Er glaubt nicht mehr an die Liebe. Bis er sie trifft … Auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch passiert es: Elodie erwischt mit ihrem alten Jeep den glänzenden Mercedes eines reichen Schnösels. Es ist Abneigung auf den ersten Blick, als ihr der arrogante – wenn auch leider attraktive – Geschäftsmann die alleinige Schuld an dem Unfall gibt. Nach einem hitzigen Wortgefecht muss die temperamentvolle New Yorkerin sich sputen, um noch pünktlich zu ihrem Termin zu erscheinen – und staunt nicht schlecht, als sich ihr Unfallgegner als ihr zukünftiger Chef entpuppt …
Meine Meinung:
Ich muss sagen, dass ich kein Fan von Typen auf dem Cover bin, aber hier ist doch ganz ästhetisch gemacht worden, weil auch die New Yorker Skyline zu sehen ist und sein Gesicht halb verdeckt ist.
Der Einstieg in den Roman fiel mir sehr leicht, weil der Schreibstil der Autorinnen wie gewohnt flüssig ist und mir der humorvolle Unterton einfach zusagt. Auch beginnt es direkt mit dem kleinen Autounfall, bei dem die Protagonisten Elodie und Hollis zum ersten Mal aufeinander treffen, sodass ich sofort von der Geschichte gefesselt war.
Es gibt von Anfang lustige Schlagabtausche zwischen Elodie und Hollis und dadurch knistert es auch zwischen ihnen. Diese Chemie gefiel mir richtig gut und sie zieht sich durch das ganze Buch. Generell mochte ich die Protagonisten, weil sie vielschichtig sind und hinter beiden eine eigene Geschichte steckt, die man nach und nach erfährt. Dabei war es schön, dass das Buch abwechselnd aus beider Sicht geschrieben ist und auch Rückblicke eingebaut wurden.
Da alles aus dem Klappentext bereits auf den ersten Seiten geschieht, konnte mich der Rest komplett überraschen, unter anderen damit, dass es eher eine Nanny- als eine Büroromanze ist. Ich kenne bereits von anderen Büchern von Vi Keeland und/oder Penelope Ward, dass neben humorvollen und sexuell knisternden Momenten auch ernste Themen aufgegriffen werden. So war es auch hier, denn zu einem geht es auch um Krankheiten und zum anderen viel um Hollis’ Nichte Hailey, um die er sich kümmert und für deren Betreuung Elodie eingestellt wird. Hailey bereicherte die Geschichte sehr, weil diese familiäre Komponente mich sehr überzeugen konnte. Dadurch geht auch die Beziehung zwischen Hollis und Elodie schnell tiefer. Generell war diese Liebesgeschichte schön und authentisch und sie konnte mich auch emotional ergreifen. Bei mir flossen auch teilweise ein paar Tränchen.
Ich habe die Geschichte regelrecht verschlungen und wollte gar nicht aufhören zu lesen, sodass ich sie innerhalb von 24 Stunden beendet habe. Insbesondere im Endspurt konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, weil es eine wirklich überraschende Wendung bereit hält, die ich niemals habe sehen kommen.
Fazit: 4,5/5⭐️
Dies ist auf jeden Fall eines meiner Lieblingsbücher von dem Autorinnenduo und dementsprechend kann ich es guten Gewissens weiter empfehlen.
Im letzten Jahr habe ich diese Reihe von Lucinda Riley aus dem Goldmann-Verlag für mich entdeckt und die ersten vier Bände verschlungen. Hier handelt es sich um Frauenromanen, die auf zwei Zeitebenen spielen und bei der sich die Gegenwartsstory jeweils um eine der d’Aplièse-Adoptivschwestern nach dem Tod ihres Adoptivvaters Pa Salt.
„Atlantis“ ist der Name des herrschaftlichen Anwesens am Genfer See, in dem Maia d’Aplièse und ihre Schwestern aufgewachsen sind. Sie alle wurden von ihrem geliebten Vater adoptiert, als sie noch sehr klein waren, und kennen ihre wahren Wurzeln nicht. Als er überraschend stirbt, hinterlässt er jeder seiner Töchter einen Hinweis auf ihre Vergangenheit – und Maia fasst zum ersten Mal den Mut, das Rätsel zu lösen, an dem sie nie zu rühren wagte. Ihre Reise führt sie zu einer alten Villa in Rio de Janeiro, wo sie auf die Spuren von Izabela Bonifacio stößt, einer schönen jungen Frau aus den besten Kreisen der Stadt, die in den 1920er Jahren dort gelebt hat. Maia taucht ein in Izabelas faszinierende Lebensgeschichte – und fängt an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet …
Meine Meinung:
Der erste Teil der „Sieben Schwestern“-Reihe handelt zum einen von der ältesten der Schwestern Maia, die ihre Wurzeln in Rio de Janeiro findet, und von Izabella, die dort 1928 gelebt hat.
Ich mag Maia, die sehr zurückgezogen lebt, sehr, weil sie für ihre jüngeren Schwestern immer ein offenes Ohr hat und man merkt, wie sehr sie ihren Adoptivvater Pa Salt geliebt hat. Es war schön zu sehen, wie sie in Rio auftaut und zu sich selbst findet. Ihre Nachforschungen zu ihrer biologischen Familie waren sehr spannend und man erfährt noch einiges über Maias Vergangenheit, was mich sehr überrascht hat.
Zu Maias leiblichen Vorfahren gehört auch Izabella, die ich auch sehr ins Herz geschlossen habe. Wie Maia liebt sie ihre Familie, weshalb sie ihre Eltern nie im Stich lassen möchte. Dadurch steht sie öfter im Zwiespalt zwischen deren und ihren eigenen Wünschen. Es wird gezeigt, wie die Gesellschaft im Umbruch war, vor allem in Bezug auf soziale Schichten und die Rolle der Frau.
Die gesamte Familiengeschichte war interessant und auch realistisch, weil nicht alles perfekt ist und nicht jede Lebensgeschichte mit einem Happy End endet.
