Lesemonat Juli 2022

Im Laufe des Juli kam mein Spaß am Lesen zurück und mit 14 gelesenen Büchern (inkl. 9 eBooks) war mein Lesemonat sehr erfolgreich.

Gelesene Bücher:

1.📱Cup of Joe 🇬🇧 (1) – Annabeth Albert: 3⭐️

2.📱Coming in from the Cold 🇬🇧 (1) – Sarina Bowen: 3⭐️

3.📱Save the Date 🇬🇧 – Annabeth Albert & Wendy Qualls: 3,5⭐️

4.📱Knights. Ein gnadenloses Schicksal* (2) – Lena Kiefer: 3,5⭐️

Ausführliche Rezension bereits hier auf dem Blog.

5.📱The Feeling of Forever* (3) – Yvy Kazi: 4⭐️

Ausführliche Rezension bereits hier auf dem Blog.

6.📱Don‘t love your Boss (4) – Sarah Saxx: 4⭐️

7. Kein Sommer ohne dich* – Emily Henry: 4⭐️

Meine ausführliche Rezension folgt noch.

8. Vielleicht jetzt (1) – Carolin Wahl: 4⭐️

9.📱No Flames too wild* (1) – Nina Bilinszki: 4⭐️

Ausführliche Rezension bereits hier auf dem Blog.

10.📱Shooting for the Stars 🇬🇧 (3) – Sarina Bowen: 4⭐️

11. Alles, was ich in dir sehe (1) – Kyra Groh: 4,25⭐️

12.📱Fühle mich. Unendlich* (4) – Kathinka Engel: 4,25⭐️

Meine ausführliche Rezension folgt noch.

13. The Unhoneymooners 🇬🇧 – Christina Lauren: 4,25⭐️

14. The Way I Break* (1) – Nena Tramountani: 4,5⭐️

Ausführliche Rezension bereits hier auf dem Blog.

*Rezensionsexemplar; 🇬🇧 englischsprachig; 📱eBook
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Rezension „Was wir von Quallen lernen können“

Klappentext:

Henry, der schüchterne Nerd, der nicht nur mit seinen umfassenden Kenntnissen über Quallen, sondern auch bei den wöchentlichen Quiz-Abenden in seinem Lieblingspub mit seinem Allgemeinwissen glänzt, schwärmt schon lange für den attraktiven Barkeeper Max. Eines Tages setzt Henry alles auf eine Karte und schiebt ihm seine Nummer zu. Obwohl er nicht mit einer Antwort rechnet, geschieht das Undenkbare und Max will sich mit Henry treffen. Henry könnte nicht glücklicher sein, denn er schwebt nach jedem Date auf Wolke sieben. Doch nach und nach schleichen sich bei Henry Zweifel ein. Warum meldet sich Max manchmal tagelang nicht und stößt ihn immer wieder von sich? Hat ihre Beziehung überhaupt eine Chance, oder zerbricht sie an den Geheimnissen, die zwischen ihnen stehen?

Meine Meinung:

Das Cover fiel mir doch irgendwie ins Auge, obwohl es jetzt nicht das besonderste ist, und im Kombi mit dem Titel war ich schon neugierig.

Bisher habe ich nur Bücher von Katharina Wolf gelesen, die sie gemeinsam mit Ina Taus geschrieben hat, und war dementsprechend auf ihre Einzelwerke gespannt. Der Schreibstil konnte mich auch direkt überzeugen, denn er lässt sich flüssig lesen und fühlte sich authentisch an. Genau wie der Protagonist Henry könnte ein realer Mensch denken und auch die Gespräche könnten so stattfinden. Alle Charaktere bekommen auch kleine Eigenheiten, z.B. Henrys notorisches Zu-spät-Kommen, die mein Gefühl, über echte Menschen zu lesen, weiter verstärkte.

Generell habe ich Henry, aus dessen Sicht der Hauptteil des Buches geschrieben ist, schnell ins Herz geschlossen. Er ist ein Nerd mit einer Vorliebe für Filme, Serien und Fantasy, womit ich mich identifizieren konnte, und vor allem für Quallen. Das fand ich mal außergewöhnliche und ich musste immer schmunzeln, wenn er in den Redefluss über diese Lebewesen kam, weil er sich dann oft nicht zurückhalten kann und er einfach in seiner Leidenschaft aufgeht. Fast noch mehr an ihm gefiel mir allerdings seine soziale Ader. Er geht ganz offen auf Menschen zu, wie man bei seiner neuen College-Freundin merkt, und verbringt gerne viel Zeit mit anderen Menschen, vorzugsweise Max, seine Freunde und seine Familie. Ich habe es geliebt, mich in seinen Kopf zu befinden, denn beim Lesen konnten seine Gefühle auf mich überspringen. Max war im Gegensatz zu Henry viel schwerer zu greifen. Er ist sehr zurückhaltend und offenbart kaum etwas für sich. Daher fand ich gut, dass es auch einige Kapitel über seine Vergangenheit gab, weil man ihn dadurch besser versteht und es ihn sympathischer macht. Im Laufe der Geschichte erfährt man auch, was hinter seiner Geheimniskrämerei, auch gegenüber Henry, steckt. In meinen Augen erklärt es sein Verhalten sehr gut.

