Rezension „Right Here“

Klappentext:

Was, wenn mein Herz für das Eiskunstlaufen gemacht ist – aber der Rest von mir nicht?

Es gibt nichts auf der Welt, das Lucy mehr liebt als das Eiskunstlaufen – wäre da nicht die Tatsache, dass sie es nach wie vor nicht geschafft hat, einen dreifachen Rittberger zu landen. Zu allem Überfluss haben ihre Eltern ihr jetzt ein Ultimatum gesetzt: Wenn Lucy beim nächsten Wettkampf nicht gewinnt, muss sie das Marketingstudium wieder aufnehmen, das sie so unglücklich gemacht hat. Ein einziger Monat bleibt Lucy, um ihre Kür zu perfektionieren. Doch ausgerechnet da lernt sie Jules kennen, der ihr Herz schneller schlagen lässt als jemals irgendjemand zuvor. Eigentlich darf Lucy sich jetzt keine Ablenkung erlauben – zumal sie schnell bemerkt, dass Jules mit seinen ganz eigenen Dämonen zu kämpfen hat …

Meine Meinung:

Ich liebe das Cover wegen den zarten Zeichnungen der beiden Händen und den Eissplittern, denn das elegante Eiskunstlaufen spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte.

Deshalb war ich gespannt auf das Buch, denn es ist keine gängige Sportart in Büchern. Außerdem hat mir die vorherige Trilogie von Anne Pätzold sehr gut gefallen, sodass ich mehr von ihr lesen möchte. Wie ich bereits von der Autorin kannte, schreibt sie ruhig und unaufgeregt. Deshalb genieße ich ihren Schreibstil sehr, da er sich lesen lässt, als ob die Charaktere wirklich so denken und reden würden.

Man liest ausschließlich aus Lucy’s Sicht, eine eher introvertierte Person. Ich habe mich gerne in ihrem Kopf befunden, weil sie mir sehr sympathisch war und ich mich in gewissen Punkt, wie z.B. ihr Problem, auf neue Personen zuzugehen, wieder gefunden habe. Besonders bewundert habe ich ihren Ehrgeiz in Bezug auf das Eiskunstlauf, den sie sich auch nicht von ihren Eltern nehmen lässt. Man spürt ihre Leidenschaft für den Sport auch immer wieder. Aber sie macht auch eine Entwicklung durch und es gibt im Laufe der Geschichte Veränderungen, die Lucy spürt. Dies wurde in meinen Augen authentisch umgesetzt und passen sehr gut zu ihren 18 Jahren.

Aber auch der Love Interest Jules hat mich richtig gut gefallen und habe mich auch gemeinsam mit Lucy in ihn verliebt. Er ist einfach hingebungsvoll und unterstützt andere Menschen und Tiere, wo er nur kann. Trotzdem ist er auf keinen Fall zu glatt, sondern macht auch Fehler und hat immer wieder einen kleinen Spruch auf den Lippen. Oft hat er auch seinen jüngeren Bruder Mika im Schlepptau, der echt niedlich ist und immer wieder für amüsante Momente sorgt.

Die Annäherung zwischen Lucy und Jules beginnt bereits mit ihrem ersten Treffen, als Mika für einen kleinen Unfall bei Lucy sorgt und die drei zur Vorsicht in die Notaufnahme fahren. Man spürt direkt, dass Lucy und Jules auf einer Wellenlänge sind und sich in der Gegenwart des anderen einfach wohlfühlen. Deshalb habe ich mich auf jedes Wiedersehen von ihnen gefreut, bei denen sich ihre Zuneigung stetig steigert und auch die körperliche Anziehung spürbarer wird. Besonders an den beiden zusammen mochte ich, dass sie immer ehrlich miteinander umgehen, sich einander anvertrauen und dadurch auch neue Blickwinkel auf ihr eigenes Leben bekommen. Es ist zwischen ihnen eine Beziehung, die man für sich selbst wünschen würde.

Es wird auf unnötiges Drama zwischen Jules und Lucy verzichten, was ich angenehm fand. Aber irgendwie fehlte mir teilweise der Spannungsbogen und manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte auf der Stelle trifft. Auch beim teils offenen Ende bin ich etwas zwiegespalten: Auf der einen Seite ist es realistisch und passend zum Alter der Protagonisten, dass nicht sofort alles geklärt ist, und auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, mir fehlt ein Stück der Geschichte.

Insgesamt hat mir das Buch aber gefallen, nicht nur wegen Jules, Lucy und ihrer schönen Liebesgeschichte, sondern auch wegen anderen Figuren wie der süße Mika und neue Bekanntschaften von Lucy, die die Geschichte rund machen. Aber es gibt neben der Romanze auch andere Themen, die wichtig sind und für Vielseitigkeit sorgt. Das Eiskunstlaufen war sehr interessant und Jules komplizierte Familiengeschichte für mich am spannendsten. Doch der wichtigste Nebenstrang war Lucy’s Suche nach ihren eigenen Lebensplänen. Ich konnte ihre Unsicherheit sehr gut nachvollziehen und vermutlich auch viele anderes Leser/innen, denn fast jeder ist mal irgendwann an so einem Punkt. Es wurde in meinen Augen auch einfach authentisch umgesetzt.

Nun freue ich mich auch auf den 2. Teil der Dilogie, in dem es u.a. um einen von Lucy’s Eiskunstlaufkollegen geht, dessen Geschichte hier bereits eingeleitet wurde und mich sehr neugierig gemacht hat.