Ich habe in dem Buch viel über die Stadt Rio erfahren und mochte, wie in der Vergangenheitsgeschichte historische Ereignisse und Personen miteinbezogen werden.
Der Wind und das Wasser, das sind die großen Leidenschaften in Allys Leben, die sie zu ihrem Beruf gemacht hat: Sie ist Seglerin und hat bei manch riskanter Regatta auf den Meeren der Welt ihren Mut unter Beweis gestellt. Eines Tages aber stirbt völlig überraschend ihr geliebter Vater Pa Salt, und Ally reist zu dem Familiensitz am Genfer See. Wie auch ihre fünf Schwestern wurde sie als kleines Mädchen von Pa Salt adoptiert und kennt ihre wahren Wurzeln nicht. Ihr Vater hinterlässt ihr aber einen rätselhaften Hinweis auf ihre Vorgeschichte – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, in dessen Leben die junge Sängerin Anna Landvik eine schicksalhafte Rolle spielte. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf Spurensuche in das raue Land im Norden. Sofort ist sie zutiefst fasziniert von der wilden Schönheit der Landschaft, aber auch von der betörenden Welt der Musik, die sich ihr dort eröffnet. Und als sie schließlich dem Violonisten Thom begegnet, der ihr auf unerklärliche Weise vertraut ist, fängt sie an zu ahnen, dass ihre jugendliche Liebe zur Musik kein Zufall war…
Meine Meinung:
Ein zentrale Aspekt der Geschichte ist die Musik, die jedem der Protagonisten im Blut liegt, und dieser hat mir am besten am Buch gefallen und ich bekam Lust, klassische Musik anzuhören.
Der 2. Band der Reihe spielt wieder auf verschiedenen Zeitebenen.
In der Gegenwart verliert Berufsseglerin Ally ihren Adoptivvater und nach weiteren Ereignisse geht sie auf die Suche nach ihren Wurzeln, die sie nach Norwegen und zu ihrer alten Liebe, die Musik, leitet. Ich habe wirklich viel mit Ally mitgelitten, nachdem ich mit ihr warm geworden bin. Ich konnte ihre Entscheidungen immer nachvollziehen und es war schon, dass sich ihr Weg von Maias aus Band 1 unterscheidet. Insgesamt war Allys Suche nach ihrer Blutlinie sehr spannend, während die Beschreibungen der norwegischen Landschaft wieder sehr bildlich waren.
In der Vergangenheit verfolgt man größtenteils Anna und Jens, die im Norwegen des späten 19. Jahrhunderts lebten. Ich fand es interessant, über die damaligen Lebensumstände zu erfahren, die realistisch umgesetzt wurden. Anna war vermutlich mein Lieblingscharakter in dem Buch, denn ihre Stärke ist sehr bewundernswert.
Die Geschichte führt uns aber auch nach Deutschland und in die Zeit des Nationalsozialismus, was mich sehr überrascht hat, aber auch zur Aspektvielfalt beitrug.
Insgesamt hat mir das Buch sehe gut gefallen und man merkt einfach, wie viel Recherche Lucinda Riley in ihre Bücher steckt.
FAZIT: 4/5⭐️
Der Band gefiel mir genauso gut wie der erste. Bisher kann ich die Reihe wärmstens empfehlen.
Star d’Aplièse ist eine sensible junge Frau und begegnet der Welt eher mit Vorsicht. Seit sie denken kann, ist ihr Leben auf das Engste verflochten mit dem ihrer Schwester CeCe, aus deren Schatten herauszutreten ihr nie gelang. Als ihr geliebter Vater Pa Salt plötzlich stirbt, steht Star jedoch unversehens an einem Wendepunkt. Wie alle Mädchen in der Familie ist auch sie ein Adoptivkind und kennt ihre Wurzeln nicht, doch der Abschiedsbrief ihres Vaters enthält einen Anhaltspunkt – die Adresse einer Londoner Buchhandlung sowie den Hinweis, dort nach einer gewissen Flora MacNichol zu fragen. Während Star diesen Spuren folgt, eröffnen sich ihr völlig ungeahnte Wege, die sie nicht nur auf ein wunderbares Anwesen in Kent führen, sondern auch in die Rosengärten und Parks des Lake District im vergangenen Jahrhundert. Und ganz langsam beginnt Star, ihr eigenes Leben zu entdecken und ihr Herz zu öffnen für das Wagnis, das man Liebe nennt …
Meine Meinung:
Schon die ersten beiden Teile gefielen mir gut, aber dieser dritte Band konnte mich wirklich begeistern. Irgendwie fühlte ich mich im englischen Setting auch sehr wohl. London ist eine interessante Stadt und auch Kent gefiel mir. Es hat auch meinen Wunsch verstärkt, bald nach England zu reisen.
In der Gegenwart verfolgen wir die schweigsame Schwester Star, mit der ich mich teilweise auch gut identifizieren konnte. Sie ist introvertiert und lässt sich noch oft von ihrer Schwester CeCe bevormunden. Umso schöner war es, Stars Weg in die Eigenständigkeit zu begleiten. Sie wächst über sich hinaus, aber bleibt sich treu. Ich fand es toll, wie die Autorin anhand von ihr zeigt, dass es in der heutigen Zeit immer noch vollkommen in Ordnung ist, wenn Frauen entschließen, sich um Haus und Familie zu kümmern. Star trifft auch auf eine tolle Familie, die ihr wieder ein Gefühl der Geborgenheit geben und sich in ihr großes Herz schleicht.
Die zweite Zeitebene spielt in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts und handelt von der jungen Frau Flora, die ich sehr bewundert habe. Nach einer abgeschiedenen Kindheit wird sie in London in die bessere Kreise eingeführt. Ich fand es spannend, die damalige Gesellschaft kennen zu lernen, auch einige wahre Figuren, z.B. die Autorin Beatrix Potter. Man merkt dabei, welche angenehme Person Flora ist, sodass sich Menschen gerne in ihrer Nähe aufhalten. Doch am meisten konnte mich ihre Fürsorglichkeit und Liebe, z.B. ihrer Schwester gegenüber, begeistern, aber auch ihre Eigenständigkeit.
