Lesemonat Februar 2021

Ich habe im Februar wieder einiges gelesen und ein Hörbuch gehört. Diesen Monat waren es viele eBooks und einige Rereads.

5⭐️ – Die Sonnenschwester (Lucinda Riley): Der sechste Teil der „Sieben Schwester“ Reihe ist bisher mein Favorit.

5⭐️ – Der Insasse 📱 (Sebastian Fitzek): Dieses Buch hat mich komplett in seinen Bann gezogen und mich sprachlos gemacht.

5⭐️ – Percy Jackson. Diebe im Olymp (Rick Riordan): Die ganze Reihe ist für mich eine Herzensreihe, die ich deshalb gerade noch einmal lese.

5⭐️ – Percy Jackson. Im Bann des Zyklopen (Rick Riordan)

5⭐️ – Percy Jackson. Der Fluch des Titanen (Rick Riordan)

5⭐️ – Chain of Gold 🇬🇧 (Cassandra Clare): Das Schattenjäger-Universum ist für mich wie nach Hause kommen und auch dieses Mal habe ich es genossen, ein Buch zu rereaden.

4,5⭐️ – Aurora erwacht* 📱 (Amie Kaufman & Jay Kristoff): Die Charaktere konnten mich begeistern und zum Schmunzeln bringen.

4,5⭐️ – Concrete Rose* 📱 (Angie Thomas): Ein wichtiger Roman zum Thema Black Lives Matter.

4,5⭐️ – Splitter aus Silber und Eis 📱 (Laura Cardea): Am meisten konnte mich die untypische Liebesgeschichte begeistern.

4⭐️ – The Girl in the Love Song 📱🇬🇧 (Emma Scott): Der 1. Teil ihrer neuen Reihe war gewohnt toll und sehr süß.

4,5⭐️ – When You Come Back to Me 📱🇬🇧 (Emma Scott): In dem 2. Teil geht es um eine berührende Gay Romance.

4,5⭐️ – A Curse so Dark and Lonely 📱🇬🇧 (Brigid Kemmerer): Ein sehr gelungenes „Die Schöne und das Biest“ Retelling mit starken Charakteren.

4⭐️ – Erdbeerversprechen* (Manuela Inusa): Ein berührender Roman über Trauer(bewältigung)

4⭐️ – Ein Kleid aus Seide und Sternen (Elizabeth Lim): Ein solider Fantasyauftakt, obwohl ich leider den riesigen Hype nicht ganz nachvollziehen kann.

4⭐️ – The Brooklyn Years. Was von uns bleibt (Sarina Bowen): Diese Autorin enttäuscht mich einfach nie, auch nicht mit dieser Second Chance Romance.

4⭐️ – Kuss ins Glück📱 (Sarah Saxx): Bei dieser Kurgeschichte hatte ich fast durchgehend ein Grinsen auf dem Gesicht.

4⭐️ – Don‘t Play with your Boss* 📱 (Sarah Saxx): Eine sehr heiße Office Romance

4⭐️ – Game on. Trotz allem du* 📱 (Kristen Callihan): Nach einem Auf und Ab konnte mich der vierte und Finale Teil wieder überzeugen.

3,5⭐️ – Sweet like You 🎧 (Robyn Neeley): Das Hörbuch konnte ich perfekt nebenher hören und es ist eine Geschichte zum Wohlfühlen.

3,5⭐️ – Dare to Trust* 📱 (April Dawson): Eine süße Liebesgeschichte für Zwischendurch

3⭐️ – Break Away (Annabelle Stehl): Es war schön, dass eine NA Romance mal in Deutschland spielt, aber leider viel mir manchmal die Tiefe in der Liebesbeziehung.

*Rezensionsexemplar

Rezension „Aurora erwacht“

Klappentext:

Tyler, frisch ausgebildeter Musterschüler der besten Space Academy der ganzen Galaxie, freut sich auf seinen ersten Auftrag. Als sogenannter „Alpha“ steht es ihm zu, sein Team zusammenzustellen – und er hat vor, sich mit nichts weniger als den Besten zufrieden zu geben. Tja, die Realität sieht anders aus: Er landet in einem Team aus Losern und Außenseitern:

Scarlett, die Diplomatin – Sarkasmus hilft immer (not.)
Zila, die Wissenschaftlerin – dezent soziopathisch veranlagt
Finian, der Techniker – besser: der Klugscheißer
Kaliis, der Kämpfer – es gibt definitiv Menschen, die ihre Aggressionen besser unter Kontrolle haben
Cat, die Pilotin – die sich absolut nicht für Tyler interessiert (behauptet sie zumindest)

Doch dieses Katastrophenteam ist nicht Tylers größtes Problem. Denn er selbst ist in den verbotenen interdimensionalen Raum vorgedrungen und hat ein seit 200 Jahren verschollenes Siedlerschiff gefunden. An Bord 1.000 Tote und ein schlafendes Mädchen: Aurora. Vielleicht hätte er sie besser nicht geweckt. Ein Krieg droht auszubrechen – und ausgerechnet sein Team soll das verhindern. Ouuups. Don’t panic!

Meine Meinung:

Das Cover wurde aus dem Original übernommen und ich bin auch zufrieden damit. Am besten finde ich, dass man direkt das Genre, nämlich Science Fiction, erkennen kann.