Fazit: 3,5/5⭐️

Ruhige Liebesgeschichte

*Rezensionsexemplar

Rezension „Sweet Enemy“

Klappentext:

Feindschaft auf den ersten Blick…

Emma erlebt den schlimmsten Tag ihres Lebens. Nicht nur wurde ihre Rolle in der erfolgreichen Serie Dark Castle gestrichen, nein, sie findet auch heraus, dass ihr Freund sie betrügt. Am Boden zerstört zieht sich die Schauspielerin für einen Neuanfang auf ein Anwesen in Kalifornien zurück und trifft dort auf Lucian. Er ist verschlossen, abweisend und scheint nichts an ihr zu mögen. Und doch fühlt Emma sich von ihm angezogen, denn sie spürt, dass er ebenso verletzt ist wie sie. Kann sie Lucians Schutzmauern einreißen?

Meine Meinung:

Das pastellene Cover entspricht ganz der Lyx- und Liebesroman-Art, sodass man direkt das Genre zuordnen kann.

Ich habe mich auch auf dieses Buch gefreut, weil Kristen Callihan humorvoll und leicht schreiben kann, wodurch man durch ihre Geschichten fliegt. Bei ihren nicht mehr ganz jungen Protagonisten konnte sie mich mit diesen auch immer begeistern. Deshalb war ich froh, dass ich genau das auch in „Sweet Enemy“ bekommen habe.

Man liest abwechselnd aus den Sichten von Emma und Lucian und der Wechsel wird auch deutlich sichtbar. Beide Protagonisten habe ich sofort ins Herz geschlossen, obwohl Lucian sich teilweise etwas abweisend verhält. Ich konnte ihn dabei nämlich verstehen, denn er musste einiges verdauen. Aber meistens zeigt er seine nette und liebevolle Seite, in dem er andere Leute unterstützt und ihre Wünsche oft in seine eigene Pläne miteinbezieht, und seine Kreativität, wenn er kocht und vor allem backt. Es ist mal ein etwas anderes Hobby für einen Buchcharakter und den ganzen Aspekt fand ich sehr interessant. Emma ist schon immer eine eher ruhige Persönlichkeit, auch wenn sie als Schauspielerin arbeitet. Die ganze Thematik rund um das Showgeschäft wurde dabei realistisch und vielseitig behandelt. Dadurch konnte ich Emmas Sorgen gut nachvollziehen und ich fand stark, dass sie sich von Rückschlägen nicht zurückhalten lässt und gleichzeitig weiß, wann sie in Ruhe Kraft tanken muss. Besonders konnte sie mich mit ihrer offenen Art gegenüber neuen Menschen überzeugen, mit der sie diese nicht verurteilt und auch gut durchschauen kann.

Beide stehen an einem Schneideweg in ihrem Leben, nachdem Lucians Eishockey-Karriere aufgrund von Verletzungen zu Ende ist und Emma sich eine neue Schauspielrolle besorgen muss. Ich fand die Ausgangssituation sehr interessant, weil ich direkt gespürt habe, dass sie sich gegenseitig helfen können. Umso mehr hat es mich gefreut, als sie sich gegenseitig wirklich einen neuen Blickwinkel geben und sich dadurch auch selbst helfen. Aber auch die Chemie und die Anziehung zwischen ihnen war direkt da, auch wenn beide sich zu Beginn stark dagegen sträuben. Das Kribbeln konnte ich beim Lesen stets spüren, aber gleichzeitig gibt es eine zarte Annäherung, bei der ich sehr gut mitfiebern konnte. Zum Ende hin war ich auch sehr zufrieden, wie Emma und Lucian ihre jeweilige Zukunft geregelt habe, da ich sie sehr realistisch fand. Gleichzeitig machen sie eine grandiose Entwicklung durch.

Allerdings gibt der Titel „Sweet Enemy“ etwas falsche Erwartungen, denn die beiden waren in meinen Augen nie Feinde und es gab auch keine großen Abneigungen. Aber es wurde sehr süß wegen Lucians Hobby, dem Backen. Die Leckereien wurden toll beschrieben und spielen auch eine entscheidende Rolle in der Liebesbeziehung. Beim Lesen bekam ich häufig Appetit.

Aber nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebenfiguren haben mich begeistert. Vor allem Lucian’s Großmutter, die immer wieder als Kupplerin tätig wird, und Sal, der seit Ewigkeiten auf dem Anwesen arbeitet und quasi zu Lucians Familie gehört, habe ich ins Herz geschlossen. Es gab auch ein Wiedersehen mit Delilah und Saint aus Band 1 der Dilogie, was mir gut gefallen hat, da sie mich wieder zum Schmunzeln bringen konnte und es auch Emma und Lucian weiter gebracht hat. Aber man kann die Teile auch problemlos unabhängig voneinander gelesen.

Insgesamt hatte ich tolle Lesestunden mit dem Buch, denn die Charaktere, ihre Beziehung(en) und der Humor waren ganz nach meinem Geschmack. Ich hatte ein Dauergrenzen im Gesicht und mir war nie langweilig, auch wenn Emma und Lucian sich unnötig gegen ihre Gefühle gesträubt haben.

Fazit: 4/5⭐️

Süße Liebesgeschichte, die auch Hunger auf Süßes macht

*Rezensionsexemplar

Rezension „Feels like Forever“

Mögliche Spoiler zu Band 1 und 2 !!!

Klappentext:

Leo und Mila haben so viele Hürden gemeistert und sind nun endlich glücklich vereint. Doch das, was ihre Liebe vervollständigen könnte, erweist sich plötzlich als das, was die beiden voneinander trennt: der Wunsch nach einem Kind. Zwischen den Liebenden tut sich ein Abgrund des Schweigens auf, der unüberwindbar erscheint.

