Rezension „Kein Sommer ohne dich“

Klappentext:

Zwei beste Freunde – zehn gemeinsame Urlaube – eine letzte Chance für die Liebe?

Eigentlich hat die abenteuerlustige Poppy in New York alles, was sie sich schon immer gewünscht hat. Wirklich glücklich war sie trotzdem seit jenem Sommer-Urlaub vor zwei Jahren nicht mehr, als sie zum letzten Mal mit ihrem besten Freund Alex verreist ist. Seitdem haben sie nicht mal mehr miteinander gesprochen. Also fasst Poppy sich ein Herz und bittet Alex, noch einmal mit ihr in Urlaub zu fahren, um über alles zu reden. Wie durch ein Wunder sagt er zu. Jetzt darf nur diese eine Wahrheit nicht zur Sprache kommen, die seit zehn Jahren still und heimlich im Zentrum ihrer scheinbar perfekten Freundschaft steht …

Meine Meinung:

Das Cover versprüht sofort ein sommerliches Urlaubsfeeling, das auch der Klappentext verspricht und das Buch auch hält. Ich finde, das Motiv mit der Sonnenbrille sehr faszinierend, weil es einem nicht sofort auffällt. Allerdings findet ich das Cover nicht zu 100% passend, weil die Protagonisten Poppy und Alex nie zusammen am Strand lagen.

Man liest auch nicht nur über die Gegenwart, in der Poppy nach zwei Jahre fast kompletter Funkstille mit ihrem besten Freund Alex gerne wieder mit ihm in Urlaub fahren würde, sondern auch über ihre gemeinsame Vergangenheit. Zu Beginn gefielen mir die Rückblenden am besten, weil man miterleben kann, wie die beiden sich kennen gelernt haben und ihre früheren Urlaubstripps sehr atmosphärisch waren. Emily Henry hat einen sehr lockeren Schreibstil und schafft es, die verschiedenen Situation innerhalb der Geschichte sehr lebendig zu beschreiben, sodass man denken könnte, gemeinsam mit Poppy und Alex unterwegs zu sein.

Das komplette Buch ist aus Poppy’s Sicht geschrieben, wodurch man tief in ihre Gedanken- und Gefühlswelt abtauchen konnte. Allerdings hätte ich mir manchmal Alex’s Blickwinkel gewünscht, weil er einfach so ein toller Charakter ist. Er hat großes Bookboyfriendpotential, weil er auf der einen Seite lieb, zuverlässig und hilfsbereit ist und man auf der anderen Seite viel Spaß mit ihm haben kann. Richtig sympathisch wurde er für mich dann dadurch, dass er auch seine Fehler hat und zum Beispiel oft viel zu rückhaltend ist. Genauso ist Poppy eine Protagonistin mit Stärken und Schwächen. In ihrer Kindheit und Jugend war sie viel Mobbing konfrontiert, was ihr Leben bis heute beeinträchtigt. Aber trotzdem liebt sie ihre Familie, die nicht besonders angesehen in ihrer Heimatstadt ist, bedingungslos und in jedem Moment ihres Lebens. Poppy ist eine treue Seele, die immer ihr ganzes Herz verschenkt, sowohl an Menschen als auch an Leidenschaften wie das Reisen. Eigentlich weiß sie ganz genau, wie sie ihr Leben gestalten möchte und lässt sich nicht von ihrem Weg abbringen. Das ist sehr bewundernswert, aber man merkt auch, dass sie vergisst nach links und rechts zu schauen. Mit ihrer Situation in der Gegenwart, wo sie die Karriere und das Leben hat, wie sie es sich immer gewünscht hat, aber damit nicht wirklich glücklich ist, können sich vermutlich einige Leser identifizieren.

Im Laufe des Buches erfährt man die komplette gemeinsame Geschichte von Poppy und Alex und es war spannend, darüber nur Schritt für Schritt zu lesen, weil sie nicht stringent erzählt wird. Beim ihrem ersten Aufeinandertreffen besteht auf beiden Seiten kein Interesse, sich näher zu können. Aber durch Zufall treffen sie wieder aufeinander und fingen an, über alles zu reden, was ihnen wichtig ist. Es war ein toller Start in eine Freundschaft, da diese von Anfang auf Ehrlichkeit beruhte. Es macht echt Spaß, die beide über die Jahre hinweg zu begleiten, insbesondere bei ihren Urlauben. Diese waren abenteuerlich und nach außen hin sehr unperfekt, aber für Poppy und Alex waren es grandiose Tage, die sie für immer in perfekter Erinnerung behalten werden. Je länger die beiden sich kennen, desto mehr spürt man, dass aber das Beste an den Urlauben für sie die gemeinsame Zeit ist. Ich konnte dann früh spüren, dass ihre Gefühle über reine Freundschaft hinausgehen und romantische hinzukamen. Aber besonders positiv ist mir aufgefallen, dass sowohl Poppy als auch Alex andere Partner kennen lernen und sie nicht versuchen, die Beziehung des anderen zu torpedieren, auch wenn sie vielleicht nicht glücklich über diese waren. Doch die wichtigste Frage innerhalb des Buches ist die nach den Gründen für ihre fast vollständige Funkstille, denn in der Gegenwart ist offensichtlich, wie wichtig sie und ihre Beziehung füreinander sind. Sobald sie wieder aufeinander treffen ist es wieder wie früher, wobei eine gewisse Portion Lockerheit fehlte. Zu Beginn konnte mich die Gegenwart weniger überzeugend, bis ich die zwei Figuren besser kennen gelernt habe und ich mir einfach gewünscht habe, dass ihr jetziger Urlaub wieder perfekt wird und die beiden zueinanderfinden. Die beiden sind nämlich ein tolles Duo, das sich perfekt ergänzt und einander bedingungslos so akzeptiert, wie sie sind. Trotz anfänglicher Vermutung wusste ich im Laufe der Geschichte nicht mehr, was der Grund für die Funkstille sein könnte. Die Auflösung konnte mich dann aber nicht besonders überzeugen, weil ich da vieles für übertrieben hielt. Vieles wurde mir zum Ende hin zu einfach gelöst, aber die allerletzten Kapitel konnten mich dann wieder überzeugen. Dort machen die beiden Protagonisten, insbesondere aber Poppy, eine tolle Entwicklung durch, die ich sehr schön fand.

