Rezension „No longer yours“

Klappentext:

Sie glaubt nicht an zweite Chancen – Bis sie ihn wiedertrifft 

Avery kann ihr Glück kaum fassen: Sie hat tatsächlich eins der begehrten Zimmer der Mulberry Mansion ergattert! In einem Wohnprojekt der Universität sollen Studierende die alte englische Villa wieder instand setzen. Aber Averys Freude wird jäh gedämpft, als sie feststellen muss, dass einer ihrer Mitbewohner kein anderer ist als ihr Ex-Freund Eden, der ihr vor zwei Jahren beim Abschlussball das Herz brach. Aus dem warmherzigen Jungen von damals ist ein verschlossener junger Mann geworden, der alle auf Abstand hält. Doch während sie gemeinsam die Mulberry Mansion renovieren, kommen plötzlich Gefühle hoch, über die Avery eigentlich längst hinweg war, oder etwa nicht?

Meine Meinung:

Das Cover ist ruhig gehalten, was gut zur Art der Geschichte passt, auch wenn es nicht so der Eyecatcher ist.

Umso neugieriger hat mich der Klappentext gemacht, denn ich war sehr auf die alte Villa Mulberry Mansion gespannt und freute mich auf eine bunt zusammen gewürfelte WG. Dabei wurde ich auch nicht enttäuscht, denn die Villa wurde sehr atmosphärisch beschrieben. Sie hatte viele Macken, die ihre Bewohner immer wieder vor neuen Herausforderungen stellt und diese kleine Renovierungsszenen gefielen mir sehr gut. Das lag auch daran, dass ich alle grundverschiedenen WG-Mitglieder schnell ins Herz geschlossen habe, obwohl man einige besser kennen lernt als andere. Ich liebe es, wenn Freundschaften auch so im Fokus in Romance-Büchern stehen und auch hier gibt es viele Momente, in denen die WG Spaß miteinander hat und verschiedene Mitbewohner sich gegenseitig unterstützen und beistehen.

Im Mittelpunkt stehen hier allerdings die beiden Bewohner Avery und Eden, einem Ex-Paar aus Highschool-Zeiten. Man liest abwechselnd aus beiden Sichten, wobei ihre Perspektive viel häufiger vorkommt. So hatte ich auch das Gefühl, dass Avery die etwas wichtigere Protagonistin ist. Sie zieht in die Mulberry Mansion und die neue Stadt, um Abstand zu ihrer Familie zu bekommen. Ich musste oft mit ihr mitleiden, weil ein tragisches Ereignis sie seit längerem immer wieder runterzieht. Die Autorin schafft es, diese starken Emotionen sehr gut zu übermitteln, sodass ich oft Tränchen verdrückt habe. Zum Glück dauert es auch keine Ewigkeit bis man erfährt, was genau vorgefallen ist, sodass man Avery noch besser verstehen kann. Das war besonders wichtig in Bezug auf ihre schwarz-weiße Weltansicht, die ich teils als anstrengend empfunden habe. Trotzdem passen ihre Geschichte, ihre Ansichten und ihr Berufswunsch, Richterin zu werden, perfekt zusammen, sodass Avery eine authentische Figur ist. Im Laufe des Buches schafft sie es auch, sich zu öffnen und dadurch selbst glücklicher werden kann. Daher hat es mich gefreut, als sie neue Freundschaften schließt. Auch Eden verschanzt sich auf ähnliche Weise vor seiner Umwelt und taucht lieber durch Bücher in fremde Welten ein. Mit seiner Leseleidenschaft konnte ich mich perfekt identifizieren und es gab tolle Zitate rund um Bücher und das Lesen. Trotzdem brauchte ich etwas Zeit, um mit ihm warm zu werden, weil er zu Beginn doch sehr abweisend ist. Zum Glück gab es aber die Rückblenden zu seiner und Averys früheren Beziehung, wo man seine sympathische und hilfsbereite Seite miterlebt, und nach und nach wird Eden generell offener. Insgesamt hätte ich mir mehr Kapitel aus seiner Sicht gewünscht, weil er ebenfalls ein großes Päckchen mit sich herumträgt, was man so lange Zeit nicht erahnt.

Da Avery und Eden bereits als Teenager ein Paar waren, handelt es sich hier um eine Second Chance Romance. Es gibt einen Punkt, den diese Thematik oft mit sich bringt und ich nicht so ganz mag: Die Gefühle sind von Anfang an da und ich vermisse die Verliebtheitsmomente. Auch hier fehlte es mir, gemeinsam mit den Protagonisten Gefühle zu entwickeln. Die Rückblenden halfen mir aber auch hier wieder, Averys und Edens Emotionen zu verstehen. Zu Beginn ihres Wiedersehens ist die Stimmung sehr eisig und bedrückt zwischen ihnen, was die Autorin sehr lebhaft rüberbringt. Ich habe insbesondere mit Avery mitgelitten, weil sie Edens abweisendes Verhalten sehr verletzt und sie es einfach nicht verstehen kann. Die langsame Annäherung wieder zwischen ihnen fand ich sehr authentisch erzählt, allerdings dauert es mir zu lang bis sich wirklich Veränderungen einstellen und es gemeinsame Momente der beiden gibt. Trotzdem konnte ich beiden durchgehend ihre Gefühle abkaufen und es war ein Auf und Ab. Dabei waren Averys und Edens Gründe für ihr jeweiliges Verhalten und ihre Sorgen für mich meist nachvollziehbar. Aufgrund von Averys Einstellungen machte Edens zwischenzeitliche Abweisung schon Sinn. Allerdings gab es dann zum Ende hin einen Knall, der mir persönlich viel zu offensichtlich war und die Auflösung war mir dann etwas zu kurz. Hoffentlich erfährt man in den weiteren Bänden, wie es noch mit Avery und Eden weitergeht.

Die Geschichte greift einige ernste und emotionale Themen auf, die einen beim Lesen auch selbst sehr berühren kann. So musste ich auch einige Tränen verdrücken. Wenn man gewisse Triggerpunkte hat, empfehle ich wirklich vorab die Triggerwarnung am Ende des Buches durchzulesen. Das Buch wurde mit keiner rosa-roten Brille geschrieben, sondern bildet auch manchmal unschöne Realitäten ab.

Fazit: 4/5⭐️

Emotionale und ruhige Liebesgeschichte

*Rezensionsexemplar
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Rezension „The Atlas Six. Wissen ist tödlich“

Klappentext:

Die Bibliothek von Alexandria ist niemals untergegangen, sie verwahrt im Verborgenen seit Jahrtausenden die dunkelsten Geheimnisse der Menschheit. Alle zehn Jahre bekommen die talentiertesten Magier*innen ihrer Generation die Möglichkeit, das uralte Wissen zu studieren: Jene, die die Initiation überstehen, erwarten ungeheurer Reichtum, Macht und Weisheit. Doch von den sechs Auserwählten werden nur fünf überleben. 