Man steigt direkt ohne große Umschweife in die Geschichte ein, als Tyler Aurora als einzige Überlebende eines Siedlerschiffes retten kann. Dadurch wurde ich von Beginn an gepackt und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Auch die übrigen Protagonisten lernt man früh kennen und irgendwie habe ich mich sofort in diesen bunten Haufen verliebt. Die Charaktere sind grundverschieden, nicht nur, weil sie unterschiedliche Spezien sind, und zusammen sehr amüsant. Bei ihren Kabbeleien musste ich einige Male schmunzeln, wobei ich hier glaube, dass es in Originalsprache noch humorvoller wäre. Aber auf der anderen Seite konnte mich der komplette Squad mit Mut, Intelligenz und Loyalität überzeugen, wodurch sie sich trotz aller Widrigkeiten zu einem tollen Team entwickeln, das sich perfekt ergänzt. Sowohl die alten als auch die neuen Freundschaften konnten mich auf ganzer Linie überzeugen. Dahingegen lässt mich eine sich anbahnende Romanze bisher noch ganz kalt und daher fand ich sie auch etwas unnötig. Gut gefiel mir wieder, dass man auch aus allen Sichten liest. Allerdings erfährt man von einigen mehr als von anderen. In den weiteren Bänden erhoffe ich mir noch mehr über Kaliis, Finian und besonders Zila, auch weil sie alle keine Menschen sind.

Ich lese eher weniger Science Fiction, aber so war es für mich spannend das komplexe Wordbuilding innerhalb des riesigen Weltalls zu verstehen und neue Spezien und Planeten kennenzulernen. Trotzdem brauchte ich einige Anlaufschwierigkeiten, aber zum Glück hilft die lockere Schreibstil gut beim Verständnis weiter und es wurden immer wieder Erklärungen eingestreut. Dies geschieht auf einem natürlichen Weg, denn auch Aurora muss sich erst zurecht finden. Hier gibt es noch viel Potenzial für die Folgebände, obwohl ich schon jetzt die Flüge durch das Weltall geliebt habe

Insgesamt fand ich das komplette Buch spannend, ohne Längen zwischendurch, und überraschend. Die Handlung nimmt bereits im ersten Band Dimensionen an, mit denen ich nicht gerechnet habe. Mit den Charakteren habe ich mitgefiebert, aber auch mitgelitten. Im letzten Abschnitt musste ich sogar ein paar Tränchen verdrücken. Ich möchte gar nicht mehr zum Inhalt verraten, um nicht spoilern und euch Überraschungen vorwegzunehmen. Aber ich kann sagen, dass ich den zweiten Band nicht mehr abwarten kann.

Fazit: 4,5/5⭐️

Ein sehr rasantes Buch, das ich inhaliert habe

*Rezensionsexemplar

Rezension „Don’t Play with your Boss“

Klappentext:

Adrian Price ist arrogant, unfassbar gutaussehend – und Harper Mackenzies neuer Boss. Schnell stellt sie fest, dass sie ihn mit ihren weiblichen Waffen aus dem Konzept bringen und seine schlechten Launen zumindest kurzzeitig vertreiben kann. Dabei beginnt sie jedoch ein Spiel mit dem Feuer und riskiert, sich zu verbrennen.
Dass ihm seine neue Assistentin regelmäßig heiße Träume beschert – und das nicht nur nachts –, ärgert Adrian Price. Harper ist nämlich verdammt gut in ihrem Job und nur ungern würde er ihre Stelle neu besetzen müssen. Deshalb versucht er mehrfach, ihr klarzumachen, dass sich an ihrem Verhältnis nichts ändern wird. Dabei übersieht er jedoch, dass er damit nur Öl in die lodernden Flammen gießt.
Denn Harper ist nicht die einzige Frau, die den sexy Anwalt in ihrem Bett und ihrem Leben sieht …

Meine Meinung:

Ich muss ja leider sagen, dass ich jetzt kein großer Fan bin, wenn bei einem Liebesroman ein Typ auf dem Cover zu sehen ist. Aber zumindest finde ich ihn in seinem Anzug attraktiv und mir gefällt die Skyline, durch die man in Kombination des Anzugs gut darauf schließen kann, dass es sich um eine Office Romance handelt. Hier finde ich auch den Titel sehr passend gefällt.

Bei der ersten Begegnung zwischen den Protagonisten Adrian und Harper nimmt sie ihm den Parkplatz weg, bevor sie beim Vorstellungsgespräch erfährt, dass er ihr zukünftiger Chef sein wird. So einen ähnlichen Einstieg habe ich bei Office Romance schon häufiger gelesen, aber ich finde dies immer wieder amüsant und Sarah Saxx schafft es, hier ihre ganz eigene Geschichte zu schreiben. Die Autorin bringt auch von Beginn an das Knistern zwischen den beiden rüber, sodass ich selbst beim Lesen ein kleines Herzflattern hatte. Mir gefielen die sexuelle Spannung und das Kräftemesser von Adrian und Harper, die von beiden Seiten aus kamen. Generell schön war es, dass sich beide trotz ihres Chef-Angestellte-Verhältnis auf Augenhöhe begegnen.

Harper ist sich ihrer Stärken sehr wohl bewusst und lässt sich von Adrian weder einschüchtern noch von seiner teilweise schroffen Art abschrecken. Mir gefiel ihre fröhliche und taffe Art, denn sie lässt auch schwache Momente zu. Aber auch Adrian war mir sympathisch, obwohl er meist wie der harte Anwalt rüberkommt, der dabei viel Sexappeal versprüht. Doch man spürt schnell, dass er seinen Job einfach liebt und er gegenüber Freunden und Familie immer loyal ist. Die Beziehung der beiden entwickelt sich in meinen Augen in einem angenehmen Tempo, sodass es sich nicht überstürzt anfühlt. So kämpfen beide, aber besonders Adrian, immer mal wieder gegen die Anziehung an, wofür man die Gründe früh erfuhr, was mir gefiel. Ansonsten war es angenehm, dass das Drama, das in Liebesromanen dazu gehört und immer wieder für Spannung sorgt, in meinen Augen überhaupt nicht überzogen, sondern realistisch war.