Beim Buch ist mir auch direkt positiv aufgefallen, dass Henry bereits am Anfang Max seine Nummer gibt und somit ihre Romance ohne ewiges Vorgeplänkel beginnen kann. Die Annäherung zwischen ihnen entwickelt sich stetig weiter und ich habe mit den beiden sehr mitgefiebert. Es war schön und gar nicht langweilig ihre ersten Dates bei Spaziergängen, Restaurantbesuchen oder an ihren liebsten Orten mitzuerleben. Ich habe gespürt, dass sich die beiden sympathisch und auch ganz ansprechend finden. Diese Gefühle des ersten Verliebtseins zauberten mir immer ein Lächeln ins Gesicht. In diesem Liebesroman geht es nicht darum, dass zwei Charaktere Spielchen miteinander spielen oder sich gegen die Gefühle füreinander wehren, wo das Happy End daraus besteht, dass sie endlich zusammen gekommen. Stattdessen erlebt man zwei junge Männer, die beginnen miteinander auszugehen und abwarten, ob sich daraus wirklich mehr entwickeln konnte. Aber es blieb trotzdem spannend, weil trotzdem in der Beziehung von Max und Henry es Aufs und Abs gibt und Probleme auftreten. Ganz oben steht dabei Max’s Verschlossenheit, mit der er Henry etwas außen vorhält, und seiner immer wieder auftretenden Abwesenheit. Ich habe Henry bewundert, dass er trotz seiner Unsicherheiten Max vertraut und diesem Zeit lässt, sich zu öffnen. Trotz gewisser Geheimnisse sprechen die beiden miteinander und wollen um das, was sie haben, kämpfen. Es gibt auch einen dramatischen Höhepunkt, der sich zum Glück aber einigermaßen schnell auflöst. Dabei konnte ich die Handlungen und Gefühle von beiden nachvollziehen.

Ich kann das Buch sehr weiterempfehlen, wenn man Lust auf eine Gay Romance mit sympathischen Charakteren, authentischen Beziehungen und realistischem Drama hat. Man kann mit den Figuren mitfiebern und das kribbelnde Gefühl des anfänglichen Verliebtseins sowie die damit verbundenen Unsicherheiten miterleben. Neben der Romance spielen auch Freunde und Familie eine große Rolle, was für mich immer ganz wichtig ist. Dabei integriert die Autorin ganz nebenbei Randgruppen, sodass sie es so normalisiert, wie es sein sollte. Das gilt vor allem für die gleichgeschlechtlichen Liebe von Henry und Max. Die beiden sind längst geoutet und vollkommen akzeptiert.

Fazit: 4/5⭐️

Eine süße und authentische Liebesgeschichte

*Rezensionsexemplar

Rezension „Und wir tanzen über den Flüssen“

Klappentext:

June ist voller Lebenslust und steht am Anfang ihrer Arbeit am Theater. Nichts macht ihr Angst, mit Ausnahme des fragenden Ausdrucks in Kians Augen, den sie für ihren großen Traum, Musicaldarstellerin zu werden, nach nur wenigen gemeinsamen Monaten verlassen hat. Doch mindestens genau so sehr fürchtet sie Ashs hasserfüllte Blicke. Ash, Kians bester Freund, der sie schon immer auf unerklärliche Art und Weise faszinierte. Die drei begegnen sich immer wieder in Londons Straßen, und mit jedem Treffen wird ihnen klar, dass die Gefühle zwischen ihnen noch komplizierter sind, als sie bisher geahnt haben.

Meine Meinung:

Das Cover ist zwar sehr schlicht gehalten, aber trotzdem spricht es mich sehr an, denn durch das Schwarz kommt der farbige Schriftzug und die farbigen Seifenblasen noch mehr zur Geltung.

Doch noch mehr hat mich der Klappentext neugierig gemacht, weil er schon andeutet, dass es sich um ein Liebesdreieck handelt, wo zwischen allen drei Personen ein romantisches Interesse besteht. Ich habe bisher noch kein Buch gelesen, wo diese Art von Liebesgeschichte im Fokus steht und da es sich um eine Own Voice Geschichte der Autorin handelt, wollte ich diese Romance umso mehr lesen.

Wir lesen abwechselnd aus den Sichten von June, Kian und Ash. Kian ist von ihnen mit Abstand der ruhigste, den nichts so schnell aus der Fassung bringt und der mit sich selbst komplett im Reinen zu sein scheint. Besonders gefällt mir, wie sich jeder in seiner Gegenwart fallen lassen kann. Trotzdem ist er für jeden Spaß zu haben und ist ein sehr geselliger Mensch, weshalb die Bar, die er gemeinsam mit Ash eröffnet hat, sein Lebenstraum ist. Die beiden verbindet eine jahrelange enge Freundschaft und auf den ersten Blick sind sie sehr verschieden. Ash ist eher laut und sagt jedem seine Meinung, egal ob diese Person es wissen möchte. Mit ihm kann man jeden Blödsinn machen und viele Abenteuer erleben. Doch hinter seiner harten Fassade steckt ein sehr romantischer Mann, auf den man sich stets verlassen kann. Doch am meisten konnte er mich mit seinen tollen Umgang mit Kindern überzeugen. Er ist mein Lieblingscharakter. Wie Ash ist June auch extrovertiert und trägt ihr Herz auf der Zunge. Mit ihr würde jeder gerne Zeit verbringen, denn ihre quirlige und lebensfrohe Art steckt jeden an. Sie möchte einfach jeden Moment auskosten und ihren Traum als Schauspielerin leben, für den sie ehrgeizig gearbeitet hat. Aber auch generell steht sie für ihre Prinzipien ein und würde für geliebte Menschen immer kämpfen.

