffen sind sie sich sympathisch, auch wenn sie es noch durch kleine Sticheleien verstecken. Besonders schön fand ich, wie unaufgeregt sich die Gefühle zwischen ihnen entwickeln und sie sich einfach in der Gegenwart des anderen wohlfühlen. So etwas würde man sich auch im realen Leben wünschen und auch in Milan habe ich mich etwas verliebt. Er ist aufmerksam, ein guter Freund, steht zu seinen Überzeugen und weiß generell, was er will, ohne je rücksichtslos zu sein. Er liebt und lebt für seinen Sport Handball, für den er auch Opfer bringt. Dabei konnte ich ihn stets verstehen, denn es lohnt sich immer für seine Träume zu kämpfen. Doch hier ist Drama auch schon vorherbestimmt, denn Christopher ist Milans Teamkollege…

Insgesamt fühlte es sich nach der richtigen Menge Drama an, passend zu der Thematik. Richtig toll fand ich, dass man die meisten Charaktere und ihre Handlungen jederzeit verstehen kann, selbst wenn sie anderer Meinung sind. Dabei machen viele eine schöne Entwicklung durch und lernen auch aus ihren Fehlern. Ich freue mich jetzt auf jeden Fall auf den dritten Band, in dem es um Elias und Kyra’s bester Freundin Miriam gehen wird, denn im Epilog erfährt man etwas sehr überraschendes über Miriam. Ich bin gespannt, wie dies umgesetzt wird.

Besonders erwähnen möchte ich, dass gewisse Beiträge aus Kyra’s Podcast zu gewissen feministischen Thematiken von Betroffenen aus dem realen Leben stammen, die einen auch echt mitnehmen und berühren. Aber auch Anabelle Stehls Schreibstil gefiel mir wieder sehr gut.

Fazit: 4/5⭐️

Dieser Band gefiel mir nun gut, um einiges stärker als Band 1

*Rezensionsexemplar