Dieses Mal sind mit dabei: Libby Rhodes und Nico de Varona, zwei begnadete Physiomagier von der New York University of Magical Arts, die einander nicht ausstehen können. Die Telepathin Parisa Kamali und der Empath Callum Nova, beide Meister der Manipulation. Tristan Caine, der zynische Sohn eines Londoner Gangsters, der jede Illusion durchschauen kann, und Reina Mori, eine mysteriöse Naturmagierin aus Japan.

Zwischen den mächtigen Adepten beginnt ein Spiel auf Leben und Tod.

Meine Meinung:

Das Cover ist eher schlicht gehalten, aber das Dunkle passt zum Buch und die Zeichnungen erschließen sich während des Lesens immer mehr.

Das Buch ist in insgesamt 8 Teile gegliedert, zu den jeweils ein passender Untertitel, z.B. Zeit, gewählt wurde. Meistens habe ich je einen Teil pro Tag gelesen, weil mich die Geschichte teilweise geistig schon gefordert hat. Der Schreibstil hat es mir aber erleichtert, trotzdem gut durch das Buch zu kommen. Er erzeugt aber auch spannende und düstere Atmosphäre, die mich in ihren Bann ziehen konnte.

Ebenso interessant waren die sechs Auserwählten, aus deren Sichten man abwechselnd liest. Bei jedem Kapitel wird deutlich, wer nun zu Wort kommt und man bemerkt nach einer Zeit auch die Unterschiede zwischen ihnen, die teilweise sehr gravierend sind. Die Physiomagierin Libby möchte gerne andere Menschen mit ihrem Wissen und Können beeindrucken und zerdenkt alles mögliche. Ihr Widersacher ist seit langem Nico, der ebenfalls Physiomagier ist und mit seinem Charme alle Menschen um den Finger wickelt, außer Libby. Auch mich als Leserin konnte er mich etwas bezirzen, denn er ist mein Liebling der Gruppe, insbesondere wenn man merkt, welche treue Seele er ist. Auf der anderen Seiten waren mir der Empath Callum, dem alles und jeder egal ist, und die Telepathin Parisa, die jeden um sich herum manipuliert, echt unsympathisch. Noch unsicher bin ich mir zu einem bei der Naturmagierin Reina, weil man über sie so gut gar nichts erfährt, und der Illusionist Tristan, der zwar oft überheblich erscheint, aber sich auch hin und wieder hinter seine Fassade blicken lässt, wo er sich immer noch nach Anerkennung sehnt.

Es macht echt Spaß, die Protagonisten näher kennen zu lernen und zu versuchen, ihre Ziele und Absichten zu ergründen. Das dies alles andere als leicht ist, macht den Reiz erst aus. Die Geschichte baut auch eher auf die verschiedenen Charaktere und ihre Interaktionen zwischen ihnen auf. Die Handlung drumherum steht eher an zweiter Stelle, was mich allgemein nicht stört. Aber es gab einige Momente, wo ich mir mehr Spannung und weniger Gedankenspiele über die magischen Gaben und ihre Möglichkeiten gewünscht. Ich wusste auch nicht immer, um was genau es in dem Buch/in der Reihe gehen soll. Doch der letzte Abschnitt konnte mich dann richtig fesseln und gab einige Antworten. Es kommt auch zu einigen Offenbarungen, die mich echt überraschen konnten. Jetzt bin ich auf jeden Fall in der Geschichte angekommen und kann nicht erwarten, die Reihe weiterzuverfolgen.

Alles in allem kann das Buch mit der düsteren Atmosphäre und den interessanten Charaktere, die man oft nicht einschätzen kann, überzeugen. Bisher habe ich kaum eine Geschichte in diese Richtung gelesen, was ich in Zukunft ändern möchte. Allerdings hätte ich an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Sympathie für die Figuren oder mehr Action nicht schlecht gefunden.

Fazit: 3,5/5⭐️

Interessante Dark Academia Geschichte mit vielen wissenschaftlichen Überlegungen

*Rezensionsexemplar

Rezension „Liebeserwachen in Virgin River“

Klappentext:

Als Jillian beruflich wie privat übel mitgespielt wird, beschließt sie, einfach ins Blaue draufloszufahren. Doch dann erinnert sie sich an das ruhige und abgeschiedene Städtchen Virgin River, in dem sie einen traumhaften Urlaub mit ihrer Schwester verbracht hat. Spontan entscheidet Jillian, dass der kleine Ort der perfekte Platz ist, um Abstand von ihren Sorgen im Silicon Valley zu gewinnen. Womit sie nicht gerechnet hat, ist, dass sie auf Colin Riordan trifft und plötzlich Romantik in der Luft liegt. Aber ist sie bereit, wieder jemanden in ihr Herz zu lassen?

Meine Meinung:

Mir gefällt es sehr gut, wie die Cover der komplette Reihe zusammen passen und auch hier verströmt es eine wohlige Atmosphäre.

Allgemein habe ich Virgin River und all seine Bewohner sehr ins Herz geschlossen. Ich fühle mich dort fast heimisch, wobei in dem Dorf das Leben oft noch ursprünglicher ist, sodass ich beim Lesen die Realität ausblenden kann. Außerdem liebe die ganzen Wiedersehen mit vorherigen Protagonisten, deren Leben man immer wieder mitverfolgen kann. Schon längst lasse ich mich deshalb auch in jede einzelne Geschichte gefallen, ohne vorher den Klappentext durchzulesen.

In diesem Band folgen wir Colin, einem weiteren Riordan-Bruder, und Jillian, die im Teil zuvor Virgin River bereits einmal einen kurzen Besuch abgestattet hat. Zu Beginn hat besonders er mich interessiert, weil ich zu ihm einfach schon eine engere Bindung hat. Man hat mit ihm bereits seinen Flugunfall und seine schwierige Erholung inklusive einer kurzzeitigen Suchterkrankung erlebt und jetzt in seinem Buch kann er endlich wieder nach vorne schauen. Er hat mich positiv überrascht, in dem er inzwischen wieder ausgeglichener und zufriedener ist. Er hat das Ende seine Flugkarriere bei der Armee verkraftet, aber hat trotzdem nicht seine Leidenschaft fürs Fliegen verloren und gleichzeitig findet er wieder Spaß am Zeichen. Insgesamt ist Colin einfach ein leidenschaftlicher Mann. Diese Eigenschaft teilt er sich mit seinem Love Interest Jillian. Jahrelang hat sie all ihre Kraft und Zeit in ihre Arbeit investiert, wo sie geholfen, ein sehr erfolgreiches Unternehmen aus dem Nichts aufzubauen. Als sie aufgrund eines Fehlers kurzzeitig freigestellt wird, steckt sie aber ihren Kopf in den Sand, sondern sucht sich einen neuen Weg. Durch sie habe ich fast selbst Lust bekommen, im Garten zu arbeiten und außergewöhnliche Pflanzen zu züchten. Darin geht Jillian vollkommen auch und ihre Wandelbarkeit hat mir sehr imponiert.