Dadurch, dass jeder der drei Gefühle für die jeweils zwei anderen hat bzw. entwickelt, besteht dieser Roman quasi aus vier Liebesgeschichten. Zunächst haben wir einmal die zwischen June und Kian, die bereits in der Vergangenheit ein Paar gewesen waren. Die beiden haben sich von Anfang an gut miteinander verstanden und schnell kamen Gefühle auf, die sie auch nach dem Ende ihrer Beziehung nicht abstellen konnten und bei ihrem Wiedersehen erneut für Schmetterlinge im Bauch sorgten. Ich habe die Leichtigkeit zwischen ihnen genossen, die sie trotz früherer Probleme beibehalten haben. Die Geschichte zwischen ihnen ist die unkomplizierteste und dadurch für mich auch irgendwie die langweiligste. Als zweites gibt es die Romance zwischen June und Ash, die sich in ihrer extrovertierten Art ähneln und dadurch immer wieder aneinander geraten. Aber man merkt einfach, wie dabei auch die Funken sprühen und beide Herzklopfen in der Gegenwart des anderen bekommen. Es war eine reine Achterbahn der Gefühle bei ihnen, die immer dann zur Ruhe kam, wenn beide intensiver Zeit miteinander verbringen und ehrliche Gespräche führen. Des Weiteren geht es um die Freundschaft von Kian und Ash, die doch mehr ist als beide zunächst glauben. Die Männer waren immer auf einer Wellenlänge und ergänzen sich perfekt, weshalb sie auch eine Bar gemeinsam eröffnen. Sie sprechen über Gott und die Welt, außer wenn sie Angst haben, den anderen zu verletzen oder gar zu verlieren. Es war süß, aber auch herzzerreißend, wie sie merken, dass mehr zwischen ihnen ist, aber ihnen ihre jeweiligen Ängste im Weg stehen. Ich habe echt mit ihnen mitgefiebert.

Zu guter Letzt haben wir natürlich noch die Liebesgeschichte zwischen allen dreien, die noch eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Ich habe jeden Moment genossen, in dem June, Kian und Ash zu dritt etwas unternehmen, denn erst dann sind sie rundum glücklich. Bei ihnen gibt es kein fünftes Rad am Wagen, sondern sie sind alle gleichwertig. Für einige Außenstehende wirkt es vielleicht merkwürdig, aber für die drei ist es das natürlichste auf der Welt, zu dritt zu sein. Sie sind ein tolles Team, in dem Kian für die nötige Ruhe sorgt, und kämpfen gemeinsam, auch wenn es sehr schwierige Zeiten gibt. Es gibt auch hin und wieder Rückblenden, die die Gefühle zwischen den dreien noch verständlicher machen. Insgesamt haben wir hier Second Chance Romance, Enemies to Lovers, Friends to Lovers und Liebesdreieck in einem.

In dem Buch klärt Sophie Bichon über unterschiedliche Arten von Polygamie und -amorie auf, über die die meisten Leute, zu denen auch ich selbst zähle, wenig wissen. Es war sehr interessant, aber öffnet auch die Augen und bringt einen zum Nachdenken über sich selbst. Zugleich geht es auch viel über Selbstakzeptanz, die eigene Identität und andere Bereiche der LGTBQ+ Community. Ich fand das Buch alles in allem sehr interessant und besonders. Nicht nur June, Kian und Ash und ihre Liebesgeschichte(n) haben mich in ihren Bann gezogen, sondern auch das ganze Drumherum. Ich habe sowohl die künstlerische Atmosphäre im Theater, wo June arbeitet, als auch die fröhliche Stimmung in Kians und Ashs Bar geliebt, was durch die Charaktere verstärkt wurde. June’s Kollegen mochte ich sehr gerne, aber besonders überzeugen konnte mich der Zusammenhalt in der Clique der beiden Männer. Ich bin nur so durch die Geschichte geflogen, da es stets spannend war und es auch eine Portion Drama enthält, die ich realistisch fand. Sophie Bichon hat einen poetischen Schreibstil, der dabei an die drei Protagonisten angepasst ist. Das Buch ist eine absolute Leseempfehlung meinerseits.

Fazit: 4,5/5⭐️

Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, die einen selbst ins Nachdenken bringt

*Rezensionsexemplar

Lesemonat Oktober

Im Oktober habe ich insgesamt 17 Bücher (incl. 8 eBooks) und 2 Hörbücher konsumiert.

Gelesene Bücher:

📱British Player* – Vi Keeland & Penelope Ward: 3⭐️

Rezension hierzu auf dem Blog

📱8 Sinne. Band 4 der Gefühle (4) – Rose Snow: 3,5⭐️

📱(N)ever Date the Neighbour – Ina Taus: 3,5⭐️

📱Right Here* (1) – Anne Pätzold: 3,5⭐️

Meine genaue Meinung findet man hier

📱Evig Roses. Loyalität will gelernt sein (6) – Jasmin Romana Welsch: 4⭐️

• Rückkehr nach Virgin River* (19) – Robyn Carr: 4⭐️

Details kann man hier nachlesen

• Walnusswünsche* (5) – Manuela Inusa: 4⭐️

Rezension auf dem Blog

📱Feels like Forever* (3) – Sarah Heine: 4⭐️

Meine genaue Meinung findet man hier

📱Vergiss Mein Nicht* (1) – Kerstin Gier: 4⭐️

Details kann man nachlesen

📱Sweet Enemy* (2) – Kristen Callihan: 4⭐️

Rezension auf dem Blog

•What If We Trust (3) – Sarah Sprinz: 4⭐️

•Und du fliegst durch die Nächte (2) – Sophie Bichon: 4⭐️

• Midnight Chronicles. Magiesplitter (3) – Bianca Iosivoni & Laura Kneidl: 4⭐️

• New Chances (5) – Lilly Lucas: 4,5⭐️

• Moving Mountains (4) – Tami Fischer: 4,5⭐️

• Den Mund voll ungesagter Dinge – Anne Freytag: 4,5⭐️

• Campus Love. Lauren & Cole (2) – Katharina Mittmann: 4,5⭐️

Gehörte Hörbücher:

🎧 Find Me in Green Valley (5.5) – Lilly Lucas: 4⭐️

Sprecherin: Alexandra Sagurna

🎧 When We Begin (3.5) – Anne Pätzold: 4⭐️

Sprecherin: Leonie Landa

Lesemonat Juli 2021

Ich habe im Juli insgesamt 14 Bücher (inklusive 8 eBooks) gelesen und 7 Hörbücher verschlungen. Darunter war auch ein Reread.

Gelesene Bücher:

(sortiert nach aufsteigender Bewertung)

•📱Don‘t Kiss Your Boss* (2) – Sarah Saxx: 3⭐️

Zu dem Buch gibt es auch eine Rezension.

•📱The Rules of Magic. Eine zauberhafte Familie – Alice Hoffman: 3,5⭐️

Hierzu findet man meine ausführliche Meinung auf dem Blog.

Any Way the Wind Blows 🇬🇧 (3) – Rainbow Rowell: 3,5⭐️

•📱Feels like Loss* (2) – Sarah Heine: 4⭐️

Zu dieser Geschichte gibt es eine Rezension.

•📱These Violent Delights 🇬🇧 (1) – Chloe Gong: 4⭐️

•📱Soul Food* – Elizabeth Acevedo: 4⭐️

Meine ausführliche Meinung könnt ihr hier nachlesen.

•📱Sleepless in Manhattan* – Vi Keeland & Penelope Ward: 4⭐️

Eine Rezension findet man auf dem Blog.

Cemetery Boys 🇬🇧 – Aiden Thomas: 4⭐️

•📱A Different Blue* – Amy Harmon: 4⭐️

Auch zu diesem Buch kann man meine ausführliche Meinung nachlesen.

Be My Tomorrow (1) – Emma Scott: 4,5⭐️

Play & Pretend* (3) – Nena Tramountani: 4,5⭐️

Eine Rezension hierzu gibt es auf dem Blog.

Ever. Wann immer du mich berührst (1) – Nikola Hotel: 4,5⭐️

•📱Hunting Prince Dracula 🇬🇧 (2) – Kerri Maniscalco: 4,5⭐️

The Red Scrolls of Magic 🇬🇧 (1) – Cassandra Clare & Wesley Chu: 5⭐️ (Reread)

Gehörte Hörbücher:

(sortiert nach aufsteigender Bewertung)

•🎧Conventionally Yours 🇬🇧 (1) – Annabeth Albert: 4⭐️

Sprecher: Kirt Graves & Joel Frromkin

•🎧 A History of Us. Vom ersten Moment an (1) – Jen DeLuca: 4⭐️

Sprecherin: Dagmar Bittner

•🎧 Take a Hint, Dani Brown 🇬🇧 (2) – Talia Hibbert: 4⭐️

Sprecherin: Ione Butler

•🎧 Act Your Age, Eve Brown 🇬🇧 (3) – Talia Hibbert: 4⭐️

Sprecherin: Ione Butler

•🎧 The Hating Game 🇬🇧 – Sally Thorne: 4⭐️

Sprecherin: Katie Schorr

•🎧 A Reason to Stay* (1) – Jennifer Benkau: 4⭐️

Sprecher: Julian Mill & Maren Ulrich

Zum Hörbuch gibt es eine Rezension auf dem Blog.

•🎧 Loveless 🇬🇧 – Alice Oseman: 4,5⭐️

Sprecherin: Elisabeth Hopper

Rezension „In all seinen Farben“

Klappentext:

Eine außergewöhnliche Geschichte über Selbstfindung, Mut, Freundschaft und wahre Liebe
In Robin Coopers Leben läuft gerade nichts, wie es sollte: Während sich alle anderen schon aufs College vorbereiten, häufen sich bei ihm die Absagen. Für Robin bricht eine Welt zusammen, als sein großer Traum von der Schauspielschule zerplatzt und er plötzlich ohne Plan für die Zukunft dasteht. Und dann ist da auch noch die Sache mit seinem Freund Connor, der sich nicht offen zu ihm bekennt. Alles ganz schön kompliziert! Doch als ihn seine Clique an seinem 18. Geburtstag in eine Drag-Queen-Show schleppt, realisiert Robin, dass das Leben manchmal ganz eigene Pläne macht …

Meine Meinung:

Das Cover gefällt mir sehr gut und passt auch sehr schön zum Inhalt. Dabei wurde dieses wenige bunte Make-Up von Robin perfekt gefällt.

Das ganze Buch liest man auch aus Robins „Ich“-Perspektive und seine persönliche Geschichte und die Suche nach sich selbst liegt im Fokus und keine Liebesgeschichte, die aber ebenfalls mit eingebaut wurde, was mir auch immer wieder zusagt. Der Schreibstil von George Lester ist sehr locker und stimmig zur Zielgruppe. Dadurch lässt sich das Buch sehr schnell weglesen.

