Rezension „Knights. Ein gnadenloses Schicksal“

Spoiler zu Band 1

Klappentext:

Füge dich deinem Schicksal – oder die Welt ist dem Untergang geweiht!

Nach dem verheerenden Kampf gegen die Darks müssen Charlotte und die Knights nicht nur mit den Folgen dieser Schlacht leben. Auch die Vorhersage der Divines stellt das Team vor eine riesige Herausforderung und Charlottes Herz mächtig auf die Probe. Die Lage scheint aussichtslos und auch Noel entfernt sich immer weiter von Charlotte. Da erscheint jedoch ein Silberstreif am Horizont: Der Heilige Gral könnte die Lösung aller Probleme sein und die Knights zum Sieg führen. Aber wie findet man ein sagenumwobenes Artefakt, bei dem nicht einmal sicher ist, ob es überhaupt existiert? Charlotte begibt sich auf die Suche – nicht nur, um die Welt zu retten, sondern auch ihre große Liebe.

Meine Meinung:

Das Cover spricht mich an und mit dem tiefen Grünton wirkt es etwas düster, was zur Geschichte passt. Richtig gut gewählt ist das Schwert im Titel.

Auch der Einstieg in den zweiten Band viel mir nicht allzu schwer, sodass ich schnell in ihn abtauchen konnte. Der Schreibstil von Lena Kiefer ist auch gewohnt flüssig zu lesen und sowohl Gefühl als auch Spannung werden gut übermittelt. Nach nur wenigen Seiten fielen in mir wieder alle möglichen Details aus Teil 1, die mir in der Zwischenzeit entfallen sind.

Charlottes Situation mit Noel, für den sie tiefe Gefühle entwickelt hat und der diese erwidert, hat mir immer wieder aufs Neue das Herz gebrochen. Dadurch musste ich beim Lesen auch ein paar Tränchen verdrücken, wobei mein Mitleid Noel etwas mehr galt. Zum einen muss er gegen die Dunkelheit in sich selbst ankämpfen und zum anderen hindern der Fluch und die Vorhersage, dass Charlotte und sein bester Freund Oskar füreinander bestimmt sind, um u.a. die Welt zu retten. Ich muss auch sagen, dass mir Noel allgemein in diesem Band etwas zu kurz kam. Aber ich konnte Charlottes Umgang mit ihm jederzeit verstehen, dass ihre Situation einfach bescheiden war. Ich finde an ihr immer noch stark, wie sie sich an die verschiedenen Situationen anpassen kann, ohne sich oder ihren Standpunkt zu verleugnen. Sie hat auch ihre starken und Schwächen Momente, die sie menschlich machen. Ich hätte auch nicht gedacht, dass mir die Dynamik Charlotte/Oskar gefallen wird. Das Paar wird einem ja quasi aufs Auge gedrückt, was man auch nicht vergisst. Aber beide setzen sich nicht gegenseitig unter Druck, sondern werden Vertraute. Allerdings haben es Dreiecksbeziehungen immer schwierig bei mir und mir wäre es lieber gewesen, man hätte eine normale Freundschaften ohne Erwartungen zwischen den beiden aufbauen können. Doch die Charaktere gehen offen miteinander um, was ich geliebt habe.

Aber natürlich haben wir nicht nur Charlottes Beziehungen mit Noel und Oskar, sondern die Bedrohung durch Morgana ist immer allgegenwärtig. Morgana und ihre Gefolgsleute kann man einfach nur hassen, auch weil sie immer unberechenbarer werden. Aber dadurch blieb es auch immer spannend. Es gab keinen Moment des Stillstandes, sondern man fiebert durchgehen mit Charlotte und den Knights mit. Immer wieder gab es Momente, in denen man so mitgefiebert hat, dass man nicht aufhören konnte zu lesen. Auch die Suche nach dem Gral war interessant, obwohl sich mir die Auflösung hier ziemlich früh erschlossen hat. Ich fand es auch schade, dass einige Offenbarungen, die man als Leser bereits hatte, erst ziemlich spät bei den Charakteren ankommen. Das sorgte dafür, dass einige Wendungen innerhalb der Geschichten nicht so überraschend kamen. Außerdem hatte ich am Ende etwas das Gefühl, dass dieser Buch ein typischer Zwischenband ist, der Teil 1 und 3 verbinden soll und weniger bedeutende für die Gesamthandlung ist. Aber trotzdem schafft es Lena Kiefer immer wieder, trotzdem die Spannung aufrecht zu erhalten und Augenverdreh-Momente zu verhindern. Außerdem hat sie wieder einen fiesen Cliffhanger einzubauen, sodass man den nächsten Band nicht mehr abwarten kann.

Ich glaube und hoffe, es wird ein spannendes, herzzerreißendes und überraschendes Finale, das laut dem Epilog auch noch einmal in eine andere Richtung gehen wird. Das ganze Thema rund um die Tafelrunde, die Knights und ihre Kräfte ist einfach super interessant und spannend. Ich liebe einfach Charlottes inneren Kreis und für den Abschluss wünsche ich mir, dass seine Zusammenarbeit weiter mit im Fokus steht und Noel’s Beziehung mit jedem einzelnen wieder mehr in Erinnerung gerufen wird.

