Rezension „Cassardim. Jenseits der tanzenden Nebel“

Meine Meinung:

Nachdem mir das Cover von Band 1 überhaupt nicht mochte, wurden sie im Laufe der Trilogie doch besser, sodass mir das hier vom 3. Band insgesamt ganz gut gefällt. Aber es geht bei Büchern ja mehr über das Innere und das stimmt bei dieser Reihe und dem Buch umso mehr. Das ganze Setting des Totenreiches Cassardim finde ich einfach genial und besonders die außergewöhnlichen Tierwesen haben mein Herz erobert.

Nach dem fiesen Cliffhanger von Band 2 war ich sehr auf das Finale gespannt und hatte gleichzeitig auch Angst. Die Art und Weise, wie die Geschichte dann weiter geht hat mich dann etwas überrascht. Es brauchte für mich am Anfang ein paar Seiten, um wieder komplett in den Leserausch zu kommen, aber dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es gab immer wieder spannende Szenen, die mich mitfiebern ließen, aber auch ruhige Momente, in denen man eine schöne und intensive Zeit mit den Charakteren verbringen konnte. Doch spätestens im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse, sodass man keine Zeit mehr zum Durchatmen hat. Es war nervenaufreibend und spannend bis zum Schluss.

Das Ende war dann noch einmal das größte Highlight des Buches bzw. der ganzen Reihe. Es ist einfach die perfekte Definition von „bitter-süß“ und wird mir auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben. Es ist ein würdiges, und passendes Finale, auch wenn sich ein kleiner Teil meines Herzens etwas anderes gewünscht hätte. Man braucht auf jeden Fall ein paar Taschentücher in der Nähe.

Ich wollte mich generell von Amaia, Noár, ihren Verbündeten und Cassardim allgemein nicht verabschieden, weil sich alle im Laufe der drei Teile in mein Herz geschlichen haben. Amaia hat sich auch super weiter entwickelt und wurde zu einer tollen Kämpferin, der Cassardim sehr viel bedeutet. Ich bewundere sie sehr für ihren Mut, ihre Stärke und ihre große Liebe sowohl für das Land als auch für Noár und ihre Freunde und Familie. Ihre Beziehung zu Noár spielt natürlich wieder eine zentrale Rolle und man merkt einfach, wie sich diese im Laufe der Reihe weiterentwickelt und sich gefestigt hat. Ich liebe die beiden und ihre Dynamik zusammen einfach und Seelenverwandtschaft als Begriff passt hier sehr gut. Spätestens in diesem Band kann man Noár einfach nur noch lieben und bewundern und ist deshalb Bookboyfriend-Material. Aber es hat mich auch gefreut, dass im letzten Teil noch einmal alle geliebten Nebenfiguren ihren Auftritt haben. Es hat die ganze Reihe noch einmal abgerundet und man hatte dadurch das Gefühl, dass die Autorin an alles und jeden gedacht hat.

Julia Dippel hat sich im Fantasy-Bereich inzwischen auch zu einen meiner Lieblingsautorinnen entwickelt, was sie mit diesem epischen Finale noch einmal unterstreicht. Sie schafft es immer Spannung und zeitgleich sympathische Charaktere aufzubauen und schreibt fesselnd. Ich ersehne mir noch viele tolle weitere Bücher und hoffe sehr stark auf ein Wiedersehen in Cassardim.

Fazit: 4,5/5⭐️

Ein Finale, das mir im Gedächtnis bleiben wird

Spoiler zu Band 1 und 2

Klappentext:

Der Kaiser ist tot, doch Amaias Status als Goldene Erbin ist nach wie vor umstritten. Sie steht zwischen der Tradition und einer Revolution – größer, als Cassardim sie je gesehen hat. Noár ist bemüht, sie aus der Schusslinie zu halten, aber Amaia verfolgt eigene Pläne. Sie muss das wachsende Chaos aufhalten, das von ihrem frisch vermählten Ehemann Besitz ergreift. Um ihn, Cassardim und die Menschenwelt zu retten, versammelt sie auf eigene Faust die Erben aller Reiche um sich und begibt sich mit ihnen auf die gefährliche Suche nach einem neuen Juwel der Macht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, an dessen Ende sie nicht nur ihre große Liebe verlieren könnte …

*eBook-Rezensionsexemplar

Rezension „Aurora entflammt“

Spoiler zu Band 1 „Aurora entflammt“

Klappentext:

Tyler und sein Squad 312 sind zurück, und dieses Mal sind sie auf der Flucht vor so ziemlich jedem in der Galaxie. Nachdem sie in galaktisches Sperrgebiet eingedrungen sind, ist auf sie ein Kopfgeld ausgesetzt. Ihre Hauptaufgabe besteht aber nicht nur darin, sich selbst zu retten, sondern auch ihre blinde Passagierin Aurora.  Und die Zeit drängt. Denn wenn Aurora nicht lernt, ihre Kräfte als Trigger zu beherrschen, wird der Squad 312 und alle seine Bewunderer toter sein  als der große Ultrasaurier von Abraxis IV …  

Schockierende Enthüllungen, Banküberfälle, mysteriöse Geschenke, unangemessen enge Bodysuits und ein episches Feuergefecht werden über das Schicksal der unvergesslichsten Held*innen der Aurora-Legion entscheiden – und vielleicht auch über den Rest der Galaxie.

Meine Meinung:

Ich mag das Cover gerne, obwohl ein Gesicht darauf abgebildet ist, denn es bildet Squad-Mitglied Kal so ab, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Außerdem finde ich, dass man das Genre Science Fiction gut erkennen kann.

Nach dem Ende von Band 1 war ich sehr auf die Fortsetzung gespannt, weil ich etwas in die Mitglieder des Squads 312 verliebt bin. Daher finde ich es total cool, dass man aus der Sicht jedes einzelnen liest. Meine Liebling ist nach wie vor Finian, weil er humorvoll, loyal und stets mutig ist, auch wenn er kein Kämpfer ist. Aber auch die Zwillinge Tyler und Scarlet sind als geborene Anführer toll und ich bewundere das starke geschwisterliche Band zwischen ihnen sehr. Endlich erfährt man mehr über die pragmatische Zila und ihre Vergangenheit, wodurch man sie endlich besser versteht und ich eine Bindung zu ihr aufbauen konnte. Ich hoffe, sie rückt bald noch mehr in den Vordergrund. Mit Kal und Aurora kann ich am wenigsten mitfühlen, obwohl sie grandiose Charaktere und Kämpfer sind, die das richtige tun wollen. Aber ihre Romanze kann ich leider nicht wirklich nachempfinden. Für mich ist aber allgemein das Zusammenspiel innerhalb des Squads, das immer mehr zusammen wächst und inzwischen einer Familie ähnelt, das Highlight dieser Reihe. Die Charaktere ergänzen sich toll und sind somit ein perfektes Team. Man spürt das Vertrauen zwischen ihnen und vor allem der Humor, der in ihrem Zusammenspielt immer mitschwingt, begeistert mich. Die Autoren schaffen eine tolle und außergewöhnliche Dynamik, was sie mit ihrem Schreibstil noch einmal unterstreichen.