Meine Meinung:

Ich finde es super, wie die Cover der Reihe ein ganzes Bild ergibt und man auch im Buchladen direkt erkennt, dass die Bücher zusammen gehören. In diesem Fall geht es auch in der gesamten Reihe um ein einziges Pärchen.

Ich war gespannt, wie es mit Mila und Leo weitergeht, und hatte etwas die Befürchtung, der dritte Teil sei für mich vielleicht etwas zu lang gezogen oder sorgt für unnötiges Drama in der Beziehung. Zum Glück würde ich eines besseren belehrt und auch das Finale konnte mich emotional sehr berühren. Es hat mich auch positiv überrascht, dass das Buch nicht nahtlos an den zweiten Band anknüpft, sondern einige Jahre dazwischen liegen. Mir gefiel, dass dadurch sowohl Mila als auch Leo fest im Berufsleben stehen und auch ihre Ehe gefestigt war. Immer noch habe ich beide Figuren sehr gerne und liebe ihre auf Verständnis und Unterstützung beruhende Beziehung. Natürlich kommt es auch zwischen ihnen zu kleineren und größeren Unstimmigkeiten, was in meinen Augen die Geschichte aber nur realistischer und natürlicher macht. Aber hier fand ich auch wichtig, aus beiden Perspektiven zu lesen.

In diesem Buch geht es viel um die Themen Kinderwunsch und Elternschaft, die hier in verschiedenen Arten auftreten. Diese unterschiedlichen Varianten wurden toll aufgegriffen und vielschichtig beleuchtet. Beide Protagonisten konnte ich im ganzen Buch über verstehen und fand ihre Reaktionen authentisch. Ich musste einige Tränen verdrücken und für einige Personen wird die emotionale Achterbahn sicher sehr belastend (Triggerwarnung).

Neben Leo und Mila rückt ein neuer Nebencharakter in den Vordergrund, der jedes Mal mein Herz erwärmt hat und auch die anderen beiden von einer anderen Seite gezeigt hat. Aber ich habe auch die Wiedersehen mit alten Bekannten wie Leos Freunde, Milas Familie und Leos Vater und Stiefmutter gefeiert. Sie waren eine tolle Unterstützung, sowohl für die Protagonisten als auch für die Geschichte.

Insgesamt hat mir das Finale sowie die ganze Reihe gut gefallen. Jeder Band hat eine emotionale Thematik, die mich emotional berührt hat, und trotzdem ergibt es ein Großes und Ganzes. Unter anderem wird auch ein Handlungsstrang, der bereits in Band 1 gestartet wurde, hier zu Ende geführt, was mich positiv überrascht. Ich kann die Reihe empfehlen, wenn man emotionale Geschichten mag, die etwas einen anderen Verlauf nimmt als viele andere Liebesromane. Sarah Heine/Sprinz hat auch einen schönen Schreibstil, der die Emotionen toll transportieren kann.

Fazit: 4/5⭐️

Eine berührender Abschluss

*Rezensionsexemplar

Rezension „Vergiss Mein Nicht. Was man bei Licht nicht sehen kann“

Klappentext:

Quinn ist cool, smart und beliebt. Matilda entstammt der verhassten Nachbarsfamilie, hat eine Vorliebe für Fantasyromane und ist definitiv nicht sein Typ. Doch als Quinn eines Nachts von gruseligen Wesen verfolgt und schwer verletzt wird, sieht er Dinge, die nicht von dieser Welt sein können. Nur – wem kann man sich anvertrauen, wenn Statuen plötzlich in schlechten Reimen sprechen und Skelettschädel einem vertraulich zugrinsen? Am besten dem Mädchen von gegenüber, das einem total egal ist. Dass er und Matilda in ein magisches Abenteuer voller Gefahren katapultiert werden, war von Quinn so allerdings nicht geplant. Und noch viel weniger, sich unsterblich zu verlieben …

Meine Meinung:

Das Cover spricht mich an, weil es viele kleine Details gibt, die einem nicht direkt auffallen und mich dadurch neugierig macht.

Überhaupt war ich sehr gespannt auf die Geschichte, weil Kerstin Gier tolle Geschichten schreiben kann, die einen aufgrund ihrer federleichten Schreibstils durch die Seiten fliegen lässt. Auch bei diesem Buch war es nicht anders und ich war direkt vom Geschehen gefangen.

Das lag aber auch am rasanten Start, als Quinn auf einer Party von einer roten Unbekannten angesprochen wurde und im Anschluss von merkwürdigen Kreaturen verfolgt wurde, was zu einem schwerem Unfall führte. Dabei fand ich spannend, mit Quinn dadurch einen Protagonisten zu haben, der (auf jeden Fall vorübergehend) im Rollstuhl sitzt und somit körperlich eingeschränkt ist. Aber er lässt sich davon nicht abhalten, sondern kämpft darum, um zu alter Stärke zurückzukehren und vor allem seine Neugierde hat er nicht verloren. Insgesamt mochte ich ihn und seine ganze Art richtig gerne, aber trotzdem gefiel mir auch die Perspektive des Nachtbarmädchens Mathilda richtig gut, weil sie ebenfalls eine interessante und sympathische Figur ist. Sie ist einfach eine coole Socke, die immer gerade heraus sagt, was sie denkt, und sich nicht verbiegen lässt. Mit ihr wäre ich gerne befreundet und sie schafft es auch als einzige, unbefangen mit Quinn zu reden. Die Dynamik der beiden brachte mich immer zum Schmunzeln, denn es gibt tolle Wortgefechte und gleichzeitig werden beide ein tolles Team. Insgesamt war ihre Beziehung interessant und hat sich schön entwickelt.