In diesem Band fand ich es auch sehr, sehr spannend herausfinden, in welchem Familiengefüge alle zusammen gehören, nicht nur Star und Flora. Die Auflösungen haben mich dann auch sehr überrascht.
FAZIT: 4,5/5⭐️
Eine tolle Geschichte, sodass ich die Reihe immer mehr empfehlen kann.
Wie auch ihre Schwestern ist CeCe d’Aplièse ein Adoptivkind, und ihre Herkunft ist ihr unbekannt. Als ihr Vater stirbt, hinterlässt er einen Hinweis – sie soll in Australien die Spur einer gewissen Kitty Mercer ausfindig machen. Ihre Reise führt sie zunächst nach Thailand, wo sie die Bekanntschaft eines geheimnisvollen Mannes macht. Durch ihn fällt CeCe eine Biographie von Kitty Mercer in die Hände – eine Schottin, die vor über hundert Jahren nach Australien kam und den Perlenhandel zu ungeahnter Blüte brachte. CeCe fliegt nach Down Under, um den verschlungenen Pfaden von Kittys Schicksal zu folgen. Und taucht dabei ein in die magische Kunst der Aborigines, die ihr den Weg weist ins Herz ihrer eigenen Geschichte …
Meine Meinung:
Dieses Buch spielt zeitweise in Thailand, aber vor allem in Australien. Die Autorin hat es einmal mehr geschafft, die Umgebung und das Feeling der Orte grandios zu beschreiben. Dadurch hatte ich zum einem das Gefühl, selbst dort zu sein, und zum anderen meine Sehnsucht entfacht, dorthin zu reisen.
In diesem Band wird auch die Kluft zwischen Aborigines und den anderen thematisiert, ebenso wie einige Traditionen der indigen Bevölkerung. Ich finde es immer interessant, mehr über andere Kulturen zu lernen.
Das Buch spielt wieder auf zwei Zeitebenen. In der heutigen Zeit geht es um die Schwester CeCe und ihre Suche nach ihren Wurzeln und sich selbst. Nachdem sie in den Teilen 1 und 2 eher unsympathisch war, wuchs sie mir bereits in Teil 3 ans Herz, weil man merkt, wie verletzlich sie im Inneren ist. Ihre Selbstzweifel wurden gut und realistisch umgesetzt, ebenso wie ihre tolle Entwicklung. Sie blüht in Australien richtig auf, ihre Freiheitsliebe war beim Lesen richtig ansteckend. Auch ihre Leidenschaft für die Kunst wurde toll umgesetzt.
Nur der Nebenstrang am Anfang in Thailand war etwas unnötig für die Geschichte. Umso schöner war es, wie die Beziehung zwischen CeCe und Star thematisiert wurden.
In der Vergangenheit verfolgen wir die Engländerin Kitty, die nach Australien reist, im Zeitraum von Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Für mich ist Kitty eine der stärksten Protagonistinnen, weil sie sich immer durchschlägt, meist ganz alleine und an fremden Ort. Zusätzlich hat sie ein großes Herz für ihre Mitmenschen und gibt nichts auf Konventionen. Aber sie macht auch manchmal ganz normale Fehler, wodurch sie menschlich und realistisch wurde, wobei sie immer gute Intentionen hat.
Auch zum Jahresabschluss hatte ich einen sehr erfolgreichen Lesemonat. Ich habe insgesamt 27 Bücher (incl. 11 eBooks) gelesen und 3 Hörbücher verschlungen.
Gelesene Bücher:
1.📱Hinter verzauberten Fenstern (Cornelia Funke): ohne Bewertung
2. Der kleine Teeladen zum Glück (Manuela Inusa): 3⭐️
3. Die Chocolaterie der Träume (Manuela Inusa): 3,5⭐️
4. Der zauberhafte Trödelladen (Manuela Inusa): 4⭐️
5.📱Game on. Schon immer nur du* (Kristen Callihan): 3⭐️
6.📱Liebe, als wäre dein Herz nie gebrochen (Sarah Saxx): 3,5⭐️
7. Find Me in the Storm (Kira Mohn): 3,5⭐️
8. Blood & Honey 🇬🇧 (Shelby Mahurin): 3,5⭐️
9. Verliebt in Virgin River* (Robyn Carr): 4⭐️
10.📱Golden Throne* (Julie Johnson): 4⭐️
11. Queen of Passion. Lenora (Emma Chase): 4⭐️
12. Hiding Hurricanes (Tami Fischer): 4⭐️
13.📱Göttertochter. Das Kind der Jahreszeiten (Jennifer Wolf): 4⭐️
14. Göttersohn. Der Nachfahre der Jahreszeiten (Jennifer Wolf): 4⭐️
15.📱The Music of What Happens* (Bill Konigsberg): 4⭐️
16.📱Wolkenschloss (Kerstin Gier): 4⭐️
17. Bookless. Gesponnen aus Gefühlen (Marah Woolf): 4,25⭐️
Was ist aus dem sorglosen Jungen geworden, der einst ihr Herz erobert hat? Liz ist schockiert: Ihr Jugendfreund Rick Sudder ist ein gebrochener Mann, als er schwer verletzt nach Virgin River heimkehrt. Verbittert über sein Schicksal schlägt er alle Hilfsangebote aus. Weder sein Ziehvater Jack Sheridan noch Liz lässt er an sich heran. Doch so leicht geben die beiden nicht auf. Liz ist entschlossen, Rick zu beweisen, dass es nicht Mitleid ist, was sie für ihn empfindet – sondern dass es eine gemeinsame Zukunft für sie geben kann. Aber ist ihre Liebe stark genug, um Rick Hoffnung zu schenken und den Schmerz zu heilen?
Meine Meinung:
Ich liebe diese neuen Cover, weil sie sehr gemütlich und naturverbunden wirken. Dieses Gefühl habe ich auch immer, wenn ich diese Reihe lesen. Es wird dadurch verstärkt, dass die Autorin alles sehr bildhaft und Details beschreibt. Allgemein mag ich den Schreibstil, sodass er mich berühren kann, obwohl es viele Perspektivswechsel gibt und das Buch in der 3. Person geschrieben ist.