Jetzt im zweiten Teil weiß der Squad 312, was alles auf dem Spiel steht und spätestens nach dem Tod ihres siebten Crew-Mitgliedes Cat auch wie lebensgefährlich ihre Mission ist. Das Buch startet dann auch direkt actionreich und spannend. Aufgrund eines groben Überblickes über die bisherigen Ereignisse am Anfang des Buches war ich auch wieder direkt mitten in der Geschichte. Es gab keinen Moment des Stillstandes, stattdessen waren Tyler und seine Crew immer auf der Flucht oder in einen Kampf verwickelt. Ich fand es daher so spannend, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Man lernt einiges Neues über die Feinde des Squads, wobei es hier zu einigen Wendungen und Offenbarungen kommt, die mich sprachlos gemacht haben. Nur einen Teil des Plottwists habe ich etwas erahnen können. Im Laufe der Geschichte lernt man auch eine wichtige Nebenfigur kennen, die ich sehr interessant finde und dementsprechend gespannt bin, was von ihr noch zu erwarten ist. Nach der durchweg spannenden Handlung, die nur in einem gewissen Teil des Buches etwas abflaut, ist auch das Ende mind-blowing. Ich bin echt sprachlos, weil das Schicksal von jedem einzelnen Crew-Mitglied offen bleibt.

Nach diesem fiesen Cliffhanger kann ich den dritten Teil gar nicht mehr abwarten. Deshalb bin ich am Überlegen, diesen schon auf Englisch zu lesen, wobei die deutsche Übersetzung bereits für Ende August angekündigt ist. Gleichzeitig habe ich Angst vor dem Finale, denn ich bange auch um die Leben meiner geliebten Squad-Mitglieder.

Fazit: 4,5/5⭐️

Eine rasanter zweiter Teil, in dem ich die Charaktere nach wie vor liebe

Rezension „Drowning in Stars“

Klappentext:

Ich musste mich zwischen dir und mir entscheiden. Ich habe dich gewählt!

Das Leben war nie einfach für Pixie und Gaze. Pixies Mutter ist nur selten zu Hause, Gaze’ Vater trinkt zu viel. Aber sie haben einander – und für Gaze war eins von Anfang an klar: Pixie ist die Eine. Sie hat ihn beschützt, als er neu im Viertel war. Ohne einander wären sie untergegangen. Sie haben sich versprochen, immer zusammenzubleiben. Doch eines Tages muss sich Pixie entscheiden: für ihr Versprechen oder für Gaze’ Leben. Als sie sich Jahre später wiedertreffen, ist es Gaze, der für sie beide stark sein muss. Denn nur wenn Pixie sich von ihren Dämonen befreien kann, hat ihre Liebe eine Chance …

Meine Meinung:

Mir gefällt am Cover, dass es eher dunkel gehalten ist, da die Situation der beiden Protagonisten auch düsterer ist, aber mit einem kleinen hellen Blicklicht, das sie beiden füreinander in ihrem Leben darstellen.

Die beiden Hauptfiguren sind Pixie und Gaze, die man im Altern von 12 Jahren kennenlernt. Sie leben in einem ärmeren Viertel und sind größtenteils auf sich allein gestellt, trotz ihres jungen Alters. Ich finde, dass dieses Setting in diesem Genre eher selten vorkommt und auch authentisch umgesetzt wurde. Trotz der Armut und den damit einhergehenden Problemen habe ich mich meist in dem Viertel wohl gefühlt, weil man viele nette Nebencharaktere kennen lernt, die auch eine Bindung zu Gaze und vor allem Pixie aufbauen, und die Kinder und Jugendlichen zusammen Spaß zusammen haben.

Pixie lebt schon seit Jahren in dem Viertel und hat dort dementsprechend Wurzeln geschlagen, in dem sie die Gegend und die Nachbarn in- und auswendig kennt. Es ist bewundernswert, wie selbstverständig und selbstbewusst sie bereits mit 12 Jahren ist. Da ihre Mutter mehrere Jobs nachgehen muss, um genug Geld zu verdienen, ist Pixie meist alleine und muss sich um erwachsendes Aufgaben, wie Rechnungen zu bezahlen, kümmern. Trotzdem spürt man die Liebe zwischen den beiden, weshalb es in der Seele weh tat, wenn Mutter und Tochter nicht ehrlich miteinander reden, aber vor allem als sich ihre Beziehung weiter verkompliziert. Mit ihrer fröhlichen und aktiven Art wird mir Pixie länger in Erinnerung bleibt. Im Gegensatz zu ihr zieht Gaze neu in das Viertel, nachdem sein Vater den alten Job verloren hat und in der Nähe einen neuen ergattert hat. Daher kennt sich Gaze dort gar nicht aus und benötigt Pixies Unterstützung als Orientierung. Es war aber schön zu lesen, wie schnell sich Gaze mit dieser Hilfe einlebt und sich wohl fühlt. Durch Pixie und später auch ein paar andere Charaktere gewinnt Gaze immer mehr an Selbstbewusstsein und findet zu sich selbst. Dazu steuert aber sein gewalttätiger Alkoholiker-Vater nicht viel dabei. Besonders über Gaze wird bei mir hängen bleiben, mit welcher Treue er sich anderen Menschen gegenüber verpflichtet.