Bereits beim ersten Aufeinandertreffen von ihr und Colin spürt man die körperliche Anziehung zwischen ihnen, die auch nie nachgelassen hat. Ich war dann auch sehr gespannt darauf, wie die beiden Charaktere, die jeweils über eine Neustrukturierung in ihrem Leben nachdenken müssen, zusammen interagieren. Die Umsetzung konnte mich dann auch überzeugen, weil die zwei von Anfang bis Ende ehrlich zueinander sind. Jillian und insbesondere Colin reden um ihre Pläne, die für eine mögliche Beziehung nicht unbedingt von Vorteil sind, und unterstützen sich gegenseitig dabei. Ihren erwachsenen Umgang miteinander und vielem anderen habe ich geliebt, weil es in Liebesromanen meist nicht so ist und so unnötiges Drama vermieden konnte. Trotzdem war die Romance nie langweilig, weil die Protagonisten jeweils eine tolle Entwicklung durchmachten und man sich ständig überlegt, wie die beiden ein gemeinsames Leben aufbauen und gleichzeitig ihre Träume verwirklichen können. Die Auflösung am Ende war jetzt allerdings nicht so überraschend.

Aber in diesem Buch verfolgen wir nicht nur die Liebesgeschichte der beiden, sondern auch andere Beziehungen werden thematisiert. Der wilde Haufen der Riordan-Brüder macht einfach immer wieder Spaß, weil bei ihnen immer was los ist. Die Brüder lieben und nerven einander gleichermaßen, was mich oft zum Schmunzeln gebracht hat. Da agieren Jillian und ihre Schwester schon etwas harmonischer zusammen, aber beide Familien habe ich ins Herz geschlossen. Das Thema Familie spielt auch in einer anderen Nebenhandlung eine große Rolle und ich mochte es, wie vielfältig Familie gezeigt wurde. Auf jeden Fall ist Jack wieder involviert und er ist nach wie vor einer meiner Favoriten.

Fazit: 4/5⭐️

Solider Band

*Rezensionsexemplar

Lesemonat August

Mein Lesemonat August war sehr durchwachsen, wobei ich 9 Bücher gelesen habe, wovon 6 eBooks waren.

Gelesene Bücher:

1.📱Sweet Player* – Vi Keeland & Penelope Ward: 3,5⭐️

Rezension bereits auf meinem Blog online.

2.📱Perfect Chemistry* – Vi Keeland: 3,5⭐️

Rezension bereits auf meinem Blog online.

3.📱Memories of a Highschool Crush* (8) – Piper Rayne: 3,5⭐️

Rezension bereits auf meinem Blog online.

4.📱Boston Belles. Sparrow* (0.5) – L.J. Shen: 3,5⭐️

Rezension bereits auf meinem Blog online.

5.📱Worlds Apart* (2) – Anabelle Stehl: 4⭐️

Rezension bereits auf meinem Blog online.

6.📱Catching up with the Carters. In your eyes* (1) – Fam Schaper: 4⭐️

Rezension bereits auf meinem Blog online.

7. Lovely Hearts. Nur ein Lächeln von dir* (1) – Polly Harper: 4⭐️

Rezension bereits auf meinem Blog online.

8. Das Glück wartet in Virgin River* (11) – Robyn Carr: 4⭐️

Rezension bereits auf meinem Blog online.

9. Love it up (3) – Stella Tack: 4⭐️

*Rezensionsexemplar, 📱eBook

Rezension „Catching up with the Carters. In your eyes“

Klappentext:

Aphrodite steht mit der Reality-Show ihrer Familie »Catching up with the Carters« im Rampenlicht. Die Öffentlichkeit hält sie für ein Party-It-Girl. Wie es in ihr aussieht, weiß niemand. Nur Garett, dessen TV-Dynastie eine Fehde mit den Carters führt, kannte ihre Ängste. Doch ihre Liebe zerbrach in tausend Scherben. Als erneut fiese Dinge über sie geschrieben werden, ergreift Aphrodite die Chance, bei einer Datingshow hinter den Kulissen zu arbeiten und sich eine eigene Karriere aufzubauen. Am Set trifft sie ausgerechnet auf Garett. Ein Blick in seine blauen Augen, auf die Narbe an seinem Kinn, und die bittersüßen Erinnerungen sind zurück – wie auch diese unbeschreiblich tiefen Gefühle. Wenn Aphrodite ihnen nachgibt, könnte es sie endgültig zerstören …

Meine Meinung:

Das Cover ist schlicht gehalten und sticht mit dem glitzernden Titelzug ins Auge, was zum Setting das Buch, der „glitzernde“ Welt der Stars und Sternchen in den Reality Shows passt.

Genau diese Thematik hat mich an dem Buch auch am meisten angesprochen, weil ich gerne mal Reality Shows schaue und noch kein Buch darüber gelesen. Die Umsetzung konnte mich auch überzeugen, weil man im Laufe der Geschichte hinter die Kulissen schaut, in der nicht alles Gold, was glänzt. Ich glaube, inzwischen weiß jeder, dass in Reality Shows vieles geskripted wird, aber trotzdem wird nicht alles schlecht gemacht. Stattdessen hatte ich beim Lesen sehr viel Spaß, insbesondere am Setting der Datingshow, an der beide Protagonisten Aphrodite und Garrett beteiligt sind.