In diesem Band stehen ganze vier (werdenden) Liebespaare im Mittelpunkt, die alle ihre eigenen Probleme haben. In allen vorherigen Bänden fand ich es toll, mehrere Personen zu verfolgen, weil mir so nie langweilig wird. Auch „Zurück in Virgin River“ habe ich verschlungen, allerdings bekamen die vier Handlungsstränge in meinen Augen nicht ausreichend Zeit. Manchmal ist doch weniger mehr.
Rick & Liv: Die Geschichte rund um diese beiden hat mich am meisten interessiert. Zum einen kenne ich die beiden seit Band 1 und zum anderen war ich sehr neugierig, wie Rick mit seiner Kriegsverletzung umgeht. Diesem geht es doch sehr, sehr schlecht, vor allem seelisch. Diese Niedergeschlagenheit konnte ich sehr gut verstehen, weil es nach seinen Erlebnissen nur realistisch ist, auch wenn ich andere Charaktere verstehen konnte, die einfach nur wollten, dass es ihm besser geht und er kämpft. Besonders Liv fand ich in diesem Band sehr stark, denn sie macht eine grandiose Entwicklung zu einer selbstbewussten jungen Frau durch. Leider kam diese Liebesgeschichte zu kurz und ich habe immer nur darauf gewartet, dass wieder Rick und Liv thematisiert werden. Dadurch ging manchmal mein Interesse an den anderen Handlungssträngen verloren.
Cameron & Abby: Diese beiden haben sich im letzten Band zum ersten Mal getroffen und fühlten sich direkt zueinander hingezogen. Cameron war einfach so toll, weil er sehr behutsam mit Abby umgeht und sie nicht unter Druck setzt, sondern ihr Wohl an erster Stelle setzt. So ein Mann wünscht sich doch jeder. Deshalb ging mir Abby mit ihrer teilweise trotzigen Art auf die Nerven. Umso besser fand ich, dass ihr jemand den Kopf wäscht. Diese Romance war mir allerdings zu kitschig und später zu einfach gelöst.
Muriel & Walt: Richtig gut gefällt mir dahingegen, dass man weiterhin den Weg der beiden 60+ Charaktere verfolgt. Hier wird gezeigt, dass Liebe (und auch Sex) nicht nur etwas für Jüngere ist. Bei dieser Geschichte stimmt das Timing am besten, weil ich über sie jetzt auch nicht mehr lesen musste. Die beiden könnten sich gemeinsam mit Jack und Mel zu den Sidekicks der Reihe entwickeln.
Cheryl & Dan: Am wenigsten habe ich mit diesen beiden mitgefiebert, dabei hatten beide eine interessante und auch unschönere Vorgeschichten, die leider nur angedeutet werden. Generell fehlte hier eben die angesprochen Zeit/Seiten, um genug Tiefe aufbauen zu können. Nichtsdestotrotz ist es schön, wenn diese zwei, die zuvor nur als tragische Nebencharaktere auftauchten, ihre zweite Chance bekommen. Auch gefiel mir ihre langsame Annäherung, die ausnahmsweise mal ohne starke Anziehungskraft zu Beginn auskommt.
Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, aber in meinen Augen wurde das Potential nicht ausgeschöpft. Vor allem aus der Geschichte rund um Rick und seiner Kriegsverletzung hätte man so viel mehr rausholen können. Trotzdem freue ich mich auf alle kommenden Bände, weil ich mich einfach in Virgin River wohl fühle und alle Charaktere ins Herz geschlossen habe. Auch passt hier der Titel „Zurück in Virgin River“ perfekt zum Inhalt, weil viele der zentrale Personen nach Virgin River zurück kehren.
Fazit: 3,5/5⭐️
Ich liebe diese Reihe, aber bei diesem Band wurden mir die einzelnen Geschichten nicht gut genug ausgearbeitet.
Mögliche Spoiler zu den ersten beiden Bänden „When We Dream/Fall“
(Zu beiden gibt es bereits eine Rezension hier auf dem Blog)
Klappentext:
Was, wenn wir doch zu hoffen wagen?
Jae-yong ist ein Mitglied der erfolgreichsten K-Pop-Gruppe der Welt, Ella eine ganz normale Studentin aus Chicago. Eigentlich hätte den beiden klar sein müssen, dass eine Beziehung zwischen ihnen unmöglich ist. Nicht nur trennen sie Tausende von Kilometern und mehrere Zeitzonen, auch die Welten, in denen sie leben, sind grundverschieden. Und egal, wie nahe sich Ella und Jae-yong in den letzten Monaten gekommen sind – sie müssen sich nun fragen, ob ihre Liebe stark genug ist, allen Widerständen zu trotzen …
Meine Meinung:
Das schlichte Cover mit den Pastelltönen ist genau nach meinem Geschmack und das auch irgendwie sehr gut zum Inhalt. Außerdem ist es toll, wenn alle Bände der Reihe nebeneinander liegen.
Die Geschichte setzt direkt nahtlos an das Ende von Teil 2 an und sowohl Ella und ihre Familie als auch Jae-yong und seine Bandkollegen sind in einer unschönen Situation. Weil mir alle Charaktere schon so ans Herz gewachsen, taten sie mir alle sehr Leid und wollte einfach, dass es alle gesund und glücklich sind bzw. werden. Wie bereits in den vorherigen Bänden war auch hier war das menschliche Miteinander das Highlight und durch die ganzen Problemen spürt man noch mehr, wie nah sich die Schwestern bzw. die NXT-Mitglieder stehen. Auch Ellas beste Freundin Erin spielt eine zentralere Rolle, wodurch ihre Freundschaft noch besser zur Geltung kam.
Ella, aus deren Sicht man weiterhin alles liest, war mir genauso sympathisch wie zuvor und mit jeder Seite habe ich mich noch mehr in Jae-yong verliebt. Die beiden sind ein Traumpaar, das in diesem Band mehr und mehr zusammenwächst und sich gegenseitig jederzeit unterstützt und stärkt, wodurch beide für sich über sich hinauswachsen. Besonders Ella macht eine Wandlung durch, die mir sehr zusagte.