Da sich Pixie und Gaze bereits mit 12 Jahren kennen lernen, ist ihre Beziehung zunächst eher unschuldig, weshalb es sich bei diesem Buch in meinen Augen nicht um einen klassischen Liebesroman handelt. Ich konnte direkt die enge Bindung zwischen den beiden jungen Menschen spüren, die auf einem großen Vertrauensgefühl beruht. Sie haben ein intuitives Verständnis füreinander, sodass sie wissen, was der andere braucht, und einander einfach akzeptieren. Besonders fand ich, dass in diesem Roman das Mädchen der starke Part ist, die den Jungen rettet. Es gab zwar auch Auseinandersetzungen zwischen Pixie und Gaze, bei denen man aber beide Seiten versteht und die zwei auch immer das Beste füreinander wollen. Es gab dann einen Bruch in ihrer Beziehung und in der Geschichte allgemein. Ich bewundere die Autorin dafür, dass sie es geschafft hat, die enge Bindung der beiden Protagonisten über die Zeit hinweg aufrecht zu erhalten. Allerdings konnte ich die aufkeimenden romantischen Gefühle nicht wirklich nachvollziehen und Pixie und Gaze wirken auf mich eher wie beste und geschwisterähnliche Freunde.

Ich fand den ersten Teil der Geschichte, als die beiden Kinder sind, sehr atmosphärisch, berührend und tragisch zugleich. Zwar habe ich darauf gewartet, dass die Spannung endlich richtig losgeht, aber zeitgleich habe ich die Szenen von Pixie und Gaze in dem Viertel genossen. Dann kam ein Moment, wo sich alles geändert hat, der aber auch sehr Sinn gemacht hat. Ich habe über die Charaktere gerne in diesem Mittelteil gelesen und hätte ihn mir etwas länger gewünscht, weil man auch ein paar grandiose Nebenfiguren kennen lernt. Als sich Pixie und Gaze dann als Fast-Erwachsene wieder treffen, startet die Spannung und die Romance erst richtig. Mir gefiel es, ihre Entwicklungen in der Geschichte mitzubekommen. Insgesamt bin ich mit der Auflösung am Ende zufrieden, aber im letzten Drittel gab es für mich ein paar Unstimmigkeiten.

Fazit: 4/5⭐️

Eine tragische Geschichte zweier Jugendlicher, die ans Herz geht

*Rezensionsexemplar

Rezension „The Inheritance Games“

Klappentext:

50 Milliarden Dollar – Eine unbekannte Erbin – Vier mörderische Nackommen

Avery Grambs hat einen Plan: Highschool überleben, Stipendium abgreifen und dann – nichts wie raus hier. Doch all das ist Geschichte, als der Multimilliardär Tobias Hawthorne stirbt und Avery fast sein gesamtes Vermögen hinterlässt. Der Haken daran? Avery hat keine Ahnung, wer der Mann war.
Um ihr Erbe anzutreten, muss Avery in das gigantische Hawthorne House einziehen, wo jeder Raum von der Liebe des alten Mannes zu Rätseln und Geheimnissen zeugt. Ungünstigerweise beherbergt es aber auch dessen gerade frisch enterbte Familie. Allen voran die vier Hawthorne-Enkelsöhne: faszinierend, attraktiv und gefährlich.
Gefangen in dieser schillernden Welt aus Reichtum und Privilegien, muss Avery sich auf ein Spiel aus Intrige und Kalkül einlassen, wenn sie überleben will.

Meine Meinung:

Das Cover würde mich im Laden ansprechen und wenn man es genauer betrachtet, fallen einem immer mehr Details auf, die auch in der Geschichte eine gewisse Rolle spielen. Aber für mich ist der Klappentext immer eine wichtige Entscheidungsgrundlage, ob ich ein ein Buch lesen möchte, und dieser verspricht Spannung, Rätsel und Intrigen, was ich liebe.

Im Mittelpunkt steht Teenager Avery, aus deren Sicht die komplette Geschichte erzählt wird. Sie ist eher arm und lebt bei ihrer großen Schwester, als sie von einem steinreichen Unbekannten, Tobias Hawthorne, fast dessen komplettes Vermögen erbt. Ich habe sehr gerne mit Avery gerätselt, warum sie zur Erbin ernannt wurde. Sie ist eine sehr kluge junge Frau mit einem klaren Verstand, die vieles schnell durchschaut. Generell war sie mir sehr sympathisch, weil sie sich schnell der neuen Situation anpasst, ohne sich zu verändern oder sich von dem vielen Geld blenden lässt. Stattdessen denkt sie immer noch an ihren alten Vertrauten und will selbst aktiv werden.

In ihrem neuen vererbten Wohnsitz, einem riesigen Anwesen, leben neben Avery und ihrer Schwester noch die komplette Hawthorne-Familie, die es ihr nicht leicht machen. Ein sehr spannender Gesichtspunkt dieser Geschichte war herauszufinden, welche Ziele die verschiedenen Familienmitglieder verfolgen und wem Avery vertrauen kann oder wem nicht. Am meisten stehen die vier Enkelsöhne im Mittelpunkt, die ungefähr in Averys Alter sind. Der älteste ist der beschützerische Nash, der immer wieder Streuner anschleppt und diesen hilft. Dann kommt der arrogante Grayson, den eigentlich nur die Familie interessiert. Der dritte Sproß ist der draufgängerische Jameson, der immer den nächsten Adrenalin-Schub hinterher jagt. Zum Schluss gibt es noch den erfinderischen Xander, der scheinbar nichts ernst zu nehmen scheint. Alle vier fand ich sehr interessant, wobei bisher Jameson und Xander meine Favoriten sind.

Das komplette Buch hat eine sehr mysteriöse Atmosphäre, weil man eben nicht weiß, wie Avery zu dem Erbe gekommen ist und welche Hintergedanken Tobias Hawthorne damit verfolgte. Dabei stößt Avery mit den Enkeln auf einige Rätseln, die dieser hinterlassen hat und sie zusammen lösen wollen. Es hat Spaß gemacht mitzurätseln, wobei ich häufig mit den Auflösungen überrascht wurde und besonders das Ende hat noch einmal gewisse Fragen aufgeworfen, die neugierig auf die Fortsetzungen macht. Durch die vielen Rätsel wurde die Geschichte nie langweilig, was durch die kurzen Kapiteln noch einmal verstärkt wurde. Außerdem wird Avery ständig verfolgt, sei es von der Presse oder von ihren neuen Mitbewohnern, und vielen ist sie ein Dorn im Auge. Aber auch das Setting sorgte für eine geheimnisvolle Stimmung, denn das Hawthorne-Anwesen ist riesig und verwinkelt mit vielen Geheimgängen.

Insgesamt kann ich das Buch von Herzen empfehlen, denn es ist spannend, mysteriös und unterhaltend. Ich glaube es gibt auch noch ganz viel Potential für die beiden weiteren Teilen, denen ich schon entgegen fiebere, und ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Avery und Co.