Beide Charaktere kennen sich im Showbusiness perfekt aus, weil sie aus den zwei bekanntesten Reality Familien stammen und dadurch dort aufgewachsen sind. Doch schnell merkt man, dass keiner von ihnen zufrieden mit ihrem jeweiligen Leben ist und im Inneren auch nicht die Personen sind, als die sie in der Öffentlichkeit dargestellt werden. Besonders Aphrodite ist nicht das Party-It-Girl mit den wechselnden One-Night-Stands, sondern versucht sich nur mit Partys zwischendurch abzulenken und in der übrigen Zeit ihre Mutter zufrieden zu stellen. Mir tat sie sehr Leid, weil sie sich einfach nach ehrlichen Freunden sehnt, in derer Gegenwart sie sie selbst sein kann. Eigentlich ist sie ein offener Mensch, die sich gerne um andere kümmert und am liebsten ihre Abende mit guten Gesprächen und gute Filmklassiker verbringt. Umso mehr hat es mich gefreut, als sie bei der Datingshow ankommt, wo sie am Set neue, aber auch alte Freunde trifft, die sie um ihrer Selbst willen schätzen. Aber ich habe auch bewundert, dass Aphrodite sich selbst etwas aufbauen möchte und sich nicht auf den Erfolg der Reality Show ihrer Familie ausruhen möchte. So ein ähnliches Ziel hat auch Garrett, wobei er dabei bisher nicht den gleichen Ehrgeiz wie sie, da er sich zu oft von seinem Vater, der nichts von ihm hält, runterziehen lässt. Dabei hat er ein Talent und Leidenschaft fürs Schreiben, was er versteckt aus Angst vor Anlehnung. Dabei hat er zwei beste Freunde Henry und Kat, die gemeinsam durch die dick und dünn gehen. Generell ist Garrett ein verlässlicher und treuer Freund, mit dem man Pferde stehlen kann. Deshalb hat mich seine Entwicklung gefreut, als er begann, mehr für sich selbst einzustehen.

Natürlich folgen wir in dem Buch auch der Beziehung von Aphrodite und Garrett, die sich bereits kennen, seitdem sie Kinder sind und in der Vergangenheit schon einmal eine geheime Beziehung versucht haben. Die Umsetzung der Second Chance Romance gefiel mir, weil immer wieder Rückblenden zu der Zeit ihrer ersten romantischen Zeit eingebaut wurden. Diese wurden gut dosiert, sodass man nicht aus der Gegenwart-Story gerissen wurde, und hatten Bezüge zu dieser. Dadurch konnte man die Beziehung von Aphrodite und Garrett besser verstehen und auch ihr unangenehmes Wiederaufeinandertreffen am Set, mit dem keiner der beiden gerechnet hat. Man spürt, dass ihre Gefühle immer noch allgegenwärtig sind, aber keiner sich diese eingestehen möchte. Dabei konnte ich beide Seite verstehen. Ich habe viel mit ihnen mitgefiebert, weil Aphrodite und Garrett in der Gegenwart des jeweils anderen einfach glücklicher sind und sie sich in- und auswendig kennen. Durch ihre gemeinsame Herkunft können sie ihre Lebenssituationen am besten nachvollziehen. Im Großen und Ganzen mochte ich den Verlauf ihrer Romance innerhalb der Geschichte gerne, weil die Spannung aufrechterhalten wurde und beide gleichermaßen Fehler machen, die nur menschlich sind. Es gab auch einige süße Momente, die mein Herz für dieses Pärchen nich mehr erwärmt haben. Allerdings gab es das übliche Missverständnis, das mich etwas die Augen verdrehen ließ, weil die Protagonisten es eigentlich besser wissen würde. Das Ende hat mich dann versöhnt, weil es auch nicht over the top war.

Das Buch hat mir beim Lesen alle möglichen Gefühle hervorgerufen: Freude, Trauer und auch Wut. Am meisten konnten mich die Familien von Aphrodite und Garrett aufregen, weil diese alles für den Erfolg ihrer Shows machen würde und dabei über Leichen bzw. das Glück ihrer Familienmitglieder gehen würden. Es gab allerdings ein paar Momente, die mir zu schwarz-weiß waren. Nur Aphrodites beide jüngeren Geschwister stechen positiv hervor, weshalb ich mich auf die beiden Folgebände mit ihnen als Hauptfiguren freue. Ich hoffe, da lernt man wieder tolle Freunde der Protagonisten kennen wie in diesem Teil. Henry, Kat und auch neue Freunde von Aphrodite und Garrett waren einfach toll und sehr individuell. Ich liebe es einfach, wenn Freundschaften eine so wichtige und zentrale Rolle in Geschichten spielen und der Trope Found Family ins Spiel kommt, denn Familie bedeutet mehr als Blutsverwandtschaft. Doch andere Thematiken werden ebenso miteingeflochtet, z.B. Slut-shaming und andere Diskrimierungen, die ich aus Spoilergründen nicht nennen möchte.

Fazit: 4/5⭐️

Alles in allem kann ich das Buch gut weiterempfehlen, vor allem für Fans von Reality Shows und Gossip Girl.

*Rezensionsexemplar

Rezension „Sweet Player“

Klappentext:

Wenn aus Spiel Ernst wird …

Obwohl Molly eigentlich eine Mitbewohnerin sucht, knickt sie ein, als der charmante Declan Tate an ihre Tür klopft – seinen leckeren Cupcakes kann sie einfach nicht widerstehen. Doch der junge Marketingexperte entpuppt sich als Glücksgriff: faszinierend, unkompliziert, humorvoll, und Molly versteht sich auf Anhieb super mit ihm. Aber mehr als Freundschaft ist auf keinen Fall drin, sind sie beide doch an jemand anderem interessiert. Und so schmieden sie einen genialen Plan, um ihren jeweiligen Schwarm eifersüchtig zu machen: Sie geben vor, ein Paar zu sein, und siehe da, es funktioniert! Bis sie merken, dass ihr Herzklopfen nicht länger nur gespielt ist …

Meine Meinung:

Das Cover ist ganz nett anzuschauen und ich mag, dass man das Gesicht des Mannes nicht komplett sehen kann und es einem noch etwas der Fantasie überlassen wird.

Wie gewohnt ist der Schreibstil von Vi Keeland und Penelope Ward flüssig zu lesen. Er ist eher locker gehalten und brachte mich immer wieder zum Schmunzeln. Das ist einer der Gründe, weshalb ich immer wieder zu Romanen des Autorinnenduos greife.

Ein weiteres Argument ist der rasante Start in die Geschichte und auch in diesem Buch steigt man direkt beim Kennenlernen von Molly und Declan ein. Molly sucht ein neue Mitbewohnerin und erwischt nur katastrophale Bewerberin, sodass Declan mit viel Überredungskunst und seiner Backfähigkeit überzeugt, obwohl sie mit keinem Mann zusammen wohnen wollte. Aber Declan ist ein wahrer Hauptgewinn, mit dem ich selbst gerne zusammen wohnen wollte. Er ist zuvorkommend und hört anderen zu, wenn sie sich etwas von der Seele reden wollen. Aber er ist auch humorvoll und nimmt sich selbst auf die Schippe, z. B. wenn er grottenschlecht beim Kochen singt. Seine Leidenschaft in der Küche ist ansteckend. Ich fand es spannend, im Laufe der Geschichte mehr über ihn zu erfahren, weil auch er mit Problemen zu kämpfen hat, die er vor anderen verstecken möchte. Er macht in diesem Punkt aber eine sehr tolle Entwicklung durch. Auch Molly verändert sich etwas innerhalb des Buches. Sie ist eine freundliche und offene junge Frau, die allerdings mit gewissen Bindungsängsten und einigen zwanghaften Marotten nach der Scheidung ihrer Eltern zu kämpfen hat. Mir gefiel, dass zwar diese Auswirkungen auf ihr Leben angesprochen werden, aber es nicht zu überspitzt dargestellt wurde. Alles in allem ist Molly ist Mensch, mit dem man sich gerne umgibt, auch weil sie an den einfachen und schönen Dingen des Lebens erfreut. In einer Beziehung sehnt sie sich nach Stabilität, was ich gut verstehen kann.