Ebenfalls konnten mich sowohl Quinn als auch Mathilda mit ihren jeweiligen Umgang mit magischen Situationen und Ereignissen überzeugen. Sie blieben sich treu, akzeptierten nicht einfach das Neue, das sie erfahren, sondern hinterfragen und werden selbst aktiv. Diese ganze Fantasywelt, die Kerstin Gier hier erschaffen hat, war kreativ, außergewöhnlich und bunt. Ich hatte zuerst gar keine Ahnung, was so dahinter steckt und es war interessant, immer mehr zu erfahren. Deshalb gehe ich auch inhaltlich nicht mehr darauf ein. Es ist hier auch noch sehr viel Potential für die weitere Reihe. Mir war beim Lesen nie langweilig, denn es gab immer wieder interessante, humorvolle und/oder spannende Szenen.

Alles in allem konnte mich die Autorin mit diesem Reihenauftakt wieder überzeugen und mich sehr neugierig auf die Folgebände machen. Ich kann die Geschichte sehr weiter empfehlen, vor allem Jugendlichen.

Fazit: 4/5⭐️

Eine fantasievolle Geschichte mit interessanten Geschichten und locker-leichten Schreibstil

*Rezensionsexemplar

Lesemonat September 2021

Ich habe im September 13 Bücher (inkl. 10 eBooks) und 3 Hörbücher konsumiert.

Gelesene Bücher:

Drive Me Crazy* – Beth O‘Leary: 3,5⭐️

Rezension auf dem Blog

•📱Undercover (4) – Eliot Grayson: 3⭐️

•📱The Dare. Liebe mich, wenn du dich traust* (4) – Elle Kennedy: 3,5⭐️

Meine genaue Meinung könnt ihr nachlesen

Autoboyography 🇬🇧 – Christina Lauren: 4⭐️

•📱Exklusiv nicht zusammen – Ina Taus & Katharina Wolf: 4⭐️

•📱Aftermath 🇬🇧 (5) – L.A. Witt: 4⭐️

•📱Desires of a Rebel Girl* (6) – Piper Rayne: 4⭐️

Rezension online

•📱Keeping Dreams* (2) – Anna Savas: 4⭐️

Für Details schaut bei der Rezension vorbei

•📱Dance into My World* (1) – Maren Vivien Haase: 4⭐️

Meine genaue Meinung findet ihr hier

•📱Knights. Ein gefährliches Vermächtnis* (1) – Lena Kiefer: 4⭐️

Rezension vorhanden

•📱Capturing the Devil 🇬🇧 (4) – Kerri Maniscalco: 4⭐️

•📱Where the Roots Grow Stronger* (2) – Kathinka Engel: 4,5⭐️

The Passengers – John Marrs: 4,5⭐️

Gehörte Hörbücher:

• 🎧 When You Look at Me – Kelly Moran: 3⭐️

Sprecherin: Christiane Marx

• 🎧 Office Affair* (2) – Helene Holmström: 3,5⭐️

Sprecherin: Lisa Stark

Rezension auf dem Blog

• 🎧 Sehnsucht in deinem Herzen (1) – Lilian Kaliner: 4⭐️

Sprecher: Karoline Mask

*Rezensionsexemplar

Rezension „Where the Roots Grow Stronger“

Klappentext:

Vor drei Jahren verließ Fiona überstürzt ihre Heimat Shetland, nachdem eine unerwartete Nachricht ihr Leben von einem Moment auf den anderen auf den Kopf gestellt hatte. Jetzt kehrt sie zurück zu ihren Wurzeln, zurück zu ihren Schwestern Nessa und Effie, zurück zur rauen Schönheit der Shetlands – und zurück in die Nähe ihrer großen Liebe Connal. Obwohl die letzten drei Jahre für sie einsam und schmerzhaft waren, ist Fiona sicher, damals die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Doch ihre plötzliche Flucht hat tiefere Spuren hinterlassen, als sie dachte – nicht nur bei ihr, sondern auch bei allen Menschen, die sie liebt. Und selbst nach all der Zeit ist einer von ihnen noch immer Connal.

Meine Meinung:

Das Cover spricht mich schon und passt zum Inhalt, denn es vermittelt Gemütlichkeit und Naturliebe.

Ich war generell schon sehr auf das Buch gehypt, weil mich Kathinka Engel bereits mit ihren Büchern begeistern konnte, was u.a. viel mit der Atmosphäre zu tun hat, die sie grandios entstehen lässt, aber auch ihren Schreibstil insgesamt liebe ich sehr. Ich hatte selbst das Gefühl, auf Shetland zu sein, da die grüne, freie und wilde Natur so bildhaft beschrieben wird. Deshalb konnte ich Fiona verstehen, wie wohl sie sich dort eigentlich fühlt.

Man liest das gesamte Buch aus Fionas Sicht, wodurch man ganz unverfälscht ihre Gefühle und Gedanken mitbekommt. Die letzten Jahre hat sie in Bristol gelebt, wo sie ihren Abschluss gemacht hat, währenddessen sie nie nach Shetland zurückgekehrt ist. Man kann direkt spüren, wie sie während des Studiums hinter einer emotionalen Wand gelebt hat und eine Distanz zu den Mitmenschen bewahrt hat, und dann bei ihrer Rückkehr nach Shetland aufgeblüht ist, trotz aller Widrigkeiten. Ich kann sie vollkommen verstehen, warum sie sich auf ihrer Heimatinsel so wohlfühlt, denn ich habe mich beim Lesen auch ein bisschen verliebt. Es war schön, wie Fiona langsam wieder zur Ruhe kommen kann und die Ereignisse, die sie zum Weggang bewegt haben, zu verarbeiten beginnt. Hier wurde ein Thema angesprochen, das viel zu wenig in Büchern vorkommt und von der Autorin respektvoll behandelt wird. Insgesamt konnte mich Fiona mit ihrem ruhigen und familiären Wesen überzeugen und ihre Handlungen waren sehr logisch, egal ob man sie richtig oder falsch findet.