Fazit: 4,5/5⭐️

Ein Buch zum Rätseln, das Spaß macht

*Rezensionsexemplar

Rezension „Keeping Hope“

Klappentext:

Seit Ella herausgefunden hat, dass ihr Freund sie betrügt, glaubt sie nicht mehr an die Liebe – ziemlich ungünstig, denn eigentlich ist das Schreiben von Liebesromanen ihre große Leidenschaft. Völlig verloren zwischen Schmerz, ihrem Traum und der Sehnsucht danach, wieder etwas fühlen zu können, stürzt sie sich viel zu früh ins Dating-Leben – bis ihrem besten Freund und Mitbewohner Jamie der Kragen platzt. Nach einem heftigen Streit verbringen die beiden eine Nacht zusammen, die ihre Freundschaft allerdings für immer verändert …

Meine Meinung:

Das Cover ist eher schlicht und ruhig gehalten, was zum etwas langsameren Erzähltempo der Geschichte passt. Auch schreibt Anna Savas sehr klar und unaufgeregt, ohne dass der Schreibstil je zu langweilig oder eintönig wird. Stattdessen wird mir beim Lesen ein gutes Gefühl vermittelt und ich komme gut und schnell durch die Seiten.

Auch im dritten Band begleiten wir wieder die Freundesclique aus Faerfax und dieses Mal stehen die besten Freunde Ella und Jamie im Vordergrund. Ich habe mich schon sehr auf ihre Liebesgeschichte gefreut, da man bereits seit dem ersten Teil weiß, dass Jamie in seine beste Freundin verliebt ist. Wie alle Studenten der Faerfax-University studiert er etwas kreatives und zwar im Bereich Musik, vor allem Komposition. Man spürt seine Leidenschaft dafür, weil Jamie beim Musizieren seiner eigenen Stücke am besten Abschalten und zeitgleich seine eigenen Gefühle verarbeiten kann. Doch auch seine bedingungslose Liebe für seine Freunde, Ella und seine Familie hat mir imponiert, denn für diese würde er sich stets selbst aufopfern. Deshalb möchte er sein Studium in verkürzter Zeit schaffen, um finanziell seine Eltern zu entlasten. Dabei versucht er so viele Aufgaben unter einen Hut zu bekommen, sodass er mich auf der einen Seite immer wieder überrascht hat, was er alles schafft, und auf der anderen Seite habe ich die ganze Zeit auf einen Burnout gewartet. Jamie habe ich einfach ins Herz geschlossen, sodass ich sehr mit ihm mitgelitten habe, wegen seinem Stress und seiner unglücklichen Liebe für Ella. Auch sie ist eine ganz liebevolle Person, die es liebt, eigene Geschichten zu schreiben und in ihnen abzutauchen. Dabei lässt sie sich nicht langfristig von Rückschritten stoppen, sondern glaubt an ihren Traum, beruflich als Autorin durchzustarten. Das bewundere ich sehr und generell will sie immer in die Zukunft schauen, so auch nach dem unschönen Ende ihrer Beziehung. Doch dabei ist ihr die Vergangenheit überhaupt nicht egal, sondern Ella ist auch sehr emotional und nimmt mehr Schuld auf ihre Schultern als nötig, Ich konnte mich mit ihrer ruhigen und zurückhaltenden Art sehr gut identifizieren.

Zunächst begleiten wir Ella und Jamie als beste Freunde, die einander immer mit Rat, Tat und Trost beistehen. Ich habe sie für ihre enge Beziehung beneidet, die Ella als „Seelenverwandtschaft“ bezeichnet, wobei die ganze Zeit Jamies verliebte Gefühle mitwirken und einen leichten Beigeschmack haben. Ich habe ihnen ihre tiefe Verbundenheit stets abgenommen, aber auch seine etwas anderen Gefühle. Mit beiden Charakteren habe ich sehr mitgelitten, was mich auch regelmäßig zu Tränen rührte, obwohl beide jetzt keine krassen Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Die Romance zwischen Ella und Jamie verläuft wie die ganze Geschichte sehr ruhig, was auch zu beiden Protagonisten passt. Doch dadurch habe ich sehr mit ihnen mitgefiebert, weil man einfach spürt, wie wichtig sie einander sind. Es war schön, wie natürlich und echt sich Ihres Beziehung anfühlt, wobei man jetzt keine sexuelle Feuerwerke erwarten darf. Aber für mich sind Jamie und Ella das perfekte Paar, weil sie mehr sind als reine körperliche Anziehung, die aber auch eine Rolle spielt.

Mein Highlight in dieser ganzen Reihe ist für mich allerdings die komplette Freundesgruppe. Ich liebe die Momente, wenn alle zusammen Zeit verbringen, wo es immer wieder zu amüsanten Szenen kommt. Die ganze Clique ist eng miteinander verbunden und unterstützt sich in allen Lebenssituationen. Deshalb war es auch schön zu erleben, wenn die Charaktere sich einander öffnen und ihre Probleme und Sorgen miteinander besprechen. Dann spürt man tiefe Verbundenheit zwischen allen noch mehr. In der Trilogie finde ich es auch besonders, dass alle Figuren einen kreativen Studiengang belegen bzw. einen kreativen Job ausführen, was auch immer einen wichtigen Stellenwert in den Leben der Charakteren bzw. in den Geschichten selbst einnehmen.

Insgesamt fand ich die Geschichte sehr schön und berührend. Ich habe mich in Faerfax wieder sehr wohl gefühlt und werde den Ort schon vermissen. Positiv überrascht hat mich auch, dass gewisse offensichtliche Plottwists, dann doch anders gelöst wurden, als von mir vermutet. Für mich sind allerdings Liebesromane, die weit mehr über 400 Seiten haben, wie es hier der Fall ist, etwas zu lang. Auch wenn ich mich nie gelangweilt habe, hätte man gewisse Aspekte kürzen können. Trotzdem beende ich die Reihe mit einem guten Gefühl, denn die Charaktere sind im Großen und Ganzen glücklich, wobei das Ende vielleicht etwas over the top war.

Fazit: 4/5⭐️

Eine ruhige Friends-to-Lovers Romance mit tollen Charakteren

*Rezensionsexemplar

Rezension „Where the Waves Rise Higher“

Klappentext:

Eine Liebe, die Wellen schlägt

Als älteste von drei Schwestern musste Nessa viel zu früh erwachsen werden. Mit ihrer eigenen Mikrodestillerie erfüllte sie sich endlich einen Traum, und langsam gewinnt ihr Whisky auch über Shetland hinaus Bekanntheit. Als die nordschottische Whiskymesse ansteht, hat sie vor allem ein Ziel: Sie will es ihrem Erzfeind Boyd Tulloch, Erbe der größten Destillerie der Insel, ein für alle Mal zeigen. Doch schon bald muss Nessa zugeben, dass Boyd nicht nur ein arroganter, sondern auch ein ziemlich attraktiver Idiot ist. Und der Konkurrenzkampf wird ganz neu angeheizt.