Fazit: 4/5⭐️

Wer eine lockere Sommerlektüre mit Urlaubsfeeling und menschlichen Charakteren lesen möchte, kann ich dieses Buch sehr gut empfehlen.

*Rezensionsexemplar

Lesemonat Juli 2022

Im Laufe des Juli kam mein Spaß am Lesen zurück und mit 14 gelesenen Büchern (inkl. 9 eBooks) war mein Lesemonat sehr erfolgreich.

Gelesene Bücher:

1.📱Cup of Joe 🇬🇧 (1) – Annabeth Albert: 3⭐️

2.📱Coming in from the Cold 🇬🇧 (1) – Sarina Bowen: 3⭐️

3.📱Save the Date 🇬🇧 – Annabeth Albert & Wendy Qualls: 3,5⭐️

4.📱Knights. Ein gnadenloses Schicksal* (2) – Lena Kiefer: 3,5⭐️

Ausführliche Rezension bereits hier auf dem Blog.

5.📱The Feeling of Forever* (3) – Yvy Kazi: 4⭐️

Ausführliche Rezension bereits hier auf dem Blog.

6.📱Don‘t love your Boss (4) – Sarah Saxx: 4⭐️

7. Kein Sommer ohne dich* – Emily Henry: 4⭐️

Meine ausführliche Rezension folgt noch.

8. Vielleicht jetzt (1) – Carolin Wahl: 4⭐️

9.📱No Flames too wild* (1) – Nina Bilinszki: 4⭐️

Ausführliche Rezension bereits hier auf dem Blog.

10.📱Shooting for the Stars 🇬🇧 (3) – Sarina Bowen: 4⭐️

11. Alles, was ich in dir sehe (1) – Kyra Groh: 4,25⭐️

12.📱Fühle mich. Unendlich* (4) – Kathinka Engel: 4,25⭐️

Meine ausführliche Rezension folgt noch.

13. The Unhoneymooners 🇬🇧 – Christina Lauren: 4,25⭐️

14. The Way I Break* (1) – Nena Tramountani: 4,5⭐️

Ausführliche Rezension bereits hier auf dem Blog.

*Rezensionsexemplar; 🇬🇧 englischsprachig; 📱eBook

Rezension „The Way I Break“

Klappentext:

Victoria & Julian: Nie wieder möchte sie als Gourmetköchin arbeiten. Kann er ihre Leidenschaft neu entfachen?

Trotz ihrer erfolgreichen Karriere als junge Starköchin will Victoria nur noch weit weg von London – und von ihrem manipulativen Freund. Kurzerhand flieht sie in die idyllische Hafenstadt Goldbridge, wo ihre Mutter einst im Sternerestaurant Prisma arbeitete. Victoria will endlich verstehen, warum ihre Mum sie für diesen Ort und ihre Karriere verließ, und nimmt dort unerkannt einen Kellnerjob an. Doch in dem Versuch, ihre Sorgen in Alkohol zu ertränken, gibt sie einem attraktiven Fremden zu viel Intimes über sich preis – ohne zu ahnen, dass Julian einer der Söhne der Restaurantinhaber ist. Und er besitzt die Frechheit, Victoria einen Vorschlag zu machen: Er behält das Geheimnis ihrer wahren Identität für sich – wenn sie ihm Nachhilfe beim Kochen gibt. Victoria kann sich nicht erklären, warum dieser unverschämte Deal eine Flamme in ihrem Herzen entzündet …

Meine Meinung:

Das Cover ist echt schön und sieht mit den schlichten Blumen und Muscheln edel aus. Es strahlt auch eine Ruhe aus, die auch dem Buch beiwohnt.

Wer eine rasante und actiongeladene Romance erwartet, ist hier an der falschen Adresse. Die Geschichte von Victoria und Julian verläuft eher emotional und langsam, was sie aber braucht. Mir war nie langweilig, weil die Probleme der beiden Protagonisten auch ihre Zeit brauchen und im Endeffekt war keine Seite zu viel. Nena Tramountani schreibt sehr berührend, sodass ich auch immer mal wieder ein Tränchen verdrücken musste, aber auch nicht over the top, dass man nicht mehr denken kann, über echte Menschen zu lesen. Ich habe wirklich das Gefühl, dass die von ihr erschaffenen Charaktere real sind. Jeder von ihnen agiert authentisch und hat sowohl Stärken als auch Schwächen.