Richtig gut gefiel mir, dass man nun im finalen Band mehr über die südkoreanische Kultur lernt, was mich auch neugierig gemacht hat. Generell habe ich es genossen viel über K-Pop zu lesen, da ich mich persönlich noch nie damit auseinandergesetzt habe. Es ist immer wieder toll, wenn Autorin*innen Themen in ihren Büchern miteinbeziehen, die eher selten angesprochen werden und man beim Lesen nebenbei noch etwas lernt.
Anne Pätzold hat auch im Finale wieder einen unaufgeregten Schreibstil, der zu Ella und dem Buch passt, und kann die Gefühle so toll transportieren, sodass ich komplett in der Geschichte abtauchen konnte. Auch führt sie Ellas und Jaes Liebesgeschichte in meinen Augen zu einem schönen Ende, der mich komplett zufrieden stellt.
Insgesamt war dies ein gelungener Abschluss einer besonderen und charakterzentrierten Trilogie, die mich begeistern und mein Herz erwärmen konnte. Nach dem Beenden dieses Buches war ich traurig, die Charaktere loszulassen und hätte am liebsten noch einen 4. Band oder ein Spin-Off, um sie alle wieder zutreffen. Ich kann die Reihe nur empfehlen und werde sie auf jeden Fall noch einmal lesen.
Fazit: 4,25/5⭐️
Ich kann die ganze Trilogie nur jedem ans Herz legen.
Max und Jordan haben nicht viel miteinander zu tun. Während Max Sport und Videospiele liebt und gern mit seinen Jungs abhängt, ist Jordan eher introvertiert, schreibt Gedichte und trifft sich mit seinen beiden besten Freundinnen in der Mall. Erst, als sie gemeinsam im alten Food-Truck von Jordans Vater arbeiten, lernen sie sich besser kennen. Und ganz langsam merken die beiden, dass zwischen ihnen vielleicht mehr ist als bloß Freundschaft …
Meine Meinung:
Ich mag es oft, wenn das Originalcover übernommen wird und so war es auch in diesem Fall. Doch am meisten spricht hier der Titel an, der mich direkt neugierig gemacht hat. Es war auch schön, dass der Titel in die Geschichte selbst eingebaut wurde.
Man liest abwechselnd aus Max’s und Jordans Sicht und der Schreibstil war auch sehr angenehm zu lesen. In den Gesprächen zwischen den Jugendlichen wird allerdings sehr umgangssprachlich gesprochen, was natürlich zum Alter der Charaktere passt, mir aber teilweise etwas überzogen vorkam.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht und ich war echt begeistert. Jordan und Max sind wirklich grundverschieden und umso schöner war es, zu erleben, wie sie sich einander besser kennen lernen und im Foodtruck ein Team werden. Ich fand es sehr realistisch, dass sie sich darüber näher kommen und sie auch zunächst Freunde werden. Generell habe ich ihre Arbeit im Truck geliebt, weil sie sehr interessant und mal etwas anderes war. Auch werden hier die Probleme nicht ausgeblendet werden. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Jungs war echt süß und konnte mich berühren. Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn sie Zeit miteinander verbracht haben und Spaß zusammen hatten.
Insgesamt konnte mich Max noch etwas mehr als Jordan für sich gewinnen, weil letzterer teilweise im Selbstmitleid versinkt. Dies konnte ich aber auch oft verstehen, weil seine aktuellen Lebensumständen nach dem Tod seines Vaters nicht besonders toll sind und er auch viel auf sich selbst gestellt ist. Außerdem gibt es in der Realität auch viele Jugendliche, die in ihrer Pubertät mit sich selbst hadern. Richtig gut gefiel mir seine poetische Ader und wie Max ihn bestärkt, der insgeheim auch eine künstlerische Seite hat, was mich positiv überrascht hat. Allgemein konnte mich Max komplett begeistern. Er ist fröhlicher Mensch, obwohl er auch oft seine traurigen Momente hinter einem Grinsen versteckt, der immer anderen helfen möchte. Ich habe einige Male mit ihm mitgelitten, weil er in seiner Vergangenheit bereit unschönes erleben musste.
Man lernt auch einige Nebencharaktere kennen, insbesondere die Mütter und die Freunde von Max und Jordan. Ihre Mütter sind auch sehr verschiedenen, denn während sich die von Jordan manchmal nicht einmal um sich selbst kümmern kann, hat Max’s immer ein offenes Ohr für ihren Sohn und dessen Freunde, die mir auch sehr sympathisch waren. Die Freundschaft der drei Jungs war authentisch und sehr eng. Man spürte, dass sie trotz vieler Kabbeleien immer füreinander da sind. Das fehlte mir etwas bei Jordan und seinen zwei Freundinnen, bei denen es sehr oberflächlich blieb. Doch hier konnte mich der Autor damit überzeugen, wie er diese Situation am Ende auflöst.
Auf der anderen Seite hätte ich mir am Schluss noch mehr Seiten gewünscht. Es werden im Laufe des Buches einige ernste Themen angesprochen, mit denen ich so auch nicht gerechnet habe. Im Grunde gefiel mir zunächst die Art und Weise, wie diese miteinbezogen und behandelt wurden, auch weil die Geschichte dadurch noch mehr an Tiefe gewann, aber leider wurden sie im Endeffekt nur halbherzig zu Ende geführt. Hier hätte ich mir, vor allem in Bezug auf Max’s Vorgeschichte, eine andere Auflösung gewünscht.
Von diesen Bücher ist mir am meisten 𝗕𝗮𝗱 𝗮𝘁 𝗟𝗼𝘃𝗲* von Morgane Moncomble in Erinnerung geblieben, weil einfach sehr viele wichtige Themen angesprochen und gut eingebaut wurden.