Beim Buch habe ich nur zwei kleine Kritikpunkte, die meinem Lesespaß aber keinen Abbruch getan haben. Zum einen war mir Adrians Ex-Freundin, die immer wieder auftaucht und für Probleme sorgt, mir mit ihrer durchweg unsympathischen Art etwas zu eindimensional und zum anderen hätte ich mir im letzten Abschnitt an ein oder zwei Stellen tiefer gehende Gespräche zwischen Adrian und Harper gewünscht.

Insgesamt habe ich das Buch einfach nur inhaliert, weil es mir auch gute Laune gemacht hat. Ich habe mit den beiden Protagonisten mitgefiebert und mitgelitten, aber ich habe auch ihre Familien und Freunde ins Herz geschlossen. Es war eine Office Romance ganz nach meinem Geschmack, bei der Sarah Saxx die Balance zwischen heißen und ernsten Momenten schafft.

Fazit: 4/5⭐️

Eine heiße Office Romance, die ich wärmstens empfehlen kann

*Rezensionsexemplar

Rezension „Erdbeerversprechen“

Klappentext:

Der süße Duft von Erdbeeren im Frühling und ganz große Gefühle – willkommen zurück in Kalifornien!

Amanda hat mit ihrer Familie viele glückliche Jahre auf ihrer Erdbeerfarm nahe Carmel-by-the-Sea verbracht, bis ihr Mann Tom vor achtzehn Monaten verstarb und sie mit ihrer Tochter Jane zurückließ. Jane verkraftet den Verlust ihres Vaters nur schwer, und auch für Amanda ist es nicht leicht, ohne ihren geliebten Tom weiterzumachen und sich allein um die große Plantage zu kümmern. Als ihre beste Freundin vorschlägt, an einer Trauergruppe teilzunehmen, rafft Amanda sich endlich auf und hofft, auf diese Weise besser mit ihrem Kummer klarzukommen. Was sie allerdings nicht ahnt, ist, dass sie dort eine ganz besondere Begegnung machen wird. Und sie erinnert sich an ein Versprechen, das sie einst ihrem Mann gegeben hat …

Meine Meinung:

Mir gefallen die Cover der kompletten Reihe, bei der man die Bände komplett unabhängig voneinander lesen kann, sehr gut. Schon allein die Erdbeeren machen mir Appetit und Laune auf den Frühling/Sommer. Wie bereits in vorherigen Teilen fühlte ich mich auf der Farm, in diesem Fall eben eine Erdbeerplantage, beim Lesen sehr wohl.

Im Mittelpunkt steht in diesem Band Trauer und die Trauerbewältigung. Manuela Inusa schafft es, dieses sensible Thema sensibel zu verpacken, ohne dass die Geschichte eine zu schwere Kost wird. Dabei hilft der leichte und zugleich berührende Schreibstil sehr.

Wir verfolgen in dem Buch zwei Familien, die jeweils ein wichtiges Mitglied verloren haben. Während Amanda und ihre Tochter Jane erst vor 1 1/2 Jahren ihren Ehemann/Vater verloren haben, liegt der Tod von Carter’s Frau, die Mutter seiner Töchter Samantha und Astor, bereits drei Jahre zurück. Man liest aus vier verschiedenen Sichten (Amanda, Jane, Carter, Samantha), was mir gut gefiel, weil man sie dadurch viel besser versteht, insbesondere ihre Trauer. Ich fand es schön, dass die Autorin anhand der Charaktere zeigt, dass jeder auf andere Art trauert.

Jane zeigt sie ganz offen, kapselt sich von alles und jedem ab (abgesehen von ihrem besten Freund) und ist oft wütend. Ganz im Gegensatz dazu versteckt sich Samantha stets hinter ihrem Lächeln und einer aufgesetzten Fröhlichkeit und versucht es jedem recht zu machen. Beide Jugendlichen wurden mir während der Geschichte sehr sympathisch, weil ich die Beweggründe für ihr Handeln verstehen konnte. Auch machen beide eine Entwicklung durch, wodurch sie zu sich selbst finden. Die jüngere Astor geht mit dem Tod ihrer Mutter wieder anders um. Ihre kindliche und fröhliche Art konnte mich immer wieder begeistern und hilft auch den anderen.

Die beiden Erwachsenen, Amanda und Carter, sind in ihrer Trauerbewältigung schon etwas weiter oder besser gesagt, sie gehen ihrem Alter entsprechend reifer mit dieser Situation um. Trotzdem spürt man ihre Trauer immer wieder, die sie aber ihren Kindern zugunsten zurückstellen. Ihre sich entwickelnde Romanze war echt süß und ich habe mich einfach für sie gefreut, auch weil dadurch alle zusammen finden.

Insgesamt habe ich beide Familien ins Herz geschlossen, auch wenn die Familienchemie verschieden ist. Während Carter, Samantha und Astor wie Pech und Schwefel sind, müssen Amanda und Jane erst wieder zusammen finden. Es war schön zu lesen, wie sich die unterschiedlichen Familien kennen lernen und näher kommen, was auch den Familien intern weiterhilft. Ich konnte es nachvollziehen, dass sie sich gegenseitig mit ihrer Trauer helfen können, weil sie alle dasselbe erlebt haben. Dadurch macht das Buch vielleicht auch Betroffenen Mut, wobei mir hier auch die Trauergruppe gut gefiel. Allerdings ging mir das Buch so im letzten Drittel etwas zu schnell, wobei es dort auch zu einigen Überraschungen kam.

