Rezension „Forever Close“

Klappentext:

Ihr Plan für die Zukunft steht schon lange fest, doch er bringt alles ins WankenDas letzte Jahr am College ist angebrochen, doch während alle schon begeistert Pläne schmieden und nach ersten Jobs suchen, ist April wie gelähmt. Im Gegensatz zu ihrem Freundeskreis will sie nicht, dass das Studium endet, weil das, was danach kommt, ihr die Luft zum Atmen nimmt. Aber da ist auch noch Tyler, ihr bester Freund, der einfach nicht aufhört, sie aus ihrer Schockstarre lösen zu wollen – und dabei Gefühle in ihr weckt, die April, seit sie sich kennen, tief in ihrem Herzen verschlossen gehalten hat …

Meine Meinung:

Das Cover versetzt mich sofort in sommerlichen Stimmung, weshalb ich es jetzt gerne im August gelesen habe.

Ich habe zuvor auch die ersten beiden Bände der Reihe gelesen, wodurch mit der Schreibstil von Kara Atkin bereits vertraut ist. Sie schreibt angenehm und natürlich, sodass ich schnell durch das Buch gekommen ist.

Aber auch die sympathischen Hauptfiguren April und Tyler sorgten dafür, dass ich es gar nicht mehr zu Seite legen wollte. April ist ein wahrer Kampfzwerg (ganz positiv gemeint), die sich zu behaupten weiß. Ich fand ihre künstlerische Ader und Begeisterung für Computerspiele besonders und man spürte, wie sie darin aufgeht. Umso überraschender war es, wie sie dies ihrer Familie zuliebe unterdrücken will, aber nicht unrealistisch, weil April einfach ihre Familie, vor allem ihren Vater, nicht enttäuschen will. Tyler hingegen lebt seine Leidenschaft, das Reisen, komplett aus, auch wenn er für seinen College-Abschluss zunächst darauf verzichten muss. Seine Reiselust und seine damit verbundene Rastlosigkeit kam beim Lesen richtig toll rüber, sodass ich selbst am liebsten die Koffer gepackt hätte. Ebenfalls interessant war Tyler’s Zwiespalt als Halb-Amerikaner und Halb-Koreaner. Diese Thematik wurde für mich verständnisvoll rübergebracht. Aber dafür, dass Familie für April und Tyler ein wichtiges Thema sind, kommen mir diese, abgesehen von Aprils Eltern, zu kurz. So wurden Aprils Bruder und Tyler’s Eltern immer wieder angesprochen, aber nicht in die Geschichte miteinbezogen.

Die Liebesgeschichte von April und Tyler deutet sich bereits ab Teil 1 an und ich war sehr gespannt auf ihre Geschichte. Die beiden kennen sich auch schon vorher und die ersten Gefühle haben sich bereits entwickelt. Trotzdem wurden sie mir als Leserin verständlich erklärt, wodurch es sich nicht Insta-Love-mäßig anfühlte. Es war lustig zu beobachten, wie beide versuchen, ihre Gefühle für einander zu verheimlichen und daran scheitern, dass ihre Freunde sie direkt durchschauen. Ich musste oft schmunzeln, wenn diese sie darauf angesprochen haben, aber auch bei den Schlagabtauschen zwischen April und Tyler. Beide sind selbstbewusst und nicht auf den Mund gefallen. Ihre Romanze fühlte sich authentisch an, weil ihre Annäherung weder zu aufgebauscht noch zu langweilig erzählt wird. Die beiden unterstützen sich auch in jeder Lebenslage, wodurch ich ihre Beziehung so schön fand. Auch war es erfrischend, dass kein künstliches Drama erzeugt wird, sondern es zu normalen und realistischen Problemen kommt. Dabei spielen mal nicht die Vergangenheit der Protagonisten die entscheidende Rolle, sondern die Gegenwart und Zukunft.

Es war auch schön, die ganze Clique, die im Laufe der Reihe zusammen gefunden haben, gemeinsam zu erleben, nun da Tyler zurück ist und auch Hunter mal wieder in San Teresa vorbei schaut. Ich mochte sowohl ihren bedingungslosen Zusammenhalt als auch ihre Schlagabtausche. Es hätte mir daher auch nichts ausgemacht, noch mehr Szenen der komplettem Freundesgruppe zu erleben und ich hätte nichts gegen eine weihnachtliche Kurzgeschichte.

Nach dem etwas schwächeren ersten Band der Reihe bin ich sehr froh, die Reihe weiter verfolgt zu haben, sodass ich insgesamt eine Leseempfehlung aussprechen kann. Dabei bleibt Band 2 auch mein Favorit und dieses Finale siedelt sich in der Mitte, mit Tendenz nach oben, an.

Fazit: 4/5⭐️

Eine authentische Liebesgeschichte

*Rezensionsexemplar

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