Fazit: 3,5-4/5⭐️

Interessant und ohne Längen, aber eben auch ein typischer Zwischenband

*Rezensionsexemplar
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Abbruchsrezension „Schattenthron. Erbin der Dunkelheit“

Klappentext:

Kaaya hat keine Vergangenheit, keine Erinnerungen, keine Familie. Nichts außer Arian, der sie einst von den Straßen geholt und bei sich aufgenommen hat. Doch bevor sie ihrem besten Freund sagen kann, was sie wirklich für ihn empfindet, wird seine Seele von einem Schattenelfen gestohlen und er bleibt als Hülle zurück. Um ihn zu retten, reist die 18-Jährige ins Reich der Schatten, wo sie sich inmitten eines uralten Krieges wiederfindet. Das, was Kaaya dort über sich erfährt, bringt alles ins Wanken, an das sie bisher geglaubt hat. Sie muss erkennen, dass sie niemandem mehr vertrauen kann, nicht einmal sich selbst und ihren eigenen Gefühlen – gerade wenn es um den mysteriösen Kronprinzen Ilias geht, der seine ganz persönliche Mission verfolgt …

Meine Meinung:

Ich möchte anmerken, dass es meine persönliche Meinung ist und andere viel Spaß mit dem Buch haben können. Außerdem habe ich nur ein Drittel gelesen und kann dementsprechend nicht beurteilen, ob und in welche Richtung sich die Geschichte vielleicht noch verändert.

Das Cover hat mich sehr angesprochen, weil es auf mich mystisch wirkt und man immer mehr Details findet, wenn man es sich länger anschaut.

Man startet auch sehr rasant in die Geschichte und es gibt keine Pause, in denen irgendetwas in Richtung Langeweile aufkommt. Für mich ist das Tempo aber leider viel zu schnell, sodass ich mich gehetzt fühlte. Dadurch kam bei mir nie Spannung auf, weil dann die Szene schon wieder beendet war und die Lösung für aufkommende Probleme direkt gefunden wurde. Diese sehr schnelle Erzählweise ist einfach überhaupt nicht meins.

Man liest aus der Perspektive von wechselnden Charakteren, wobei zu Beginn Kaaya am häufigsten zu Wort kommt. Es ist angenehm, dass immer darauf hingewiesen, welche Sichtweise man nun bekommt. Teilweise war mir der Wechsel dann aber etwas zu abrupt, sodass ich keine Bindung zu den Figuren aufbauen konnte. Auch aufgrund des schnellen Tempos blieb mir verwehrt, die Charaktere gut kennen zu lernen. Es fehlt einfach die Zeit, ihre Eigenheiten hervorzuheben oder auch ihre Beziehungen untereinander näher zu beleuchten. Hätte ich zum Beispiel die Liebe zwischen Kaaya und ihrem besten Freund spüren können, hätte ich bei ihrem Versuch, ihn zu retten, mitfiebern können. So war es mir ziemlich egal. Es gab aber eine Ausnahme und das war die Perspektive vom Schattenprinz Ilias, dessen Geschichte mich mit Abstand am meisten interessierte. Da kamen bei mir beim Lesen zum ersten Mal Emotionen auf.

Insgesamt lässt der Schreibstil einen schnell durch die Seiten fliegen, denn es gibt keine komplizierten oder verschachtelten Sätze. Mir fehlten hier dafür einige Details bei den Beschreibungen der Umgebung und ähnlichem. Dadurch konnte ich mir die Welt nicht bildlich vorstellen und gedanklich nie ganz im Buch abtauchen.

Das Buch habe ich dann nach einem Drittel abgebrochen, weil ich einfach keine Lust aufs Weiterlesen verspürt habe. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte mich die Geschichte nicht catchen und es ist mir komplett egal, was mit den Charakteren passiert. Das lag für mich wirklich hauptsächlich am zu zügigen Tempo, das verhindert hat, dass ich die Handlung und die Figuren fühlen konnte.

Dies ist allerdings auch der Debütroman der Autorin und ihre Grundideen für die Geschichte und das Worldbuilding waren interessant. Deshalb möchte ich ihr in Zukunft auch noch weiteren Chancen geben, denn Übung macht den Meister und ich hoffe, dass die Ausarbeitung dann detaillierter und tiefgründiger wird.

Fazit: Abgebrochen nach einem Drittel

Ich würde 2⭐️ für diesen Teil der Geschichte geben, weil die Grundidee interessant ist und es keine Längen gibt

Rezension „Cassardim. Jenseits der tanzenden Nebel“

Meine Meinung:

Nachdem mir das Cover von Band 1 überhaupt nicht mochte, wurden sie im Laufe der Trilogie doch besser, sodass mir das hier vom 3. Band insgesamt ganz gut gefällt. Aber es geht bei Büchern ja mehr über das Innere und das stimmt bei dieser Reihe und dem Buch umso mehr. Das ganze Setting des Totenreiches Cassardim finde ich einfach genial und besonders die außergewöhnlichen Tierwesen haben mein Herz erobert.

Nach dem fiesen Cliffhanger von Band 2 war ich sehr auf das Finale gespannt und hatte gleichzeitig auch Angst. Die Art und Weise, wie die Geschichte dann weiter geht hat mich dann etwas überrascht. Es brauchte für mich am Anfang ein paar Seiten, um wieder komplett in den Leserausch zu kommen, aber dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es gab immer wieder spannende Szenen, die mich mitfiebern ließen, aber auch ruhige Momente, in denen man eine schöne und intensive Zeit mit den Charakteren verbringen konnte. Doch spätestens im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse, sodass man keine Zeit mehr zum Durchatmen hat. Es war nervenaufreibend und spannend bis zum Schluss.

Das Ende war dann noch einmal das größte Highlight des Buches bzw. der ganzen Reihe. Es ist einfach die perfekte Definition von „bitter-süß“ und wird mir auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben. Es ist ein würdiges, und passendes Finale, auch wenn sich ein kleiner Teil meines Herzens etwas anderes gewünscht hätte. Man braucht auf jeden Fall ein paar Taschentücher in der Nähe.