Fazit: 4,25/5⭐️

Ein berührender Roman über Trauer mit authentischen Charakteren

*Rezensionsexemplar

Rezension „Concrete Rose“

Klappentext:

Der 17-jährige Maverick weiß aus bitterer Erfahrung: Man ist verantwortlich für die eigene Familie. Als Sohn eines Vaters, der im Knast sitzt, dealt er für die King Lords, damit er und seine Mutter über die Runden kommen. Das Leben ist zwar nicht perfekt, aber seine Freundin und sein Cousin Dre machen es erträglich. Doch als Mav erfährt, dass er Vater geworden ist, steht seine Welt Kopf. Sein Sohn Seven ist vollständig auf ihn angewiesen. Schnell begreift Mav, dass er nicht alles unter einen Hut bekommt: den Schulabschluss zu machen, sich um Seven zu kümmern und zu dealen. Der Ausweg: auszusteigen aus dem Gangleben. Doch die King Lords lassen keinen der ihren einfach so ziehen. Und als ein wichtiger Mensch in Mavericks Leben ermordet wird, steht er vor einer Zerreißprobe zwischen Verantwortung, Loyalität und Rache …

Meine Meinung:

Ich wollte dieses Buch furchtbar gerne lesen, weil ich mehr über Black Lives Matter lesen möchte und viele Leute in Bezug darauf die Bücher von Angie Thomas empfehlen. Und ich wurde auch sehr schnell von „Concrete Rose“ in den Bann gezogen, denn Maverick fühlte sich so echt an. Besonders ansprechend war hier der Schreibstil von Angie Thomas, denn sie benutzt viele Slang-Begriffe und die Gespräche zwischen Mav und den anderen sind umgangssprachlich geschrieben, sowie sich die Personen in diesem Umfeld wirklich unterhalten würden.

Maverick, aus deren Sicht man das ganze Buch über liest, ist ein sympathischer junger Mann, der sich zum einen mit Problemen wie Gangs, Polizeigewalt, Existenzängste und ähnliches auseinander setzen muss und zum anderen mit der Suche nach sich selbst beschäftigt ist, wie sie jeder Jugendlicher/junger Erwachsene auf der Welt durchmacht. Seine Entwicklung in diesem Buch war sehr beeindruckend, u.a. weil er lernt, Verantwortung zu tragen, wenn auch teilweise eher unfreiwillig. Aber er macht auch Fehler und Rückschritte auf seinen Weg, trotzdem lernt er daraus und gibt nie auf. Auch hat das Herz auf dem rechten Fleck und man spürt immer seine väterliche Liebe für seinen kleinen Sohn, für den er ein gutes Vorbild sein will. Wenn ihn alles überfordert, insbesondere eben sein Sohn, hätte ich ihn am liebsten in den Arm genommen und getröstet.

Aber auch Mavs komplettes Umfeld, z.B seine Eltern, sein Cousin Dre und seine Freundin Lisa, konnte mich begeistern. Mir gefielen sowohl ihre jeweiligen Beziehungen zu Maverick als auch ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten, die ihre eigene Wünsche, Probleme und Stärken wie Schwächen haben. Ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, vor Ort zu sein und die Personen persönlich zu kennen.

Ich finde es sehr wichtig, dass solche realistischen Geschichte geschrieben und veröffentlicht werden, auch um Aufklärung zu betreiben. Die Thematik Rassismus ist leider immer noch hochaktuell, weshalb man nicht darüber schweigen darf. Die Tatsache, dass echte Menschen das gleiche wie Maverick, seine Freunde und Familie teilweise erleben, bedrückt einem beim Lesen noch zusätzlich und nahm auch mich emotional mit. Neben dem Rassismus spielt ja auch Mavericks frühere Vaterschaft eine große Rolle. Auch darüber gibt es gefühlt auch nicht viele Bücher, obwohl dies immer wieder junge Menschen betrifft. Generell wurde auch dieses Thema authentisch umgesetzt.

Insgesamt konnte mich das Buch komplett überzeugen und emotional berühren. Ich kann eigentlich gar keine Kritik äußern, außer vielleicht, dass sich der Schluss des Buches sich nicht nach einem Ende angefühlt hat. Das kann aber natürlich auch daran liegen, dass ich „The Hate U Give“ noch nicht gelesen habe, wo es um Mavericks Tochter geht und die Familie sicher auch im Fokus stehen wird. Aber „THUG“ ist nun auf jeden Fall ganz oben auf meine Wunschliste gewandert.

Fazit: 4,5/5⭐️

Ein wichtiger und realistischer Roman, den ich nur empfehlen kann

*Rezensionsexemplar

Rezension „Game on. Trotz allem du“

Klappentext:

Wenn ein einziger Blick reicht, deine Welt zu erschüttern

Für Quarterback Finn Mannus verläuft ein simples Kalender-Shooting anders als erwartet: Die toughe Fotografin Chess bringt ihn völlig aus der Fassung. Eigentlich hat Finn schon seine Erfahrungen mit Frauen gemacht, aber vom ersten Augenblick an spürt er in der Gegenwart von Chess eine nie gekannte, knisternde Anziehung. Für ihn steht fest: Er muss diese faszinierende Frau unbedingt für sich gewinnen – ist sie doch die erste, von der er mehr will als nur eine einzige Nacht. Aber dieses Vorhaben ist schwieriger als gedacht, denn ein Sportler mit dem Ruf eines Playboys ist das Letzte, was Chess gerade sucht …

Meine Meinung:

Ich bin bei Liebesgeschichten kein großer Fan von Personen auf dem Cover, weshalb ich mich sehr über die neuen Cover gefreut habe.