Sie und Declan werden auch zügig ein vertrautes und stabiles Mitbewohnerpaar. Bereits seit ihrem ersten Treffen stimmt die Sympathie zwischen den beiden und sie amüsieren sich gut miteinander. Besonders gefiel mir, dass beide nicht sofort sexuell am jeweils anderen interessiert waren, sondern zuerst die Chemie auf den anderen Ebenen stimmt. Trotzdem spürt man sofort, wie toll die beiden zusammen passen würden. Sie harmonieren perfekt zusammen und unterstützen sich von Anfang an, in dem sie vor allem ein offenen Ohr füreinander haben. Während der ganzen Geschichte habe ich mit den beiden mitgefiebert, weil ich einfach wollte, dass Molly und Declan ein glückliches Paar werden. Das war spätestens ab dem Punkt, an dem die beiden erkennen, dass sie vielleicht doch mehr voneinander wollen, als sie einander mit jemand anderes zusammen erleben, der Fall. Leider dreht sich ab diesem Moment die Handlung etwas im Kreis und es in meinen Augen gab es zu viel Drama und Missverständnisse. Dies ist insbesondere der Tatsache geschuldet, dass beide zu Beginn Interesse an anderen haben. Am Anfang störte mich das nicht, doch dann gewann vor allem eine andere romantische Beziehung immer mehr an Bedeutung und nahm für mich zu viel Raum ein. Es sorgte dafür, dass die Beziehung von Molly und Declan mehr Zeit hätte gebrauchen können.

Es gab auch emotionale Themen, wo mir einige Szenen fehlten. Ein paar Momente, in denen einer der Protagonisten einen wichtigen Entwicklungsschritt macht, wurden nur erwähnt, aber man erlebte sie nicht mit. Dadurch hatte ich zwischenzeitliche das Gefühl, manches passiert zu schnell. Aber die Einbindung von Declan’s und Mollys Familie konnte mich überzeugen. Vor allem Mollys schwierige Beziehung mit ihrem Vater spielt eine wichtige Rolle, nachdem er an Krebs erkrankte. Dieser Handlungsstrang sorgte zum einen für viel Emotionalität und zum anderen zu berührenden Szenen zwischen Molly und Declan. Man lernt im Buch, dass Familie kompliziert sein kann, auch wenn man sich liebt. Declan steht sich mit seinen Familienmitglieder sehr nahe, aber er verheimlicht ihnen auch etwas.

Fazit: 3,5/5⭐️

Süß und emotional, aber andere Love Interests lenken zu sehr ab

*Rezensionsexemplar

Rezension „Boston Belles. Sparrow“

Klappentext:

Als Sparrow Raynes gezwungen wird Troy Brennan, den brutalen und gefürchteten Big Boss der Bostoner Mafia, zu heiraten, bricht ihre Welt zusammen. All ihre Träume, all die Dinge, die sie schon immer tun wollte, und vor allem ihre Freiheit werden ihr mit einem Mal genommen. Sie weiß nicht, warum der attraktive Troy ausgerechnet sie gewählt hat – er scheint sich nicht mal sonderlich für sie zu interessieren. Doch Sparrow fügt sich keinesfalls so einfach in ihr Schicksal. Wenn Troy sie in einen goldenen Käfig sperren will, wird sie sich mit aller Macht wehren. Und bei ihren hitzigen Auseinandersetzungen spüren sie plötzlich eine so große Leidenschaft, wie sie keiner von beiden je zuvor empfunden hat …

Meine Meinung:

Ich bin kein Fan von eBook-Covern dieser Reihe, weil mir einfach ein abgebildeter gut aussehenden Mann nicht reicht. Auch kommt mir dieser hier zu jünglich für den selbstbewussten Troy vor.

Der Schreibstil von L.J. Shen konnte mich da schon mehr überzeugen, der das Buch gut weglesen lässt. Dadurch habe ich es an einem Stück weggesuchtet, weil ich mich dem Sog des Romans nicht entziehen konnte. Wie gewohnt nutzt die Autorin einige derbe Worte, mit denen man zurecht kommen kann, aber auch zu den Charakteren und ihrem sozialen Umfeld passt.

Der Klappentext deutet schon an, dass der männliche Protagonist Troy als Mafia Boss sich meist in der Bostoner Unterwelt aufhält und als seine Frau ist Sparrow auch ein Teil davon. Das Setting wird auch düster beschrieben und die Charaktere verhalten sich dementsprechend. Allerdings hätte ich gedacht, dass Troy ein noch schlimmerer Bad Boy wäre und seine Zwangsverbindung mit Sparrow von mehr Hass geprägt sein würde. Obwohl er ein harter Hund ist und in einigen Situationen nicht davor zurückschreckt, andere Menschen zu verletzen oder gar zu töten, merkt man zügig, dass er einem moralischen Grundsatz folgt. Gewalthandlungen haben bei ihm immer einen Sinn, nie verliert er die Kontrolle und er würde sich an keinem Unschuldigen vergreifen. Natürlich ist er trotzdem nicht der liebe und freundliche Mann, sondern weiß sich durchsetzten und hat immer wieder ein Spruch auf den Lippen. Viele Wortgefechte führt er auch mit seiner frisch Angetrauten, Sparrow. Zwar lässt diese sich auf die Zwangsehe mit ihm ein, weil sie sich dem nicht entziehen konnte und ihr Vater ein alkoholabhängiger Mitarbeiter von Troy ist, aber trotzdem strotzt sie voller Selbstbewusstsein. Sie lässt sich nicht von ihm unterbauen, sondern fordert ihn immer aufs Neue heraus und möchte ihr Leben nach ihren Vorstellungen gestalten. Sie liebt das Kochen, was sie unbedingt zum Beruf machen möchte, und geht ganz vollkommen auf. Besonders an ihr mag ich ihr treues Herz. Wenn sie jemanden liebt, dann für immer und dann kämpft sie auch für diese Menschen.