Meine Meinung:

Ich finde das Cover passt sehr gut zur Geschichte, denn es strahlt Ruhe und Geborgenheit aus. Die ganze Reihe spielt auf den Shetland-Inseln, die sich nicht gerade durch große Menschenmassen und Hektik auszeichnet. Kathinka Engel schafft es, diese naturverbundene Insel sehr schön und bildhaft zu beschreiben. Ihr entspannter und angenehmer Schreibstil sorgt dafür, dass ich mich beim Lesen geborgen fühle und nur durch die Seiten geflogen bin.

Man liest das ganze Buch aus der Sicht von Nessa, der älteren Schwester der Protagonistin aus Band 1. Die drei Schwestern hatten es nicht leicht, nachdem ihre Mutter bei der Geburt der jüngsten gestorben ist und der Vater sich bis zu seinem eigenem Tod komplett in seiner Trauer verloren hat. So hat Nessa als Älteste die Verantwortung übernommen und seitdem nie wieder die Zügel aus der Hand legen können. Ich bewundere ihre Stärke, wie sie alles gemeistert hat, egal wie schwer es ihr gefallen ist, sowie ihre Leidenschaft für ihre kleine Whiskydestillerie und ihre Liebe und Treue für ihre Schwestern, die sie nie im Stich lassen würde. Jeder dürfte sich glücklich schätzen, jemanden wie Nessa im Leben zu haben. Doch durch ihre Erfahrungen hat sich Nessa angewöhnt, sich auf niemanden zu verlassen und nur alles aus eigener Kraft schaffen zu wollen. Ich konnte ihre Beweggründe dafür so gut nachvollziehen und habe mir gleichzeitig gewünscht, sie nimmt Hilfe von außen an und lässt sich darauf ein, vollkommen glücklich zu sein. Im Laufe der Geschichte macht sie aber eine tolle Entwicklung durch und nicht durch ihren Love Interest Boyd, sondern auch mit der Hilfe von ihren beiden Schwestern und ihrem besten Freund Henry.

Boyd Familie gehört seit Generationen die größte Whiskydestillerie der Shetland-Inseln und somit ist Boyd als Erbe Nessas direkter Konkurrent, der keine Möglichkeit auslässt, sie und ihre kleine Destillerie fertig zu machen. Daraus resultiert eine jahrelange Feindschaft zwischen den beiden. Ihre Zankereien und Auseinandersetzungen waren von Anfang an sehr unterhaltsam und leidenschaftlich. Man spürt dann aber schnell, dass die beiden vieles gemeinsam haben: ihre Liebe für Whisky, die Verantwortung für ihre Familien und ihren Ehrgeiz. Die Annäherung zwischen Nessa und Boyd geht langsam voran, sodass man mit ihnen mitfiebert. Der Schritt von Feinden zu Liebenden selbst ging mir ein Ticken zu schnell, aber alles in allem fühlte sich ihre Romanze sehr authentisch an. Selbst die kleine Portion Drama war in meinen Augen vollkommen realistisch, wenn man die beiden Charaktere und ihre Vergangenheit bedenkt. Für mich sind Nessa und Boyd eine Powerpaar, das ich zusammen liebe, besonders als man Boyd näher kennen lernt. Er ist schwer durchschaubar, aber als Nessa hinter seine Mauern blickt, wird sein liebevoller Charakter deutlich.

An dem Buch (und der Reihe generell) liebe ich sehr, dass nicht nur die Liebesbeziehung zwischen Nessa und Boyd im Vordergrund steht, sondern es auch um Nessas andere Beziehungen geht. Mit Henry verbindet sie seit Schulzeiten eine sehr enge Freundschaft, die auch zu einer Zusammenarbeit in der Mikrodestillerie und somit einem gemeinsamen Traum führte. Es war schön, wie Nessa sich in allen Lebenslagen auf Henry verlassen kann/könnte. Aber im Zentrum der Reihe steht stets auch Bindung zwischen den Schwestern Nessa, Fiona und Effie. Sie sind wegen ihren abwesenden Eltern immer eine eingeschworene Gemeinschaft gewesen, die durch Fionas zweijähriger Flucht von den Shetland-Inseln einen Knick bekam. Ich finde es toll, wie man trotz allem die Liebe zwischen den dreien spürt. Sie wollen alle, dass es wieder wie früher wird, aber dabei wird auf unrealistische Friede-Freude-Eierkuchen Versöhnungen verzichtet.

Insgesamt habe ich jede Seite der Geschichte genossen, weil ich die Charaktere, ihre Interaktionen und das Setting liebe. Alles fühlt sich so echt und authentisch an, dass ich das Gefühl habe, über echte Menschen zu lesen. Ich kann jedem das Buch empfehlen, der auf süße Enemies-to-Lovers Romance und Wohlfühlromane steht. Nun freue ich mich auf den dritten Band, in dem es um Effie und ihren besten Freund geht, der seit längerem in sie verliebt ist.

Fazit: 4/5⭐️

Eine süße und authentische Enemies-to-Lovers Liebesgeschichte

*Rezensionsexemplar

Rezension „You will be the Death of Me“

Klappentext:

Drei ehemalige Freunde. Ein Zufallstreffen. Ein Mord.

Ivy, Mateo und Cal waren einmal befreundet, jetzt haben sie nichts mehr miteinander gemein. Aber als Cal zu spät zur Schule kommt und dort auf Ivy und Mateo trifft, scheint das die Gelegenheit zu sein, eine alte Tradition wiederaufleben zu lassen: einen Tag blau machen. Bei ihrem spontanen Ausflug in die Stadt sichten sie einen vierten Schüler auf Abwegen und folgen ihm – mitten hinein in einen Tatort. Ivy, Cal und Mateo kennen den Toten, der vor ihnen liegt – und eigentlich sollten sie jetzt die Polizei rufen. Doch sie alle haben eine Verbindung zu dem Toten. Und etwas zu verbergen. War ihr Zufallstreffen wirklich ein Zufall?