Nachdem ich bereits die ersten drei Bände gelesen habe, wollte ich die Reihe nun auch unbedingt beenden. Kristen Callihans Schreibstil ist sehr locker, wodurch sich ihre Bücher schnell und leicht lesen lassen. So konnte ich auch bei dieser Geschichte abschalten. Ich muss sagen, meine Erwartungen waren jetzt nicht allzu hoch, weil mir die Teile 1 und 3 etwas zu sexlastig waren. Aber zum Glück konnte mich das Finale ähnlich wie Teil 2 überzeugen, wobei der mein Favorit bleibt.

Wir folgen hier dem Footballer Finn und der Fotografin Chess, die bei einem Nacktshooting zum ersten Mal aufeinander treffen. Schon beim ersten Aufeinandertreffen musste ich viel schmunzeln, weil Chess komplett unbeeindruckt von Finn war und ihn und auch seine Teamkollegen komplett im Griff hatte. Insgesamt ist Chess eine sehr taffe Frau, die weiß, was sie will. Sie liebt ihren Job und ihren besten Freund James, der schon eine Sache für sich und vielleicht sogar mein Lieblingscharakter des Buches ist. Man spürt einfach, wie eng diese Freundschaft ist. Aber auch Finn hat eine enge Bindung zu seinen Teamkollegen, insbesondere mit Jake, wodurch es zu tollen Szenen unter den Footballer kommt. Mir gefiel allgemein Finns fürsorglicher Umgang mit seinen Mitmenschen, denen er immer mit Respekt begegnet.

Auch zusammen mag ich die beiden sehr gerne, besonders weil es sich langsam zwischen ihnen entwickelt. Zwar finden sie sich attraktiv und Finn versucht Chess zu einem Date zu überreden, aber trotzdem werden sie erst Freunde, die viele ehrliche Gespräche führen. Ich konnte spüren, wie sie immer mehr Vertrauen zueinander aufbauen und auch ihre Anziehung immer größer wird. Dann gerät noch ein Thema in den Fokus, dass mich sehr überrascht hat. Dadurch bekommen die Protagonisten noch mehr Tiefe und man lernt sie von den neuen, verletzlicheren Seiten kennen. Nur am Ende hatte ich das Gefühl, dass diese wichtige Thematik nicht ganz zu Ende geführt wurde. Ich hätte mir noch weiterreichende, abschließende Gespräche von Finn und Chess gewünscht.

Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen, weil mir die Protagonisten sympathisch waren und mich der Verlauf positiv überrascht hat. Dieser Band spielt zeitgleich zum dritten, wodurch es zu ein paar Überschneidungen kam, die clever eingebaut wurden. Allerdings muss ich sagen, dass weder dieses Buch noch die Reihe ein Highlight für mich war.

Fazit: 4/5⭐️

Diese Reihe war für mich ein Auf und Ab, aber der vierte Band konnte mich wieder überzeugen.

*Rezensionsexemplar

Rezension „Dare to Trust“

Klappentext:

Weil sich in jedem Herzen etwas Gutes verbirgt
Als der New Yorker Geschäftsmann Hayden Millard nach Jahren seiner ehemaligen Mitschülerin Tori Lancaster gegenübersteht, gerät seine Welt augenblicklich ins Wanken. Schließlich war sie es, die ihm das Leben in der Highschool zur Hölle gemacht hat – auch wenn sie ihn anscheinend nicht wiedererkennt! Als Hayden herausfindet, dass Tori dringend einen Job braucht, bietet er ihr eine Stelle als Assistentin bei seinem Plattenlabel Ever Records an – um ihr endlich heimzuzahlen, was sie ihm einst angetan hat! Doch der in sich gekehrte CEO merkt schon bald, dass sein Herz ganz andere Pläne als Rache hat …

Meine Meinung:

Auch im neuen LYX-Programm überzeugt der Verlag mit wunderschönen Covern, dass viel mit hellen Pastellfarben überzeugen kann. Hier gefällt es mir besonders, dass man einen Blick auf die New Yorker Skyline durch die Schrift werfen kann. Dadurch entsteht auch eine Verbindung zu den Covern von April Dawson’s zuletzt erschienenen Reihe.

Diese habe ich bereits gelesen und somit ist mir der Schreibstil ebenfalls nicht neu, der auch bei diesem Buch sehr locker und leicht ist, weshalb ich durch die Seiten geflogen bin und den Roman in einem Tag beendet habe.

Man steigt mit einem Rückblick in die Geschichte ein, wodurch man direkt einen Einblick sowohl in Hayden’s außergewöhnliche Familienbildung als auch in seine und Toris Vorgeschichte bekommt, was mir sehr gut gefiel. Beide Protagonisten, aus deren Sicht man abwechselnd liest, waren mir sympathisch. Tori war in ihrer Jugend sicherlich nicht besonders nett, aber sie hat sich seitdem sehr verändert und man erfährt auch, warum sie damals so war. Heute ist sie eine Kämpferin, die sich jahrelang alleine durchschlagen musste, aber ihr großes Herz, vor allem Tieren gegenüber, hat sie trotzdem nicht verschlossen, und sie gibt nie auf. Dabei geht sie auch kreative Wege. Auch Hayden habe ich schnell ins Herz geschlossen. Er ist zwar ein Arbeitstier, das sich kaum Freizeit nimmt, aber er sorgt sich um seine Adoptivfamilie, seinen besten Freund Jamie und all seine Mitarbeiter. In seinem Unternehmen würde ich gerne arbeiten. Trotz seiner schwierigen Kindheit ist er nun ein zufriedener Mann, der nach vorne schaut. Deshalb passten seine Rachepläne für Tori nicht unbedingt zu seinem Charakter, aber sie zeigen auch, dass er sie nie vergessen konnte und immer noch emotional an ihr hängt. Auch war ich sehr froh, dass seine Pläne nicht ausgeartet sind.