Da bilden auch Victoria und Julian, aus deren Sicht man abwechselnd liest, keine Ausnahme. Beide sind Figuren, die zum Zeitpunkt der Geschichte mit einigen Problemen zu kämpfen haben, die mich sehr berührt haben und das Buch stark geprägt haben. Victoria flieht von einer ungesunden und unausgeglichenen Beziehung, in der sie emotionale Unterdrückung erleben musste. Für diesen Schritt habe ich sehr bewundert, denn dafür ist eine große Portion Mut nötig. Es hat mich so glücklich gemacht, wie sie Schritt für Schritt in Goldbridge aufblüht und endlich einen Ort und Menschen findet, die für sie ein Zuhause sind und bedingungslos annehmen. Victoria ist eine tolle junge Frau mit viel Leidenschaft und einem großen Herz, die erst lernen muss, sich selbst und ihr Glück an erste Stelle zu setzen, und ihr Selbstwertgefühl finden muss. Ich weiß nicht, ob ich mit ihrer schwierigen Vorgeschichte noch so nett und liebevoll gegenüber Mitmenschen sein könnte. Die gleiche freundliche Seele ist Julian, dessen große und bedingungslose Liebe für seine Familie mir sehr imponiert hat. Für sie und seine beste Freundin Darcy würde er alles tun, wobei er manchmal sich selbst vergisst. Er möchte es allen Recht machen, was ihm nicht immer gelingt. Es hat dann auch immer mein Herz gebrochen, weil man merkt, wie sehr es Julian jedes Mal mitnimmt. Doch am liebsten an ihm mochte ich, dass er jeden so akzeptiert, wie er ist, und ihnen den Raum gibt, den sie brauchen, selbst wenn es ihn selbst verletzt. Im Laufe des Buches macht auch er eine Entwicklung durch, weil er seine Scheuklappen zu gewissen Themen verlieren muss und ähnlich wie Victoria seinen eigenen Weg finden muss, wo er sich um sich selbst kümmert.

Die Beziehung zwischen den beiden startet mit einem lockeren Flirt in einer Bar, in der beide Ablenkung suchten. Man spürte direkt die tolle Chemie zwischen ihnen. Es knisterte bei ihnen und an dem Abend kamen sie nicht nur körperlich näher, sondern sprachen auch offen über gewisse ihrer Probleme. Daher habe ich auch von Anfang mit ihnen mitgefiebert, obwohl sich ihre Beziehung später langsamer entwickelte. In meinen Augen hatten sie sofort ein Grundverständnis füreinander und auch als bei ihrem Wiedersehen einige Missverständnisse und Hürde zwischen ihnen stehen, führen sie ehrliche Gespräche, in denen sie sich Schritt für Schritt einander öffnen. Ich habe es geliebt, wie sie sich dann durch das gemeinsame Kochen endgültig näher kommen. Es verbindet die beiden und sie bringen viel von ihrem Charakter mit in die Küche. Mein Highlight war allerdings ihr toller verständnisvoller Umgang auf Augenhöhe miteinander. Sie helfen einander, ohne sich gegenseitig dabei unter Druck zu setzen, sodass sie sich dann einander öffnen, wenn sie sich dazu bereit fühlen. Besonders Julian braucht einen langen Atem, weil Victoria sich aufgrund ihrer schwierigen Vergangenheit besonders viel Zeit braucht. Es hat mein Herz so berührt, wie er sie trotzdem immer unterstützte und nie gemein wurde. Ich habe mich ein bisschen in ihn verliebt, aber auch in die beiden als Paar.

Interessant waren auch die anderen Beziehungen, die thematisiert wurden. Auf der einen Seite haben wir Victoria und ihren Ex-Freund, der sie jahrelang ausgenutzt und unterdrückt hat. Es war schmerzlich über diese Beziehung zu lesen, vor allem weil auch Victorias familiäre Bindungen nicht viel besser sind. Sie ist mit einer abwesenden Mutter und einem Vater, der ebenfalls begann, sie zu ignorieren, aufgewachsen und durfte früher nie wirkliche Liebe und Unterstützung erfahren. Auf der anderen Seite ist Julian in einer glücklicheren Lage aufgewachsen mit einer liebenden Familie, die sich sehr nah steht. Doch man lernt, dass es keine perfekte Familie gibt, sondern überall Menschen mit Problemen zu kämpfen habe. Die tiefe Freundschaft zwischen Julian und Darcy fühlte sich allerdings perfekt an. Die beiden zeigen, dass Seelenverwandtschaft keine romantischen Gefühle voraussetzen und auch Männer und Frauen eine Freundschaft ohne jegliche sexuelle Anziehung führen können. Die beiden stehen immer an der Seite des anderen und sind stets ehrlich zueinander, selbst wenn es weh tut.

Insgesamt konnte mich Nena Tramountani mit diesem Buch wieder komplett überzeugen. Ich war durchgehend emotional involviert. Wenn man mit gewissen Themen, die sich vor allem um ungesunde Beziehungen drehen, Probleme hat, sollte man sich die Triggerwarnung durchlesen. Nun freue ich mich so sehr auf die beiden Folgebände, in denen Julians Brüder im Fokus stehen. Ich erwarte mir wieder emotionale und authentische Geschichten.

Fazit: 4,5/5⭐️

Eine emotionale und berührende Slowburn Romance

Rezension „No Flames too wild“

Klappentext:

Auf der Suche nach ihrem australischen Vater, den sie nie kennengelernt hat, verschlägt es die 21-jährige Deutsche Isabel Tander in die kleine Küstenstadt Eden in New South Wales. Wegen heftiger Buschbrände wird in einem Koala-Reservat dringend Hilfe benötigt, und weil Isabel Geld braucht, nimmt sie den Job an, obwohl sie seit einem traumatischen Erlebnis in ihrer Kindheit Angst vor Tieren hat.

Isabel versucht, sich eher im Büro nützlich zu machen und lernt so Liam kennen, dessen Eltern das Reservat betreiben. Mit seiner ruhigen, nachdenklichen Art fasziniert er Isabel, bleibt aber seltsam verschlossen. Sie kann nicht ahnen, dass Liam, dem die Koalas und das Reservat alles bedeuten, eine riesige Schuld auf sich geladen hat …

Meine Meinung:

Im Buchladen springt einem das Cover häufiger wegen seiner gelben Farbe entgegen. Richtig gut gefällt mir, dass das Cover auch zum Titel passt. Generell bekommen Flammen eine wichtige Rolle in dieser Geschichte.