Schön fand ich, wie vielfältig Fionas Heimkehr und auch ihre vorherige Flucht behandelt wird. Neben ihrem Heimatgefühl geht es viel um ihre verschiedenen Beziehungen, vor allem zu ihren beiden Schwestern und ihrem Ex-Freund Connal. Die Schwestern waren früher wie Pech und Schwefel, nachdem ihre Mutter verstorben und ihr Vater sich in der Trauer verloren haben. Ihre gemeinsamen Szenen waren alle toll, auch wenn sie zu Beginn etwas eisig sind, da Fiona sie eben ohne Erklärung verlassen hat. Die Entwicklungen der Geschwisterdynamik waren authentisch, denn es wurde weder alles verziehen noch wurde unnötige Steine in den Weg gelegt. Ich hätte selbst gerne solche Schwestern.

Einen besonders großen Platz in der Geschichte nimmt die (frühere) Liebesgeschichte von Fiona und Connall ein. Sie waren ein glückliches Pärchen, bevor sie Hals über Kopf die Insel verlassen, und auch jetzt sind die Gefühle noch nicht verschwunden. Bei jeder Begegnung waren ihre Anziehung und die aufgestauten Gefühle spürbar. Es hat geknistert, aber da war auch immer eine Mauer zwischen ihnen, die ganz logisch war aufgrund ihrer unschönen Trennung. Ich habe mit ihnen mitgefiebert und wollte, dass sie wieder zueinander finden. Das wurde dadurch verstärkt, dass im Buch immer wieder Gedichte von Connal eingestreut sind, in denen man seine wahren Gefühle erfährt. Das Tempo, wie es sich alles nun zwischen ihm und Fiona entwickelt, fand ich sehr authentisch, selbst wenn es mal zu einem Hin und Her kommt. Einen Epilog hätte ich gefeiert, aber man wird die beiden in der Reihe sicherlich noch mehr erleben.

Alles in allem konnte mich Kathinka Engel mit diesem vielschichtigen Reihenauftakt überzeugen. Ich habe mich selbst nach Shetland geträumt, da die Umgebung und auch die Bewohner bildlich beschrieben werden, und freue mich auf die Rückkehr in den beiden Folgebände, wo dann Fionas Schwestern in den Vordergrund rücken.

Fazit: 4,5/5⭐️

Atmosphärische Geschichte über Liebe, Familien und Zuhause

*Rezensionsexemplar

Rezension „Knights. Ein gefährliches Vermächtnis“

Klappentext:

Verrate niemandem, wozu du fähig bist – oder es wird dich das Leben kosten!

Die 18-jährige Charlotte Stuart tut alles dafür, ihre einzigartige Gabe geheim zu halten. Denn sie weiß: Wenn ihre Fähigkeiten in die falschen Hände geraten, könnte das den Untergang der Welt bedeuten. Doch dann macht plötzlich jemand unerbittlich Jagd auf Charlotte und sie muss so schnell wie möglich aus London verschwinden. Auf ihrer Flucht läuft sie ausgerechnet der Organisation in die Arme, vor der sie sich jahrelang versteckt hat: den Knights of the Round Table. Die Nachfahren der Ritter der Tafelrunde verfügen selbst über besondere Gaben und Charlotte misstraut ihnen zutiefst. Dennoch bleibt ihr keine andere Wahl, als sich mit den Knights zu verbünden, um ihren übermächtigen Gegner zu stoppen. Unterstützung erhält sie dabei allen voran von Noel Mayfield, einem Lancelot-Erben, der in ihr unerwartete Gefühle weckt und mit dem sie ein gefährliches Schicksal verbindet …

Meine Meinung:

Das Cover versprüht bereits etwas mysteriöses und dunkles, was grandios zum Inhalt passt, denn es handelt sich hier um eine spannende Adaption von „König Arthur und die Ritter der Tafelrunde“.

Man steigt auch direkt ins Geschehen ein, als Charlotte nach dem Verschwinden ihres Bruders gejagt wird, flüchten muss und dann von den Knights aus Stanham aufgenommen wird. Aufgrund des rasanten Starts war ich von Anfang gefesselt und wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Nach und nach erfährt man mehr über Charlottes unschöne Vergangenheit mit der Organisation, sowie die Machtstrukturen innerhalb dieser. Es ist eine Thematik, über die ich kaum gelesen habe, und die Kombination mit den Knight als Geheimagenten, die die Welt beschützen, ist einfach interessant. Auch die Kräfte/Gnaden der Knights, die sich aufgrund ihrer verschiedenen Ahnen, den ursprünglichen Rittern der Tafelrunde, unterscheiden, waren spannend und ideenreich umgesetzt. Es gab immer wieder action- und abwechslungsreiche Kämpfe, die die Spannung von Neuen hoch treiben, und auch viele überraschende Wendungen und Offenbarungen, die die Geschichte für mich oft unvorhersehbar gemacht haben.