Emma Scott ist eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen und mit 𝗧𝗵𝗲 𝗟𝗶𝗴𝗵𝘁 𝗶𝗻 𝗨𝘀 konnte sie mich wieder komplett überzeugen. (Ich freue mich auch, dass 𝗦𝗼𝗺𝗲𝗱𝗮𝘆, 𝗦𝗼𝗺𝗲𝗱𝗮𝘆 nächstes Jahr übersetzt wurde. 4,5⭐️)
In diesem Jahr konnte mich auch endlich Brittainy C. Cherry von sich überzeugen. Mein Favorit war 𝗪𝗶𝗲 𝗱𝗶𝗲 𝗦𝘁𝗶𝗹𝗹𝗲 𝘃𝗼𝗿 𝗱𝗲𝗺 𝗙𝗮𝗹𝗹. 𝗘𝗿𝘀𝘁𝗲𝘀 𝗕𝘂𝗰𝗵, dichtgefolgt von 𝗪𝗶𝗲 𝗱𝗶𝗲 𝗥𝘂𝗵𝗲 𝘃𝗼𝗿 𝗱𝗲𝗺 𝗦𝘁𝘂𝗿𝗺.
Richtig viel Spaß hat mir der erste Band von 𝗧𝗵𝗲 𝗦𝗲𝗰𝗿𝗲𝘁 𝗕𝗼𝗼𝗸 𝗖𝗹𝘂𝗯 (Lyssa Kay Adams) gemacht. Ich musste so viel lachen und insbesondere der männliche Protagonist konnte mich überzeugen.
Besonders realistisch umgesetzt wurde die 𝗖𝗿𝗮𝗰𝗸𝘀-Dilogie von L. H. Cosway, insbesondere 𝗗𝗿𝗲𝗮𝗺𝘀 𝗼𝗳 𝗬𝗲𝘀𝘁𝗲𝗿𝗱𝗮𝘆. Die Charaktere vermisse ich schon sehr.
Am meisten musste ich 2020 bei 𝗔𝗹𝗹 𝗬𝗼𝘂𝗿 𝗞𝗶𝘀𝘀𝗲𝘀* von Tillie Cole heulen. Es hat mein Herz gebrochen und konnte mich durchgehend berühren.
Meine größte Überraschung 𝗝𝘂𝘀𝘁 𝗼𝗻𝗲 𝗕𝗿𝗲𝗮𝘁𝗵* von Claudia Walzer. Bei dieser MM-Romance habe ich mitgefiebert und mitgelitten, vor allem weil sie diese sehr realistisch war.
Realistisches Jugendbuch:
𝗗𝗶𝗲 𝗦𝘁𝗶𝗹𝗹𝗲 𝗺𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗪𝗼𝗿𝘁𝗲 von Ava Reed ist eher ein Jugendbuch, bei dem die Liebesgeschichte nur zweitrangig war. Hier stand die Trauerbewältigung der Protagonistin im Vordergrund, die grandios umgesetzt wurde.
Fantasy:
Jennifer L. Armentrout ist bekanntlicherweise meine Lieblingsautorin und dieses Jahr konnte mich 𝗞𝗶𝘀𝘀𝗲𝗱. 𝗘𝗶𝗻𝗲 𝗟𝗶𝗲𝗯𝗲 𝘇𝘄𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗟𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗗𝘂𝗻𝗸𝗲𝗹𝗵𝗲𝗶𝘁 komplett überzeugen.
Eine meiner Neuentdeckungen des Jahres war Stella Tack und ihr amüsanter Schreibstil. Dabei habe ich besonders 𝗡𝗶𝗴𝗵𝘁 𝗼𝗳 𝗖𝗿𝗼𝘄𝗻𝘀. 𝗦𝗽𝗶𝗲𝗹 𝘂𝗺 𝗱𝗲𝗶𝗻 𝗦𝗰𝗵𝗶𝗰𝗸𝘀𝗮𝗹 geliebt.
Das 𝗦𝗵𝗮𝗱𝗼𝘄𝗵𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿-Universum von Cassandra Clare liebe ich vom ganzen Herzen und so ist es keine Überraschung, dass 𝗖𝗵𝗮𝗶𝗻 𝗼𝗳 𝗚𝗼𝗹𝗱 auch ein Jahreshighlight für mich war.
Meine absolute Highlightsreihe war 𝗜𝘇𝗮𝗿𝗮 von Julia Dippel 😍 Hier hat jeder Teil 5⭐️ bekommen, aber der 3. Band 𝗦𝘁𝘂𝗿𝗺𝗳𝗹𝘂𝘁 war mein Favorit.
Wer gerne düsterere Fantasy mit Anti-Helden mag, dem kann ich nur 𝗩𝗶𝗰𝗶𝗼𝘂𝘀. 𝗗𝗮𝘀 𝗕𝗼̈𝘀𝗲 𝗶𝗻 𝘂𝗻𝘀* von V. E. Schwab empfehlen. Dies war mein erstes Highlight 2020.
Dieses Jahr habe ich viele epische Bücher von Sarah J. Maas gelesen. Meine Lieblingsbücher waren dabei 𝗧𝗵𝗿𝗼𝗻𝗲 𝗼𝗳 𝗚𝗹𝗮𝘀𝘀 𝟳 + 𝟰 und auch 𝗔𝗖𝗢𝗪𝗔𝗥.
Dystopie:
Die 𝗢𝗽𝗵𝗲𝗹𝗶𝗮 𝗦𝗰𝗮𝗹𝗲-Trilogie von Lena Kiefer konnte sich mit jedem Band steigern, bis mich 𝗗𝗶𝗲 𝗦𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻 𝗳𝗮𝗹𝗹𝗲𝗻 zu 100% begeistern konnte.
Psychothriller:
Dieses Jahr habe ich mich mal an einen Psychothriller gewagt und es nicht bereut. Der Heimweg von Sebastian Fitzek hat mich sprachlos und auch süchtig gemacht.
Es ist nie zu spät, um über den eigenen Schatten zu springen!