Meine Meinung:

An dem Cover kann man direkt erkennen, dass es sich bei diesem Buch um einen Jugendthriller von Karen M. McManus handelt. Ich möchte aber dazu sagen, dass es sich komplett unabhängig lesen lässt und keine inhaltlichen Überschneidungen mit den anderen Romanen gibt. Doch trotzdem konnte man den die Federführung der Autorin spüren, denn die Geschichte wird spannend erzählt und der Schreibstil ist dabei leicht und fluffig, sodass man durch die Seiten fliegt.

Man liest hier abwechselnd aus den Sichten von Ivy, Mateo und Cal. Die drei sind High School Schüler und waren früher wie Pech und Schwefel, bevor ihre Freundschaft ohne wirklichen Grund auseinander gebrochen ist. Es war schön, wenn man merkt, wie die drei ihre gemeinsame Zeit vermissen haben und im Laufe des Buches schnell wieder zur alten Vertrautheit zurück finden können. Allerdings wird hier auch ein romantischer Anteil zwischen ihnen eingebaut, auf den ich gut verzichten könnte, weil mir hier doch vieles zu überstürzt gekommen ist. Insgesamt sind die drei Freunde ein gutes Team, das sich gut ergänzt: Ivy durchdenkt viele Situation, Cal ist der Ruhepol und Mateo der aktive Macher. Während ich mit Ivy so meine Probleme hatte, weil sie doch einige bockige Momente hatte, gefielen mir die Jungs um einiges mehr. Mit Cals Art konnte ich mich gut identifizieren, weshalb von ihm ruhig mehr hätte kommen können, und Mateo hat mich mit seiner Liebe für seine Mutter und Cousine überzeugt.

Zu Beginn des Jugendthrillers beschließen die Drei aus unterschiedlichen Gründen einen Tag gemeinsam blau zu machen, wo sie allerdings über die Leiche eines Mitschülers stolpern. Sie versuchen, den Gründen für die Ermordung auf eigene Faust nachzudenken, weil sie Angst haben, selbst als Schuldige darzustellen. Ich konnte ihre Ängste dahingegen gut nachvollziehen, weil alle Motive haben und versuchen, Geheimnisse zu verstecken. Diese Geheimnisse der drei Protagonisten machten für mich einen sehr großen Reiz der Geschichte aus. Es war dann auch eine spannende Suche nach den/die Schuldige/n, die allerdings in der zweiten Hälfte richtig an Fahrt aufgenommen hat. Zunächst hatte ich erst überhaupt keine Idee, wer hinter allem steckt, und einige verschiedenen Vermutungen. Eine hat sich dann immer mehr in meinem Kopf festgesetzt, die sich zu großen Teilen auch bewahrheitet hat. Doch mit der endgültigen Auflösung habe ich dann doch nicht gerechnet.

Alles in allem hat es Spaß gemacht, wieder bei einem Buch von Karen M. McManus mitzurätseln. Es war interessant, das ganze Hintergrundgeflecht langsam aufzudröseln bis sich alles zu einem großen Ganzen zusammen gesetzt hat. Ich muss aber zugeben, dass mich andere Romane der Autorin noch mehr überraschen können und vielleicht hätte der Geschichte gut getan, wenn sie über einen längeren Zeitraum gespielt hätte. Gleichzeitig machte der Druck für Ivy, Mateo und Cal, die Lösung innerhalb eines Tages zu finden, auch einen gewissen Nervenkitzel aus. Das Ende des Buches hat mich dann auch etwas sprachlos gemacht, weshalb ich einer Fortsetzung nicht abgeneigt wäre. Ich kann diese Geschichte wieder sehr gut weiter empfehlen.

Fazit: 3,5/5⭐️

Ein spannender Jugendthriller, der aber nicht zu den besten der Autorin gehört

*Rezensionsexemplar

Lesemonat Dezember 2021

Im letzten Monat des Jahres habe ich noch einmal 19 Bücher (inkl. 9 eBooks) und 5 Hörbücher verschlungen.

Gelesene Bücher:

1.📱The Dream of Us* (1) – Yvy Kazi: 3,5⭐️

Rezension online

2. 📱Don‘t mess with your Boss* (3) – Sarah Saxx: 3,5⭐️

Ausführliche Meinung hier auf dem Blog

3.📱Extended Hope (2) – Sarah Saxx: 3,5⭐️

4.📱8 Sinne. Band 8 der Gefühle (8) – Rose Snow: 3,5⭐️

5. The Sky in Your Eyes* (1) – Kira Mohn: 3,5⭐️

Rezension kann nach gelesen werden

6. It‘s Christmas Eve – Natalie Elin: 3,5⭐️

7.📱Merry Kissmas* – Vi Keeland & Penelope Ward: 4⭐️

Ausführliche Meinung online

8. Als ob du mich liebst (1) – Michelle Schrenk: 4⭐️

9. Endlich bei dir in Virgin River* (9) – Robyn Carr: 4⭐️

Rezension hier auf dem Blog

10.📱Winterzauber an der Seine* – Mandy Baggot: 4⭐️

Ausführliche Meinung kann nachgelesen werden

11. Like Snow We Fall* (1) – Ayla Dade: 4⭐️

Rezension online

12. Wie Blut so rot (2) – Marissa Meyer: 4⭐️

13.📱Boston Belles. Villain* (2) – L.J. Shen: 4⭐️

Ausführliche Meinung hier auf dem Blog

14.📱The Devil Wears Black 🇬🇧 – L.J. Shen: 4⭐️

15. The Song of Achilles 🇬🇧 – Madeline Miller: 4⭐️

16.📱Like Water in Your Hands* (1) – Mehwish Sohail: 4,5⭐️

Rezension kann man nachlesen

17. Lore 🇬🇧 – Alexandra Bracken: 4,5⭐️

18. A Kingdom of Flesh and Fire 🇬🇧 (2) – Jennifer L. Armentrout: 4,5⭐️

19. Und wir tanzen über den Flüssen* (3) – Sophie Bichon: 4,5⭐️

Gehörte Hörbücher:

1. 🎧 Ein Winterwunder namens Liebe – Sara Belin: 3,5⭐️

Sprecher: Urs Remond

2. 🎧 Redwood Lights. Es beginnt mit dem Duft nach Schnee (6) – Kelly Moran: 3,5⭐️