Ich wollte mich generell von Amaia, Noár, ihren Verbündeten und Cassardim allgemein nicht verabschieden, weil sich alle im Laufe der drei Teile in mein Herz geschlichen haben. Amaia hat sich auch super weiter entwickelt und wurde zu einer tollen Kämpferin, der Cassardim sehr viel bedeutet. Ich bewundere sie sehr für ihren Mut, ihre Stärke und ihre große Liebe sowohl für das Land als auch für Noár und ihre Freunde und Familie. Ihre Beziehung zu Noár spielt natürlich wieder eine zentrale Rolle und man merkt einfach, wie sich diese im Laufe der Reihe weiterentwickelt und sich gefestigt hat. Ich liebe die beiden und ihre Dynamik zusammen einfach und Seelenverwandtschaft als Begriff passt hier sehr gut. Spätestens in diesem Band kann man Noár einfach nur noch lieben und bewundern und ist deshalb Bookboyfriend-Material. Aber es hat mich auch gefreut, dass im letzten Teil noch einmal alle geliebten Nebenfiguren ihren Auftritt haben. Es hat die ganze Reihe noch einmal abgerundet und man hatte dadurch das Gefühl, dass die Autorin an alles und jeden gedacht hat.

Julia Dippel hat sich im Fantasy-Bereich inzwischen auch zu einen meiner Lieblingsautorinnen entwickelt, was sie mit diesem epischen Finale noch einmal unterstreicht. Sie schafft es immer Spannung und zeitgleich sympathische Charaktere aufzubauen und schreibt fesselnd. Ich ersehne mir noch viele tolle weitere Bücher und hoffe sehr stark auf ein Wiedersehen in Cassardim.

Fazit: 4,5/5⭐️

Ein Finale, das mir im Gedächtnis bleiben wird

Spoiler zu Band 1 und 2

Klappentext:

Der Kaiser ist tot, doch Amaias Status als Goldene Erbin ist nach wie vor umstritten. Sie steht zwischen der Tradition und einer Revolution – größer, als Cassardim sie je gesehen hat. Noár ist bemüht, sie aus der Schusslinie zu halten, aber Amaia verfolgt eigene Pläne. Sie muss das wachsende Chaos aufhalten, das von ihrem frisch vermählten Ehemann Besitz ergreift. Um ihn, Cassardim und die Menschenwelt zu retten, versammelt sie auf eigene Faust die Erben aller Reiche um sich und begibt sich mit ihnen auf die gefährliche Suche nach einem neuen Juwel der Macht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, an dessen Ende sie nicht nur ihre große Liebe verlieren könnte …

*eBook-Rezensionsexemplar

Rezension „Drowning in Stars“

Klappentext:

Ich musste mich zwischen dir und mir entscheiden. Ich habe dich gewählt!

Das Leben war nie einfach für Pixie und Gaze. Pixies Mutter ist nur selten zu Hause, Gaze’ Vater trinkt zu viel. Aber sie haben einander – und für Gaze war eins von Anfang an klar: Pixie ist die Eine. Sie hat ihn beschützt, als er neu im Viertel war. Ohne einander wären sie untergegangen. Sie haben sich versprochen, immer zusammenzubleiben. Doch eines Tages muss sich Pixie entscheiden: für ihr Versprechen oder für Gaze’ Leben. Als sie sich Jahre später wiedertreffen, ist es Gaze, der für sie beide stark sein muss. Denn nur wenn Pixie sich von ihren Dämonen befreien kann, hat ihre Liebe eine Chance …

Meine Meinung:

Mir gefällt am Cover, dass es eher dunkel gehalten ist, da die Situation der beiden Protagonisten auch düsterer ist, aber mit einem kleinen hellen Blicklicht, das sie beiden füreinander in ihrem Leben darstellen.

Die beiden Hauptfiguren sind Pixie und Gaze, die man im Altern von 12 Jahren kennenlernt. Sie leben in einem ärmeren Viertel und sind größtenteils auf sich allein gestellt, trotz ihres jungen Alters. Ich finde, dass dieses Setting in diesem Genre eher selten vorkommt und auch authentisch umgesetzt wurde. Trotz der Armut und den damit einhergehenden Problemen habe ich mich meist in dem Viertel wohl gefühlt, weil man viele nette Nebencharaktere kennen lernt, die auch eine Bindung zu Gaze und vor allem Pixie aufbauen, und die Kinder und Jugendlichen zusammen Spaß zusammen haben.

Pixie lebt schon seit Jahren in dem Viertel und hat dort dementsprechend Wurzeln geschlagen, in dem sie die Gegend und die Nachbarn in- und auswendig kennt. Es ist bewundernswert, wie selbstverständig und selbstbewusst sie bereits mit 12 Jahren ist. Da ihre Mutter mehrere Jobs nachgehen muss, um genug Geld zu verdienen, ist Pixie meist alleine und muss sich um erwachsendes Aufgaben, wie Rechnungen zu bezahlen, kümmern. Trotzdem spürt man die Liebe zwischen den beiden, weshalb es in der Seele weh tat, wenn Mutter und Tochter nicht ehrlich miteinander reden, aber vor allem als sich ihre Beziehung weiter verkompliziert. Mit ihrer fröhlichen und aktiven Art wird mir Pixie länger in Erinnerung bleibt. Im Gegensatz zu ihr zieht Gaze neu in das Viertel, nachdem sein Vater den alten Job verloren hat und in der Nähe einen neuen ergattert hat. Daher kennt sich Gaze dort gar nicht aus und benötigt Pixies Unterstützung als Orientierung. Es war aber schön zu lesen, wie schnell sich Gaze mit dieser Hilfe einlebt und sich wohl fühlt. Durch Pixie und später auch ein paar andere Charaktere gewinnt Gaze immer mehr an Selbstbewusstsein und findet zu sich selbst. Dazu steuert aber sein gewalttätiger Alkoholiker-Vater nicht viel dabei. Besonders über Gaze wird bei mir hängen bleiben, mit welcher Treue er sich anderen Menschen gegenüber verpflichtet.