Robin ist ein sehr authentischer Protagonist mit Ecken und Kanten. Insgesamt weiß er schon ziemlich gut, was er sich für die Zukunft vorstellt, obwohl sich seine Pläne aufgrund der Absage zwangsläufig ändern. Aber er kämpft für seine Träume und lässt sich von niemanden aufhalten. Dabei will er manchmal sehr mit dem Kopf durch die Wand und macht auch seine Fehler, die aber jeder Teenager auf die ein oder andere Art macht. Deshalb konnte ich ihn in der Regel auch gut verstehen, auch wenn er eben mal nicht ganz korrekt handelt. So kommt es unter anderem zu Konflikten, weil Robin nicht immer ganz offen mit seinen Mitmenschen spricht. Da ich selbst mein Teenie mehr bin, musste ich zwar manchmal in solchen Momenten die Augen verdrehen, aber wurde auch an meine Schulzeit erinnert. Insgesamt habe ich Robin sehr ins Herz geschlossen, denn er ist einfach ein ganz Lieber, der auch hin und wieder überdramatisch ist, was aber ebenfalls perfekt zu seinem Charakter passt.

Ein Highlight für mich eindeutig der Einblick ins Drag-Leben. Man erfährt einige interessante Details wie z.B. über das Beziehungsgeflecht innerhalb einer Drag-Familie oder über verschiedene Arten von Drag, wo man das persönliche Wissen des Autors, der selbst Drag macht, spürt. Es war schön, wie Robin in dieser Kunstform aufgeht, ohne dass es zu perfekt und unkompliziert wirkt.

Ansonsten konnten mich die Beziehungen von Robin nicht nur zur seinen Drag-Mother, sondern besonders zu seiner Mutter und seinen besten Freunden Natalie und Greg überzeugen. Das Verhältnis zwischen Sohn und Mutter beruht auf Vertrauen und Verständnis, was ich echt geliebt habe. Sie möchte nur das Beste für Robin, ebenso wie Natalie und Greg. Diese Freunde gehen durch dick und dünn und unterstützen sich immer. Wie oben bereits erwähnt gab es auch Probleme zwischen Robin und seinen engsten Vertrauten, die in meinen Augen aber realistisch umgesetzt wurden.

Dahingegen wurde ich mit Robins Freund Connor nicht warm, denn er leistet sich einige Dinge, die überhaupt nicht gehen. Ich muss aber sagen, dass Robins Liebesleben für mich total vorhersehbar war, weshalb ich in der Rezension nicht zu sehr ins Detail gehen möchte, um Spoiler zu vermeiden. Allerdings gefiel mir auch hier Robins Entwicklung innerhalb der Geschichte, die sich nicht nur um die Liebesgeschichte dreht. Insgesamt war es für mich aber allgemein zu vorhersehbar, nicht nur das Ende, und trotz meiner Sympathie für Robin und allen positiven Punkten war ich emotional nicht so in der Geschichte involviert.

Fazit: 3,5-4⭐️

Ein süßes Jugendbuch, in dem man viel über Drag lernt, aber mich nicht ganz berühren konnte

*Rezensionsexemplar

Lesemonat Juni 2021

Mein Lesemonat war diesen Monat super erfolgreich, denn ich habe so grandiose Bücher gelesen. Auch mengentechnisch bin ich mit 22 Büchern (incl. 7 eBook) und 8 Hörbüchern gut dabei.

Gelesene Bücher:

(sortiert nach aufsteigender Bewertung)

Winterkeep 🇬🇧 (4) – Kristen Cashore: 3⭐️

Hold (3) – Helena Hunting: 3,5⭐️

Die verschwundene Schwester (7) – Lucinda Riley: 3,5⭐️

•📱Herzkribbeln. Philipp & Simon* (3) – Katharina B. Gross: 3,5⭐️

Hierzu ist der Rezension auf dem Blog zu finden

•📱In all seinen Farben* – George Lester: 3,5⭐️

Rezension folgt…

Speed My Heart* (2) – Sarah Saxx: 4⭐️

Sowohl zu diesem Buch als auch zum ersten Band findet Ihr jeweils eine Rezension auf dem Blog.

•📱Confession of a Bad Boy* (5) – Piper Rayne: 4⭐️

Rezension online

Grace & Glory 🇬🇧 (3) – Jennifer L. Armentrout: 4⭐️

deutscher Titel: Dark Elements. Funkelnde Gnade

•📱Dear Enemy* – Kristen Callihan: 4⭐️

Meine dazugehörige Rezension ist verfügbar

•📱Mr. CEO* – Vi Keeland: 4⭐️

Rezension folgt…

•📱The Deal 🇬🇧 (1) – Elle Kennedy: 4⭐️

identischer deutscher Titel

The Invisible Life of Addie LaRue 🇬🇧 – V. E. Schwab: 4⭐️

deutscher Titel: Das unsichtbare Leben der Addie LaRue

Rule of Wolves 🇬🇧 (2) – Leigh Bardugo: 4⭐️

identischer deutscher Titel

Carry On 🇬🇧 (1) – Rainbow Rowell: 4⭐️

deutscher Titel: Aufstieg und Fall des außergewöhnlichen Simon Snow

• Wayward Son 🇬🇧 (2) – Rainbow Rowell: 4⭐️

•📱Stalking Jack the Ripper 🇬🇧 (1) – Kerri Maniscalco: 4,5⭐️

Der Ruf der Rache (2) – Mary E. Pearson: 4,5⭐️

Night of Crowns. Kämpf um dein Herz (2) – Stella Tack: 4,5⭐️

Legendborn (1) 🇬🇧 – Tracy Deonn: 4,5⭐️

The One. Finde dein perfektes Match – John Marrs: 4,5⭐️

Heartstopper Vol. 4 🇬🇧 – Alice Oseman: 5⭐️ (Graphic Novel)