Die Vorgeschichte zwischen den beiden und ihre Lebenssituationen, die sich in den Jahren vertauscht haben, waren eine sehr spannende Basis für eine intensive Liebesgeschichte. Zu Beginn gibt es auch tolle und lustige Schlagabtausche, weil weder Hayden noch Tori auf den Mund gefallen sind. Man spürt auch von Anfang eine Chemie und Anziehung zwischen den beiden, obwohl sie sich aus unterschiedlichen Gründen dagegen wehren. Das gefiel mir eigentlich sehr gut, allerdings ging mir der Wechsel von gegenseitiger Abwehr zu den großen Gefühlen doch zu abrupt. Auch konnte ich ab einem bestimmten Moment nicht mehr nachvollziehen, warum Tori Hayden nicht erkannt hat bzw. gar keine Verbindungen herstellt. Dafür besticht ihre Romanze damit, dass es zwar Drama gibt, aber beide nicht unverhältnismäßig reagieren. Am Ende gab es auch noch einige Wendungen, die mich überrascht haben.

Alles in allem hatte ich mit dem Buch sehr angenehme und kurzweilige Lesestunden. Es ist doch ein Wohlfühlbuch, vor allem weil Tori, Hayden, ihre Freunde und Hayden’s Familie warmherzig sind, und keine schwere Kost, da die ernsteren Themen nur angeschnitten werden, weshalb die Triggerwarnung in diesem Fall für mich übertrieben wirkt. Allerdings wäre hier auch mehr herauszuholen gewesen und etwas Potenzial wurde daher in meinen Augen auch verschenkt. Aber ich freue mich sehr auf die beiden Folgebände, weil die Geschichten von Hayden’s Adoptivgeschwistern sehr interessant klingen und sie auch bereits in diesem Teil angeschnitten wurden.

Fazit: 3,5⭐️

Schöne Liebesgeschichte für Zwischendurch

*Rezensionsexemplar

Lesemonat Januar 2021

Ich habe im Januar 24 Bücher (incl. 14 eBooks) gelesen und insgesamt bin ich sehr zufrieden. Es waren dieses Mal auch sehr unterschiedlichen Genres dabei.

1. Die Mondschwester (Lucinda Riley): 3⭐️

Für mich ist der 5. Band der „Sieben Schwestern“ bisher der schwächste Band der Reihe.

2. A Fate Darker Than Love (Bianca Iosivoni): 3,5⭐️

Ich liebe Mythologie und die Bücher der Autorin, aber hier ist noch Luft nach oben.

3. Faded. Dieser eine Moment (Julie Johnson): 4⭐️

4. Faded. Wenn alles stillsteht (Julie Johnson): 3,5⭐️

Diese Dilogie über Rockstars besticht mit einem grandiosen Schreibstil und einer ansprechenden Atmosphäre, aber es hätte auch ein Band gereicht.

5. Zurück in Virgin River* (Robyn Carr): 3,5⭐️

6. Gemeinsam stark in Virgin River* (Robyn Carr): 4,5⭐️

Zu beiden Bänden gibt es eine Rezension auf dem Blog.

7. Never Doubt (Emma Scott): 4,5⭐️

Ich liebe Emma Scott’s Bücher und dieses ist keine Ausnahme, besonders den Theater-Aspekt war schön.

8. The Tower of Nero 🇬🇧 (Rick Riordan): 5+⭐️

Das Finale von „The Trials of Apollo“ war wieder ein absolutes Highlight, aber ich war sehr traurig, Abschied zu nehmen.

9. One of us is lying (Karen M. McManus): 4,5⭐️ (eBook)

10. One of us is Next (Karen M. McManus): 4,5⭐️ (eBook)

11. Two Can Keep a Secret (Karen M. McManus): 3,5⭐️ (eBook)

Zu allen drei Büchern habe ich euch in früheren Beitrag meine Meinung gesagt.

12. Park Avenue Player* (Vi Keeland & Penelope Ward): 4,5⭐️ (eBook)

Eine Rezension findet ihr auf dem Blog.

13. Der Engelsbaum (Lucinda Riley): 4⭐️ (eBook)

Dieser Familienroman über drei Zeitebenen hat mich echt süchtig gemacht.

14. Die Mitternachtsrose (Lucinda Riley): 4,5⭐️ (eBook)

Dies ist bisher eines meiner Lieblingsbücher der Autorin und besonders die Informationen über die indische Kultur gefielen mir.

15. Wildflower Summer. In deinen Armen (Kelly Moran): 3,5⭐️ (eBook)

16. Wildflower Summer. In diesem Moment (Kelly Moran): 4⭐️ (eBook)

Hier hat die Autorin wieder ein Wohlfühlsetting und sympathische Charaktere erschaffen, wobei Band 2 mir besser gefallen hat.

17. Don‘t Hate Me (Lena Kiefer): 3,5⭐️ (eBook)

Auch der 2. Band besticht mit authentischen Protagonisten und einer ansprechenden Atmosphäre, aber beim Hauptstrang gab es kaum Fortschritte.