Die Beziehung von Sparrow und Troy beruht also am Anfang nur auf Zwang, denn im Grunde wollte keiner der beiden die Ehe. So ecken die beiden in fast jeder Situation aneinander und vor allem Sparrow geht extreme Schritte, um einer mögliche Annäherung, egal auf welcher Ebene, entgegen zu wirken. Ich habe es geliebt, ihre Wortgefechte und Auseinandersetzungen mitzuerleben, weil sie mich häufig zum Grinsen gebracht haben. Außerdem gefiel mir, wie die beiden auf Augenhöhe dabei agieren und nie jemand die Überhand für lange behält. Es entwickelt sich im Laufe des Buches eine Slowburn Romance zwischen ihnen, bei der es ganz schön knistert. L.J. Shen schafft es immer, die Chemie der Protagonisten bildhaft zu beschreiben und heiße Momente einzubauen. In meinen Augen sind Sparrow und Troy ein starkes Paar und Team, wobei sie es schafft, seine harte Schale immer mal wieder zu erweichen. Trotzdem bleiben sie sich selbst und ihren Prinzipien treu und passen am Ende ins Bild, das sie in der „Boston Belles“-Hauptreihe von sich geben.

Doch in der Geschichte geht es nicht nur um die Romance der beiden Protagonisten, sondern wir folgen auch Troy’s Rachefeldzug gegenüber den drei Männern, die den Tod seines Vaters zu verantworten haben. Zwei hat er umgebracht und nun ist auf die Suche nach dem unbekannten Dritten. Diese Mafia-Nebenhandlung war sehr spannend und sorgte am meisten für eine düstere Atmosphäre. Ich fand es sehr interessant und die Dosis war gut gewählt, weil Troy seine Rache nie vergisst, aber die Liebesgeschichte im Zentrum bleibt. Leider blieben die großen Überraschungen für mich aus, weil ich aus der „Boston Belles“-Hauptreihe schon einiges wusste. Trotzdem habe ich Neues erfahren habe und musste mit Troy und Sparrow mitfiebern.

Fazit: 4/5⭐️

Typische L. J. Shen Geschichte

*Rezensionsexemplar

Rezension „Memories of a Highschool Crush“

Klappentext:

Nach Jahren steht sie wieder vor ihm: Die eine Frau, die er nie haben konnte

Kingston Bailey traut seinen Augen nicht: Als er nach einem Arbeitsunfall im Krankenhaus landet, steht plötzlich seine Highschool-Liebe Stella vor ihm. Stella, mit der er nie zusammen sein konnte, weil sie die Ex seines besten Freunds ist. Nach dem Abschluss war sie damals nach New York gezogen und hatte Alaska hinter sich gelassen. Nun ist sie zurück, um sich um ihre kranke Mutter zu kümmern. Doch dieses Mal wird Kingston sie nicht gehen lassen und will endlich ihr Herz erobern. Er ahnt nicht, dass ihm schon wieder jemand zuvor gekommen ist … 

Meine Meinung:

Das Cover ist echt ganz süß und man erkennt sofort, dass es sich hier um einen Liebesroman handelt. Nur das Aussehen der Protagonistin Stella unterscheidet sich für mich schon deutlich von der abgebildeten Person.

Aber der Schreibstil von Piper Rayne gleicht wieder dem den vorherigen Bände. Das Autorinnenduo schreibt sehr locker-leicht, sodass ich wieder nur durch die Seiten geflogen bin.

Ich wollte auch immer weiter lesen, weil ich wissen wollte, was es mit der Beziehung von Kingston und Stella auf sich hat, deren Gefühle sich bereits in der Highschool zum ersten Mal Bahn gebrochen haben. Auf Kingston war ich sehr neugierig, weil er derjenige von den Bailey-Geschwistern war, der die meiste Distanz zur Familie hielt. Deshalb wusste man nicht viel von ihm. Er ist Feuerwehrmann und liebt generell das Risiko und den dadurch entstehenden Adrenalinschub. Ich mochte sein freiheitsliebenden Geist, aber konnte verstehen, weshalb genau dieser seine Familie regelmäßig etwas ängstlich macht. Interessant fand ich auch, dass er auf der einen Seite zwar vor keinem Abenteuer zurückschreckt, aber auf der anderen Seite auch vor gewissen Sachen, wie zum Beispiel der Liebe davon läuft. Auch Stella hatte keine Beziehung mehr, nachdem sie in der Highschool zwischen die beiden beste Freunde Kingston und Owen geraten war, als sie mit letzterem in einer Beziehung war, obwohl auch zwischen ihr und ersterem Gefühle waren. Ich konnte verstehen, dass sie zunächst keinem der beiden über den Weg laufen wollte, nachdem sie nach Lake Starlight zurückkehrte. Trotzdem ist Stella eine selbstbewusste Frau, die gerne Ordnung in ihren Leben hält und in ihrem Beruf als Ärztin aufgeht. Man spürt, wie hilfsbereit sie bereit sie ist. In vielen Dingen ist sie das komplette Gegenteil von Kingston, da sie sich eher nach Sicherheit sehnt als nach Adrenalinschüben.

Trotz ihrer Unterschiede gab es eine Verbindung zwischen den beiden, seit dem sie sich in der Grundschule kennen gelernt haben. Dadurch dass sie ihren Vater und er beide Elternteile verloren hat, konnten sie ihre Trauer besser nachvollziehen. Ich mochte die Rückblenden in die Vergangenheit von Kingston und Stella sehr gerne, weil ich aufgrund dieser ihre Beziehung besser verstehen konnte, die ihre Gegenwart sehr beeinflusst. Als die beiden wieder aufeinander treffen, konnte ich ihre Anziehung, aber auch Anspannung spüren. Dadurch waren alle ihre Treffen sehr spannend, weil zwar ihre alten romantischen Gefühle immer wieder zum Vorschein kommen, aber beide auch keine Beziehung wagen wollen. Ich konnte den Zwiespalt der zwei Protagonisten gut nachvollziehen, weil sie Angst vor einem weiteren Verlust haben und ihre gemeinsame Vergangenheit sie vorsichtig macht. Mir fehlte allerdings etwas die Entwicklung der Gefühle von Stella und Kingston, weil sie eben schon da sind. Trotzdem habe ich mit ihnen während des ganzen Auf und Ab mitgefiebert, ebenso wie Kingstons Familienmitglieder, die alle andere Meinungen vertraten. Ich wollte gerne, dass die beiden ein Paar werden, aber fand die endgültige Auflösung dann doch etwas zu einfach, wenn man ihre vorherigen Probleme bedenkt.