Mr Parnassus‘ Heim für magisch Begabte – T. J. Klune: 5+⭐️

Absolutes Highlight

Gehörte Hörbücher:

(sortiert nach aufsteigender Bewertung)

Leah on the Offbeat 🇬🇧 (2) – Becky Albertalli: 3,5⭐️

Sprecherin: Shannon Purser

deutscher Titel: Ein Happy End ist nur der Anfang

Flaming Clouds (1) – Gabriella Santos de Lima: 3,5⭐️

Sprecherin: Carolin Sophie Göbel

Endless Skies (2) – Gabriella Santos de Lima: 4⭐️

Sprecherin: Carolin Sophie Göbel

Wo Geschichten neu beginnen (3) – Jenny Colgan: 4⭐️

Sprecherin: Vanida Karun

What If It‘s Us 🇬🇧 (1) – Becky Albertalli & Adam Silvera: 4⭐️

Sprecher: Noah Galvin & Froy Gutierrez

deutscher Titel: Was ist mit uns

Feels like Love (1) – Sarah Heine: 4⭐️

Sprecherin: Ulla Wagener

Deeply (3) – Ava Reed: 4⭐️

Sprecher: Julia von Tettenberg & Louis Friedemann Thiele

Boyfriend Material 🇬🇧 (1) – Alexis Hall: 4,5⭐️

Sprecher: Joe Jameson

*Rezensionsexemplar

Rezension „Herzkribbeln. Philipp & Simon“

Klappentext:

Philipp hat immer an die große Liebe geglaubt, bis ihn sein erster Freund hinterrücks betrügt. Um sein gebrochenes Herz zu heilen, stürzt er sich ins wilde Studentenleben und verbringt jedes Wochenende mit einem anderen Mann. Zwar ist ihm bewusst, dass sein Verhalten nicht gesund ist, aber er kann niemandem mehr vertrauen. 

Doch dann trifft er Simon in seinem Lieblingsclub. Als er jedoch Philipps Einladung auf einen One-Night-Stand ausschlägt, möchte dieser ihn am liebsten vergessen. Mit einer Einladung zu einem richtigen Date hat Philipp kurz darauf jedoch nicht gerechnet. Verletzt möchte Philipp ihn am liebsten vergessen, der ihn stattdessen zu einem richtigen Date überredet. Kann Philipp seine Gefühle zulassen, oder verhindert sein verletztes Herz die wahre Liebe?

Meine Meinung:

Ich bin einfach kein Fan von Gesichtern auf dem Cover, vor allem wenn es kein drum herum gibt. Außerdem passt die Situation auch nicht so perfekt zu Philipp und Simon, deren Beziehung eben nicht mit Momenten im Bett beginnt.

Auch der Start in das Buch fiel mir schwer. Das erste Drittel, bevor Philipp überhaupt erst auf Simon trifft, fühlte sich für mich etwas gehetzt an. Ich verstehe, warum man Philipps Zeit mit seinem ersten Freund Kai mit eingebaut hat, weil diese ihn und seine Sicht auf Beziehungen sehr geprägt hat. Aber trotzdem kamen dort einfach keine Emotionen bei mir an und Philipps Typveränderung war doch etwas zu krass. Ebenfalls war mir die Freundschaft zwischen ihm und seinem Mitbewohner Markus etwas oberflächlich, was sich (wie vieles) zum Glück später geändert hat. Ich muss zugeben, dass ich die ersten beiden Bände nicht gelesen habe, weshalb mir vielleicht die Bindung zu einigen Nebenfiguren fehlte. Insgesamt sagte mir das erste Drittel einfach nicht so zu, aber ließ sich trotzdem schnell lesen.

Doch meine eher negative Laune änderte sich ziemlich schlagartig, als Philipp dann Simon trifft und sich das Buch wirklich um ihre Liebesgeschichte dreht, denn diese konnte mich dann echt von sich überzeugen. Nach seiner Enttäuschung mit Kai lässt sich Philipp nur noch auf One-Night-Stands ein, womit er bei Simon, den er im Club kennen lernt, an der falschen Adresse ist. Bereits bei ihrer ersten Begegnung spürte ich die Anziehung der beiden, der sie allerdings nicht nachgeben. Ich fand es toll, wie Simon Philipp sexuell zwar immer abblitzen lässt, aber mit romantischen Gesten ihn für sich gewinnen will. Dabei gibt er sich sehr viel Mühe, was ich sehr bewundere und viel zu selten vorkommt, vor allem in Büchern. Auf der anderen Seite ist Philipp in einer für ihn komplett neuen Situation, mit der teilweise etwas überfordert ist. Nun muss er auch mit seinem Charakter überzeugen und nicht nur seinem Aussehen, um Simon für sich zu gewinnen. Dadurch, dass mit dem Sex warten will, geht die Annäherung zwischen ihnen emotional viel mehr in die Tiefe und gleichzeitig steigert sich die körperliche Anziehung. Die beiden führen schöne Gespräche und man versteht, warum jeder von ihnen so handelt, wie er es tut. Mir gefiel insgesamt Philipps wieder ändernde Einstellung und Simon ist einfach ein Traum. Ich hätte gerne mal in seinen Kopf gesehen, aber weil man nur aus Philipps Sicht liest, überrascht einen Simon auch noch mehr. Ihre Liebesgeschichte kommt auch nicht komplett ohne Drama aus, aber mich störte es nicht, obwohl ich sofort wusste, was in Wirklichkeit dahinter steckt.