Da sich Pixie und Gaze bereits mit 12 Jahren kennen lernen, ist ihre Beziehung zunächst eher unschuldig, weshalb es sich bei diesem Buch in meinen Augen nicht um einen klassischen Liebesroman handelt. Ich konnte direkt die enge Bindung zwischen den beiden jungen Menschen spüren, die auf einem großen Vertrauensgefühl beruht. Sie haben ein intuitives Verständnis füreinander, sodass sie wissen, was der andere braucht, und einander einfach akzeptieren. Besonders fand ich, dass in diesem Roman das Mädchen der starke Part ist, die den Jungen rettet. Es gab zwar auch Auseinandersetzungen zwischen Pixie und Gaze, bei denen man aber beide Seiten versteht und die zwei auch immer das Beste füreinander wollen. Es gab dann einen Bruch in ihrer Beziehung und in der Geschichte allgemein. Ich bewundere die Autorin dafür, dass sie es geschafft hat, die enge Bindung der beiden Protagonisten über die Zeit hinweg aufrecht zu erhalten. Allerdings konnte ich die aufkeimenden romantischen Gefühle nicht wirklich nachvollziehen und Pixie und Gaze wirken auf mich eher wie beste und geschwisterähnliche Freunde.

Ich fand den ersten Teil der Geschichte, als die beiden Kinder sind, sehr atmosphärisch, berührend und tragisch zugleich. Zwar habe ich darauf gewartet, dass die Spannung endlich richtig losgeht, aber zeitgleich habe ich die Szenen von Pixie und Gaze in dem Viertel genossen. Dann kam ein Moment, wo sich alles geändert hat, der aber auch sehr Sinn gemacht hat. Ich habe über die Charaktere gerne in diesem Mittelteil gelesen und hätte ihn mir etwas länger gewünscht, weil man auch ein paar grandiose Nebenfiguren kennen lernt. Als sich Pixie und Gaze dann als Fast-Erwachsene wieder treffen, startet die Spannung und die Romance erst richtig. Mir gefiel es, ihre Entwicklungen in der Geschichte mitzubekommen. Insgesamt bin ich mit der Auflösung am Ende zufrieden, aber im letzten Drittel gab es für mich ein paar Unstimmigkeiten.

Fazit: 4/5⭐️

Eine tragische Geschichte zweier Jugendlicher, die ans Herz geht

*Rezensionsexemplar

Rezension „Vergiss Mein Nicht. Was man bei Licht nicht sehen kann“

Klappentext:

Quinn ist cool, smart und beliebt. Matilda entstammt der verhassten Nachbarsfamilie, hat eine Vorliebe für Fantasyromane und ist definitiv nicht sein Typ. Doch als Quinn eines Nachts von gruseligen Wesen verfolgt und schwer verletzt wird, sieht er Dinge, die nicht von dieser Welt sein können. Nur – wem kann man sich anvertrauen, wenn Statuen plötzlich in schlechten Reimen sprechen und Skelettschädel einem vertraulich zugrinsen? Am besten dem Mädchen von gegenüber, das einem total egal ist. Dass er und Matilda in ein magisches Abenteuer voller Gefahren katapultiert werden, war von Quinn so allerdings nicht geplant. Und noch viel weniger, sich unsterblich zu verlieben …

Meine Meinung:

Das Cover spricht mich an, weil es viele kleine Details gibt, die einem nicht direkt auffallen und mich dadurch neugierig macht.

Überhaupt war ich sehr gespannt auf die Geschichte, weil Kerstin Gier tolle Geschichten schreiben kann, die einen aufgrund ihrer federleichten Schreibstils durch die Seiten fliegen lässt. Auch bei diesem Buch war es nicht anders und ich war direkt vom Geschehen gefangen.

Das lag aber auch am rasanten Start, als Quinn auf einer Party von einer roten Unbekannten angesprochen wurde und im Anschluss von merkwürdigen Kreaturen verfolgt wurde, was zu einem schwerem Unfall führte. Dabei fand ich spannend, mit Quinn dadurch einen Protagonisten zu haben, der (auf jeden Fall vorübergehend) im Rollstuhl sitzt und somit körperlich eingeschränkt ist. Aber er lässt sich davon nicht abhalten, sondern kämpft darum, um zu alter Stärke zurückzukehren und vor allem seine Neugierde hat er nicht verloren. Insgesamt mochte ich ihn und seine ganze Art richtig gerne, aber trotzdem gefiel mir auch die Perspektive des Nachtbarmädchens Mathilda richtig gut, weil sie ebenfalls eine interessante und sympathische Figur ist. Sie ist einfach eine coole Socke, die immer gerade heraus sagt, was sie denkt, und sich nicht verbiegen lässt. Mit ihr wäre ich gerne befreundet und sie schafft es auch als einzige, unbefangen mit Quinn zu reden. Die Dynamik der beiden brachte mich immer zum Schmunzeln, denn es gibt tolle Wortgefechte und gleichzeitig werden beide ein tolles Team. Insgesamt war ihre Beziehung interessant und hat sich schön entwickelt.

Ebenfalls konnten mich sowohl Quinn als auch Mathilda mit ihren jeweiligen Umgang mit magischen Situationen und Ereignissen überzeugen. Sie blieben sich treu, akzeptierten nicht einfach das Neue, das sie erfahren, sondern hinterfragen und werden selbst aktiv. Diese ganze Fantasywelt, die Kerstin Gier hier erschaffen hat, war kreativ, außergewöhnlich und bunt. Ich hatte zuerst gar keine Ahnung, was so dahinter steckt und es war interessant, immer mehr zu erfahren. Deshalb gehe ich auch inhaltlich nicht mehr darauf ein. Es ist hier auch noch sehr viel Potential für die weitere Reihe. Mir war beim Lesen nie langweilig, denn es gab immer wieder interessante, humorvolle und/oder spannende Szenen.