Noch neugieriger hat mich allerdings der Klappentext gemacht. Ein Koala-Reservat ist kein häufiges Setting und allgemein lese ich weniger Bücher, die in Australien spielen. Das Setting entwickelte sich auch schnell zu meinem Highlight innerhalb dieses Buches. Nina Bilinszki beschreibt die kleine Küstenstadt Eden und die Natur dort, inklusive des Reservats, sehr bildhaft und atmosphärisch. Aber auch die Schattenseiten werden beleuchtet, insbesondere die von uns Menschen gemachten Probleme und Katastrophen in der australischen Natur- und Tierwelt. Ich finde es wichtig und richtig, diese Thematik in Büchern einzubauen.

Aber natürlich stehen auch die Charaktere im Fokus, allen voran die Deutsche Isabel und der Australier Liam, aus deren beider Sicht die Geschichte erzählt wird. Isabel ist von vornherein die der beiden, die man besser durchschaut und versteht. Sie ist nach Australien gereist, um etwas über ihren verstorbenen und australischen Vater zu erfahren, den sie kaum kennen lernen durfte. Diesen Drang konnte ich gut verstehen, wobei mir am besten gefällt, dass sie im Laufe des Buches auch mehr über sich selbst lernt. Es war schön, wie sie in Eden auftaut, auch gegenüber den Koalas. Sie ist eine vielschichtige Frau, mit Erlebnissen aus der Vergangenheit, die sie prägen, mit Leidenschaften, in denen sie aufgeht und mit Beziehungen, die ihr am Herzen liegen. Am meisten konnte ich mich mit ihrer ruhigen Art identifizieren. Liam ist ebenfalls ruhig und verschlossen, der Fremde erst einmal von sich fern hält, obwohl er ein geselliger Mensch ist. Sobald er mit Menschen agiert, die ihm am Herzen liegen, oder sich um die Koalas kümmert, die für ihn unendlich wichtig sind, bemerkt man seine fürsorgliche Art. Mit seiner liebevollen und aufopferungsvollen Seite hat er mir imponiert, wobei er lernen muss, Verantwortung auch zu teilen. Seine Entwicklung innerhalb der Geschichte war toll mitzuerleben, vor allem weil man ihn immer besser versteht. Es gibt ein Ereignis, das ihn verständlicher Weise nach wie vor beschäftigt, das man sich nach einiger Zeit auch zusammenreimen kann.

Zwischen Isabel und Liam entwickelt sich im Laufe des Buches eine Romance, die mich regelmäßig zum Lächeln gebracht hat. Ihr Start war etwas holprig, weil beide gewisse Vorurteile dem jeweils anderen gegenüber hatten. Es war schön, dass keine unnötigen Missverständnisse sie immer weiter auseinander treibt, sondern sich die Chance geben, einander richtig kennen zu lernen. Ihre Annäherung verläuft eher ruhig, aber beständig. Das sorgte dafür, dass ich mit dem Paar mitgefiebert habe. Besonders gefiel mir, wie Isabel und Liam als Team agieren und sich gegenseitig sowohl ergänzen als auch helfen. Es besteht nach einer gewissen Zeit ein stilles Verständnis unter- und füreinander, sodass sie manchmal wissen, was der andere braucht, bevor dieser es selbst weiß. Die körperliche Anziehung passte auch, obwohl diese Chemie nicht unbedingt ganz oben in der Prioritätenliste stand. Es gab zum Schluss dann das Drama, mit dem man bereits ziemlich am Anfang rechnet. Zwar konnte ich die Protagonisten verstehen, aber zu einem gewissen Grad war mir das zu übertrieben.

Ich freue mich auf die beiden weiteren Bände der Trilogie, wo Freunde von Isabel und Liam im Fokus stehen werden. Eden vermisse ich bereits, ebenso die Freundesclique. Die Freundschaften spielen in diesem Teil bereits eine wichtige Rolle, weil die Freunde viel Zeit miteinander verbringen. Dabei haben sie zum einen viel Spaß zusammen und zum anderen führen sie ehrliche Gespräche miteinander. Sie sind stets füreinander, wobei sie die Grenzen jedes einzelnen respektieren.

Insgesamt kann ich das Buch empfehlen, wenn man Lust auf das Setting, eine Slowburn-Romance und/oder vielschichtige Charaktere hat. Aber für ein Highlight fehlte mir die ganze Zeit das gewisse Etwas, sodass ich nicht komplett abgeholt wurde.

Fazit: 4/5⭐️

Schöne Romance im atmosphärischen Setting

*Rezensionsexemplar

Lesemonat Juni 2022

Im Juni habe insgesamt 11 Geschichten (inkl. 6 eBooks) gelesen und 1 Geschichte gehört.

Gelesene Bücher:

1. 📱 Touch of Darkness* (1) – Scarlett St. Clair: 3⭐️

Meine genaue Rezension könnt ihr bereits auf dem Blog nachlesen.

2. 📱 The Atlas Six. Wissen ist tödlich* (1) – Olivie Blake: 3,5⭐️

3. 📱 Daybreak 🇬🇧 (12) – Kate Hawthorne: 3,5⭐️

4. Girl at Heart – Kelly Oram: 3,5⭐️

5. Bridgerton. Hochzeitsglocken für Lady Lucy (8) – Julia Quinn: 4⭐️

6. Ein Augenblick für immer. Das dritte Buch der Lügenwahrheiten (3) – Rose Snow: 4⭐️

7. 📱 The Third Best Thing (3) 🇬🇧 – Maya Hughes: 4⭐️

8. 📱 Boston Belles. Rake* (4) – L.J. Shen: 4⭐️

Meine genaue Rezension könnt ihr bereits auf dem Blog nachlesen.

9. 📱 Golden Hill. Kisses* (2) – Nicole Böhm: 4⭐️

Meine genaue Rezension könnt ihr bereits auf dem Blog nachlesen.