Wie bereits oben erwähnt mischt auch in diesem Band die komplette Bailey-Familie wieder mit. Der Zusammenhang unter den Geschwistern und ihren jeweiligen Familien ist sehr groß, auch wenn sie alle grundverschieden sind. Man fühlt sich mit ihnen einfach heimisch und sie sorgen für eine familiäre Stimmung. Hier wird wieder besonders deutlich, dass älteste Bruder Austin eine Vaterfigur für seine Geschwister ist und insbesondere Kingston sich immer wieder Rat bei ihm holt. Aber besonders liebe ich Grandma Dori einfach, weil sie in ihrem Alter jung geblieben ist und versucht, alle Enkelkinder glücklich unter die Haube zu bringen, wobei sie auch zu unkonventionellen Mitteln greift. Stellas neue Freundin Annie ist vermutlich ihr größter Fan und brachte mich damit immer wieder zum Schmunzeln. Ich mochte die Dynamik zwischen den beiden jungen Frauen, ebenso die Freundschaften unter den Feuerwehrmännern. Was allerdings für mich zu kurz kam, war die Beziehung der ehemals besten Freunden Owen und Kingston. Zwar sind sie in der Gegenwart nicht mehr so eng wie früher, aber für mich fühlten sie immer die ganze Zeit wie zwei Fremde an, die nie etwas miteinander verbunden hat.

Es ist zwar nicht mein Lieblingsband der Reihe, aber ich kann ihn trotzdem wieder empfehlen, wenn man Lust auf Kleinstadtsetting, Großfamilie und Romance zum Wohlfühlen hat. Nun kann ich den finalen Teil rundum Sedona nicht mehr abwarten, weil man schon in Kingstons Geschichte erahnen kann, um was es im Finale so gegen wird. Für mich hat das Highlightpotential.

Fazit: 3,5/5⭐️

Second Chance Romance inmitten einer sympathischen Großfamilie

*Rezensionsexemplar

Rezension „Perfect Chemistry“

Klappentext:

Stella Bardot ist eine der talentiertesten Parfüm-Designerinnen in New York. Nachdem sie aber ihren Ex-Verlobten ausbezahlen musste, steht ihr kleines Geschäft kurz vor der Pleite. Als auch noch ihre Mitbewohnerin über Nacht verschwindet, braucht Stella dringend Ablenkung. Ihr bester Freund überredet sie kurzerhand, sich auf die High-Society-Hochzeit der Saison zu schmuggeln. Schon bei der Zeremonie fällt Stella der attraktive Bruder der Braut auf. Doch als Hudson Rothchild klar wird, dass Stella nicht auf die Feier gehört, endet der Abend in einer peinlichen Katastrophe. Zu dumm, dass Hudson ausgerechnet Boss der Investmentfirma ist, die Stellas letzte Hoffnung für ihr Parfümgeschäft ist …

Meine Meinung:

Das Cover ist ganz typisch für Romance Bücher, auch wenn es nicht mein Fall ist. Aber zum Glück wurde endlich auf dem Aufkleber „Dirty Office Romance“ verzichtet, da dies die Geschichte nur halb beschreibt.

Vi Keeland schreibt gerne sexy Szenen zwischen den Protagonisten, die bei mir auch ein gewisses Kribbeln hervorrufen. Aber sie bringt ebenfalls immer ihren Humor mit ein, den die Charaktere und einige ihrer Situationen teilen. Dadurch musste ich beim Lesen oft schmunzeln. Ich finde, die Autorin schreibt luftig-leicht, sodass ich nur durch ihre Geschichte fliege, die sowohl aus der weiblichen als auch aus der männlichen Sicht geschrieben ist. Etwas mehr Anteil hat dabei Protagonistin Stella im Vergleich zur Hauptfigur Hudson.

Deshalb konnte sie mich als erste von den beiden überzeugen. Stella ist eine Power-Frau, die ihr Karriereziel, eine eigene Parfümproduktlinie auf den Markt zu bringen, mit Talent, Kreativität, Ehrgeiz und Ausdauer verfolgt. Im Vergleich dazu ist sie im privaten nicht ganz so strukturiert und verbringt ihre Zeit am liebsten in Ruhe mit ihrem besten Freund Fischer oder mit fremden Tagebüchern, die sie online oder auf Flohmärkten erwirbt. Ich mochte dieses verrückte Hobby von ihr richtig gerne und finde es schon lustig, wie sie dadurch ihre unterdrückte romantische Ader auslebt. Sie ist ein Charakter, mit dem man gerne befreundet wäre. Dahingehen weiß ich nicht, ob mir eine Freundschaft mit dem selbstbewussten Hudson ausreichen würde. Ich konnte Stella verstehen, dass sie sich seinem Charme nicht entziehen konnte, mit der er jeden um den Finger wickeln könnte, wenn er wollte. Doch man merkt auch, dass er ein fähiger Geschäftsmann ist, der dort auch keinen Spaß versteht. Es gab da auch den ein oder anderen Moment, wo er mir dort am Anfang nicht so sympathisch war. Aber spätestens als seine Tochter Charlie auftaucht und man seine ganz private Seite kennen lernt, war ich ihm wieder verfallen. In seinem Privatleben ist er ein lieber und aufopferungsvoller Mann, der in Obstschalen Nachrichten hinterlässt.

Wer Vi Keeland und ihre Geschichten kennt, weiß, dass sie ihre Protagonisten gerne in absurden Situation zum ersten Mal aufeinander treffen lässt. Die Hochzeit von Hudson’s Schwester, auf die sich Stella als ihre Ex-Mitbewohnerin einschleicht, gefiel mir auch gut. Man spürt, dass die Chemie und die Anziehung zwischen den beiden auf Anhieb stimmte, ohne dass es Liebe auf den ersten Blick war. Stattdessen entwickelte sich ihre Romance dann doch eher langsam, da sie zunächst einmal zusammen arbeiten, um Stellas Parfümlinie erfolgreich zu vermarkten. Nach Anfangsschwierigkeiten konnte mich ihre Zusammenarbeit auch überzeugen, weil sie an einem Strang ziehen und auf Augenhöhe agieren. Ich mochte aber auch, dass Stella und Hudson sich dabei privat annähern und sich besser kennen lernen. Es hat mir einfach Spaß gemacht, die beiden auf ihrem Weg zu begleiten, weil ich sie als einzelne Charaktere ins Herz geschlossen habe und ihre Dynamik liebe. Sie reden auch viel und offen miteinander, auch über ihre unschönen Erlebnissen mit ihren untreuen Ex-Partner. Doch dann kam der Schlussteil, der mir etwas das Buch vermieste. Es hat sich etwas ereignet, was mir schon zu bekannt vorkam, und vor allem wurde diese Situation viel zu übereilt und für mich unzufrieden stellend aufgelöst. Da hätte ich gut und gerne auf diese Portion Drama verzichten können, obwohl Stella und Hudson mich dort zumindest als Paar überzeugen konnte.