Alles in allem konnte mich die Autorin mit diesem Reihenauftakt wieder überzeugen und mich sehr neugierig auf die Folgebände machen. Ich kann die Geschichte sehr weiter empfehlen, vor allem Jugendlichen.

Fazit: 4/5⭐️

Eine fantasievolle Geschichte mit interessanten Geschichten und locker-leichten Schreibstil

*Rezensionsexemplar

Rezension „Knights. Ein gefährliches Vermächtnis“

Klappentext:

Verrate niemandem, wozu du fähig bist – oder es wird dich das Leben kosten!

Die 18-jährige Charlotte Stuart tut alles dafür, ihre einzigartige Gabe geheim zu halten. Denn sie weiß: Wenn ihre Fähigkeiten in die falschen Hände geraten, könnte das den Untergang der Welt bedeuten. Doch dann macht plötzlich jemand unerbittlich Jagd auf Charlotte und sie muss so schnell wie möglich aus London verschwinden. Auf ihrer Flucht läuft sie ausgerechnet der Organisation in die Arme, vor der sie sich jahrelang versteckt hat: den Knights of the Round Table. Die Nachfahren der Ritter der Tafelrunde verfügen selbst über besondere Gaben und Charlotte misstraut ihnen zutiefst. Dennoch bleibt ihr keine andere Wahl, als sich mit den Knights zu verbünden, um ihren übermächtigen Gegner zu stoppen. Unterstützung erhält sie dabei allen voran von Noel Mayfield, einem Lancelot-Erben, der in ihr unerwartete Gefühle weckt und mit dem sie ein gefährliches Schicksal verbindet …

Meine Meinung:

Das Cover versprüht bereits etwas mysteriöses und dunkles, was grandios zum Inhalt passt, denn es handelt sich hier um eine spannende Adaption von „König Arthur und die Ritter der Tafelrunde“.

Man steigt auch direkt ins Geschehen ein, als Charlotte nach dem Verschwinden ihres Bruders gejagt wird, flüchten muss und dann von den Knights aus Stanham aufgenommen wird. Aufgrund des rasanten Starts war ich von Anfang gefesselt und wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Nach und nach erfährt man mehr über Charlottes unschöne Vergangenheit mit der Organisation, sowie die Machtstrukturen innerhalb dieser. Es ist eine Thematik, über die ich kaum gelesen habe, und die Kombination mit den Knight als Geheimagenten, die die Welt beschützen, ist einfach interessant. Auch die Kräfte/Gnaden der Knights, die sich aufgrund ihrer verschiedenen Ahnen, den ursprünglichen Rittern der Tafelrunde, unterscheiden, waren spannend und ideenreich umgesetzt. Es gab immer wieder action- und abwechslungsreiche Kämpfe, die die Spannung von Neuen hoch treiben, und auch viele überraschende Wendungen und Offenbarungen, die die Geschichte für mich oft unvorhersehbar gemacht haben.

Das gesamte Buch aus Charlottes Sicht geschrieben, was mir sehr zusagte. Dadurch war ich oft genauso unwissend wie sie und habe mit ihr gemeinsam mehr über die Knights und die Organisation erfahren, was sie selbst nicht wusste. Als Protagonistin war sie mehr sympathisch, weil sie nicht einfach alles hinnimmt, sondern hinterfragt und eigenständig bleiben möchte. Ich habe ihren Mut, ihren starken Willen und ihren Kampfgeist bewundert. Es war auch bemerkenswert, wie schnell sie z.B. das Kämpfen lernt, obwohl es mir manchmal einen Ticken zu perfekt klappte. Aber auch die Nebenfiguren, allen voran die Knights aus Stanham, habe ich ins Herz geschlossen. Sie sind eine bunte Gruppe, die Zusammenhalt ganz groß schreiben und immer bereit sind, die Welt zu verteidigen, aber auch für Spaß zu haben sind. Besonders grandios ist es der Autorin gelungen, jedem einzelnen einen individuellen Charakter mit Schwächen und Stärken zu geben.

Einer dieser Knights ist Noel, zwischen dem und Charlotte erwartungsgemäß funkt. Ich liebe es, wenn Fantasy und Romance miteinander verbunden werden, und auch bei diesem Buch sorgt die Liebesgeschichte für das gewisse Extra. Ich mochte ihre gemeinsamen Interaktionen und das Kribbeln konnte ich bei jeder Begegnung gespürt. Es gibt deswegen auch weitere Spannungen, die dafür gesorgt haben, dass ich mit den beiden mitgefiebert habe. Allerdings war es bei Noel und Charlotte Liebe auf den ersten Blick und es geht generell schnell zwischen ihnen. Dies wird logisch erklärt, weshalb ich es nicht kritisieren kann. Trotzdem fehlte mir die langsame Steigerung, wodurch ich noch mehr mitgefiebert hätte.

Da ich bereits andere Bücher von Lena Kiefer gelesen habe, habe ich mit einem fiesen Cliffhanger gerechnet und mir einige Gedanken über die Art und Weise gemacht. Dadurch habe ich etwas vorausgeahnt, aber es gab auch einige Überraschungen. Vor allem im Epilog gibt es eine Offenbarung, mit der ich wirklich nicht gerechnet habe. Ich kann die Reihenfortsetzungen nun gar nicht mehr abwarten.

Insgesamt kann ich diesen Reihenauftakt nur wärmstens empfehlen, denn er hat alles, was ich mir erwünscht habe: Spannung, sympathische Charaktere und ein interessantes Worldbuilding. Ich bin mir aber auch sicher, dass die beiden weitere Bände Potenzial für noch mehr haben.