10. Our Violent Ends (2) 🇬🇧 – Chloe Gong: 4⭐️

11. Midnight Chronicles. Todeshauch (5) – Bianca Iosivoni (& Laura Kneidl): 4,5⭐️

Gehörtes Hörbuch:

1. 🎧 The Sum of All Kisses (3) 🇬🇧 – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherin: Rosalyn Landor

*Rezensionsexemplar, 📱eBook, 🎧 Hörbuch, 🇬🇧 englischsprachig

Lesemonat Mai 2022

Im Mai habe ich insgesamt 11 Bücher (inkl. 7 eBooks) und 4 Hörbücher verschlungen. Ich habe einige richtig tolle Bücher gelesen.

Gelesene Bücher:

1. 📱Insatiable (11) 🇬🇧 – Rhys Everly: 3⭐️

2. 📱More than Words* – Mia Sheridan: 3⭐️

Dazugehörige Rezension ist auf dem Blog online.

3. 📱 Trust this Love* (2) – Kylie Scott: 3⭐️

Dazugehörige Rezension ist auf dem Blog online.

4. 📱Belles of London. Die Nähe, die uns trennt* (1) – Mimi Matthews: 3⭐️

Dazugehörige Rezension ist auf dem Blog online.

5. 📱Der Donnerstagsmordclub (1) – Richard Osman: 3,5⭐️

6. 📱Just Business* – Vi Keeland: 4⭐️

Dazugehörige Rezension ist auf dem Blog online.

7. A Place to Love (1) – Lilly Lucas: 4⭐️

8. Up to Date* – Beth O‘Leary: 4⭐️

Dazugehörige Rezension ist auf dem Blog online.

9. 📱This Vicious Grace* (1) 🇬🇧 – Emily Thiede: 4,5⭐️

Dazugehörige Rezension ist auf dem Blog online.

10. Dunbridge Academy. Anywhere (1) – Sarah Sprinz: 4,5⭐️

11. Das unglaubliche Leben des Wallace Price* – T.J. Klune: 5⭐️

Dazugehörige Rezension ist auf dem Blog online.

Gehörte Hörbücher:

1. 🎧 The Other Miss Bridgerton (3) 🇬🇧 – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherin: Rosalyn Landor

2. 🎧 First Comes Scandal (4) 🇬🇧 – Julia Quinn: 3,5⭐️

Sprecherin: Rosalyn Landor

3. 🎧 Just like Heaven (1) 🇬🇧 – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherin: Rosalyn Landor

4. 🎧 A Night like this (2) 🇬🇧 – Julia Quinn: 4⭐️

Sprecherin: Rosalyn Landor

*Rezensionsexemplar, 📱eBook, 🇬🇧 englischsprachig, 🎧 Hörbuch

Rezension „The Feeling of Forever“

Klappentext:

Kann die Liebe dir den Mut geben, für dein perfektes Für immer zu kämpfen?

Penelope Perez ist die einzige Tochter eines erfolgreichen Selfmademillionärs und hat eigentlich alles, was man sich wünschen kann. Doch schon ihr ganzes Leben begleitet sie das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Als sie Cameron Burton kennenlernt, wird diese Begegnung für Penny in mehr als einer Hinsicht zu einem Neuanfang. Denn sie merkt, dass es noch etwas anderes geben muss, als die Ansprüche ihrer Familie zu erfüllen. Cam ist nicht die Sorte Mann, die ihre Eltern gutheißen würden: Sein Design-Studium am St. Clair College kann er sich nur durch ein Footballstipendium leisten, und er ist bereits Vater einer kleinen Tochter – trotzdem fühlt Penny sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Mehr noch: Cam gibt ihr endlich den Mut, für ihren Traum zu kämpfen. Dabei könnte sie ausgerechnet die Erfüllung ihrer Wünsche wieder auseinanderreißen …

Meine Meinung:

Das Cover ist ganz hübsch und in seinen Brauntönen etwas zurückhaltend. Doch besonders schön finde ich, dass die drei Cover der Reihe ein Gesamtbild ergeben.

Dies ist auch schon das Finale und ich werde den St. Clair Campus schon etwas vermissen. Das College Setting wurde atmosphärisch beschrieben, insbesondere die Momente im Café und die innerhalb des Collegezeitungsteam, das die Protagonistin Penelope leitet. Das lag daran, dass dort viele Charaktere miteinander agieren, die sich einander helfen und unterstützen. Für mich ist es immer wichtig, dass in Liebesromanen auch andere wichtigen Beziehungen außerhalb der Romance vorkommen.

Während mir die Freundschaften gut gefielen, hat mir Pennys Beziehung mit ihren Eltern weh getan, da diese sie nicht so akzeptieren, wie sie ist. Stattdessen wollen sie sie in eine bestimmte Form pressen, ohne auf Pennys Bedürfnisse und Wünsche einzugehen. Pennys Weg zu einem selbstbestimmten Ich, wo sie das Leben führen kann, das sie will, konnte mich überzeugen. Ich konnte ihr Verhalten und ihre Ängste verstehen, weil sie die Menschen, die sie liebt, einfach nur glücklich machen möchte. Penelope ist ein treuer und sehr liebevoller Mensch, der für ihre Mitmenschen ein Gewinn ist. Doch am meisten glücklich haben mich die Momente, in denen sie sich um ihr persönliches Glück kümmert. Das passiert zum einen bei ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, und zum anderen in Anwesenheit ihres Love Interests Cam. Nach Band 1, in dem Penny um einiges unsympathischer war, hätte ich nicht gedacht, dass ich sie ins Herz schließen würde. Sie hat einen großen Weg hinter sich.