Das gesamte Buch aus Charlottes Sicht geschrieben, was mir sehr zusagte. Dadurch war ich oft genauso unwissend wie sie und habe mit ihr gemeinsam mehr über die Knights und die Organisation erfahren, was sie selbst nicht wusste. Als Protagonistin war sie mehr sympathisch, weil sie nicht einfach alles hinnimmt, sondern hinterfragt und eigenständig bleiben möchte. Ich habe ihren Mut, ihren starken Willen und ihren Kampfgeist bewundert. Es war auch bemerkenswert, wie schnell sie z.B. das Kämpfen lernt, obwohl es mir manchmal einen Ticken zu perfekt klappte. Aber auch die Nebenfiguren, allen voran die Knights aus Stanham, habe ich ins Herz geschlossen. Sie sind eine bunte Gruppe, die Zusammenhalt ganz groß schreiben und immer bereit sind, die Welt zu verteidigen, aber auch für Spaß zu haben sind. Besonders grandios ist es der Autorin gelungen, jedem einzelnen einen individuellen Charakter mit Schwächen und Stärken zu geben.

Einer dieser Knights ist Noel, zwischen dem und Charlotte erwartungsgemäß funkt. Ich liebe es, wenn Fantasy und Romance miteinander verbunden werden, und auch bei diesem Buch sorgt die Liebesgeschichte für das gewisse Extra. Ich mochte ihre gemeinsamen Interaktionen und das Kribbeln konnte ich bei jeder Begegnung gespürt. Es gibt deswegen auch weitere Spannungen, die dafür gesorgt haben, dass ich mit den beiden mitgefiebert habe. Allerdings war es bei Noel und Charlotte Liebe auf den ersten Blick und es geht generell schnell zwischen ihnen. Dies wird logisch erklärt, weshalb ich es nicht kritisieren kann. Trotzdem fehlte mir die langsame Steigerung, wodurch ich noch mehr mitgefiebert hätte.

Da ich bereits andere Bücher von Lena Kiefer gelesen habe, habe ich mit einem fiesen Cliffhanger gerechnet und mir einige Gedanken über die Art und Weise gemacht. Dadurch habe ich etwas vorausgeahnt, aber es gab auch einige Überraschungen. Vor allem im Epilog gibt es eine Offenbarung, mit der ich wirklich nicht gerechnet habe. Ich kann die Reihenfortsetzungen nun gar nicht mehr abwarten.

Insgesamt kann ich diesen Reihenauftakt nur wärmstens empfehlen, denn er hat alles, was ich mir erwünscht habe: Spannung, sympathische Charaktere und ein interessantes Worldbuilding. Ich bin mir aber auch sicher, dass die beiden weitere Bände Potenzial für noch mehr haben.

Fazit: 4/5⭐️

Rasanter Reihenauftakt, den ich nur empfehlen

*Rezensionsexemplar

Rezension „Drive Me Crazy“

Klappentext:

Die Playlist steht, die Snacks sind gepackt: In ihrem Mini machen sich Addie und Deb auf den Weg nach Schottland zur Hochzeit ihrer besten Freundin. Kurz nach dem Start fährt ihnen ein Auto auf. Der Fahrer ist ausgerechnet Addies Ex Dylan, den sie seit ihrer traumatischen Trennung vor zwei Jahren tunlichst gemieden hat. Dylan und sein bester Freund Marcus fahren auch zur Hochzeit. Ihr Auto ist ein Totalschaden und Addie hat keine andere Wahl als ihnen eine Mitfahrgelegenheit anzubieten. In einem bis unters Dach mit Gepäck und Geheimnissen vollgestopften Mini entpuppt sich der Roadtrip als Katastrophe: 500 Kilometer liegen vor ihnen, und Addie und Dylan können nicht mehr vor ihrer vertrackten Beziehungsgeschichte davonlaufen … Werden die vier es rechtzeitig zur Hochzeit schaffen? Und viel wichtiger: Ist dieser Roadtrip wirklich das Ende von Addies und Dylans gemeinsamen Weg?

Meine Meinung:

Das Cover passt zu den zuvor veröffentlichten Bücher der Autorin, wobei diese alle komplett unabhängig von einander zu lesen sind.

Ich hatte mich sehr auf eine Road Trip Geschichte freut und war froh, bereits im Vorhinein erfahren zu haben, dass dieser nur die Hälfte des Buches einnimmt. Es gibt nämlich immer wieder Rückblicke in die Zeit, als Addie und Dylan ein Paar wurden und waren. Diese fand ich sehr wichtig, denn ansonsten hätte ich die aktuelle „Beziehung“ zwischen den beiden und auch die mit den anderen Mitfahrern nicht verstanden. Man liest auch abwechselnd aus den Sichten von Addie und Dylan, was ich ebenfalls für das Verständnis für die verschiedenen Situationen gebraucht habe.

Addie kommt aus einer liebevollen Familie, die sie immer unterstützt, und sie hat auch Pläne für ihr Leben. Dylan ist ganz anders, denn er wird Zuhause von seinem Vater unter Druck gesetzt und hat mit seiner Psyche und fehlenden Zukunftspläne zu kämpfen. Die beiden lernen sich im Sommer kennen und verlieben sich Hals über Kopf. Ich fand die beiden und ihre Verliebtheit echt süß und es war schade, wie sie sich schnell die Außenwelt, vor allem Dylans bester Freund in ihre Beziehung einmischt. Ich fand es aber interessant zu erfahren, wie sich dadurch sowohl die Romanze als auch die Freundschaften sich entwickeln, auch wenn man natürlich weiß, wie sie enden. Allerdings muss ich sagen, dass alle Beziehungen, mit Ausnahme von denen innerhalb Addies Familie, sehr toxisch sind, da sie viel auf Abhängigkeit beruhen. Dadurch konnte ich als Leserin diese insgesamt nicht wirklich gut heißen und die Charaktere selbst konnte ich auch nicht ganz ins Herz schließen.