Fazit: 4/5⭐️

Rasanter Reihenauftakt, den ich nur empfehlen

*Rezensionsexemplar

Rezension „In all seinen Farben“

Klappentext:

Eine außergewöhnliche Geschichte über Selbstfindung, Mut, Freundschaft und wahre Liebe
In Robin Coopers Leben läuft gerade nichts, wie es sollte: Während sich alle anderen schon aufs College vorbereiten, häufen sich bei ihm die Absagen. Für Robin bricht eine Welt zusammen, als sein großer Traum von der Schauspielschule zerplatzt und er plötzlich ohne Plan für die Zukunft dasteht. Und dann ist da auch noch die Sache mit seinem Freund Connor, der sich nicht offen zu ihm bekennt. Alles ganz schön kompliziert! Doch als ihn seine Clique an seinem 18. Geburtstag in eine Drag-Queen-Show schleppt, realisiert Robin, dass das Leben manchmal ganz eigene Pläne macht …

Meine Meinung:

Das Cover gefällt mir sehr gut und passt auch sehr schön zum Inhalt. Dabei wurde dieses wenige bunte Make-Up von Robin perfekt gefällt.

Das ganze Buch liest man auch aus Robins „Ich“-Perspektive und seine persönliche Geschichte und die Suche nach sich selbst liegt im Fokus und keine Liebesgeschichte, die aber ebenfalls mit eingebaut wurde, was mir auch immer wieder zusagt. Der Schreibstil von George Lester ist sehr locker und stimmig zur Zielgruppe. Dadurch lässt sich das Buch sehr schnell weglesen.

Robin ist ein sehr authentischer Protagonist mit Ecken und Kanten. Insgesamt weiß er schon ziemlich gut, was er sich für die Zukunft vorstellt, obwohl sich seine Pläne aufgrund der Absage zwangsläufig ändern. Aber er kämpft für seine Träume und lässt sich von niemanden aufhalten. Dabei will er manchmal sehr mit dem Kopf durch die Wand und macht auch seine Fehler, die aber jeder Teenager auf die ein oder andere Art macht. Deshalb konnte ich ihn in der Regel auch gut verstehen, auch wenn er eben mal nicht ganz korrekt handelt. So kommt es unter anderem zu Konflikten, weil Robin nicht immer ganz offen mit seinen Mitmenschen spricht. Da ich selbst mein Teenie mehr bin, musste ich zwar manchmal in solchen Momenten die Augen verdrehen, aber wurde auch an meine Schulzeit erinnert. Insgesamt habe ich Robin sehr ins Herz geschlossen, denn er ist einfach ein ganz Lieber, der auch hin und wieder überdramatisch ist, was aber ebenfalls perfekt zu seinem Charakter passt.

Ein Highlight für mich eindeutig der Einblick ins Drag-Leben. Man erfährt einige interessante Details wie z.B. über das Beziehungsgeflecht innerhalb einer Drag-Familie oder über verschiedene Arten von Drag, wo man das persönliche Wissen des Autors, der selbst Drag macht, spürt. Es war schön, wie Robin in dieser Kunstform aufgeht, ohne dass es zu perfekt und unkompliziert wirkt.

Ansonsten konnten mich die Beziehungen von Robin nicht nur zur seinen Drag-Mother, sondern besonders zu seiner Mutter und seinen besten Freunden Natalie und Greg überzeugen. Das Verhältnis zwischen Sohn und Mutter beruht auf Vertrauen und Verständnis, was ich echt geliebt habe. Sie möchte nur das Beste für Robin, ebenso wie Natalie und Greg. Diese Freunde gehen durch dick und dünn und unterstützen sich immer. Wie oben bereits erwähnt gab es auch Probleme zwischen Robin und seinen engsten Vertrauten, die in meinen Augen aber realistisch umgesetzt wurden.

Dahingegen wurde ich mit Robins Freund Connor nicht warm, denn er leistet sich einige Dinge, die überhaupt nicht gehen. Ich muss aber sagen, dass Robins Liebesleben für mich total vorhersehbar war, weshalb ich in der Rezension nicht zu sehr ins Detail gehen möchte, um Spoiler zu vermeiden. Allerdings gefiel mir auch hier Robins Entwicklung innerhalb der Geschichte, die sich nicht nur um die Liebesgeschichte dreht. Insgesamt war es für mich aber allgemein zu vorhersehbar, nicht nur das Ende, und trotz meiner Sympathie für Robin und allen positiven Punkten war ich emotional nicht so in der Geschichte involviert.

Fazit: 3,5-4⭐️

Ein süßes Jugendbuch, in dem man viel über Drag lernt, aber mich nicht ganz berühren konnte

*Rezensionsexemplar

Lesemonat Juni 2021

Mein Lesemonat war diesen Monat super erfolgreich, denn ich habe so grandiose Bücher gelesen. Auch mengentechnisch bin ich mit 22 Büchern (incl. 7 eBook) und 8 Hörbüchern gut dabei.

Gelesene Bücher:

(sortiert nach aufsteigender Bewertung)

Winterkeep 🇬🇧 (4) – Kristen Cashore: 3⭐️

Hold (3) – Helena Hunting: 3,5⭐️

Die verschwundene Schwester (7) – Lucinda Riley: 3,5⭐️

•📱Herzkribbeln. Philipp & Simon* (3) – Katharina B. Gross: 3,5⭐️

Hierzu ist der Rezension auf dem Blog zu finden

•📱In all seinen Farben* – George Lester: 3,5⭐️

Rezension folgt…

Speed My Heart* (2) – Sarah Saxx: 4⭐️

Sowohl zu diesem Buch als auch zum ersten Band findet Ihr jeweils eine Rezension auf dem Blog.