18. Das wunderbare Wollparadies (Manuela Inusa): 4⭐️ (eBook)

19. Der fabelhafte Geschenkladen (Manuela Inusa): 3,5⭐️ (eBook)

20. Die kleine Straße der großen Herzen (Manuela Inusa): 4⭐️

Die „Valerie Lane“ Reihe ist einfach nur zum Wohlfühlen und Abschalten, weil alle Charaktere sehr herzlich sind.

21. Die Ärztin. Das Licht der Welt (Helene Sommerfeld): 4⭐️ (eBook)

Dieser historische Roman spielt in „Deutschland“ in der 2. Hälfte der 19. Jahrhunderts und ich fand ihn sehr interessant, besonders der medizinische Aspekt.

22. Hello Forever 🇬🇧 (Sarina Bowen): 4⭐️ (eBook)

Mir gefallen die MM Romance Bücher der Autorin immer wieder aufs neue, so konnte ich die Zuneigung zwischen den Protagonisten immer spüren.

23. Top Secret 🇬🇧 (Sarina Bowen & Elle Kennedy): 4⭐️ (eBook)

Diese Geschichte hat mich positiv überrascht, denn ich wollte sie gar nicht aus der Hand legen und ich war froh, dass es keine Dreiecksbeziehung im klassischen Sinn wurde.

24. Heartstopper Vol. 3 🇬🇧 (Alice Oseman): 5⭐️

Ich liebe diese Graphic Novel Reihe, denn die Zeichnungen sind so schön und die Charaktere sind mir bereits sehr ans Herz gewachsen.

*Rezensionsexemplare

Rezension „Gemeinsam stark in Virgin River“

Klappentext:

Pfarrer Noah Kincaid hat die alte Kirche von Virgin River im Internet ersteigert. Er möchte sie zu neuem Leben erwecken, doch dazu benötigt er Hilfe. Tatsächlich meldet sich jemand auf seine Anzeige – und zwar die vorlaute Ellie Baldwin. Ihre Vergangenheit ist so bunt wie ihre Kleidung. Noah ist skeptisch. Aber je näher er Ellie kennenlernt, desto mehr spürt er: Sie ist genau der frische Wind, den er braucht. Sosehr sie sich auch äußerlich unterscheiden, in ihrem Inneren haben sie dieselben Träume und Sehnsüchte. Und gibt es einen besseren Platz auf der Welt, um sich diese zu erfüllen, als die charmante Kleinstadt?

Meine Meinung:

Ich habe inzwischen genug von den Covern der Neuauflage geschwärmt, aber sie gefallen mir immer noch sehr gut.

Nachdem es mich im vorherigen Band „Zurück in Virgin River“ gestört hat, dass zu viele Geschichten im Fokus stehen, wodurch sie zu schnell abgehandelt wurden, besinnt sich dieses Buch nun wieder größtenteils auf ein Pärchen. Sowohl Noah als auch Ellie kennt man noch nicht, aber beide habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen.

Noah arbeitet als Pfarrer und für ihn steht bei dieser Arbeit das Wohl seiner Mitmenschen im Vordergrund. Ich fand es sehr sympathisch, wie er auf andere zugeht, ohne sie von seinem Glauben überzeugen zu wollen. Stattdessen ist er ein Pfarrer, wie ich ihn mir wünschen würde, und passt damit perfekt zu Virgin River. Auch Ellie, die bald als seine Assistentin abfängt, hat ein riesiges Herz, insbesondere für ihre beiden Kinder Danielle (8) und Trevor (4). Es ist bewundernswert, wie sie sich für ihre Kinder aufopfert und dabei sehr verantwortungsvoll ist, obwohl sie mit Mitte 20 eine junge Mutter ist. Umso trauriger ist, dass sie von ihrem Ex-Mann ausgetrickst wurde, sodass dieser für 90 Tage das Sorgerecht hat, obwohl er weder der leibliche Vater ist noch eine emotionale Nähe zwischen ihm und den Kinder existiert. Doch Ellie ist eine Kämpferin, die niemals aufgibt. Deshalb will sie auch auf jeden Fall die Assistentinnenstelle und Noah stellt sie ein, obwohl er ihr erst skeptisch gegenüber ist, aber dann doch schnell dahinter steigt, welch guter Mensch sie ist. Das zeigt, dass man einen Menschen nicht nach dem ersten Eindruck beurteilen darf.

Aber diese anfängliche Skepsis zwischen den beiden, weil sie einander auf den ersten Blick eben falsch einschätzen, fand ich auch sehr erfrischend, weil hier die Liebesgeschichte nicht direkt mit einer großen körperlichen Anziehung beginnt. Erst nach dem dritten oder vierten Aufeinandertreffen wird ihnen klar, dass sie einander attraktiv finden, und mehr entwickelt sich auch erst mit der Zeit durch ihre enge Zusammenarbeit. Ich fand es so schön, wie sie sich zunächst auf der persönlichen Ebene besser kennenlernen und sich in die Charakterzügen des jeweils anderen verlieben. Auch ergänzen sie sich beide perfekt und geben einander Halt, aber auch Leichtigkeit. Es ist eine Slowburn Romance ganz nach meinem Geschmack.

In einer Nebenstory verfolgen wir die Geschichte von Paul und Vannis (Protagonisten aus Band 5 „Ein neuer Tag in Virgin River“) weiter. Und auch wenn ich Mel und Jack mag, ist es mal schön, dass mal zwei andere Charaktere im sekundären Fokus stehen, und dieser Handlungsstrang konnte mich auch überzeugen. Die Familie von Paul und Vanni macht eine große Veränderung durch, die mich emotional berühren konnte und zeigt, was Familie im Kern bedeutet. Außerdem wurde dies in meinen Augen realistisch umgesetzt, ohne rosarote Brille.