Da man das gesamte Buch aus ihrer Sicht liest, erfährt man von Cam etwas weniger. Doch das reicht schon, dass ich mich ein bisschen in ihn verliebt habe. Er ist ein toller Vater, der sein kleines Mädchen sehr liebt und ihre Bedürfnisse und ihr Glück an erster Stelle stellt. Gleichzeitig richtet er sein Leben nur so für sie ein, sodass er selbst zufrieden ist. Ich mochte seine Zielstrebigkeit, seine Zärtlichkeit und seine Kreativität. Deshalb konnte ich Penny gut verstehen, dass sie Gefühle für ihn entwickelt. Bereits seit ihrem ersten Aufeinandertreffen verstehen die beiden sich und spüren auch eine gewisse Anziehungskraft bzw. Chemie. Doch trotzdem gibt es einige Probleme, die ihnen im Weg stehen: Zum einen können sie sich nicht ganz aufeinander einlassen und zum anderen wären einige andere Personen nicht mit ihrer Beziehung einverstanden. Allerdings reden Penny und Cam über diese Probleme und ihre Zweifel, sodass es nicht zu doofen Missverständnisse kommt. Im Allgemeinen bin ich ein großer Fan vom offenen Miteinander der beiden, auch in Bezug auf Cams Tochter, die gut in die Geschichte miteingebenden wurde. Nur in der ersten Hälfte ging mir das viele Hin und Her zwischen ihnen etwas auf die Nerven, weil ich das Gefühl hatte, dass sich die Szenen wiederholen. Aber im Laufe des Buches wurde das besser und im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse. Das Drama sorgt für Spannung und ich fand, es insgesamt aber ganz realistisch und authentisch umgesetzt. Nur wurde mir dann doch einiges zu überstürzt abgehandelt. Der Epilog hätte in meinen Augen länger sein können, da Cam und Penny zu einem tollen Team wurden.

Fazit: 3,75/5⭐️

Ruhige Achterbahn der Gefühle

*Rezensionsexemplar

Rezension „Golden Hill. Kisses“

Klappentext:

Nachdem Ajden das Herz gebrochen wurde und ihn seine Arbeit bis an den Rand der Erschöpfung getrieben hat, braucht er dringend eine Pause. Daher willigt er sofort ein, als sein Freund Parker ihn bittet, zu ihm auf die Golden Hill Ranch zu kommen. Das ist genau das Richtige: Ruhe. Natur. Berge. Wildnis. Doch in Montana angekommen, trifft Ajden auf die Reporterin Arizona und wird direkt aus dem Sattel geworfen. Denn die beiden sind sich schon einmal begegnet, und das würde Ajden am liebsten vergessen …

Meine Meinung:

Das Cover passt perfekt zur idyllischen Atmosphäre der Golden Hill Ranch und man weiß sofort, dass es sich um ein naturnahes Setting handelt.

Ich habe mich auch sehr darauf gefreut, zur Ranch zurück zukehren, die seit Anfang von Band 1 sich sehr weiter entwickelt hat und es ist schön, diesen Neuaufbau mitzuerleben. Nicole Böhm schafft es auch super, die Umgebung zu beschreiben, sodass ich das Gefühl hatte, selbst vor Ort zu sein. Generell mag ich Nicoles unkomplizierten und emotionalen Schreibstil, der mich durch die Seiten fliegen lässt.

Man liest das Buch abwechselnd aus den Sichten von Ajden und Arizona. Er ist der beste Freund von Parker, dem Protagonisten aus Band 1, den man persönlich dort aber noch nicht getroffen hat. Ich wusste, dass er überall auf der Welt ist, um in ärmeren Gegenden zu helfen, was sehr beeindruckend ist. Man merkt auch schnell, dass er das aus Leidenschaft und Überzeugung macht. Es hat mich berührt, dass seine Selbstlosigkeit ihm nicht immer gut tut und er selbst oft zu kurz kommt. Deshalb ist es toll, wie er auf der Golden Hill Ranch endlich wieder zur Ruhe kommt und seine leeren Batterien aufgeladen werden. Insgesamt ist Ajden ein toller Mann und ein Fels in der Brandung für viele Menschen. Aber Arizona ist auch sehr sympathisch, denn auch sie kämpft für ihre Überzeugungen. Mit ihren Reportagen möchte sie Gutes bewirken und Böses bekämpfen. Aber man spürt schnell, dass sie sich oft in ihrem Job verliert und sich damit von persönlichen Problemen ablenkt. Während der Geschichte hat sie vor allem mit psychischen Krisen zu kämpfen. Es tat weh, wie sehr sie hinter ihre Schutzmauern leidet, aber zugleich war es schön, ihren Weg zur Besserung mitzuerleben. Die Umsetzung war in meinen Augen realistisch, denn es war ein Auf und Ab.

Auch die Beziehung von Arizona und Ajden glich zu Beginn einer Achterbahn. Das Kennenlernen findet ganz klassisch in einer Bar statt und endet in einer heißen Nacht bis sie kennen, dass sie in einem aufkommenden Skandal auf gegensätzlichen Seiten stehen. Ihr Wiedertreffen in Montana hat mich sehr amüsiert, weil beide entsetzt darüber sind und am liebsten sofort wieder getrennte Wege gehen würde, was aber nicht funktioniert. Ich hatte mich auf viel Streit und Unausgesprochenes eingestimmt und wurde dann allerdings überrascht. Die Protagonisten sprechen früh miteinander und räumen Missverständnisse aus dem Weg. Danach habe ich bei der Entwicklung ihrer Beziehung immer mitgefiebert, weil man das Kribbeln zwischen ihnen spürt. Sie genießen die gemeinsame Zeit, aber geben sich auf Freiräume, die vor allem Arizona braucht. In meinen Augen agieren beide authentisch und sehr verständnisvoll miteinander. Arizona und Ajden sind ein tolles Team und können sich in der Nähe des jeweils fallen lassen.