Ebenfalls wurden einige Nebenhandlungen mit Randfiguren erwähnt, die dann aber nur nebensächlich und off-screen abgehandelt wurden. Mir fehlte da der Tiefgang und allgemein war es etwas überflüssig. Aber zumindest Hudson’s Schwester, aber vor allem seine kleine Tochter und Stellas bester Freund bekamen genug Raum in der Geschichte. Die Interaktionen von Stella und Fischer sorgten bei mir für Lacher, aber sie zeigen auch, dass sie sich immer aufeinander verlassen können. Noch mehr hat mein Herz aber die Vater-Tochter-Beziehung erwärmt. Charlie ist ein süßes und aufgewecktes Mädchen, für die Hudson alles tun würde.

Fazit: 3,5/5⭐️

Empfehlung, wenn man sexy, humorvollen und ernste Momente vereint haben möchte und nichts gegen konstruierte Zufälle hat

*Rezensionsexemplar

Rezension „Worlds Apart“

Klappentext:

Ihre Träume liegen Welten auseinander

Die zwanzigjährige Kaycee hat das Gefühl festzustecken. Seit dem Tod ihrer Mutter muss sie daheim die Verantwortung übernehmen und hat ihre eigenen Wünsche zurückgestellt. Aber dann ergibt sich die Chance, ihren großen Traum von einer eigenen Konditorei doch noch zu verwirklichen: Kaycee darf an der Realityshow Bake That Cake! teilnehmen. In der Jury sitzt zudem Schauspieler Leo Campbell, der in echt nicht nur noch attraktiver ist als auf dem Bildschirm, zwischen den beiden knistert es auch gewaltig. Doch Kaycee weiß: Nur ein Kuss könnte ihre Chancen auf den Sieg gefährden und ihren Traum für immer zerstören …

Meine Meinung:

Das Cover ist eher schlicht gehalten, aber ich mag seine Ästhetik, weil es dadurch edel wirkt.

Auch der Schreibstil von Anabelle Stehl ist eher unaufgeregt gehalten, ohne dabei langweilig zu wirken. Stattdessen fühlen sich die Gedanken und Gefühle der beiden Protagonisten realistisch. Die ganze Geschichte ließ sich flüssig weglesen und wird sowohl aus Kaycees als auch aus Leos Sicht geschrieben. Aufgrund dessen kann man stets beide Seite verstehen.

Kaycee kennt man bereits als Fionas beste Freundin aus Band 1, wo man sie als sehr loyale Person kennen gelernt hat. Sie ist nicht nur eine treue Freundin, sondern hat auch nach dem Tod der Mutter die Verantwortung für ihre Familie übernommen, für die sie der Fels in der Brandung geworden ist. Für ihre selbstlose Art habe ich sie zum einen bewundert, aber zum anderen tat sie mir sehr Leid, weil sie sich dabei selbst verloren hat. Umso begeisterter war ich, als Kaycee durch ihre Teilnahme bei der Backshow „Back That Cake“ wieder ihr eigenes Glück im Auge hatte und um ihren Traum von einem eigenen Café kämpft. Sie zeigt immer mehr ihre kämpferische Seite und geht in ihrem Leidenschaft, dem Backen, nach. Ich habe es geliebt, wie sie im Backen aufgeht und nur dabei alles andere um sich herum vergessen kann. Leos Herz hingegen geht schon sein Leben lang in der Schauspieler auf, wobei ihn seine Familie stets aufopferungsvoll unterstützt hat. Doch schnell spürt man, wie ihn seine derzeitige Rolle in einer Soap Opera nicht wirklich erfüllt. Seine Situation, in seinem Job nicht zufrieden zu sein, kann sicher der ein oder andere nachvollziehen und seine Gedanke dahingehend fühlten sich sehr authentisch an. Gemeinsam mit ihm fühlte ich mich etwas hilflos, weil er sich nicht so leicht umorientieren konnte. Im Laufe des Buches macht er dahingehend alle Entwicklung durch, wobei er länger braucht als Kaycee. Doch auch Leo hat seine Momente, in denen er in seiner Leidenschaft aufgehen kann.

Dazu entwickelt er natürlich auch gewisse Leidenschaft für Kaycee, die er bei „Back That Cake“ kennenlernt, wo er als Juror tätig ist. Die erste Begegnung ist alles andere perfekt, weil sie ihn mit einer Alkoholfahne am ersten Drehtag erwischt, nachdem sie ihn schon länger in seiner Soap angehimmelt hat. Doch ihre Annäherung hat nichts mit irgendwelchen Rollen zu tun, sondern mit den eigenen Persönlichkeiten der beiden. Am Set lernen sie sich besser kennen, wobei Kaycee ihm mit ihrer Leidenschaft imponiert und Leo sie mit seiner charmanten und humorvollen Seite überzeugt. Am liebsten mochte ich die Szenen, wenn die beiden nach den Dreharbeiten nur Zeit zu zweit verbracht haben, weil sie sich dort gegenseitig besser öffnen konnten. Sie sprechen über ihre Probleme, Sehnsüchte und Geheimnisse. Ich konnte ihre emotionale, aber auch sexuelle Anziehung spüren und habe mit ihnen mitgefiebert. Das lag ebenfalls daran, dass sich beide gegen eine Beziehung miteinander sträuben, weil es wegen der gemeinsamen Show kein gutes Licht auf die beiden, insbesondere Kaycee, werfen würde. Es gab zwar etwas Drama, was allerdings im realistischen Rahmen blieb, und insgesamt gefielen mir Leo und Kaycee als Paar.

Auch das Setting rund um die Backshow konnte mich überzeugen. Die Szenen wurden sehr detailliert beschrieben und man bekommt viel von den Aufgaben, die Kaycee und die anderen Teilnehmenden in jeder Sendung erledigen müssen, mit. Es gab dabei aber auch Momente dort, die man hätte kürzen können. Doch die gemeinsamen Erlebnisse von Kaycee und ihren Mitstreitern, insbesondere ihren neu gefundenen Freund Brian, waren jede Seite wert. Generell liebe ich alle Beziehungen, die sie führt. Leo, der in meinen Augen etwas weniger als sie im Vordergrund steht, hingehend hatte zwar auch einige Beziehungen, die für mich allerdings noch weiter hätten ausgebaut werden können. Wirklich viel bekommt man aber von den Schattenseiten und Manipulationen des Showbusiness mit, sowie in Band 1 bereits das Thema Social Media behandelt wurde.

Fazit: 4/5⭐️

Slowburn-Geschichte mit Romance und über persönliche Träume

*Rezensionsexemplar