Sprecherin: Christiane Marx

3. 🎧 Wir drei am Weihnachtsmorgen – Sabrina Jung: 3,5⭐️

Sprecherin: Anja Kalischke-Bäuerle

4. 🎧 Die Katze und die Leiche in der Scheune (1) – Kate High: 3,5⭐️

Sprecherin: Irina Scholz

5. 🎧 Kaleidra. Wer die Liebe entfesselt (3) – Kira Licht: 4⭐️

Sprecherin: Hannah Schepmann

*Rezensionsexemplare

Rezension „Boston Belles. Villain“

Klappentext:

Für die Welt ist er der Böse, für sie ist er ihr Ritter in strahlender Rüstung

In den Medien ist Cillian Fitzpatrick nur als »Villain« bekannt. Der attraktive Milliardär ist ein skrupelloser Geschäftsmann, der seine Firma über alles stellt. Für Persephone Penrose jedoch ist er der Mann, in den sie unsterblich verliebt ist und der ihr mehr als einmal das Leben gerettet hat. Aber selbst Cillians Hilfe hat ihren Preis: Als Gegenleistung soll Persephone in der Öffentlichkeit seine Ehefrau spielen. Doch sie will weit mehr als das – nämlich das kalte Herz von Bostons berüchtigtstem Bad Boy für sich erobern.

Meine Meinung:

Das helle pastellfarbene Cover lässt eine süße und romantische Geschichte vermuten, aber es ist eine eher derbe und dramatische Romance. Der Untertitel „Villain“ passt hier perfekt.

Als „Villain“ ist Cillian Fitzpatrick in den Medien bekannt und in diesem Buch geht es um seine Liebesgeschichte mit der eher braven Grundschullehrerin Persephone Penrose. Auf den ersten Blick sind beide komplette Gegenteile, die auf keinen Fall zusammen passen. Man liest abwechselnd aus beiden Sichten und ich glaube man braucht auch Cillians Sichtweise, um etwas Sympathie für ihn zu empfinden. Er ist ein Geschäftsmann durch und durch, der unter allen Umständen seinen Willen durchsetzen will und dabei keine Rücksicht auf Gefühle nimmt, weder die von anderen noch seine eigene, die er stets unterdrückt. Doch immer wieder blitzt sein Beschützerinstinkt gegenüber Persephone durch, der zeigt, dass er sehr wohl Gefühle hat. Außerdem machte mich seine Vergangenheit neugierig, denn immer wird angedeutet, dass es frühere Ereignisse gibt, die ihn so werden ließen, wer er nun ist. Mit Persephone wird man hingegen direkt warm. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck, was sie in ihrem Umgang mit ihren Mitmenschen oder in ihrer Leidenschaft für ihren Job zeigt. Aber sie ist ganz und gar nicht schwach, sondern weiß sich zu behaupten und ist dabei nicht auf den Mund gefallen. Sie lässt sich nicht einfach von Cillian unterbuttern, sondern sagt ihm klipp und klar die Meinung. Ich habe sie für ihren Mut und selbst ihre Sturheit bewundert. Im Laufe der Geschichte macht sie auch eine schöne Entwicklung durch, wo sie lernt, mehr Wert auf ihr eigenes Glück zu legen.

Die Beziehung von Cillian und Persephone ist von Anfang von langen und wilden Wortgefechten geprägt, bei denen keiner der beiden nachgibt. Ich mag es, wenn sich die Protagonisten auf Augenhöhe begegnen, selbst wenn es eigentlich ein gewissen Machtunterschied gibt. Die Chemie und die körperliche Anziehung war seit ihrer ersten Begegnung mit den Händen zu greifen, sodass ich selbst das Kribbeln gespürt habe. Durchgehend habe ich mit ihnen mitgefiebert und wollte, dass sie endlich einen gemeinsamen Weg finden und gleichzeitig wollte ich nicht, dass das Buch endet. Für mich war es eine Achterbahn der Gefühle, die mich auch immer wieder überraschen konnte. Ich fand Cillian und Persephone toll zusammen und es war schön zu lesen, wie beide durch den anderen wachsen. Es macht doch immer wieder Spaß, wenn der Bad Boy etwas gezähmt wird. Trotzdem muss ich sagen, dass ich kein Fan von Liebe auf den ersten Blick bin, die Persephone für Cillian empfindet. Ich konnte ihre Liebe deshalb zu Beginn nicht nachvollziehen, vor allem wenn man Cillians abfälliges Verhalten bedenkt. Mir hätte es besser gefallen, die beiden hätten sie durch ihre Scheinehe lieben gelernt.

Es gibt außerhalb der Romance zwischen Persephone und Cillian auch noch viel Spannung. Persephone ist mit Problemen wegen ihres Ex-Mannes konfrontiert und bei Cillian taucht ein alter Erzfeind auf. Insbesondere letzteres sorgt für Action und Intrigen, die mir immer Spaß machen. Es gab hier einige Entwicklungen, die mich überrascht und sprachlos gemacht haben. Ebenfalls konnten mich die Freundschaften zwischen den vier Boston Belles, zu denen Persephone gehört, überzeugen. Die Frauen stehen immer bedingungslos hintereinander. Die Männerfreundschaften sind eher von gröberer Natur, aber ihr sarkastisches Zusammenspiel ist sehr lustig. Allerdings gibt es in der Geschichte einige unsympathische Elternfiguren, die scheinbar keine Fürsorge kennen. Hier wurde mir zu einfach verziehen.

Insgesamt hat L.J. Shen wieder einen süchtig machenden Roman mit einigen (dunkel)grauen Charakteren, die man trotzdem irgendwie ins Herz schließt, geschrieben. Sie hat einen eher derben Schreibstil, mit dem man klar kommen muss, aber der perfekt zur Geschichte und den Figuren passt. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und die Bücher der Autorin lese ich zum reinen Vergnügen, wobei ich nicht alles zu ernst nehme. Es gibt auch einige Triggerwarnung, die auch nötig sind, und man muss selbst wissen, ob man mit L.J. Shens Art von Geschichten klar kommt oder nicht. Ansonsten gibt es von mir wieder eine Leseempfehlung.