Doch nicht nur die Romance konnte mich überzeugen, sondern auch das Drumherum. In diesem Band erfährt man viel mehr über die Pferdetherapie, was ich sehr interessant finde. Aber auch die Hauptfiguren der anderen Teile verfolgt man weiter. Nur weil ihr Buch vorbei ist, ist nicht ihre komplette Geschichte zu Ende, wie Parker und Clay aus „Golden Hill. Touches“ zeigen. Zeitgleich bin ich noch neugieriger auf Sadie und Jake geworden, die in „Golden Hill. Nights“ im Fokus stehen. Insgesamt kann ich „Golden Hill. Kisses“ sowie die Reihe allgemein bisher nur empfehlen.

Fazit: 4/5⭐️

Wohlfühlsetting trifft auf Slowburn Romance

*Rezensionsexemplar

Rezension „Boston Belles. Rake“

Klappentext:

Sie hat eine feste Regel: Keine Gefühle. Bis sie ihn trifft …

Nichts schätzt Emmabelle Penrose mehr als ihre Unabhängigkeit. Die selbstbewusste Geschäftsfrau sucht daher Männer nur für eine Nacht. Bis sie sich auf einmal etwas noch mehr wünscht als ihre Freiheit – ein Baby. Der perfekte Vater ist schnell gefunden. Devon Whitehall ist ein britischer Adeliger, attraktiv, millionenschwer – und das Beste: Er hat eine ebenso große Abneigung gegen die Ehe wie sie. Es ist der ideale Deal: ein Kind zeugen, gemeinsames Sorgerecht, aber mehr nicht. Doch obwohl Emmabelle sich nie an einen Mann binden wollte, kommt sie nicht gegen die starken Gefühle an, die sie plötzlich für Devon empfindet …

Meine Meinung:

Das Cover ist ganz edel, was zum finanziellen und im Fall des männlichen Protagonisten auch zum Adeligen Background der Figuren passt. Aber es bereitet einen nicht ganz auf die Geschichten von L.J. Shen vor, die eher düsterer und derber.

Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und lässt ihre Charaktere fluchen und ähnliches, was in meinen Augen auch zu diesen passt. Bisher habe ich jedes Buch von L.J. Shen innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Das liegt auch an ihrem lockeren Schreibstil und ihre süchtig machenden Geschichten, wobei dieser Roman da keine Ausnahme bildet.

Emmabelle und Devon kennt man bereits aus den vorherigen Bänden, wo sie mir zwar schon etwas ans Herz gewachsen sind, aber klar war, dass beide hinter ihren Mauern einige Geheimnisse verbergen. Im Gegensatz zu ihrer Schwester und ihren beiden besten Freundinnen hat Emmabelle nie von der großen Liebe geträumt, sondern hat sich auf ihre Karriere konzentriert. Ihr Selbstbewusstsein und ihr eisiger Wille ist sehr bemerkenswert und ich würde mich ungern mit ihr anlegen wollen. Aber wenn sie jemand ins Herz geschlossen hat, würde sie für dieses Person durchs Feuer gehen. Genau das würde sie gerne für ein Kind machen, doch sie hat eben keine Lust auf einen Partner und denkt eher an eine Samenspenderin. Emmabelle zeigt, dass man das persönliche Glück nicht unbedingt in den typischen Rollenbildern suchen und finden muss. Auch Devon wünscht sich Nachwuchs, da er diesem die Liebe geben möchte, die ihm verwehrt würde. Man spürt während des ganzen Buches die viele Liebe und Fürsorglichkeit, die in ihm steckt. So ein Partner oder Freund kann jeder gebrauchen und ich habe mich auch ein bisschen in ihn verliebt, da er auf der anderen Seite auch mysteriös und durchsetzungsfähig ist.

Nachdem Emmabelle und Devon sich durch einen gemeinsamen Freundeskreis kennen gelernt haben und dann einen One-Night-Stand miteinander hatten, führt der gemeinsame Wunsch nach einem Baby sie enger zusammen. Die sexuelle Spannung zwischen den beiden war bereits in den vorherigen Bänden spürbar und darauf war ich sehr gespannt. Allerdings stand ich ihrer gemeinsamen Ausgangssituation aus zweierlei Gründen etwas skeptisch gegenüber. Zum einen hatte ich die Befürchtung, dass sich die Beziehung von Emmabelle und Devon zu schnell entwickelt. Aber es wurde doch eine Slowburn-Romance, obwohl die beiden früh miteinander intim werden. Die Chemie konnte durchgehend hoch gehalten werden und die tieferen Gefühle kamen nach und nach. Es war ein Auf und Ab, wo die Charaktere immer wieder aneinander geraten und sich gegenseitig herausfordern, was beide gut gebrauchen können. Das war spannend und kribbelig zu lesen. Im Laufe des Buches entwickeln Emmabelle und Devon sich zum einen starken Team, das sich gut ergänzt. Der zweite Punkt für meine vorherige Skepsis war das Thema Schwangerschaft, mit denen ich in Liebesromanen oft nichts anfangen kann. Aber diese Umsetzung gefiel mir, weil beide Protagonisten es von Anfang an wollten und wussten.

Irgendwie bin ich jetzt traurig, dass diese Reihe zu Ende ist, da ich die Freundesclique rund um Emmabelle und Devon ins Herz geschlossen habe. Die Freunde sind kompliziert und so auch ihre Beziehungen unter einander, was sehr faszinierend ist. Die Frauen sind schon eine Gruppe, die herzlich und offen miteinander umgeht, während die Freundschaft unter den Männern eher von wenigen Worten geprägt ist. Doch in diesem Buch spielen auch die familiären Beziehungen der beiden Hauptfiguren eine zentrale Rolle. Von Emmabelles Familie weiß man schon etwas durch ihre Schwester, die bereits Protagonistin war, aber hier erfährt man noch mehr Details, die einiges in ein anderes Bild rücken. Aber Devons Familie war ein großes Überraschungsei und kein sympathisches. Sein Vater war ein echter Tyrann und auch den Rest seiner Familie und den befreundeten Adel braucht man nicht unbedingt in seinem Leben. Aber dadurch zeigt das Buch auch die verschiedenen Facetten einer Familie auf.