Insgesamt konnte mich das Buch echt begeistert und zwar von Anfang bis Ende. Ich wollte das Buch gar nicht aus der Hand legen, auch weil ich mich in Virgin River wieder wohlgefühlt habe. Das lag besonders an der ganzen Unterstützung der Bewohner, die hier vor allem Ellie zu spüren bekommt, die sie lange nicht mehr kannte. Robyn Carr hat wirklich eine tolle Stadt erschaffen und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen, selbst wenn die nachfolgenden Bände nicht mehr neu aufgelegt werden.

Fazit: 4,5/5⭐️

Dies ist einer meiner (bisherigen) Lieblingsbände der Reihe, in der eine Slowburn Liebesgeschichte im Fokus steht.

Bücher von Karen M. McManus

„The Cousins“ habe ich noch nicht gelesen, aber zu den anderen drei Büchern gebe ich hier in diesem Beitrag jeweils eine kurze Rezension.

Klappentext „One of us is lying“:

Eine Highschool, ein Toter, vier Verdächtige …

An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv…

Meine Meinung zu „One of us is lying“:

Der Schüler Simon stirbt und seine Mitschüler Bronwyn, Addy, Nate und Cooper stehen unter Tatverdacht.

Mir gefiel, dass man aus der Sicht aller vier Personen liest, denn so bekam man bessere Einblicke in ihr Leben. Auf den ersten Blick sind sie richtige klischeehafte Charaktere, doch die Autorin konnte mich überraschen, in dem sie sie alle sehr vielseitig macht. Ich habe sie dadurch wirklich alle ins Herz geschlossen und ihr Tatendrang innerhalb der Geschichte war bewundernswert.

Der ganze Weg zur Aufklärung war interessant und sehr spannend. Es gab einige Wendungen, die mich überraschen konnten, so auch die Aufklärung selbst. Zwischendurch hatte uch kleine Ahnungen, aber mit den kompletten Ausmaßen habe ich nie gerechnet.

Insgesamt habe ich das Buch gesuchtet und auch das gesamte Konstrukt um Simons Gossip-App konnte mich überzeugen. Die Auswirkungen von Klatsch und Tratsch auf die Schüler sowie die komplette High School Atmosphäre wurden perfekt eingefangen.

Fazit: 4,5/5⭐️

Meine Meinung zu „One of us is Next“:

(Um mögliche Spoiler zu vermeiden, zeige ich zu diesem Buch keinen Klappentext. Aber ihr findet ihn unter folgendem Link: https://www.randomhouse.de/Buch/ONE-OF-US-IS-NEXT/Karen-M-McManus/cbj-Jugendbuecher/e556514.rhd )

Dies ist keine klassische Fortsetzung, sondern es handelt es sich um eine eigenständige Geschichte, die an derselben Schule spielt, und eine der drei Protagonisten ist Bronwyns Schwester Maeve. Es gibt einige Punkte, die mir besser, und andere, die mich schlechter gefallen haben als beim 1. Band. Insgesamt war es aber genauso spannend.

Fazit: 4,5/5⭐️

Klappentext „Two Can Keep a Secret“:

Eine Bilderbuchstadt. Eine Mordserie. Und der Killer ist zurück.

Ellery kennt die dunkle Vergangenheit der Kleinstadt Echo Ridge nur allzu gut. Erst verschwand dort ihre Tante spurlos, dann wurde vor fünf Jahren die Homecoming Queen der Highschool ermordet. Der »Murderland-Killer« machte landesweit Schlagzeilen. Ausgerechnet dorthin zieht Ellery nun mit ihrem Zwillingsbruder. Zu einer Großmutter, die fast eine Fremde für sie ist. Als aus dem Nichts Morddrohungen gegen die zukünftige Homecoming Queen zirkulieren, ermittelt Ellery auf eigene Faust. Dabei lernt sie Malcolm kennen, den jüngeren Bruder des Hauptverdächtigen. Dann verschwindet wieder ein Mädchen und plötzlich steht jeder unter Verdacht …

Meinung zu „Two Can Keep a Secret“:

Auch dieses Buch von Karen M. McManus habe ich verschlungen. Allerdings muss ich sagen, dass mir „One of is lying/next“ besser gefallen haben.

Wir lesen hier aus der Sicht von Ellery und Mal. Ellery hat ein Faible für True Crime, wodurch sie ein großes Interesse an den Vorkommnissen in der Stadt hat und sich gerne als Privatdetektivin betätigt. Mal hingegen kennt von seinem Bruder, wie es ist, wenn man der Verdächtige ist. Die beiden gefielen mir sehr gut als Team und auch ihren jeweiligen familiären Hintergrund war spannend.

Generell fand ich die ganzen neuen Vorkommnissen und die vorherigen Morde sehr interessant. Gemeinsam mit Ellery hatte ich alle möglichen Ideen und Verdächtigen. Allerdings war Ellery dabei teilweise sehr fantasievoll und übertrieb auch immer wieder. Trotzdem habe ich durchgehend mitgefiebert und die Auflösung hat mich auch dann auch sehr überrascht. Aber es mir war es etwas zu zufällig, wie die Protagonisten auf den/die Täter*in gestoßen sind.

Auch hätte ich mir mehr Szenen mit Ezra gewünscht, wo das enge Verhältnis der Zwillinge so häufig angesprochen wird.

Fazit: 3,5/5⭐️