Mein Lieblingsteil des Buches ist allerdings der Road Trip der Gegenwart. Hier kam es zu einigen Komplikationen, die mich echt zum Lachen gebracht haben und die oft eher bedrückende Stimmung der Vergangenheit auflockerten. Trotz Komplikationen mochte ich die Dynamik von Addie, Dylan und den anderen Mitfahrern, die sich nun mit (den Fehlern) der Vergangenheit auseinander setzen müssen. Mir gefiel es, dass sich die Charaktere weiter entwickelt haben und sie sich sowohl mit ihren Problemen auseinander gesetzt als auch diese hinterfragt haben. Davon hätte ich gerne noch mehr erfahren.

Das Ende verlief so ähnlich wie es mir zu Beginn vorgestellt habe und es macht irgendwie auch hoffnungsvoll und glücklich. Aber irgendwie hätte ich es mir anders gewünscht, denn einiges fühlte sich für mich gezwungen an. Manchmal muss nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen sein.

Alles in allem habe ich die Geschichte inhaliert und war auch gefesselt. Allerdings hätte der spaßigere Teil für mich ruhig überwiegen können.

Fazit: 3,5/5⭐️

Eine Buch über einige eher ungesunde Beziehungen

*Rezensionsexemplar

Rezension „Step into my Heart“

Klappentext:

Jade und Austin: Sie will die Vergangenheit hinter sich lassen, doch mit ihm kann sie den Neuanfang wagen und wieder vertrauen.

Jade hat ein schlimmes Jahr hinter sich und ist erleichtert, ihrer Heimatstadt den Rücken kehren zu können. In New York will sie einen Neuanfang wagen und heuert in einem Café an, wo sie schließlich Olivia kennenlernt. Jade fällt es schwer, sich auf die junge Tänzerin mit den blauen Haaren einzulassen, sie lässt sich dann aber doch überreden, an einer ihrer Hip-Hop-Classes im Move-District-Studio teilzunehmen – ohne zu ahnen, dass sie dabei auf Austin treffen wird. Der gut aussehende Tänzer ist zwar ein Sprücheklopfer, dabei aber sympathisch und witzig. Jade und Austin merken schnell, dass es zwischen ihnen knistert, doch dann droht Jades Vergangenheit sie wieder einzuholen …

Meine Meinung:

Das Cover springt mir direkt ins Gesicht, weil es mal orange ist, was immer noch eher eine Seltenheit ist. Außerdem versprüht es gute Laune.

Dies ist der Debütroman ist Maren Vivien Haase, was man beim Schreibstil aber gar nicht merkt, denn dieser ist sehr bildhaft. Ich hatte das Gefühl, selbst im bunten New York zu sein, weil die Stimmung gut eingefangen wurde. Außerdem spürte ich die Leidenschaft von Jade in Bezug auf Mode, aber auch ihre aufsteigende Begeisterung am Tanzen, worauf ich selbst Lust darauf bekam.

Man liest das ganze Buch aus Jades Sicht, wodurch man sie schnell und gut kennen lernt. Sie möchte in New York neu anfangen und ist quasi aus ihrem Heimatort geflogen, wo sie zuletzt schlechte Erfahrungen machen musste. Ich konnte früh ahnen, in welche Richtung es geht, aber die letztendliche Auflösung konnte mich dann doch noch überraschen. Auf jeden Fall konnte ich ihre Handlungen sehr gut nachvollziehen und es war schön, wie sie langsam in New York auftaut, besonders mit ihrer neuen Freundin Olivia und im Tanzstudio. Ihre Entwicklung geht langsam vor sich, wodurch ich diese sehr realistisch fand. Sie ist eine starke junge Frau, die versucht nach vorne zu schauen. Ansonsten konnte mich Jade mit ihrer ruhigen Art und besonders mit ihrer Leidenschaft begeistern.

Auch Austin, ein Freund von Olivia, den Jade im Tanzstudio kennen lernt, ist sehr leidenschaftlich. Er lebt fürs Tanzen, was man immer wieder spürt. Er konnte mein Herz für sich gewinnen, indem er Jade von sich überzeugen will und sie immer wieder nach einem Date fragt. Diese Hartnäckigkeit gefiel mir, weil er sie immer auf charmante Weise einlädt und sie nie bedrängt. Hin und wieder hätte ich mir ein Kapitel aus seiner Sicht gewünscht, um ihn noch besser kennen zu lernen.

Da Jade sich aufgrund früherer Erfahrungen nicht auf Männer einlassen will und deshalb Austin immer wieder abblitzen lässt, entwickelt sich die Liebesgeschichte zwischen ihnen sehr langsam. Ich mag dies sehr gerne, weil sich dadurch die Spannung immer weiter aufbaut und ich den Charakteren ihre Gefühle mehr abkaufe. Das war jetzt auch bei Jade und Austin der Fall, auch wenn für mich der Anfang etwas gekürzt werden könnte, weil es einige Zeit dauert, bis beide miteinander interagieren. Die Funken sprühten allerdings von Anfang an, sodass ich sie sehr geshipt habe. Die beiden fordern sich gegenseitig heraus, aber geben einander auch Ruhe und Kraft. Es war schön, wie die beiden gegenseitig ihre inneren Mauern abreißen und sich einander anvertrauen. Wie bei New Adult Romanen üblich gab es eine gewisse Portion Drama, die aber nachvollziehbar war, wenn man bedenkt, was die Charaktere durchgemacht haben.

Nicht nur Jade, sondern auch Aiden hat etwas mit seiner Vergangenheit zu kämpfen. Die Vorgeschichten der beiden sorgen für gewisse Spannungen, vor allem Jades. Dadurch kommt Abwechslung in die Geschichte und ich habe mitgerätselt und -gefiebert. Es wurden ernste Themen angesprochen, wodurch das Buch aber keine schwere Kost wird. Ich war rund um zufrieden mit der Aufarbeitung und dem Verlauf.