•📱Confession of a Bad Boy* (5) – Piper Rayne: 4⭐️

Rezension online

Grace & Glory 🇬🇧 (3) – Jennifer L. Armentrout: 4⭐️

deutscher Titel: Dark Elements. Funkelnde Gnade

•📱Dear Enemy* – Kristen Callihan: 4⭐️

Meine dazugehörige Rezension ist verfügbar

•📱Mr. CEO* – Vi Keeland: 4⭐️

Rezension folgt…

•📱The Deal 🇬🇧 (1) – Elle Kennedy: 4⭐️

identischer deutscher Titel

The Invisible Life of Addie LaRue 🇬🇧 – V. E. Schwab: 4⭐️

deutscher Titel: Das unsichtbare Leben der Addie LaRue

Rule of Wolves 🇬🇧 (2) – Leigh Bardugo: 4⭐️

identischer deutscher Titel

Carry On 🇬🇧 (1) – Rainbow Rowell: 4⭐️

deutscher Titel: Aufstieg und Fall des außergewöhnlichen Simon Snow

• Wayward Son 🇬🇧 (2) – Rainbow Rowell: 4⭐️

•📱Stalking Jack the Ripper 🇬🇧 (1) – Kerri Maniscalco: 4,5⭐️

Der Ruf der Rache (2) – Mary E. Pearson: 4,5⭐️

Night of Crowns. Kämpf um dein Herz (2) – Stella Tack: 4,5⭐️

Legendborn (1) 🇬🇧 – Tracy Deonn: 4,5⭐️

The One. Finde dein perfektes Match – John Marrs: 4,5⭐️

Heartstopper Vol. 4 🇬🇧 – Alice Oseman: 5⭐️ (Graphic Novel)

Mr Parnassus‘ Heim für magisch Begabte – T. J. Klune: 5+⭐️

Absolutes Highlight

Gehörte Hörbücher:

(sortiert nach aufsteigender Bewertung)

Leah on the Offbeat 🇬🇧 (2) – Becky Albertalli: 3,5⭐️

Sprecherin: Shannon Purser

deutscher Titel: Ein Happy End ist nur der Anfang

Flaming Clouds (1) – Gabriella Santos de Lima: 3,5⭐️

Sprecherin: Carolin Sophie Göbel

Endless Skies (2) – Gabriella Santos de Lima: 4⭐️

Sprecherin: Carolin Sophie Göbel

Wo Geschichten neu beginnen (3) – Jenny Colgan: 4⭐️

Sprecherin: Vanida Karun

What If It‘s Us 🇬🇧 (1) – Becky Albertalli & Adam Silvera: 4⭐️

Sprecher: Noah Galvin & Froy Gutierrez

deutscher Titel: Was ist mit uns

Feels like Love (1) – Sarah Heine: 4⭐️

Sprecherin: Ulla Wagener

Deeply (3) – Ava Reed: 4⭐️

Sprecher: Julia von Tettenberg & Louis Friedemann Thiele

Boyfriend Material 🇬🇧 (1) – Alexis Hall: 4,5⭐️

Sprecher: Joe Jameson

*Rezensionsexemplar

Rezension „Belial. Götterkrieg“

Klappentext:

Die junge Tempeldienerin Cassia weiß genau, wer hinter dem Tod ihrer Freundinnen steckt, aber der skrupellose Dämon Ianus wird in ganz Rom als Gott verehrt und scheint unantastbar. Als dem Mädchen, das immun gegenüber dämonischen Kräften ist, eines Tages in Aussicht gestellt wird, Ianus zu Fall zu bringen, willigt sie ohne zu zögern ein, sich als Sklavin in dessen Palast einschleusen zu lassen. Doch dort bringt ein unerwarteter Gast ihre Pläne durcheinander: Belial, seines Zeichens angehender Teufel und Ianus‘ Erzrivale. Cassias ohnehin riskante Mission droht an seinem unwiderstehlichen Lächeln zu scheitern und wird noch aussichtsloser, als sie plötzlich in einen dämonischen Wettstreit zwischen Bel und Ianus gerät – einem Wettstreit um ihre Seele.

Meine Meinung:

Das Cover passt einfach perfekt zu den Izara-Bänden und man sieht Cassia darauf. Ich bin eigentlich kein großer Fan von Gesichtern auf Covern, doch hier bin ich ganz zufrieden.

Mehr als glücklich aber war ich, als ich erfuhr, dass es in den Izara-Chroniken weitergeht und mein Liebling Bel im Mittelpunkt steht. Man kann aber sehr gut mit diesem Buch ins Universum starten, da es zwei Jahrtausende vorher spielt. Das neue Setting des alten Roms finde ich auch sehr faszinierend und die Umsetzung ist gelungen, auch wenn der Hauptaugenmerk natürlich nicht auf dem Historischen liegt. Aber die Gesellschaftsstrukturen wie striktere Hierarchien und auch die Sklaverei spielen eine wichtige Rolle. Besonders überzeugen konnte mich, wie Julia Dippel die römischen Gottheiten miteinbezogen und auf ihre Art interpretiert hat.

Ein großes Highlight war natürlich Bel, den ich wieder mit seiner arroganten Schale und seinem weichem Kern geliebt. Umso schöner fand ich, dass man aus seiner Sicht liest, aber auch Cassias. Sie ist ein starker neuer Charakter, die als Mensch zwar nicht die Kräfte der Dämonen besitzt, wobei sie auch gegen diese immun ist, aber mit ihrer reinen Willensstärke vieles ausgleicht. Sie passt perfekt zu Bel, weil sie wie er für Gerechtigkeit einsteht, wobei sie oft noch selbstloser handelt als er. Ihre sich anbahnende Romanze war sexy und süß zugleich und ich habe ihre gemeinsamen Szenen mit ihren Wortgefechten, mit denen sie sich gegenseitig herausfordern, geliebt. Dabei muss ich schon zugeben, dass es zwischen ihnen sehr schnell abläuft, aber das passt auch zur Bels Impulsivität.