Neben Devons Familiendrama sorgt auch Emmabelles Geheimnis, das sie seit ihrer Jugend begleitet und bis heute beeinflusst, und einige Gegner, die sie sich scheinbar in ihrem Leben gemacht hat, für Spannung. Ich habe mitgefiebert und mitgerätselt. Bis zum Ende konnte mich das Buch fesseln und für mich war es ein würdiges Finale. Ich hoffe aber irgendwie, dass auch diese Reihe erneut ein Spin-Off bekommen wird.

Fazit: 4/5⭐️

Slowburn auf seine eigene Weise

*Rezensionsexemplar

Rezension „Trust this Love“

Klappentext:

Als Anna nach einem Autounfall aus dem Koma erwacht, ist nichts mehr, wie es war. Ihr altes Leben ist nur noch eine vage Erinnerung, während ihr neues leer und ziellos erscheint. Doch dann trifft sie den Mann, der ihr offenbar während ihres Komas immer vorgelesen hat. Leif Larsen ist Tattoo-Artist, ungeheuer attraktiv und war eigentlich ein echter Player – aber auch er wurde unschuldig in besagten Unfall verwickelt und hat Narben davon getragen. Beide wissen nicht so recht, wie sie die Starttaste für ihr Leben wiederfinden sollen, doch schon bald keimen zarte Gefühle zwischen ihnen auf, und Anna schöpft Hoffnung, dass es ihnen gemeinsam gelingen kann, ihre Wunden zu heilen …

Meine Meinung:

Das Cover ist ganz okay, wobei ich einfach kein Fan davon bin, wenn einfach eine Person abgebildet ist. Ich finde, jeder hat so seine eigene Vorstellungen von den Charakteren und der abgebildete Mann entspricht nicht meinem Bild vom Protagonisten Leif. Doch aufgrund der ähnlichen Covern und Titeln von diesem Buch und „Repeat this Love“ erkennt man sofort die Zusammengehörigkeit der beiden Liebesromanen. Man sollte „Repeat this Love“ auch wirklich zuerst lesen, da man ansonsten hier gespoilert wird, auch wenn jeweils ein anderes Pärchen im Vordergrund steht.

Hier folgt man dem Tattoo-Artist Leif Larson und Anna, die gerade erst aus dem Koma erwacht und aus deren Sicht die komplette Geschichte erzählt wird. Leif kennt man bereits als Bruder von Ed, dem Protagonisten aus Band 1, wo er einiges durchmachen musste, was sein aktuelles Leben immer noch bestimmt. Man merkt sofort, welch ein lieber Mann Leif ist, vor allem auch im Umgang mit Anna. Er ist sehr fürsorglich und ein Fels in der Brandung für die Menschen, die ihm wichtig sind. Gleichzeitig ist er auch eine ehrliche Haut, der auch unangenehme Themen anspricht. Doch von Anna bekommt man natürlich noch mehr mit, weil man sich immer in ihrem Kopf befindet. Zu Beginn weiß sie nicht so recht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, nachdem sie einige Monate im Koma lag. In dieser Zeit haben sich ihr Ehemann und ihre beste Freundin miteinander vergnügt, wodurch Anna zum einen ihre beiden engsten Bezugspersonen verloren hat und zum anderen nun mit den Vertrauensproblemen zu kämpfen hat. Ich konnte ihre Gefühle, Gedanken und Taten immer sehr gut nachvollziehen. Ich fand es sehr bewundernswert, wie stark und selbstbestimmt sie nach ihren schlechten Erfahrungen ihren Neuanfang plant. Sie weiß, wen sie in ihrem Leben haben möchte und schließt alles und jeden daraus aus, der ihr ein schlechtes Gefühl gibt.

Sie und Leif treffen zum ersten Mal bei einem Autounfall aufeinander, bei dem Leif sich eine schwerwiegende Armverletzung zuzieht und der der Grund für Annas zeitweilige Koma ist. Dadurch fühlen sich die beiden miteinander verbunden und diese Verbundenheit wurde dadurch gestärkt, dass Leif Anna während ihres Komas vorgelesen hat. Dieses Gefühl habe ich beiden auch abgenommen und es war schön, welche Freundschaft sie miteinander aufbauen. Zwischen ihnen herrscht von Anfang an eine große Vertrauensbasis, wodurch sie miteinander ihre Träume und Sorgen teilen. Allerdings muss ich sagen, dass die romantischen Gefühle, die auch nicht lange auf sich warten lassen, mir viel zu schnell gingen. Ich konnte es nicht wirklich spüren und den Figuren die Ernsthaftigkeit auch nicht abkaufen. Da alles so schnell hintereinander passiert, fehlte mir das Kribbeln und die Spannung zwischen den beiden.

Von den Nebencharakteren mochte ich Annas Mutter und ihre älteste Freundin am liebsten. Das lag vor allem daran, dass Anna mit beiden echt tolle und vielschichtige Gespräche geführt haben. Doch viele andere Randfiguren, allen voran Annas Noch-Ehemann blieben mir leider viel zu eindimensional.

Das Buch ist allgemein nicht allzu dick und durch Kylie Scotts lockeren und flüssigen Schreibstil fliegt man nur durch die Seiten und hat die Geschichte auch schnell beendet. Es gibt keinen Moment der Langeweile, stattdessen passiert durchgehend etwas. Doch leider ging mir dadurch auch vieles zu schnell und manchmal fehlte die Tiefe. Am Ende gab es dann noch einmal eine große Portion Drama, die in meinen Augen unnötig war. Insgesamt konnte mich der Liebesroman aber gut unterhalten.

Fazit: 3/5⭐️

Sehr, sehr kurzweilig

*Rezensionsexemplar