Sobald die Romance zwischen ihnen beginnt, bekommt das ganze Buch mehr Tiefe, weil das Tempo rausgenommen wurde. Dadurch konnte mich Philipp als Charakter viel mehr überzeugen, aber vor allem die Nebenfiguren. Es gibt endlich tolle Momente zwischen ihm und Markus, wo ich ihre tiefe Freundschaft auch als Leserin spüren konnte, da sie sich immer beistehen und unterstützen. Ebenso hat Philipp mit Heiko einen weiteren tollen Freund und er bekommt schöne Unterstützung von seinen Eltern, die im Kontrast zum ablehnenden Verhalten einiger anderen steht.

Fazit: 3,5⭐️

Nach einem unzufriedenen Start eine süße Liebesgeschichte

*Rezensionsexemplar

Rezension „One Last Stop“

Klappentext:

Die New Yorker Studentin August glaubt weder an Hellseherei, noch an die Art von Liebe, über die Filme gedreht werden. Und ganz sicher glaubt sie nicht, dass ihre WG voller liebenswerter Nerds daran etwas ändern wird – oder gar ihre Nachtschichten in einem Pancake House, das seit den 70er Jahren Kultstatus genießt.

Doch dann ist da in der U-Bahn plötzlich Jane – die ebenso schöne wie unmögliche Jane. Um sie wiederzusehen, fährt August täglich zur selben Zeit mit der Linie Q. Und sie beginnt sich zu wundern: Jeden Tag trägt Jane dieselbe Kleidung, niemals scheint sie aus der U-Bahn auszusteigen. Nur langsam begreift August, dass sie sich für Jane auf ein unmöglich scheinendes Abenteuer einlassen muss …

Meine Meinung:

Das Cover springt mir mit seiner Farbe direkt ins Auge und mir gefällt der Zug, denn er spielt eine sehr wichtige Rolle im Buch. Generell ziehe ich gezeichnete Charaktere wie hier den echten Personen auf Covern vor.

Auf diese Geschichte war ich sehr gespannt, weil mir bereits „Blue Royal“ sehr gefallen ist, wo ebenfalls eine homosexuelle Liebesgeschichte im Vordergrund steht, auch wenn es da um zwei Männer geht. Daher kannte ich auch bereits den besonderen Schreibstil von Casey McQuiston, an den man sich etwas gewöhnen muss, weil er zunächst etwas distanziert wirken kann. Aber mir gefällt er sehr gut.

Deshalb war es kein Problem in die Geschichte reinzukommen, die man komplett aus Augusts Sicht liest. Ich mochte sie auf Anhieb und habe mich gemeinsam mit ihr in ihre neue WG verliebt, die chaotisch und bunt ist. Bisher fühlte sich August nirgendwo richtig Zuhause, auch weil ihre Mutter vor allem in der Vergangenheit lebt, und im Laufe des Buches findet sie es, inclusive einer zweiter Familie. Dies fand ich sehr schön, auch die Art und Weise, wie ihre Findungsphase beschrieben wird. Währenddessen trifft sie auch Jane und fühlt in ihrer Gegenwart die ersten Schmetterlinge. Die Liebesgeschichte der beiden hat mein Herz berührt, weil sie einfach so süß und gleichzeitig aufregend ist. Ich liebe es, dass die beiden Frauen jede Minute zusammen in vollen Zügen auskosten wollen. Es hat mich dann sehr überrascht, als man erfuhr, was es mit der lebensfrohen Jane auf sich hat.

Ebenfalls habe ich nicht damit gerechnet, dass eine gewisse Art von Detektivarbeit vermehrt vorkommt. Zum Beispiel wird die Suche von Augusts Mutter nach ihrem verschwundenen Bruder, die sie stets in der Vergangenheit hält, thematisiert. Meine größte Überraschung war allerdings, dass es auch einen Touch von Übernatürlichen hat, ohne dass es Überhand nahm.

Aber mein absolutes Highlight war die bunte und queere Atmosphäre, die die Geschichte durchgehend versprüht. Ich habe mich in die ganzen Charaktere rund um August verliebt, weil sie alle positiv und loyal sind und wissen, wer sie sind und stolz darauf sind. Ich finde, dass auch Augusts Verbindung mit allen im Vordergrund steht und nicht unbedingt nur ihre Liebesgeschichte. Es war faszinierend, wie Augusts neue Freunde, insbesondere ihre WG-Mitbewohner, alle so unterschiedlich und authentisch charakterisiert werden. Casey McQuiston hat hier eine tolle Arbeit geleistet, insbesondere mit ihrer Message zu den Themen LGTBQ+ und gewissen Rahmen auch Rassismus. Dabei geht es auch zurück in die Vergangenheit und eben der (damalige) Kampf gegen Rassismus/für die LGTBQ+ Gemeinschaft.

Fazit: 4,5⭐️

Ein queeres und buntes Buch zum Wohlfühlen, das mich mit dem Verlauf sehr überrascht hat

*Rezensionsexemplar

Rezension „Just one Breath“

Klappentext:

Zwanzig Sekunden Mut, ein Atemzug Leben! 