Mein Highlight neben der Liebesbeziehung war aber eindeutig das Setting des Tanzstudios „Move District“, wo die Charaktere, nicht nur Jade und Austin, viel Zeit miteinander verbringen. Die Freundesclique ist fröhlich, laut und bunt, weshalb sie mir immer gute Laune beschert hat. Außerdem fiebere ich aus diesem Grund auch den weiteren Bänden der Trilogie entgegen, in denen das Studio weiterhin der Dreh- und Angelpunkt bleiben wird.

Fazit: 4/5⭐️

Absolut gelungenes Debüt

*Rezensionsexemplar

Rezension „Office Affair“

Klappentext:

Verrat, verbotene Gefühle, Neuanfang
Nach einer schlimmen Trennung tritt Victoria Leander eine neue Stelle bei der Kanzlei Svärdh & Partner in Stockholm an. Doch bereits ihr erster Fall bringt die Anwältin an eine Grenze, die sie nie wieder überschreiten wollte. Der erfolgreiche Unternehmer Daniel Häger braucht juristischen Beistand für sein Fitnessimperium und ist genau die Sorte Mann, von der Victoria sich eigentlich für immer fernhalten wollte. Und doch spürt sie bei jeder Begegnung, dass Daniel genau der Richtige ist, um den Schmerz der Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen und wieder nach vorne schauen zu können …

Meine Meinung:

Ich mag nach wie vor Skylines auf dem Cover und bei diesem Buch passt es sehr gut, da die Stadt, besser gesagt das Berufsleben der Protagonisten spielt eine sehr wichtige und zentrale Rolle.

Dies war bereits in Band 1 der Fall und daher kannte ich auch der eher nüchterne Schreibstil von Helene Holmström, der typisch für schwedische Autoren/innen zu sein scheint. Das muss man mögen und ich habe damit keine großen Probleme, wobei bei mir manchmal die Gefühle nicht ganz ankommen.

Victoria lernt man zur Zeit ihrer dreckigen Scheidung kennen, wodurch ich direkt mit ihr mitgefiebert und ihren Noch-Ehemann verabscheut habe. Die ganze Zeit habe ich gehofft, dass sie zu unserem Recht kommt und ich fand stark, wie sie auch dafür kämpft. Sie lässt sich nicht unterkriegen, sondern nimmt ihr Leben wieder selbst in die Hand, sei es ihr Job oder die Familienplanung auch als Single. Mir gefiel ihre Hartnäckigkeit und ihre sanfte Seite, die sie vor allem bei ihrer Familie und ihrer Kinderliebe zeigt.

In ihrem Fitnessstudio und dann bei ihrem neuen Job trifft sie auf den Trainer und zeitgleich Unternehmer Daniel, der auch mich von Anhieb für sich einnehmen konnte. Er geht seinen Job mit Leidenschaft nach und möchte Menschen, die mit Problemen kämpfen und oft an den Rand der Gesellschaft geschoben werden, helfen. Beides hat mir imponiert und je mehr man von ihm und besonders seiner familiären Vorgeschichte, die mich am Buch am meisten emotional ergriffen hat, erfährt, desto mehr habe ich ihn ins Herz geschlossen.

Die Chemie zwischen Victoria und Daniel war bereits bei ihrem ersten Aufeinandertreffen spürbar und beim Lesen konnte ich das Kribbeln selbst spüren. Den Altersunterschied von 10 Jahren merkte ich kaum, was mir gut gefiel. Es war schön, wie die beiden sich anschmachten, allerdings fehlten mir im Gegenzug manchmal die emotionale Tiefe zwischen ihnen, obwohl die beiden auch viele tolle und tiefgründige Gespräche führen. Bei ihrem Job begegnen sie sich auf Augenhöhe und sie konnten mich als Team überzeugen. Gleichzeitig konnte ich verstehen, warum vor allem Victoria aufgrund der beruflichen Verknüpfung sich erst gegen einer Beziehung wehrt. Besonders angenehm fand ich, dass beide zuerst eine sexuelle Affäre anstreben und sie gleichzeitig immer mehr aufrichtige Gefühle füreinander entwickeln.

Da Victoria und Daniel für den geplanten Börsengang seiner Firma zusammen arbeiten und beide in ihren Jobs aufgehen, spielen ihre Berufsleben eine große Rolle in der Geschichte. Die erneuten Einblicke in die Anwaltskanzlei, aber vor allem die Einblicke in Daniels Fitnessimperium bzw. sein neustes Ziel dafür waren sehr interessant. Außerdem sorgt ihr gemeinsamer Fall für viel Spannung und da war mir egal, das einiges vorhersehbar war.

Wir verfolgen zwischendurch auch einem weiteren Paar: Carl-Adam und Jack, die ich bereits im 1. Teil ins Herz geschlossen habe, vor allem ersteren. Deshalb gefiel es mir, dass sie auch etwas in den Fokus gerückt werden und ich mag sie nun noch mehr. Allerdings geht es bei ihnen um ein Thema, das im Buch sehr präsent ist, was ich etwas schade fand.

Insgesamt mochte ich die Geschichte ganz gerne und es ist eindeutig erwachsener als viele andere Bücher aus dem Lyx-Verlag. Die Protagonisten und ihre Lieben waren mir sympathisch, der Fall rund um Daniels Firma war spannend und es wurden wichtige und ernste Themen angesprochen. Doch mir fehlten etwas die tieferen Gefühle zwischen Victoria und Daniel und das Ende war mir viel zu kurz abgehandelt, sodass für mich einige Fragen offen bleiben.

Fazit: 3,5/5⭐️

Gefiel mir besser als Band 1

*Rezensionsexemplar