Fazit: 4/5⭐️

Popkornkino in Buchform mit einer Art „Hades & Persephone“ – Retelling

*Rezensionsexemplar

Rezension „Like Water in your Hands“

Klappentext:

Die 19-jährige Arwa ist gerade erst für ihr Studium nach Wien gezogen. Aber statt Freundschaften zu knüpfen, verliert sie sich in ihrer Kunst und meidet den Kontakt zu anderen, wo sie nur kann. Das ändert sich, als sie auf Tariq trifft, der vom ersten Augenblick an nie gekannte Gefühle in ihr weckt. Doch Tariq, dem es zunehmend schwerer fällt, die Traditionen seiner Familie mit dem Wunsch nach Freiheit zu vereinbaren, kämpft gegen seine eigenen Dämonen. Und je näher sich Arwa und Tariq kommen, desto klarer wird, dass ihre Liebe nur eine Chance hat, wenn sie sich ein für alle Mal ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft stellen …

Meine Meinung:

Das Cover ist auf jeden Fall eines meiner liebsten aus diesem Jahr und hier haben sich die Grafiker aus dem Lyx-Verlag selbst übertroffen.

Aber noch besser als das Cover gefällt mir der Schreibstil der Autorin, der mich ab Seite 1 in seinem Bann gezogen. Mehwish Sohail schreibt sehr eindringlich und gefühlsnah, wodurch ich mich beim Lesen perfekt in Arwa und Tariq einfühlen konnte, obwohl ich vieles nicht selbst erlebt habe. Ich fand es hier auch sehr hilfreich, dass die erste Hälfte des Buches komplett aus Arwas Sicht geschrieben ist und dann lange am Stück Tariq zu Wort gekommen ist, bevor sich erst zum Ende hin ihre Sichtweise abwechseln, denn beide haben eine komplexe Gefühlswelt.

Arwa ist zu Beginn nach Wien zu ihrer Tante gezogen ist, um dort einen kompletten Neuanfang zu wagen, was ihr aber nicht so ganz gelingen mag. Ich konnte ihre Beweggründe für Wien nach sehr gut nachvollziehen und auch ihren Frust, weil nicht alles nach Plan läuft. Man kann nun mal nicht vor sich selbst fliehen und Arwa hat große Probleme mit neuen Menschen und großen Menschengruppen. Ich hatte oft Mitleid mit ihr, wenn sie sich dann überfordert gefühlt hat, und sie dafür bewundert, dass sie sich deshalb nicht komplett zurückzieht. Es war umso schöner, wie sie neue Beziehungen eingeht und nicht mehr einsam ist. Mit ihrer zurückhaltenden Art kann ich mich in gewissen Maße gut identifizieren und im echten Leben würde ich gerne Zeit mit ihr verbringen. Auch in Tariqs Nähe würde ich mich wohl fühlen, denn er möchte auch jedem eine gutes Gefühl geben. Er ist einfühlsam und sehr aufopferungsvoll, insbesondere wenn es um seine Familie geht. Als Ältester fühlt er sich für seine vier Geschwister verantwortlich, vor allem weil er, genauso wie Arwa, aus einer Pakistani-Familie stammt, wo Familie die wichtigste Rolle im Leben spielt. Bei ihm war es sehr wichtig, auch seine Perspektive zu bekommen, denn innerlich geht es ihm erheblich schlechter, da er seine eigenen Wünsche hinten anstellt und im Zwiespalt ist. Doch immer, wenn er mit seinen Geschwister, Freunden oder Arwa interagiert, ist er liebevoll und humorvoll. Jeder wünscht sich jemanden wie Tariq in seiner Nähe und er hat auf jeden Fall Bookboyfriend-Potential.

Aufgrund der eigenen Probleme von Arwa und Tariq habe ich es geliebt, dass die Autorin den Entwicklungen der beiden so viel Platz einräumt. Es geht hier viel um das seelische Ungleichgewicht der Protagonisten, denn beide kämpfen mit gewissen psychischen Probleme, die man nicht einfach so lösen kann. Heutzutage werden solche Krankheiten immer noch belächelt oder ganz ignoriert, sowie es auch viele Leute im Umfeld von Arwa und Tariq tun. Deshalb finde ich es gut, wenn diese auch vermehrt in Bücher behandelt werden. Dabei macht Mehwish Sohail einen tolle Job und stellt es nicht so hin, dass die Liebe alles lösen kann. Natürlich spielt die aufkeimende Beziehung zwischen Arwa und Tariq trotz allem eine sehr wichtige Rolle im Buch und im Leben der beide. Von Anhieb haben die beiden ein tief gehendes Verständnis füreinander und fühlen sich in Gegenwart des anderen wohl und kommen zur Ruhe. Ich habe jeder ihrer gemeinsamen Szenen entgegen gefiebert, weil sie einfach so süß zusammen sind. Sie sind ehrlich zueinander, selbst wenn es um schwierige Themen geht, und unterstützen einander bedingungslos, auch wenn sie sich selbst etwas anderes wünschen. Es war schön, wie die beiden sich langsam annähern: erst über Nachrichten, dann Anrufen und letztendlich über Treffen. Es passte perfekt zu den Charakteren, dass sie nichts überstürzen und zaghaft im Umgang miteinander sind. Man darf hier kein erotisches Abenteuer erwarten. In meinen Augen passen Arwa und Tariq toll zusammen.

Ein weiterer Grund dieses Buch zu lesen war für mich, dass die beiden aus Pakistani-Familien stammen, die in Österreich leben. Dadurch, dass dies auf die Autorin selbst zutrifft, erleben wir hier eine Own-Voice Geschichte, bei der man viel über pakistanische Kultur lernt wie z.B. Traditionen oder Familiengeflechte. Ich fand dies sehr interessant und aufgrund der engeren Familienverhältnissen bekommt man auch viel von Arwas und Tariqs Familie und der übrigen Wiener Pakistani-Gesellschaft mit. Ich liebe es, wenn in Liebesromanen auch das soziale Leben um die Protagonisten drum herum viel beleuchtet wird.

Insgesamt hat mich die Geschichte in meinem Herzen berührt, indem ich mit den Charaktere, die eine tolle Entwicklung machen, durchgehend mitgefühlt habe. Ich bin super durch die Geschichte gekommen, mir war nie langweilig und auch mit dem Ende bin ich sehr zufrieden. Aber es ist nicht unbedingt ein Buch, das man an einem Stück wegsuchtet. Beim Lesen habe ich einiges über die Gemeinschaft, vor allem die Familienverhältnisse der Pakistani gelernt. Ich kann das Buch jedem nur empfehlen, mit Ausnahme von Personen, die sich von Depressionen getriggert gefühlt. Nun freue ich mich sehr auf die beiden Folgebände der Reihen und bin schon sehr neugierig, wer genau die Protagonisten sein werden. Ich habe zumindest alle Nebenfiguren ins Herz geschlossen.

Fazit: 4,5/5⭐️

Ruhige Own-Voice-Geschichte, die das Herz berührt

*Rezensionsexemplar