Chloe Brown ist chronisch krank. Nachdem sie fast von einem Auto überfahren wurde, fasst sie den Entschluss, sich von ihren Beschwerden nicht mehr einschränken zu lassen. Sie will das Leben in vollen Zügen genießen – inklusive Kätzchen von Bäumen retten, unfreundlichen Nachbarn Kaffee in den Briefkasten schütten und auch mal eine unverbindliche Affäre anfangen. Doch Chloe merkt schnell, dass es nicht leicht ist, über den eigenen Schatten zu springen. Was sie braucht, ist ein Lehrer!
Red Morgan hat Tattoos, ein Motorrad und mehr Sexappeal als so mancher Hollywoodstar. Er ist außerdem Chloes neuer Nachbar und wäre die perfekte Unterstützung auf ihrer Mission. Doch nachdem Chloe Red für ihr Vorhaben gewonnen hat, erfährt sie mehr über ihn, als ihr lieb ist. Zum Beispiel, warum er etwas gegen ihre reiche Familie hat. Und was wirklich hinter seinem rauen Äußeren steckt …
Meine Meinung:
Das Cover ist sehr schlicht gehalten, aber es verbreitet trotzdem eine gemütliche Stimmung, die gut zum Inhalt passt.
Man liest sowohl aus Chloes als auch aus Reds Sicht, was ich auch immer wieder gerne habe, weil man dadurch beide Protagonisten gut kennen lernt. Als erstes kommt Chloe zu Wort, sodass man schnell einen Einblick in ihr Leben mit ihrer Krankheit Fibromyalgie bekommt. Ich finde es immer interessant über Charaktere zu lesen, die mit gewissen Problemen in ihrem Alltag zu kämpfen haben. Die Krankheit wurde in meinen Augen gut beschrieben, ohne dass Chloe nur darüber definiert wird. Sie besitzt wahre innere Stärke, denn sie lässt sich nicht unterkriegen und möchte ihr Leben wieder auskosten. Aber am meisten konnte sie mich mit ihrer teilweise schusselige Art für sich gewinnen. Dahingegen konnte mich Red mit seiner Leidenschaft für die Kunst und seine Hilfsbereitschaft überzeugen. So geht es auch super mit Chloe und ihren Eigenarten um. Faszinierend finde ich an ihm, wie er gleichzeitig gesellig und zurückhaltend ist. Aber mein Highlight war, dass ich die Entscheidungen von beiden immer nachvollziehbar fand, weil sie zu ihrem jeweiligen Charakter besser, aber auch ihre Entwicklungen, die sie im Laufe des Buches durch machen.
Alles in allem hat die Autorin zwei authentische Protagonisten geschaffen, die auch nicht unbedingt so typisch für Liebesromane sind. So hat z.B. Chloe eine sehr frauliche Figur und Red ist trotz seines Aussehens kein Bad Boy und hat eine Vergangenheit, die man von männlichen Charakteren auch nicht so kennt. Dadurch fühlte sich auch die Liebesgeschichte zwischen ihnen realistisch an. Aufgrund einiger Missverständnisse sind sie sich zunächst unsympathisch, bevor sie sich näher kennen lernen. Ab diesem Zeitpunkt verstehen sie sich besser und helfen einander. Diese Zusammenarbeit gefiel mir richtig gut und auch die sich aufbauende Spannung zwischen ihnen war sehr gut spürbar. Was mir ebenfalls gut gefiel, dass auf überspitztes Drama verzichtet wirst und es trotzdem nicht zu langweilig wird.
Insgesamt ließ sich das Buch einfach sehr gut lesen, weil der Schreibstil sehr flüssig war. Es gab nur zwischendurch einige Worte, die für mich nicht ganz stimmig anhörten. Das kann aber auch an der Übersetzung liegen und es hat mich beim Lesefluss auch nicht großartig gestört. Am besten an der Geschichte gefiel mir, wie echt sie sich anfühlte. Deshalb freue ich mich schon sehr, dass Chloe’s Schwestern auch noch ihre eigenen Bücher bekommen, denn Chloe’s ganze Familie kam sehr sympathisch rüber.
Fazit: 4,25/5⭐️
Eine schöne Liebesgeschichte mit authentischen Protagonisten
Sie ist alles, was er will. Doch um sie für sich zu gewinnen, muss er sich selbst unter Kontrolle bekommen.
Curtis hat seit dem Tod seiner Eltern Probleme, seine Gefühle unter Kontrolle zu halten. Erst als seine Mitbewohnerin Amory ihre lockere Sex-Beziehung beendet, merkt er, dass er mehr von ihr will. Doch dafür muss er seine Aggressionen in den Griff bekommen …
Eine bunte, ungewöhnliche Stadt, eine junge Band und die große Liebe: Der dritte Band der neuen Reihe der Spiegel-Bestsellerautorin Kathinka Engel, in der sie uns ins bunte und lebensfrohe New Orleans entführt – und mitten hinein in das turbulente Leben einer Band. Zwischen berauschenden Auftritten und dem harten Alltag als Berufsmusiker suchen sie alle nach ihrem persönlichen Happy End.
Meine Meinung:
Schon das Cover ist ein Hingucker mit den bunten Farben, die auch perfekt das Setting New Orleans widerspiegeln. Ich habe mich in dieser Reihe etwas in die Stadt verliebt und möchte irgendwann mal dahin reisen, um mir alles selbst anzusehen, vor allem das French Quarter.
Ich habe der Geschichte von Amory und Curtis hingegen gefiebert, seitdem man Curtis als Links Bandkollege kennen gelernt hat. Man spürte sofort, welche verletzte Seele dieser hat. Nun in seinem Band wollte ich ihn so oft in den Arm nehmen und trösten, weil er mir so Leid tat. Er leidet innerlich und weiß sich manchmal nicht anders zu helfen, als in den Alkohol zu entfliehen und/oder aus der Haut zu fahren. Dabei ist er in seinem Inneren ein so lieber Kerl, der für die Personen, die ihm am Herzen liegen, alles tun. Besonders konnte er mich auch mit seiner Leidenschaft für Musik beeindrucken, bei der aufblühen kann. Ich fand seinen, doch sehr steinigen, Weg sehr spannend und interessant. Seine Entwicklung innerhalb des Buches war beeindruckend, aber auch sehr realistisch, denn nichts wird überstürzt.