Neben der Liebesgeschichte geht es auch um den Kampf gegen den Dämonen Ianus, den ich vom ganzen Herzen verabscheue. Trotzdem ist er ein interessantes und mächtiger Gegenspieler, der Bel und Cassia sowohl vereinen als trennen können. Allerdings muss ich sagen, dass die Spannung nicht ganz mit der der ursprünglichen Izara-Reihe mithalten kann und ich hätte mir noch ein paar Seiten mehr gewünscht. Aber im letzten Drittel konnte ich dann nicht mehr mit dem Lesen aufhören und das Ende hat mich zerstört, obwohl ich aufgrund von Izara schon vorgewarnt wurde. Ich kann den zweiten Teil nun nicht mehr abwarten, wobei ich schon traurig bin, gewisse Nebenfiguren, die dieses Buch bereichert habe, nicht wieder zu treffen.

Fazit: 4/5⭐️

Ich habe jetzt richtig Lust, die Izara-Reihe zu rereaden

*Rezensionsexemplar

Rezension „Kaleidra. Wer die Seele berührt“

Spoiler zu Band 1

Klappentext:

Emilia und Ben wurden entführt. In den Fängen des Quecksilberordens sollen sie den Tria-Bund schließen und das Voynich-Manuskript entschlüsseln. Dabei kommt es jedoch zu einem Zwischenfall, und auf einmal scheint alles, was die Orden zu wissen geglaubt haben, hinfällig. Doch die Quecks geben nicht auf und lassen Emilia keine Wahl: Gemeinsam mit Ben muss sie nach Kaleidra reisen – zum Ursprung aller Alchemisten –, wohlwissend, dass sie sich dadurch in große Gefahr begeben. Aber die Zeit arbeitet gegen sie, und die beiden stoßen mehr und mehr an ihre Grenzen. Denn Herz und Verstand sind nun mal nicht immer einer Meinung …

Meine Meinung:

Ich finde das Cover echt hübsch, besonders mit seinem mysteriösen Touch, der perfekt zum Buch und den Geheimlogen passt. Während des Lesens merkt man auch, wie perfekt ebenfalls der Titel gewählt wurde.

Nach dem fiesen Cliffhanger von Band 1 war ich sehr gespannt, wie es mit Emilia und Ben, nun als Gefangene, weitergeht und war direkt wieder mitten im Geschehen. Kira Licht hat einfach einen einprägsamen und leicht zu lesenden Schreibstil und mit diesem interessanten Worldbuilding wurde ich direkt wieder gecatcht. Nach wie vor ist die Thematik Alchemie als Kombination aus Magie und Naturwissenschaften echt genial und außergewöhnlich.

Nachdem wir zuvor insbesondere den Goldorden kennen gelernt haben, erfährt man nun mehr von den Quecksilberalchemisten. Während ich im ersten Teil noch den Verdacht hatte, dieser Orden wird vielleicht zu unrecht verdächtigt, wurde ich eines besseren belehrt. Emilia und Ben bekommen schnell zu spüren, welchen starken Gegner sie gegenüber stehen und wir lernen nun auch den großen Feind kennen. Diesen und seine Pläne fand ich spannend und zugleich sehr beängstigend. Im Laufe des Buches gab es immer wieder Überraschungen und Wendungen, mit denen ich gar nicht gerechnet habe und die mich oft schockiert haben. Eines meiner Highlights war, dass man nun das Land Kaleidra direkt kennenlernt, das die Autorin sehr bildhaft beschreibt und ich sehr faszinierend fand.

Weiterhin liest man durchgehend aus Emilias Sicht, die mich als Protagonistin wieder überzeugen konnte. Obwohl sie vom Quecksilberorden entführt wurde, gibt sie nicht einfach auf, sondern sucht immer Fluchtmöglichkeiten für sich und Ben. Dabei wächst sie immer mehr in ihre Rolle als Silberalchemistin hinein, u.a. weil sie auch immer besser informiert ist, und wird dadurch ebenfalls sicherer mit ihren Kräften. Besonders mitgelitten habe ich mit ihr aufgrund von Mattis Verrat, der schließlich seit Jahren zu ihren besten Freunden gehörte. Gemeinsam mit ihr habe ich immer wieder gehofft, dass in Matti doch das Gute überwiegt. In Band 1 habe ich ihn nämlich geliebt (abgesehen vom Ende natürlich), während ich mit Ben noch meine Probleme hatte. Diese sind nun endgültig verschwunden, denn er agiert nicht mehr arrogant, sondern mit Emilia im Team. Ihre Zusammenarbeit wurde von Seite zur Seite besser, vor allem aufgrund ihrer Vertrauen zu einander. Dabei stellen sie ihre romantischen Gefühle (noch) zurück, stattdessen fokussieren sie sich auf ihre gegenwärtige Situation, was ich sehr bewundernswert finde, weil auch keiner von beiden deswegen eingeschnappt oder dramatisch ist. Trotzdem haben sie eine prickelnde Chemie, weshalb ich doch auf mehr romantische Szenen im dritten Teil hoffe.

Zum Schluss schafft es die Autorin mich noch mehr zu schockieren als bereits zuvor, sodass ich mit einem offenen Mund da saß. Der Cliffhanger ist so fies, dass ich dem finalen Band gar nicht mehr abwarten kann und keinen blassen Schimmer habe, wie die ganze Trilogie enden soll. Insgesamt bin ich geplättet vom Verlauf der Geschichte, mit dem ich zu Beginn überhaupt nicht gerechnet hätte, wofür ich sie liebe.

Fazit: 4,5/5⭐️

Dieser Zwischenband war nie langweilig und die Reihe bleibt eine große Empfehlung

*Rezensionsexemplar