Rezension „We Don‘t Talk Anymore“

Klappentext:

Wenn dein Herz in tausend Scherben liegt …

Josephine Valentine und Archer Reyes sind seit ihrer Kindheit unzertrennlich, obwohl sie doch unterschiedlicher nicht sein könnten: Zwar besuchen beide die elitäre Exeter Academy, aber während Josephine als Tochter reicher Eltern mit Privilegien und Erwartungen aufwächst, muss Archer für seine Chancen und Erfolge kämpfen. Doch als sie bemerken, dass aus ihrer Freundschaft Liebe wird, ändert sich alles zwischen ihnen. Aus Angst, ihre Gefühle könnten nicht erwidert werden, halten Archer und Josephine ihre neuen Empfindungen verborgen. Zu groß ist ihre Sorge, den einen Menschen zu verlieren, der sie vervollständigt. Und dann ist da noch ein dunkler Schatten in Archers Umfeld, von dem Josephine nichts weiß und der all ihre geheimen Träume und Hoffnungen zerstören könnte

Meine Meinung:

Am Cover gefällt mir vor allem die Schriftart und die Farbkombination.

Man liest die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Archer und Josephine, die sich schon ihr ganzes Leben lang kennen. Während Josephine aus einer reichen Familie kommt, arbeiten Archers Eltern für ihre Familie und gehören dementsprechend einer anderen gesellschaftlichen Schicht an. Durch die Zusprache von Josie allerdings konnte Archer auf dieselbe Elite High School gehen wie sie und hat als Baseball-Star große Karriere- und Collegechancen. Die beiden sind ein Herz und eine Seele und ihre Gefühle gehen tiefer als sie sich einander eingestehen wollen. Diese Ausgangssituation mochte ich gerne und man spürte von Anfang die tiefe Liebe zwischen ihnen, sodass ich wollte, dass sie glücklich miteinander werden. Allerdings begann die beidseitige Verliebtheit bereits vor der Handlung des Buches, die eher da einsetzte, als sich die Wege von Josie und Archer zu trennen schienen. Das fand ich schade, weil mir dadurch das aufkommende Kribbeln zwischen ihnen fehlte und ich ihnen sogar manchmal ihre Verbundenheit nicht ganz abnehmen konnte. Trotzdem gefielen mir die beiden zusammen, weil sie einander in- und auswendig kennen und immer nur das Beste für einander wollten.

Archer hat einen sehr großen Beschützerinstinkt gegenüber Josie und auch seinen Eltern, die er über alles liebt. Diese innige Liebe habe ich sehr an ihm geschätzt, aber auch sein (sportlicher) Ehrgeiz gefiel mir. Besonders faszinierend fand ich, dass er für sein Alter schon sehr reif ist und weiß, was richtig und was falsch ist, auch wenn er sich selbst nicht immer ganz hält. Josephine zeigt ebenfalls Reife, wobei sie noch etwas unsicher ist und sich manchmal gegenüber gewissen Mitmenschen naiv verhält, Ich habe sie darum beneidet, dass sie trotzdem genau weiß, was sie will.

Bei den Nebenfiguren konnte ich Archers Eltern am besten fassen und mochte sie auch am liebsten. Sie lieben ihre Kinder abgöttisch und zählen auch Josie dazu, die sie mehr erzogen haben als deren eigenen Eltern. Sie arbeiten hart, haben stets ein offenes Ohr und sind einfach liebenswürdig. Ganz anders sind Josies Eltern, die sich in ihrer Firma zwar um wohlständige Zwecke einsetzen, aber sich nur um die Arbeit kümmern und nie um ihre Tochter, an die sie nur Erwartungen stellen, wenn sie mal da sind. Man lernt auch einige Schulkameraden von Josie und Y kennen, die mal mehr und mal weniger sympathisch sind, aber mir insgesamt einfach zu blass waren.

Neben der Liebesgeschichte spielt auch eine bedrohliche Nebenhandlung, die erst zu Archers abneigendes Verhalten gegenüber Josie führt, eine große Rolle. Diese Bedrohung sorgte für Abwechslung und Spannung, sodass ich an einigen Stellen sehr mitgefiebert habe und nicht aufhören konnte zu lesen. Allerdings hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Autorin etwas zu viel wollte und mir einige Szenen zu schnell abgehandelt wurde. Hier hätten der Geschichte ein paar Seiten mehr oder einige dramatischen Momente weniger gut getan.

Insgesamt weiß ich nicht genau, was ich von dem Buch halten soll. Es konnte mich irgendwie nie so ganz catchen. Aber Julie Johnson hat einen sehr angenehmen und leicht zu lesenden Schreibstil, der dafür sorgte, dass ich trotz allem durch die Seiten gerauscht bin und den Roman schnell beendet habe. Ich werde auch den 2. Teil der Dilogie lesen, weil ich doch neugierig bin, wie es weitergeht.

Fazit: 3/5⭐️

Irgendwie konnte ich keine Verbindung zur Geschichte aufbauen

*Rezensionsexemplar
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