Rezension „British Player“

Klappentext:

Wenn Dr. Dreamy dein Mitbewohner ist!

Seit dem Tod ihres Mannes erzieht Bridget ihren Sohn allein und tut alles, um sich und Brendan über Wasser zu halten. Für die Liebe hat sie keine Zeit. Als die Krankenschwester mit einem Angelhaken im Po in der Notaufnahme landet, ist es ausgerechnet ein junger attraktiver Assistenzarzt – noch dazu mit sexy britischem Akzent –, der sie behandelt … superpeinlich. Zum Glück wird sie Dr. Simon Hogue nie wiedersehen – bis er drei Monate später erneut vor ihr steht: als neuer Kollege und ihr Untermieter.

Meine Meinung:

Sobald die Namen Vi Keeland und Penelope Ward auf dem Buch stehen, weiß ich, dass ich es lesen muss, und dann erinnert mich der Klappentext auch noch ein bisschen an „Grey‘s Anatomy“. Ich war auch sofort in der Geschichte drinnen, denn der Schreibstil der Autorinnen ist einfacher süchtig machend und es startet zudem auch direkt mit der ersten Begegnung von Bridget und Simon.

Man liest aus beiden Sicht, weshalb ich beide schnell ins Herz geschlossen habe und auch ihre Gedanken, Gefühle und Taten verstehen konnte. Für Bridget steht ihr Sohn Brandon an erster Stelle und die enge Mutter-Sohn-Bindung wird immer wieder deutlich, was ich toll fand. Sie geht einfach so liebevoll und toll mit um und auch in ihrem Beruf als Krankenschwester kümmert sie sich um andere. Ich konnte verstehen, dass sie nach dem Tod ihres Mannes weder Zeit noch Lust auf eine neue Beziehung hatte. Umso mehr hat es mich gefreut, als Simon in ihr Leben tritt und sie sich für etwas Neues öffnet, bei dem sie auch wieder mehr auf ihre eigenen Bedürfnisse eingeht. Simon hilft ihr dabei auch toll weiter. Bereits bei der ersten Begegnung konnte er sowohl Bridget als auch mich selbst mit seiner humorvollen, sexy und zugänglichen Art überzeugen. Er ist eine tolle Kombi aus Leichtigkeit und Ernst, der im Laufe der Geschichte eine tolle Entwicklung durchmacht.

Die Anziehung zwischen Bridget und Simon war von Anhieb da und steigerte sich eigentlich immer. Als Leserin konnte ich dieses Kribbeln auch spüren. Es hat mich auch gefreut, dass es nicht lange gedauert hat bis sie sich nähern kommen und zwar nicht nur auf sexueller Ebene. Die beiden führen viele ehrliche Gespräche, bei denen sie sich einander öffnen und sich Dinge anvertrauen, die sie sonst niemanden erzählen. Deshalb habe ich ihre Beziehung und die Entwicklung dahin sehr gefeiert, denn sie verhalten sich bei Unstimmigkeiten auch erwachsen und agieren zusammen. Brandon sorgt natürlich auch für mehr Ernsthaftigkeit in der Beziehung, da Bridget an ihren Sohn denken muss und Simon daher auch mit ihm interagiert. Spätestens mit seinem Umgang mit dem Kind hat mich Simon komplett überzeugt, denn er geht so liebevoll mit Brandon um und steht ihm mit Rat und Tat zur Seite. Diese Patchwork-Konstellation fand ich fast noch schöner als Bridget und Simon alleine und hat mein Herz richtig erwärmt.

In der Geschichte passen immer wieder Dinge, mit denen ich nicht gerechnet habe und die immer wieder für Spannung sorgen, sodass nie Langeweile entsteht und ich stets weiter lesen wollte. Dabei fand ich bewundernswert, dass sich Bridget und Simon davon nicht schnell verunsichern und an ihren Gefühlen zweifeln lassen. Trotzdem muss ich leider sagen, dass mir einige Geschehnisse viel zu schnell und leicht abgehandelt wurden, sodass ich nicht zu 100% mitfiebern konnte. Mir fehlte dann teilweise auch die Tiefe, sodass einiges an Potential verschenkt wurde. Man hätte dem Buch ruhig einige Seite mehr gönnen können, dann wäre ich emotional auch mehr involviert gewesen.

Insgesamt hatte ich Spaß und einige unbeschwerte Lesestunden mit dem Roman. Ich habe ihn fast an einem Stück weggesuchtet und kann es jedem empfehlen, der für kurze Zeit den Kopf ausschalten möchte. Die Protagonisten und ihre Beziehungen konnten mich überzeugen, auch wenn es nicht das beste Werk von Vi Keeland und Penelope Ward ist.

Fazit: 3/5⭐️

Schnelllebige Geschichte

*Rezensionsexemplar

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