Im Gegensatz zu Curtis hat Amory sich schon selbst gefunden und ist mit sich im reinen. Sie ist ein starke und selbstbewusste Powerfrau, die sich nicht verbiegen lässt. Es ist fasziniert, wie sie an allen verschiedenen Orten besteht: sei es an der Uni, bei ihrer Familie auf der Farm oder im bunten French Quarter. In meinen Augen ist sie insgesamt ein tolles Vorbild und eine loyale Freundin, die man sich auch im echten Leben wünschen würde. Ich finde es auch toll, wie sie Curtis unterstützt, auch wenn sie weiß, dass in seiner Verfassung keine zufriedene Liebesbeziehung mit ihm möglich ist. Deshalb kann ich auch verstehen, weshalb sie sich auf den eher langweiligen Richard einlässt, der das krasse Gegenteil von Curtis ist.
Aber zu allen Zeiten merkt man die Anziehung zwischen Amory und Curtis und wie die beiden sich doch nacheinander sehnen. Nur in Amorys Nähe (und wenn er am Schlagzeug sitzt) fühlt sich Curtis frei und zufrieden. Auch wenn man sich nur wünscht, dass die beiden zusammen glücklich sind, ist es realistisch dargestellt, dass sie es eben (noch) nicht sein können. Ich liebe es, wenn auch in Büchern die Liebe nicht alles heilen kann, wie z.B. Curtis‘ Seelenheil. Insgesamt gefallen mir die beiden immer zusammen, auch wenn sie „nur“ Mitbewohner sind, da sie sich blind verstehen und alles für den anderen tun würden. Es ist eine realistische und erwachsene Liebesgeschichte, die mich auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt hat.
Alles in allem liebe ich das ganze Buch, sowie die ganze Reihe. Das Setting New Orleans hat mich in seinen Bann gezogen, da Kathinka Engel die Atmosphäre so toll beschreibt. Der Schreibstil ist sehr bildlich und gefühlsnah. Es ist schade, dass es keinen weiteren Teil gibt, denn alle Charaktere sind mir so ans Herz gewachsen und ich würde gerne, die weitere Karriere von „After Hours“, die Band von Curtis, Jasper, Bonnie, Link und Sal, verfolgen.
Fazit: 4,5/5⭐️
Ein grandioser Abschluss einer tollen Reihe, die ich nur jedem ans Herz legen kann
Noch vor zwei Monaten war Emilia Lancaster eine ganz normale junge Frau mit ganz normalen Problemen. Nun ist sie die Kronprinzessin von Caerleon und muss sich Herausforderungen stellen, auf die sie kaum vorbereitet wurde. Neben ihren neuen Verpflichtungen und der öffentlichen Aufmerksamkeit machen ihr vor allem die Intrigen und Machtspielchen im Königshaus zu schaffen. Eine Situation, die nicht einfacher wird, als plötzlich eine ganze Handvoll Verehrer darum kämpft, ihr Interesse zu gewinnen. Und außerdem ist da ja noch Carter Thorne, ihr Stiefbruder, der einzige Mann, für den sie nichts empfinden darf – und dessen Anwesenheit im Palast sie trotzdem überall spüren kann …
Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut, weil es sehr edel wirkt, was perfekt zur royalen Geschichte passt.
Den ersten Band „Silver Crown“ habe ich in einem verschlungen und hatte eine große Suchtwirkung, weshalb ich mich sehr diesem zweiten Band entgegen gefiebert habe. Auch hier bin ich wieder durch die Geschichte geflogen, da es zum einen nicht sehr dick ist und zum anderen der Schreibstil total angenehm zu lesen ist. Die Reihe hat schon eine große Suchtwirkung.
Nach den ganzen Ereignissen befindet sich Emilia nun unter ständiger Bewachung, damit ihr nichts passiert, was ihr sehr zu schaffen macht. Ich konnte sehr gut verstehen, dass sie ihre Freiheit zurückbekommen will, aber manchmal ging mir ihr Selbstmitleid etwas auf die Nerven. Aber zum Glück macht Emilia eine tolle Entwicklung durch und zeigt wieder ihre innere Stärke. Auch die Anziehung zwischen ihr und ihrem Stiefbruder Carter ist ununterbrochen und ich habe bei jeder ihrer gemeinsamen Szenen mitgefiebert, weil mir die beiden einfach toll zusammen gefallen. Leider war Carter oft abwesend, was ich zwar schade finde, aber gut nachvollziehen kann. Ich an seiner Stelle würde mich auch von Emilia fern halten, denn schließlich hat ihre Liebe keine Chance. So ist jedes Mal mein Herz noch mehr aufgegangen, wenn Carter sich liebevoll um Emilia gekümmert hat. Dasselbe gilt für Emilias Stiefschwester Chloe, die fast schon schwesterliche Freundschaft der jungen Frauen ist einfach toll und man merkt, wie wichtig es für beide ist. Allerdings hoffe ich, dass Chloe im letzten Band noch mehr in den Vordergrund tritt, denn auch diese kämpft gegen innere Dämonen.
Die ersten zwei Drittel waren eher ruhig und es ging viel um Emilias Selbstmitleid, sowie das Umwerben um sie, was für viele amüsante Momente geführt hat. Besonders interessant fand ich auch wieder die politischen Machtspielchen, mit denen Emilia auch immer besser zurecht kommt. Sie beginnt sogar aktiv mitzuspielen. Richtig spannend wurde es dann, als die Monarchie-Gegner mehr in den Vordergrund rücken. Das bedrückende Gefühl für Emilia und viele andere wurde toll beschrieben und ich konnte es selbst beim Lesen spüren. Im letzten Drittel gab es dann einige temporeiche Wendungen, die mich sehr überrascht haben und Auswirkungen auf den dritten Band haben werde. Ich freue mich jetzt so auf das Finale, weil es einen Cliffhanger gibt und ich allgemein wissen will, wer hinter allem steckt, wie z.B. den Brandanschlag auf die königliche Familie ganz zu Beginn der Trilogie.