Eliott ist müde. Denn die Gedanken in seinem Kopf stehen nicht still. Seine Vergangenheit lässt ihn nicht los. Doch er weiß, sein Leben liegt mit 20 Jahren noch vor ihm, er muss es sich zurückholen. Und er weiß, er hat Freunde, die ihn stützen. Und trotzdem kann er nicht loslassen. Aber vom einen auf den anderen Moment ist alles anders. Denn als Casper vor ihm steht, bekommt das Leben ein neues Gesicht. Eines, in das er am liebsten jeden Tag blicken möchte. Casper zeigt ihm, dass man manchmal nur zwanzig Sekunden Mut braucht, einen einzigen tiefen Atemzug, um sein Leben zu ändern. Und dass nur dein Herz entscheidet, wen du liebst.

Meine Meinung:

Ich muss schon einmal sagen, dass sowohl Titel als auch Cover perfekt gewählt wurden, vor allem ersteres hat mich direkt neugierig auf die Geschichte gemacht. Dann wurde ich auch noch von der Seite 1 gefesselt, u.a. weil die Autorin einfach einen grandiosen Schreibstil hat, der die Gefühle von Eliott und Caspar perfekt transportiert.

Die beiden Protagonisten sind so grundverschieden und passen dadurch aber auch perfekt zusammen. Eliott verhält sich sehr zurückhaltend, mag keine Menschenmengen und wird oft von Müdigkeit und teilweise Lustlosigkeit geplagt. Durch Caspar spürt er wieder mehr Lebensfreude, denn dieser ist auch ein Energiebündel, der vollkommen zufrieden mit sich, seinem Leben und seinem Beruf als Tätowierer ist. Er hingegen kommt durch Eliott mehr zur Ruhe. Generell fand ich ihre Annäherung sehr süß, weil man beide anmerkt, wie sie sich voneinander gezogen fühlen und nervös sind, weil sie den jeweils anderen nicht verschrecken wollen. Bei ihnen entwickeln sich ihre Gefühle für mich zu keinem Zeitpunkt zu schnell bzw. zu unrealistisch. (Zitat: „Die Zeit sagt rein gar nichts über die Angemessenheit deiner Gefühle aus.“) Doch am besten gefiel mir, wie sich beide aufeinander einlassen und für ihre Beziehung kämpfen, trotz aller Probleme, mit denen sie konfrontiert werden.

Abgesehen von Eliott und Caspar konnten mich ihre jeweiligen Freunde komplett von sich überzeugen. Bessere Freunde könnte man sich gar nicht wünschen, denn sie unterstützen beide bedingungslos. Besonders bei Eliott merkt man, welche große und wichtige Bedeutung solche Menschen haben und dass auch Freunde Familie sein können. (Zitat: „Familie endet nicht mit demselben Blut. Sie beginnt aber auch nicht damit. Familie sorgt sich um dich, egal, was du für sie tun kannst. Familie ist da – in guten, schlechten und allen Zeiten dazwischen. Sie gibt dir Rückendeckung, selbst wenn es wehtut. Das ist Familie und nichts anderes.“)

Doch neben der süßen Liebesgeschichte und den tollen Freundschaften, die für viele Wohlfühlmomente sorgen, gibt es viele ernste Themen. Deshalb finde ich es auch sehr gut, dass das Buch eine Triggerwarnung hat. Von Anfang merkt man, dass Eliott oft finstere Momente hat und von inneren Dämonen verfolgt wird. Nach und nach kommt man dahinter, was mit ihm los ist und was in seiner Vergangenheit passiert ist. Das fand ich sehr spannend, aber auch erschreckend. Mein Herz wurde berührt und gebrochen. Insgesamt waren für mich die Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen, ihren Handlungen und Entwicklungen authentisch und in meinen Augen wurden alle Themen realistisch umgesetzt.

Der gesamten Verlauf der Geschichte und besonders das Ende waren für mich total stimmig und einfach perfekt unperfekt, denn einige Probleme und Situationen lassen sich eben nicht schnell und einfach lösen, sondern brauchen Zeit und Geduld. (Zitat: „Nichts ist perfekt, aber alles ist gut.“)

Fazit: 5/5⭐️

Ein überraschendes Highlight, das ich nur jedem empfehlen kann. Es ist der perfekte Mix aus Glücklich- und Traurigsein und sowohl die Liebesgeschichte als auch die Freundschaften konnten mich berühren und vollkommen überzeugen.

Weitere Zitate:

„Ein Morgen gibt es aus guten Gründen. Manche Tage sind nicht leicht zu ertragen, aber du musst heute kein zweites Mal ertragen. Du bist hier – bei mir – und morgen beginnt ein neuer Tag. Du versuchst wieder aufzustehen und wenn es nicht klappt, dann überstehst du den Tag und wartest auf das nächste Morgen. Morgen wird vielleicht nicht einfacher, aber es ist nicht mehr heute. Heute hast du überstanden.“

„Es ist okay, wenn man in seinem ganzen Leben nur eine einzige Person rettet und es ist auch okay, wenn die eine Person man selber ist.“

„Ich werde die Narben immer sehen, aber sie werden vielleicht nur noch ziepen oder sich beim Wetterwechsel bemerkbar machen und sie werden meinen Alltag nicht mehr so bestimmen, wie sie es bisher getan haben“

*Rezensionsexemplar